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wolfgang

Korsikaner

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21

Dienstag, 2. Mai 2017, 18:51

Tach,
ich denke, dass in Frankreich genau die gleiche Entwicklung zu verzeichnen ist, wie fast überall mittlerweile. Ob es gut oder schlecht ist, kann eigentlich pauschal gar nicht gesagt werden, denn dann müsste man auch die Entwicklung der letzten Jahre/Jahrzehnte, welche von Geldgier, Sozialabbau und Macht des Kapitals geprägt war, in die Diskussion werfen. Alles hat seine Gründe, und auch die Gefahr des Rechtsrucks. Die Geschichte wiederholt sich immer wieder und das auch folgerichtig, die Leute suchen immer nach dem was ihnen scheinbar fehlt und wenn es eben ein Fehler ist. Wir schauen in die Türkei, wir werfen einen Blick auf den Balkan oder sogar nach Ungarn oder Polen. Weit muss man nicht sehen. Ob die Franzosen, die ja traditionell eher links sind, schon reif für rechte/ultrarechte Politik sein werden, wage ich zu bezweifeln. Die Gefahr ist aber groß, dass es der FN gelingt, ohne eigentliche poltische Basis in den Regionalparlamenten, die Protestwähler der radikalen Linken und der enttäuschten Fillon-Anhänger zu locken.

Nur, ist es schlau genau so weiterzumachen wie bisher? Auch nicht. So wirklich friedvoll und gerecht ist die Zeit momentan nämlich auch nicht. Ganz im Gegenteil, es wird immer ungerechter und gefährlicher auf der Welt.

Frankreich ist wirklich nicht zu beneiden. Was sollen die Frankreicher :pardon: nun auch tun bei dem Wahlsystem? Eigentlich wollen sie nicht den europanahen, liberalen Macron, welcher ebenso wie Le Pen später keine Parlamentsmehrheit haben wird, andererseits auch nicht Rechtsradikale. Grad die Franzosen hätten sich wohl auch nicht träumen lassen, dass sie mal zwischen Liberal und Rechts wählen müssen. Selbst schuld.

Ich persönlich habe genug gefestigte und verknüpfte Neuronen um Zusammenhänge zu erkennen und nicht auf Rattenfänger hereinzufallen, viele Menschen aber nicht. Und deshalb ist es eine logische Entwicklung, dass sich Politik ändert und es auch irgendwann wieder knallen wird. War es schon mal anders?

Ich hoffe, dass nicht nur ich standhaft bleiben werde, sondern auch die Mehrheit der Franzosen und später der deutschen Wähler sich auf die demokratisch freiheitlichen Werte besinnen werden. Dass es natürlich deutliche Veränderungen z.B. des Gastrechtes und der Hausordnung geben muss, erklärt sich ja mittlerweile von selbst.

Konnte man meine Worte verstehen? ::,,II8

Korsika ist da nochmal eine andere Nummer, denn hier spielen sicher auch noch regional nationale Dinge eine Rolle, die wir in Deutschland gar nicht verstehen können.

Aufrechte Grüße mit Kopfkratzen sendet
wolfgang

@CiaoCorsica: Saarbarbara, gerade Sylt ist ein Beispiel dafür, wie es eben NICHT laufen sollte. Sylt wird ausverkauft und auch in Sankt-Peter-Ording kann man diese Entwicklung beobachten. Korsika wird sich da vielleicht ein wenig länger wehren aber auch dort wird die Gier letztendlich Überhand gewinnen und weiter Grundstücke an reiche Russen oder so verkauft werden.
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Cornelia

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22

Mittwoch, 3. Mai 2017, 08:14

Ja. Da sind die leider richtig gut dabei. Und auch Russen wissen wo s schön ist !!
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CiaoCorsica

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23

Freitag, 5. Mai 2017, 11:38

Ciao @wolfgang:

Sylt nehme ich gerne zurück, das war nur so "dahingeschrieben". Ich meinte generell, dass wir dann, wenn wir uns alle wieder auf unsere nationalen Interessen konzentrieren wollten, eben konsequenterweise auch in unserem Heimatland Deutschland urlauben müßten. Von mir aus auch auf Pellworm oder in Hintertufpingen ... In Frankreich dürften dann folglich auch nur noch Franzosen Urlaub machen. In Italien nur noch Italiener ... (da dürfte ich dann wenigstens als Halbitalienerin noch hin ...).

