Besteigung Monte Cinto

  • Hallo, ich bin neu in diesem Forum, aber kein Neuling in Sachen Korsika. Wir fahren in diesem Sommer das 7. Mal auf diese Insel. Wir sind Camper und auf der ganzen Insel unterwegs. Nun möchte ich dieses Jahr den Monte Cinto besteigen, aber nicht allein. Die Zeit wären in den ersten beiden Juliwochen. Am liebsten aus dem Ascotal, da ist ein Campingplatz, wo Frau und Kind auf mich warten. Ich bin schon ein paar Klettersteige in den Alpen gegangen, also etwas Berg erfahren. Wenn jemand Interesse hat mitzukommen, einfach melden. Klettern allein ist doof und gefährlich.

  • hallo,


    ein super Angebot. Besonders aus dem Asco Tal hochzusteigen, aber das ist die längste Tour (aber landschaftlich toll). ca. 8 h und das ist im Juli schon ziemlich heiß. Willst vom Plateau Asco oder über die Manicca Bergerie?
    Sehr verlockend aber du bist sicher fit und jung. Richtig klettern musst da aber nicht.
    Aber wie Roesti32 schon schreibt, es sind sicher viele Leute unterwegs.
    viel Vorfreude und Grüße
    Helen

  • Hallo Meiwork,


    der Anstieg von Norden ist der schönere m.M.n. und vor allem im Sommer klar vorzuziehen.
    Mittlerweile wird die Orientierung auch kein Thema mehr sein, da seit dem Erdrutsch-Unglück im Cirque Solitude jetzt unübersehbar als GR markiert.


    Wiederstehe der Versuchung, direkt vom [definition=7]CP[/definition] aufzusteigen, denn das wird sehr lang.
    Am besten mit dem ersten Licht von der Skistation Haut-Asco loslaufen.
    Der Kessel von Trimbolaccio ist eine der wildesten Bergszenerien auf der gesamten Insel!
    Klettern i.e.S. muss man nicht, "Kraxel"stellen trifft es wohl eher. Aber im Gegensatz zu vergleichbaren Alpenanstiegen ist nichts versichert und runterzu braucht es halt auch noch Konzenztration!


    OT:

    Klettern allein ist doof und gefährlich.


    Wie gesagt, "Klettern" ist eigentlich was anderes als die Bergwanderung auf den Cinto.
    Da es oft in einem Atemzug mit "Adrenalin-Junkies", "Selbstmörder" u.ä. genannt wird:
    Klettern in Seilschaft kann eine wunderbare Kameradschafts-Erfahrung sein.
    Klettern solo kann ein tiefes Erlebnis sein, das man ein Leben lang als Gewinn in sich herum trägt.
    Beides kann gefährlich sein, wenn das Können nicht angemessen ist (so wie Autofahren ohne Führerschein oder was weiss ich).
    Bergsteigen und alpines Klettern verlangen kritische Selbstreflexion und Demut vor dem Berg!

  • Hallo Zusammen,

    Sorry wenn ich dieses etwas ältere Thema wieder hochhole.

    Ich möchte dieses Jahr wenn es das Wetter zulässt auf den Monte Cinto, weiß jemand zufällig ob es die Schranke nach den Camping Plätzen in Lozzi noch gibt und wenn ja ob man die eventuell wen diese geschlossen ist mit einem Allrad umfahren kann?

    Danke für eure Hilfe Gabriel

  • Hallo Gabriel,

    die Schranke gibt es noch, zumindest Anfang Juli 2018. Links ist das Gelände neben der Schranke offen, hat aber starke Hangneigung über 35°. Das musst du selber wissen.

    Wir sind vom CP / dem Haus aus hochgelaufen (5 Uhr) und hatten einen tollen Tag mit Fernsicht. Wir waren 10 Stunden unterwegs und es sind ca. 1700 hm.

    Alternative ist gemütlich hoch zum Refuge Ercu und am nächsten Morgen auf dem Gipfel die Sonne begrüßen


    Grüße

    Michael

  • Im Refuge de l'Erco ist übernachten zulässig und das ist nicht draußen... War vor Jahren, als ich da war, ziemlich baufällig und vermüllt. Ich würde da nur im allernötigsten Notfall drin übernachten.


    Von Lozzi über Erco bis Cinto ist gut machbar. Ist lang und von Lozzi bis Erco langweilig. Nochmal hoch würde ich von Haut-Asco starten.


    Flachlandtiroler hat es schon gesagt. Alleine Trimbulacciu rechtfertigt diese Variante.


    Grüße

    Tom

  • TomAC ; deswegen würde ich draußen übernachten, weil es eine vermüllte Absteige ist. Ja ich gebe dir auch recht, das die Alternative wesentlich interessanter ist. Aber es ging den Verfasser um den Aufstieg von Lozzi aus.


