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britzise

Korsika-Infizierte

  • »britzise« ist weiblich
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Beiträge: 65

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41

Mittwoch, 7. Juni 2017, 02:14

Hallo

ergänzend zu der von euch ausführlich gewürdigten - und wie so oft von einzelnen auch sehr persönlich und vom Thema weg geführten - Einzelfalldiskussion möchte ich "zur Sache Bilharziose" folgendes beitragen:


ich denke, die Bilharziose wird ein Thema bleiben auch Korsika; es wird nie auszuschließen sein, dass von allen Flüssen, die die Wirtsschnecken beheimaten Gefährdung ausgeht. Welche Flüsse das betrifft ist in vergangenen Threads zu dem Thema verlinkt.
Natürlich können auch Flüsse hinzukommen (Temperaturabhängig z.B.) oder unentdeckt Schnecken haben.

Untersuchen kann man nur:

ob ein Fluss positiv auf Wirtsschnecken ist (natürlich kann man nicht 100% ihre Anwesenheit ausschließen)

ob man befallenen Schnecken findet; hat man wohl auch in Jahren in denen nachweislich noch Ansteckungen stattfanden nicht gefunden - dass man keine findet heißt nicht dass es keine gibt. EINE befallene Schnecke; stößt (lebenslang; und sie sterben nicht schnell weil sie befallen sind) Millionen Erreger aus; die reichen auch verteilt in einer Wassermenge zur Ansteckung (benötigt anders als bei Bakterien oder so nur einen Erreger); diese können aber nicht sicher "gefunden" werden in Wasserproben. Schnecken untereinander stecken sich übrigens nicht an; das heißt es gibt keine "Potenzierung" die den Nachweise sicher einfacher machen würde.

Eine wirklich Sicherheitgebende "turnusmäßige" Untersuchung ist somit nicht möglich; den "negativ-Beweis" gibt es hier nicht! Untersuchungen zur "Wasserqualität" sagen dazu nichts aus. Die Schnecken sind ja an sich keine Schädlinge oder Hinweise auf dreckiges oder "schlechtes" Wasser, und werden krank durch z.B. auch nur einen der reinuriniert; auch in einen ansonsten prima sauberen Fluss.


Günthers (ich weiß nicht wie man dieses direkte Adressieren mit dem Klammeraffen und dem Namen macht) "Überlegungen" zur Inkubationszeit bzw. seine Schlüsse daraus sind für die angestellten Überlegungen nicht sinnvoll, Die von ihm genannten kurzen Zeiträume meinen vielleicht die Entwicklung von Erstsymptomen bei Ansteckung (Ansteckung ist aber oft blande) oder auch wenn es mehrere Wochen (ca. 8-12) sind die Möglichkeit Erreger sicher auch nachzuweisen. Symptomatisch werden kann die Krankheit durchaus auch Jahre nach Ansteckung überhaupt - egal ob Kind oder Erwachsener, oder auch spät erst als solche Interpretiert werden; z.B. Blasenentzündungen durch Einnistung dort hieße die Krankheit wäre symptomatisch, aber man (auch Ärzte) kann es auch für einen "normalen" Infekt halten. Es gibt Länder mit einer sehr hohen Durchseuchung verschiedener Bilharziose arten und dort sind ja nicht alle diese Leute "krank", sondern sie laufen ganz normal rum, sind lange munter etc.- und pinkeln eben in Flüsse -; natürlich auch abhängig von dortigen Standards im Gesundheitssystem nicht behandelt oder diagnostiziert.
Ich würde, um nun doch noch auf den Ursprungsthread zurückzukommen, die Infektion 2014 oder noch früher keinesfalls ausschließen - oder sogar für wahrscheinlich halten (letzteres nur aus dem Bauch heraus, wegen der Beschreibung der Badestellen; ersteres wäre sicher auch die gängige medizinische Meinung ohne genau den Stand der Erregerentwicklung bei der Betroffenen zu kennen).

Die Möglichkeit zu warnen wurde in 2015 vor Ort genutzt; 2016 war davon nichts mehr zu erkennen - siehe Beiträge in vergangenen Threads.

Wir fahren im Juli an die Cavo Mündung; wie immer, baden aber nie mehr in Flüssen - was mich nicht stört, da ich es sowieso nicht mag. Da es eine unaufwendige Blutuntersuchung; auch ohne Tropeninstitut tut, ließ und lasse ich auch die Schistosomen untersuchen bei uns; da wir aber den Cavo lange gemieden haben nun nur noch wenn eh Blut abgenommen wird. Nur um ganz sicher zu gehen; denn wenn man es ganz genau nimmt könnten die Zerkarien zumindest ganz kurz auch im Mündungsbereich im Meer sein; aber das ist sehr sehr unwahrscheinlich; aber sicher ist sicher.

Beste Grüße
britzise

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andemu

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42

Mittwoch, 7. Juni 2017, 08:37

... Wir fahren im Juli an die Cavo Mündung; wie immer, baden aber nie mehr in Flüssen - was mich nicht stört, da ich es sowieso nicht mag. ...