Bleibt nur zu hoffen, dass sich Mme. Le Pen bei ihrer TV-Diskussion bei den französischen Wählern ausreichend demaskiert hat ... :thinking:
Signatur von »CiaoCorsica« Je ne regrette rien! :winking2:

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wolfgang (05.05.2017)

andemu

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24

Sonntag, 7. Mai 2017, 22:40

Das Ergebnisse der Stichwahl in Korsika geben mir schon zu denken:

Haut-Corse: Macron 52,27 %, Le Pen 47,73 %
Corse-de-Sud: Macron 50,59 %, Le Pen 49,41 %
(Quelle: Spiegel online)
Signatur von »andemu« Gruß Horst

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Godot (07.05.2017)

25

Sonntag, 7. Mai 2017, 23:56

Dann denk mal nach Horst warum das so ist . Hier wird nur geschrieben rechts ist schlecht . Radikal ist schlecht das stimmt, aber rechts ? Aber wenn 50 Prozent so wählen hat das seine Gründe , und ob das gut oder schlecht ist kann ich auch mit meiner Lebenserfahrung von fast 70 Jahren nicht beurteilen . Das wird die Geschichte zeigen .
Signatur von »Walter« Gruß Walter

26

Montag, 8. Mai 2017, 01:12

Radikal ist schlecht das stimmt, aber rechts ? Aber wenn 50 Prozent so wählen hat das seine Gründe , und ob das gut oder schlecht ist kann ich auch mit meiner Lebenserfahrung von fast 70 Jahren nicht beurteilen . Das wird die Geschichte zeigen .


Deine Lebenserfahrung, lieber Walter, könnte eventuell ja auch dazu führen, solche Nullaussagen stecken zu lassen oder aber mal ein belastbares Statement zu liefern.

Dass "etwas" seine Gründe hat und dieses "etwas" gut oder schlecht sein kann, ist an Trivialität nicht zu überbieten.

Beste Grüße in die FPÖ-Hochburg Vorarlberg (wo ja auch alles seine guten Gründe hat, nicht wahr?)

Philipp

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27

Montag, 8. Mai 2017, 08:27

Haha. Klar hat das "seine Gründe". Ohne gegoogelt zu haben, vermute ich mal:

- die Bevölkerung auf Korsika ist relativ alt und
- relativ ungebildet (im Vergleich zu Rest-Frankreich)
- selbst leben dort nur wenige "Ausländer"

Ähnliches hat man ja beim Brexit und bei Trump gesehen. Die alte Landbevölkerung hat die Wahlen entschieden - wirklich fatal und zum Glück in France nicht passiert. Ich wäre echt mit nem mulmigen Gefühl hingefahren.

Cornelia

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28

Montag, 8. Mai 2017, 08:47

Hallo, relativ alt und relativ ungebildet trifft nicht zu!!!!
Wir kennen sehr viele Korsen, junge Korsen zwischen 25 und 45 Jahren,die sich sehr wohl viele Gedanken und Sorgen machen !!! Und die " Alten " als ungebildet hinzustellen ist schlichtweg unverschämt!!
Wir sind seid 32 Jahren hier 2 Mal im Jahr auf der Insel, wohnen und verkehren viel mit Einheimischen - also ungebildete Korsen sind uns noch nicht begegnet!!!!
Im Gegenteil, sie lieben ihre Insel und sehen was in Europa los ist.
Ich würde mich anDeiner Stelle mit solchen Aussagen zurückhalten !!
Gruß von meinem Mann:
Er würde sich an Deiner stelle überlegen, ein intelligenteres billiges Urlaubsziel anzusteuern .............

