Rätselbild 30.8.

  • Hier wieder was leichtes...schwer q?rr&%
    Lässt sich vielleicht auch mit g**geln lösen.
    Ist halt was für Leute die gerne die Dörfchen besuchen und durch die Gassen streifen.
    Frage: Was ist der Anlaß für die Gedenktafel rechts der Tür und in welchem Örtchen finde ich die Tür nebst Schild. ::)))
    Dumm das die Beschriftung der Tafeln mittlerweile so unleserlich geworden ist :pleasantry:

  • Hallo Günter


    Die Frage nach dem Anlass der Gedenktafel kann man nur googeln: Am 9.Juni 1978 besuchte der damalige französische Präsident Giscard d'Estaing die Stadt [definition=25]Calvi[/definition], mehr habe ich auf die Schnelle noch nicht rausfinden können.


    Edit: In drei Wochen bin ich wieder beim Rästseln dabei, also bis dahin, mit neuem Rätselstoff. Die Insel ruft!


    Gruß
    Dieter, der euch viel Rätselspaß und neue Erkennnisse über Korsika wünscht

  • Salute Guenter :


    Die Kirche ist die von A Porta... (... quandu ci ne ghjunghjeremu/à la Porta d'Ampugnani,/videranu vene à Turcu/ ma ùn ci sarà Fasgianu... :( ). Aber was u Sgiò Valéry dort zu suchen hatte am 9. Juni 1978 kann ich nicht herausfinden..

  • richtig. Das gesuchte Örtchen ist La Porta. Ein kleines schmuckes Dörfchen. Die Kirche St-Jean Baptiste gehört zu den schönsten Barockkirchen Korsikas. Das Restaurant l'Ampugnani (Chez Elisabeth) zählt zu den besten Adressen Korsikas.
    La Porta hat neben dem großen Platz bei der Kirche mehrere kleine Plätzchen. Alle mit Brunnen ...die sogenannten Löwenbrunnen. Wenn man durch das Dorf spaziert sieht man einige sehr gepflegte Häuser mit schön angelegten Gärten.
    Der Grund warum Giscard d'Estaing den Ort besuchte kenn ich auch nicht. Gut ...La Porta hat mit der Kirche ein Schmuckstück zu bieten. La Porta gilt auch als Eingang zur Castagniccia. Und soweit ich herausfinden konntehjatte man zu dieser Zeit, Ende der 70er, Programme auf Korsika ins Leben gerufen um z.B. auch die Castagniccia wirtschaftlich zu beleben. So war es wohl naheliegend das der Präsident auf seiner "Sightseeingtour" auch La Porta seine Ehre erwies. Die Gedenktafel beinhaltet ja auch ein nettes Wortspiel wenn ich das nach meinen schwachen Französischkenntissen so entnehmen kann.

  • Hallo Guenter : und altri,


    Allocution de M. Valéry Giscard d'Estaing à Calvi, le 9 juin 1978...


    Wenn ich mich vorstelle, wie es war wenn GdE A Porta damals besuchte, kommt mir gleich "Cavallaria Paisana" von Rochiccioli vor Augen (wobei man statt 'vescu/Bischof', 'presidente' höre/lese...):
    (selber von CD ausgeschrieben und übersetzt, entschuldige die - vermutlich zahlreiche - Fehler...)


    A predica d'u curatu, Die Predigt des Pfarrers


    Liebe Gemeindemitglieder,


    Am kommenden Sonntag wird Monseigneur uns die Ehre erweisen das Dorf zu besuchen um den Glockenturm einzusegnen.
    Der Triumphbogen wird vor dem Haus von Ghjuvan' Santu Falconi aufgestellt werden, der gefälligst das Holz vorort und all jenes altes Eisen und alles andere, was einen nicht so schönen Anblick bietet, entfernen wird.
    Ihr werd alle dabei sein in zwei ausgeglichen Reihen, damit wir uns nicht zum Gespött machen und die Damen achten bitte ein bisschen auf ihre Karnevalsmaske.
    Die Mädchen des Chores werden sich Mühe geben, richtig zu singen, für einmal wird das sie nicht schaden.
    Die Männer versuchen, sich den Hut abzunehmen, denn einige haben haben ihn wie am Kopf festgenagelt.
    Die Kinder halten in jeder Hand eine weiße Fahne mit der Aufschrift "Evviva Monsignore".
    Mit einer Fahne in jeder Hand, brauchen wir keine Angst zu haben, das sie sich die Finger in die Nase stecken.
    Wenn ich die Hand hebe, rufen Sie alle auf einmal "Evviva Monsignore", aber bitte nicht mit der gleichen Intonation wie "Evviva u merre" (der Bürgermeister).
    Der obengenannte Bürgermeister wird anwesend sein, mit seiner Schärpe, umgeben vom ganzen Gemeinderat, der für einmal ohne Abwesenden zusammenkommt.
    Wenn Monsignore die Ring zum Küssen anbietet, hat es kein Zweck zu hetzen, zu dringen oder sich gegenseitig zu beißen, des Bischofs Vergebung ist eben keine Frage der Geschwindigkeit.
    Die Rede an den Bischof wird von Annamaria gehalten.
    Wenn Annamaria im letzten Moment ihre Ansprache vergisst, braucht sie nur den Mund zu halten, weil Monseigneur das Ave Maria wahrscheinlich besser kennt als ich.
    Ich möchte ihr ans Herz legen eure Hunde und Esel außerhalb des Dorfes festzubinden.
    Der Esel ist zwar ein Tier Gottes, aber sein Geschrei wäre nicht so schön während der heiligen Zeremonie.
    Sie sagen : "Aber der heilige Joseph brauchte auch einen Esel!"
    Stimmt, aber das war in der Wüste , und damals gab es noch keine Bischöfe die darauf achten konnten.
    Samstag können alle zur Beichte kommen.
    Sonntagmorgen kommen alle zur Kommunion, damit der Bischof euch alle rein und frisch antrifft, tut nicht zu viel Sünde und vergesst nie, dass der Schuss der göttlichen Gerechtigkeit ein Haar in vier, in acht und auch in hundert Stücke aufteilt und schärfer ist als die Zungen von bestimmten Damen hier die nie den Mund halten und besser täten, sich mit ihre Wäsche und Teller zu beschäftigen als im Dorf zu spionieren mit ihrem immer schnellen Urteil.
    Amen und so sei es.
    Ab 3:25:
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