Wenn man jegliches Risiko einer Infektion ausschließen will, ist deine Entscheidung nachvollziehbar und letzten Endes konsequent. Prinzipiell kann ja auch jeder andere Fluss mit gleichen Bedingungen wie sie am Cavu herrschen (Wirtsschnecken, langsam fließend oder mit stehendem Wasser, Temperatur dauerhaft über 20 Grad) im Sommer betroffen sein. Es braucht nur ein Infizierter hineinzupinkeln … So unbesorgt wie früher wird man wohl nicht mehr in den korsischen Flüssen baden, vielleicht noch am ehesten in höher gelegenen Gumpen, deren Temperatur deutlich unter 20 Grad liegt. Schade!
Signatur von »andemu« Gruß Horst

Guenter

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43

Mittwoch, 7. Juni 2017, 09:51

Hallo @britzise: ...Du hast weitgehend recht. Die Infektion ist nach einigen Wochen in Urin bzw. Stuhl nachweisbar (eier). Die frühe Blutuntersuchung zeigt nur auf das Antikörper vorhanden sind die den Verdacht auf Infektion mit Bilharzioseerhärten. Zur Erkrankung selbst: entweder es gibt sehr zeitnah eine heftige Immunreaktion des Körpers oder die Infektion bleibt jahrelang versteckt mit nur geringen Symptomen (mit schlimmen Folgen).
Ruhigen Gewissens kann man in Korsikas Flüssen nicht mehr baden s$a/d . Mit Ausnahme der kalten, höher in den Bergen liegenden, Gumpen ... wie @andemu: ja sagte.
Sollte die Bilharziosegefahr nicht in Griff zu bekommen sein ist das ein großer Verlust für den "Inselspaß".
Und man muss ja nicht baden ...wenige Wasserspritzer können reichen um sich zu infizieren.
Was natürlich nach wie vor verwundert das bis dato kein wirklicher Verursacher der wiederholten Kontamination auszumachen war. Mensch ...mit großer Wahrscheinlichkeit ja?
Laut den diversen Dossiers die es gibt sollten der Erreger die kalte Jahreszeit (auch im Cavu) nicht überdauern und stirbt ab.
Hier ... in meinen Augen ein sehr interessanter Artikel.
»Guenter« hat folgende Datei angehängt:
Signatur von »Guenter« Gruß Günter

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Cornelia (07.06.2017), wolfgang (07.06.2017), St.Flo (09.06.2017)

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44

Mittwoch, 14. Juni 2017, 18:48

heftiger Hautausschlag am Hals vom Baden im Cavu?

Hallo liebe Korsikafreunde,

am Samstag bin ich mit meiner Frau von Korsika zurück gekommen, wo wir viermal am Cavu gewandert sind und auch jedesmal in den traumhaften Gumpen gebadet haben.
Am Tag vor der Abreise bekam ich brennenden Hautausschlag am Hals, der sich zuhause noch etwas verschlimmert hat. Dieses Posting hat mich nun natürlich aufhorchen lassen und ich sollte wohl abklären lassen, ob mein Ausschlag etwas damit zu tun hat.
Am Montag hat mir meine Hausärztin eine Kortisonsalbe verschrieben, da sie es für eine entzündliche Hautreaktion hielt.

Es haben dort so viele Familien gebadet, dass mir eine solche Ansteckungsgefahr nicht in den Sinn gekommen ist. Wir waren bei den 3 Piscines und noch ein paar Kilometer Bachaufwärts, oberhalb des kleinen Staus.

Meiner Tochter, die im September mit ihrem Freund auch nach Korsika fliegt, werde ich auf jeden Fall davon abraten, in Bächen zu baden.

Schöne Grüße,
Wolfgang

Cornelia

Korsika-Spezialistin

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45

Mittwoch, 14. Juni 2017, 19:07

Lasst auf jeden Fall das Blut untersuchen !!!


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Signatur von »Cornelia« Es gibt viele Wege zum Glück - einer davon ist, aufhören zu jammern !
( Albert Einstein ) Ein anderer : aufhören sich über Kleinigkeiten aufzuregen

Beiträge: 4

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46

Montag, 19. Juni 2017, 20:20

Hallo liebe Korsikafreunde,

der Bluttest war negativ, also Entwarnung von unserer Seite. Meine Hautärztin hat den fiesen Hautausschlag mit antibakterieler Salbe in den Griff bekommen.
Komischerweise hatte nur ich den Ausschlag, bei meiner Frau war nichts.
Nun ist bei mir auch wieder alles soweit okay, sieht nur noch etwas pickelig und gerötet aus, juckt und brennt aber kein bisschen mehr.

Ob ich mir den Ausschlag am Cavu geholt habe, weiß ich ja nicht.

Viva Corsica

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Capitella

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Montag, 19. Juni 2017, 22:04

Hallo @korsikabaer: :winke:

noch bist Du nicht auf der sicheren Seite!
Es braucht eine Weile, bis sich die Parasiten entwickeln und nachweisbar sind.

"Die Screening-Untersuchung sollte mindestens drei Monate nach letzter möglicher Exposition
erfolgen."
(aus "Leitlinien zur Diagnose und Therapie der Schistosomiasis")

Also, sei wachsam, und lass Dein Blut evtl. nochmal untersuchen!

Gruß Capitella ::)))


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Übernachten in Nonza: www.casalisa.fr


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