Sonnige Grüsse an alle
Cornelia


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Cornelia

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29

Montag, 8. Mai 2017, 08:49

Übrigens:
Die vielen !!! sind bewusst gesetzt! Könnte sich jamal wieder jemand drüber aufregen


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30

Montag, 8. Mai 2017, 08:54

... ganz nachvollziehbar ist die Bereitschaft der Korsen Le Pen zu wählen nicht

>>>das sind sicher Gründe:

- die Bevölkerung auf Korsika ist relativ alt und ... stimmt so allerdings nicht mehr ganz ... in den letzten Jahren sind viele Jüngere wieder zurücck auf die Insel ... mans spricht von 30-40 Jährigen
- relativ ungebildet (im Vergleich zu Rest-Frankreich) ...das schreibt man allen ländlichen Regionen zu ...ob dem so ist?
- selbst leben dort nur wenige "Ausländer" .... naja? ...da liegt sicher auch eine der Hauptgründe für die Befürworter Le Pens. Ist die korsische Bevölkerung doch nach dem Krieg nach der Ansiedlung der "pieds noir" im eigenen "Inselreich" eine Minderheit geworden, die korsiche Kultur, Sparche etc. wurde gezielt unterdrückt.

Was ich in erster Linie mit " nicht nachvollziehbar" meine: Le Pen ist gegen Europa. Nur vergessen anscheinend viele Korsen das Korsika nicht gerade schlecht von Europa, der EU, profitiert. Da fließen viele Fördermittel in Landwirtschaft, in Beschäftigung, in den Tourismus, in die Kultur. usw.
Die Erhaltung der historischen Kulturschätze werden mit nicht geringen Mitteln aus dem EU-Fördertopf mit finanziert.
Auch der Ausbau / Unterhaltung von Wanderwegen ist Teil von Förderprogrammen.
Das ein Teil der Fördermittel wohl auch in ganz andere Töpfe eh Geldbeutel gewandert sind, ist wohl auch eine Tatsache.

Ich habe mir auch schon die Frage gestellt wieso z.B. an der Cote Azure so viele rechts gewählt haben (beim 1. Wahlgang). Im Grunde sitzt dort doch viel Geld (ob Intelligenz ist eine andere Sache). Viele Profiteure von der EU. Nizza mag sicher ein Auslöser sein ... aber alleinig?

Hier finden sind übrigens Karten zu Wahlausgängen aktueller und vergangener Wahlenl. Ist ganz interessant.
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WHans

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31

Montag, 8. Mai 2017, 08:57

Hallo,
vielleicht liegt es eher daran, dass man ganze Bevölkerungsteile ins Abseits stellt, wenn sie anderer Meinung sind. Dann sind sie blöde, ungebildet, populistisch und rassistisch. Irgendwann wird es zuviel. Die Wahlergebnisse in ganz Europa sprechen eine ganz deutliche Sprache. Und statt immer die Schuld bei den Wählern zu suchen, die dann "falsch" wählen, sollte man sich vielleicht mal überlegen, warum die so wählen und vor allem, was die seit 30 Jahren regierenden Parteien falsch gemacht haben. Schaut doch mal die Präsidentschaftskandidaten der Franzosen an. Wen wunderts, dass ein Parteiloser und eine Kandidatin der FN in die Stichwahl kamen? Schaut Euch mal die Arbeitslosigkeit v. a. die Jugendarbeitslosigkeit in F an. Wer ist denn dafür verantwortlich? Der Kochtopf oder der Koch?

Nix für ungut

Hans

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wolfgang

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32

Montag, 8. Mai 2017, 09:38

Ich wäre echt mit nem mulmigen Gefühl hingefahren.