    Grüße

    Michael

  • Danke für die Antworten. Mir ging es in erster Line darum ob es die Schranke noch gibt. Damit ich die Wanderung besser planen kann. Asco Tal kommt leider nicht in Frage das würde eine doppelt so lange Anfahrtszeit bedeuten. @ St.Flo dann bitte aber in ein Papiersackerl ;)party: wir wollen doch nicht die Umwelt verschmutzen.

  • Was das draußen Übernachten angeht... an der Bergerie Petra Pinzuta (=Straßenende) gibt es eine Art Felsenhöhle, die sich womöglich auch dafür eignet.


    Aber mal paar Zahlen:

    Auf öffentlicher Straße kommt man bis zum CP auf 1080m. Die Piste zur Bergerie endet auf 1600m. Wie lange eiert man mit dem Fahrzeug da hoch? Googlemap sagt 6,4km und 25 Minuten. Bei frühem Start im Dunkeln wahrscheinlich sogar länger... die Zeit"ersparnis" beträgt also vielleicht jeweils eine Dreiviertelstunde.

    Im Asco-Tal startet man auf 1422m; die Querung hinter der Punta Erboulis ist im Sinne von Gegensteigungen marginal. Zum Ausgleich ist die Umgebung dort spektakulär und auch das Hochsteigen wesentlich anregender als auf der Südflanke (Schutthalde --> "Monte Schindo"...).


    Zum Südanstieg mit 4WD-Anfahrt würde ich allenfalls raten, wenn a) die persönliche Kondition grenzwertig schlecht ist für die Länge der Tour und eine Hüttenübernachtung nicht in Frage kommt; oder b) wenn auf der Nordseite schon Schnee & Eis liegt.


    Aber gut, wenn man vom Inselsüden kommt... wobei die Fahrerei durch die Goloschlucht sich auch zieht. Zur Orientierung die Googlemap-Fahrzeiten ab Ajaccio:


    • Camping Lozzi via Col Verghio 2h20min
    • Camping Lozzi via Vizzavona/Francardo 2h22min.
    • ...beides zzgl. der 4WD-Auffahrt, also gesamt etwa 3h!
    • Haut Asco: 2h40min.
  • a) die persönliche Kondition grenzwertig schlecht ist für die Länge der Tour und eine Hüttenübernachtung nicht in Frage kommt


    Hallo Martin,

    ich bin hier nur interessierter Mitleser und absoluter Laie auf dem Gebiet, aber sollte ich in dem zitierten Falle nicht komplett Abstand von solchen Touren nehmen? Das scheint mir in so einer Region dann doch angebrachter. Bitte nicht falsch verstehen, ist nur so eine Überlegung eines ebenso "Flachlandtirolers":winking2:


    Gruß

    Mario

  • Ich war nun ein paar Jahre nicht mehr an den Campings von Lozzi und hab ganz erstaunt gelesen dass es da eine Schranke gibt. Hat jemand da ein Foto parat? Ich kenne noch den auf die Mauer aufgesprühten Spruch "This "road" is absolutly bullshit" an der Mauer hinter dem zweiten Camping, der war Warnung genug.

    Und wer stellt die Schranke dahin da auf und warum? Die Piste ist eh ruiniert, da ist es doch kontraproduktiv, die Wanderer grundsätzlich an die Konditionsgrenzen zu bringen. Damit sie, wenn sie denn in den felsigen Partien des Cinto angelangen möglichst fertig sind...?? Also kennt ihr die Hintergründe, also privat gebaut oder von der Gemeinde?

    PS: Wie siehts da am Hang gegenüber aus? Hinter der Staumauer begann ja auch eine Piste mit der man hoch zur Bocca a croce fahren konnte. Ist das auch Geschichte?

  • Aus eigener Erfahrung aus dem.Jahr 2015 kann ich nur sagen das es die Schranke gab/gibt. Die Piste wurde damals neu gemacht, zumindestens waren dort eine Menge Baufahrzeuge und die Piste war in einem sehr guten Zustand. Man hätte sie mit nem SUV locker bis zur alten Imbisshütte fahren koennen. Den anderen Weg kenn ich leider nicht.

  • Potz-Blitz, wer hätte das gedacht! Hab grad mal auf den Luftaufnahmen von goggle-maps und geoportail IGN geschaut. Und tatsächlich, alles in Ordnung, mit stählernen Querrinnen und seitlichem Graben zur Entwässerung, alles in Ordnung gebracht! Sogar ein paar Autos sind auf den Aufnahmen zu sehen. Jetzt wäre mal die Frage, wer die "Befehlsgewalt" über die Schranke hat.