Die "Rückseite" von Korsika

  • Guten Abend, Corse!

    Zitat

    Für uns "gewöhnliche Touristen" ist es bisher glücklicherweise noch die "Rückseite".

    je länger man sich mit Corsica beschäftigt, desto weniger ist man nur Tourist. Ich bekomme das schon lange nicht mehr hin, als Tourist auf die Insel zu fahren. Zu viele eigene Erlebnisse, zu viele Infos, wie die Insel "funktioniert".


    Ich habe große Sorge, dass die blutigen Auseinandersetzungen weiter eskalieren!


    Heinz


  • Korsika: Bomben gehören zum Alltag | DIE ZEIT | DIE ZEIT Archiv | Ausgabe 04/1980


    DER SPIEGEL 36/1975 -
    Kaltes Monster


    Ach Heinz , ich empfehle Dir, bleib einfach Tourist . Zwei Beispiele das es schon früher so war . Du schreibst auch .... eigene Erlebnisse ???

  • @Heinz, ich werde auch nach 15 Korsika-Ferienzeiten Tourist bleiben. Zu mehr reichts nicht! ;-)

  • Du kannst 100mal dort gewesen sein und trotzdem bleibst du ein Tourist, weil du eben kein Korse bist.
    Es gibt Themen - dieses gehört dazu - da gibt es fast nur Schweigen.


    in der Hoffnung auf ruhigere Zeiten,


    Burkhardt

  • 2 (im Idealfall 3) Wochen Ferien im Jahr auf Korsika taugen nicht um die Insel zu retten. Nein, klare Ansage, ich fahre nicht als "Missionar" nach Korsika, sondern um die natürliche Schönheit der Insel zu genießen, eine gemeinsame Zeit mit der Familie zu haben, und mich zu erholen. Danach fahre ich nach Hause, und dort gilt es wieder ( in Gemeinderat, Fußballverein und Kirche ehrenamtlich sowie insbesondere dem Job) anzupacken.

  • Hallo Walter


    Die Gewalt hat seit zwei Jahren eine neue Qualität erreicht.
    Inzwischen spielt die Osteuropäische Mafia eine herrausragene Rolle auf Korsika.
    Diese möchte, nachdem sie schon die Cote d`Azur unter Ihrer Kontrolle gebracht hat, nun auf Korsika Fuss fassen.
    Und das mit Mitteln die auch für " korsische Verhältnisse " eine neue Brutalität erreichen.


    Gruß Heiko

  • Hallo Corse!


    Ich bin nicht so blauäugig zu glauben, dass ich aus der Touristenrolle jemals herauskomme. Wenn du meinen Text genau liest, habe ich das nie behauptet. Ich habe über meine Gemütsverfassung gesprochen. Und die ist nach wie vor so, dass ich z.B. nicht in irgendeinem Land Urlaub machen möchte, in dem Menschen in Not und Elend leben und ich meine Zeit in einer Luxuseinrichtung am Strand verbringe (nein, ich meine jetzt nicht Corsica- es gibt andere Länder, auf die das zutrifft).
    Wenn ich jetzt Corsica besuche, gehe ich mit anderen Augen über die Insel. Ich gebe auch zu, dass mir dabei ein wenig die Leichtfüßigkeit abhanden gekommen ist.


    Heinz
    P.S. den Text habe ich wegen der besseren Lesbarkeit/Verständllichkeit etwas größer geschrieben

  • Lieber Heinz,


    ich denke es wäre gut du würdest konkreter. Irgendwie verstehe ich nicht was du mir/uns sagen möchtest?


    Grüße,


    Jürgen

    • Offizieller Beitrag

    Du kannst 100mal dort gewesen sein und trotzdem bleibst du ein Tourist, weil du eben kein Korse bist.
    Es gibt Themen - dieses gehört dazu - da gibt es fast nur Schweigen.


    in der Hoffnung auf ruhigere Zeiten,


    Hallo Jürgen und Heinz,
    Burkhardt hat mir aus der Seele gesprochen. Die Hoffnung stirbt zuletzt - aber auch sie stirbt! Was bleibt ist dann: Schweigen in der Hoffnung auf ruhigere Zeiten.
    Frankreich kümmert sich ja jetzt! um Mali

  • Es gibt da nix zu hoffen. Kriminalität gibt es in Hamburg, München, Stuttgart, Zürich, Genua und eben auch auf Korsika. Wir werden dies nicht ändern, und wenn wir noch so "nachdenklich" auf Korsika herumschlendern.

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Jürgen um dies für mich jetzt abzuschließen:


    Es gibt da nix zu hoffen. Kriminalität gibt es in Hamburg, München, Stuttgart, Zürich, Genua und eben auch auf Korsika. Wir werden dies nicht ändern, und wenn wir noch so "nachdenklich" auf Korsika herumschlendern.


    Das sehe ich komplett anders - natürlich kann man daran etwas ändern! Dafür werden sich nicht nur auf Korsika viele Menschen ins Zeug legen, da bin ich mir sicher. Es müsste nur mehr getan werden - viel viel mehr getan werden.

  • Hallo Jürgen!
    Zunächst: Schön, dass ich dich nun auch persönlich ansprechen kann!


    Dann:"Danach
    fahre ich nach Hause, und dort gilt es wieder ( in Gemeinderat,
    Fußballverein und Kirche ehrenamtlich sowie insbesondere dem Job)
    anzupacken.
    "


    Das klingt nicht unbedingtdanach, dass du ein resignativer Mensch bist und den Dingen ihren Lauf lässt. Du scheinst dich ja auch zu engagieren-offensichtlich mit einiger Power. Umso mehr erstaunt es mich, dass du mit Scheuklappen in dein Urlaubsparadies fährst und die Verhältnisse dort so hinnimmst, wie sie sind. Nein, ich erwarte nicht, dass du sie änderst. Ich erwarte, dass du sie wahrnimmst und nicht mit Schweigen darüber hinweggehst. So handhaben wir das im Forum so. Wir wünschen uns, dass unsere User Corsica in seiner Ganzheit wahrnehmen und nicht ausschließlich als Trauminsel. Wir als Touristen sind doch auch ein Teil des Problems (Bebauung).
    Aber: Ich akzeptiere, dass du meinen Beitrag nicht verstehst und eine andere Position einnimmst. Schön, dass wir uns dennoch ausgetauscht haben.


    Gruß


    Heinz

  • Lieber Heinz,


    nein, ich bin kein resignativer Mensch, das Gegenteil ist der Fall. Aber bitte überlasse es bitte mir mit welcher Einstellung ich nach Korsika fahre. Sei dir aber sicher dass ich meine Umwelt, hier wie dort, sehr bewusst wahrnehme.


    Freundliche Grüße,


    Jürgen

  • Hallo Jürgen!


    Bitte mal genau lesen!


    Hier mein Satz: Das klingt nicht unbedingt danach, dass du ein resignativer Mensch bist und den Dingen ihren Lauf lässt.


    Genau das Gegenteil habe ich geschrienben, da ich ja weiß, dass du dich engagierst!


    freundliche Grüße


    Heinz