Äh, das verstehe ich nicht. Nun nicht mehr? ::,,II8
Nun, da ein in Frankreich jetzt schon ungeliebter, lenorgespülter "Ich weiß nicht was ich will-Kandidat", der wieder einmal aus der Elite-Finanzwelt kommt und garantiert, dass sich bestimmte Verhältnisse nicht ändern werden, jetzt Präsident wird ohne sichere Mehrheiten, wird alles gut BLEIBEN? Oder WERDEN?
Er wäre niemals gewählt worden, wenn ein Teil der Wähler in letzter Konsequenz nicht GEGEN Le Pen gewählt hätte. Na toll, dass ist ja mal ein Erfolg. Macron kam zum genau richtigen Zeitpunkt und wird dies zu seinem eigenen Vorteil nutzen. Ist sauclever gewesen!

Was Korsika angeht: Was sollte sich ändern? Korsika wird seit einigen Jahren sogar bevorzugt behandelt!

Zu den vielleicht ironischen (?) oder zumindest von jugendlicher Unerfahrung gesteuerten Bemerkungen "Alter der Korsen" und "Bildung" kann ich sagen, dass dann, wenn dem wirklich so wäre, Deutschland auch mal genauer analysiert werden sollte. Natürlich spielt Bildung und Alter eine große Rolle bei einer Wahlentscheidung, aber nicht so pauschal und "einfach". Auch in Korsika spielen regionale Dinge/Traditionen und Entwicklungen eine große Rolle. Korsika ist sicher ein spezieller Fall, ebenso wie das Elsass oder Paris selbst.

Frage: Wahlentscheidungen der Berliner mit denen der Bayern vom Bildungsgrad und Alter abhängig zu vergleichen, macht auch keinen Sinn. Oder?

Solange sich an dem weiteren Aufklappen der Wohlstandsschere mit all seinen negativen Folgen für den Großteil der arbeitenden Bevölkerung Frankreichs, Deutschlands und dem Rest der Welt nichts ändern wird, wird es weitere "Rechtsruckentwicklungen" geben und somit weitere "Trotzwähler", "Abstrafer" oder wie wir sie nennen mögen.

Gier (Wir nehmen nur mal die XXL-Kampagnen) ist salonfähig geworden und Unehrlichkeit gepaart mit Egoismus wird immer mehr als legitimes Mittel zum Zweck anerkannt. Das ist auch auf Korsika so. Warum sollte es dort auch anders sein?

Grüße von
wolfgang, der wieder mal seinen Schnabel nicht halten kann


Ach so: Rechts oder Links oder so .... was ist genau gemeint? Auch hier wird viel zu sehr auf Kampagnen der Medien geachtet als sich selbst eine Meinung gebildet. Wohl die wenigsten wissen genau, was sie da so nachschwätzen. @Walter: hat sich ausdrücklich nicht als Radikaler oder gar "Rechtspopulist" (auch wieder so ein erzeugtes Modewort) geoutet. Stimmt`s?
Wann beginnt Links zu mittig zu werden um dann ins Rechts abzudriften? Kann das einer sagen? Ich denke, auf die Inhalte kommt es an. Werden Menschen- und Persönlichkeitsrechte geachtet, wird der freiheitliche Gedanke deutlich? DAS sind wichtige Inhalte. :meinung:
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33

Montag, 8. Mai 2017, 09:41

Zitat

Was ich in erster Linie mit " nicht nachvollziehbar" meine: Le Pen ist
gegen Europa. Nur vergessen anscheinend viele Korsen das Korsika nicht
gerade schlecht von Europa, der EU, profitiert. Da fließen viele
Fördermittel in Landwirtschaft, in Beschäftigung, in den Tourismus, in
die Kultur. usw.

Die Erhaltung der historischen Kulturschätze werden mit nicht geringen Mitteln aus dem EU-Fördertopf mit finanziert.

Auch der Ausbau / Unterhaltung von Wanderwegen ist Teil von Förderprogrammen.

Das ein Teil der Fördermittel wohl auch in ganz andere Töpfe eh Geldbeutel gewandert sind, ist wohl auch eine Tatsache.

Jo und genau das meine ich. Dazu braucht es halt bißchen was im Kopf. Den meisten Leuten, die gegen die EU / den EUR usw wettern, ist nicht im geringsten klar, was das bedeutet.


Das mit der Bevölkerungszusammensetzung war übrigens ne Vermutung, habe ja gesagt: ohne zu googeln, vermute ich... und natürlich ist es stark vereinfach ausgedrückt.

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Montag, 8. Mai 2017, 09:48

@kroesamaja: Deinem Beitrag grad stimme ich zu. Du hast Dich da zuvor ein wenig, sagen wir mal "ungeschickt" ausgedrückt.
Gruß
wolfgnag
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35

Montag, 8. Mai 2017, 09:56

Zitat

Solange sich an dem weiteren Aufklappen der Wohlstandsschere mit all
seinen negativen Folgen für den Großteil der arbeitenden Bevölkerung
Frankreichs, Deutschlands und dem Rest der Welt nichts ändern wird, wird
es weitere "Rechtsruckentwicklungen" geben und somit weitere
"Trotzwähler", "Abstrafer" oder wie wir sie nennen mögen.


Ja, das stimmt auch und ist ein sehr wichtiger Punkt. Konsequenz muss aber links wählen sein, nicht rechts - wo wir wieder beim Thema wären xx§§1

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36

Montag, 8. Mai 2017, 10:15

Konsequenz muss aber links wählen sein


na, das kann's wohl auch nicht sein newatt%%%
Wichtig wäre das wieder einmal Politiker zum Zuge kommen welche mit Vernunft Politik betreiben. Weg vom Lobismus. Unabhängige Politiker welche keine Marionetten irgendwelcher Großindustrien/Wirtschaftsunternehmen/Banken/ Börsenspekulanten/ usw. oder machthungrig sind like Erdogan und ähnlichen.
Warum veröden unsere Städte?
Warum geben immer mehr Kleinbauern auf?
... usw.
>>> die Gründe dazu sind ja allgemein bekannt.
Ganz sicher muß auch die EU auf den Prüfstand.
Und ... was es ganz sicher nicht braucht sind rechte "Heilsbringer" oder kommunistische "Gleichmacher" oder Despoten welche nur Machtinteressen verfolgen.

Übrigens steht Korsika wirtschaftlich gar nicht schlecht da ...in Bezug auf die Vergangenheit. Korsika weist ein ordentliches Wirtschaftswachstum aus (ich glaube Korsika ist diesbezüglich sogar in einer Spitzenposition in Frankreich). Korsika gehört zwar immer noch zu den ärmsten Regionen Frankreichs (anhand des Pro-Kopfeinkommens). Aber dank Tourismus und EU sieht es für die Zukunft gar nicht mal übel aus.
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37

Montag, 8. Mai 2017, 10:45



[/b]Ja, das stimmt auch und ist ein sehr wichtiger Punkt. Konsequenz muss aber links wählen sein, nicht rechts - wo wir wieder beim Thema wären xx§§1


Entschuldige, aber die Franzosen haben beim letzten Mal links gewählt und Hollande war wohl eine totale Katastrophe. Und seine konservativen Vorgänger wie Sarkozy waren auch kein Hit. Beide haben bewiesen, dass sie weder können noch wollen. Man sollte jetzt wenigstens dem neuen eine Chance geben. Die Rezepte von Madame LePen können jedenfalls nicht funktionieren.

Gruß

Hans

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38

Montag, 8. Mai 2017, 11:15

Detaillierte und aufschlussreiche Ergebnisse sind bei "Le Figaro" zu finden: Haut-Corse - Corse de Sud. Interpretieren mag diese Zahlen jeder selber.
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der_Corse

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Montag, 8. Mai 2017, 12:21

Wichtig wäre das wieder einmal Politiker zum Zuge kommen welche mit Vernunft Politik betreiben.


Günter, die Vernunft muss bei uns anfangen, nicht beim Politiker. Als Gemeinderat auf kleinster politischer Ebene weiß ich von was ich rede. Sind heute in einer Kommune die Finanzmittel knapp (quasi überall der Fall), und man sagt "wir leben über unsere Verhältnisse und aus diesem Grund müssen wir das Freibad schließen, die Mittel für die Musikschule, Sportplatz und Jugend um 50% kürzen und...", du wirst am nächsten Tag mit eMails und Anrufen mit teils schlimmem Inhalt bombardiert. Den Leuten ist alles egal, und zwar genau solange bis es sie persönlich trifft. Aber dann...!!!
Was also macht der Bürgermeister oder der (Berufs)Politiker der wiedergewählt werden möchte? Merkst du was? Das fängt ganz unten im beschaulichen Dörfchen an, und hört in Berlin (oder Brüssel) auf. Wenn's um die Macht geht wird versprochen!

Es muss grundsätzlich umgedacht werden, im Klartext das Anspruchsdenken und die Egomanie (Stichwort "Selbstverwirklichung") muss um ein Vielfaches zurückgefahren werden, dann funktioniert unsere Welt wieder. Dazu braucht es keine AfD oder Antifa, sondern schlicht vernünftige Menschen.

Grüße

Jürgen

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Montag, 8. Mai 2017, 12:53

Günter, die Vernunft muss bei uns anfangen, nicht beim Politiker


... da will ich Dir widersprechen :meinung: ... ist im Grunde so ähnlich wie: "... was war zuerst da ..das Huhn oder das Ei?"
Natürlich hast Du nicht unrecht. Aber die Politik hat Lenkungsfunktion. Und, solange es in der Politik so läuft das der "Normalobürger " das Gefühl hat ... die machen eh was Sie wolle. Leider geht vieles im politischen Geschehen mit schlechten Beispiel voran. Will jetzt keine Beispiele aufzählen. Ist ja ständig was zu lesen/hören davon. Wie waren anfangs des Jahres bei einer Lesung von Heiner Geißler. Man mag denken über Ihn wie man will. Ich bin jetzt kein Anhänger seiner Partei. Aber ich mag diesen Mann. Er war provokativ, unbequem ... aber auch ein Denker.
Ich fragte Ihn wie er die Politiker heute einschätzt z.B. auch mal Dinge (Wahrheiten) auszusprechen die vielleicht nicht im Sinne der Partei sind. Politiker die bereit sind konkrete Stellungen zu beziehen. Seine Antwort (etwas ausweichend ... sinngemäß): "Sehen Sie, die gibt es so nicht (nicht mehr). (H. Geißler selbst kennt dies ja aus eigener Erfahrung). Die äußeren Einflüsse (Interessen), letztlich auch die aus der eigenen Partei heraus lassen dies nicht zu."
Wir Bürger sind ja auch nicht Dumm ...auch wenn das vielleicht viele in der Politik meinen. Man merkt dies. Unwahrheiten aus der Politik. Verharmlosungen. So kommt auch der Zuspruch zu Pegida, AFD und sonstigen Rechten nicht ungefähr. Unzufriedenheit, Existenzängste, ... die Flüchtigsproplematik tut das ihrige dazu.
Diejenigen Politiker welche doch mal den Mut haben unbequeme Fragen zu stellen oder Tatsachen öffentlich äußeren landen ganz schnell auf einem Nebengleis der Partei. Gerne dann auch auf einem Positiönchen bei der EU.
Aber da müsste man jetzt mehr in die Tiefe gehen. Muss an dieser Stelle ja nicht sein.
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