Tourismus - zwischen Fluch und Segen.

  • Sauer darf man sein, aber dieser Zustand ändert nichts an den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Wer nun meint sich daran nicht halten zu müssen, der muss (hier wie dort) bestraft werden.
    Im Übrigen müssen sich die Korsen stets bewußt sein dass sie von uns Touristen leben. Das scheint bei manchen Hohlköpfen noch nicht angekommen zu sein. Ein Ladengeschäft ohne Kunden kann nicht überleben, und eine Insel mit unfreundlichen Bewohnern von Anschlägen, Gewalt und Mord geplagt , kann es auf Dauer auch nicht. Letztes Jahr war ein Warnschuß als dieTouristen massenhaft ausblieben.


    Jürgen

  • Guten Abend, Andy!
    Guten Abend, Jürgen!


    Der Film lässt viel Betroffenheit zurück. Ich wünsche den Streitern um die Schönheit Corsicas , die mit legalen Mitteln streiten, mehr Erfolg. Aus eigener Erfahrung weiß ich, welch langen Atem man braucht, um gegen den Ausverkauf der Umwelt anzurennen. Letzetes Jahr ist der Touristenstrom um rund 30% zurückgegangen. Möglicherweise war ein Grund dafür die aufflammende Gewaltbereitschaft der Corsen. Ganz bestimmt aber lag der gewichtigste Grund in der Wirtschaftskrise Europas (insbesondere Frankreichs).



    Heinz

  • Bonsoir!


    Bei aller Empörung über den "Ausverkauf" der Insel sollte man bedenken, dass es schließlich die Korsen selbst sind, die den ausländischen Investoren und Immobilienbesitzern die entsprechenden Grundstücke verkaufen.
    Manchem ist eben Geld dann doch wichtiger als die Liebe zur korsischen Heimat!


    Gruß Capitella

    • Offizieller Beitrag

    der_Corse:
    In 2012 hatte ich genau dieses Gespräch mit einer Dame von der Rezeption eines . Die Italiener in Fährhafennähe bleiben für die verlängerten Wochenenden bzw. den Kurzurlaub der Insel fern.
    Grund: allg. Finanzkrise in Italien?! Und die gestiegenen Kosten der Fährüberfahrten.
    Mehr Mobilehomes und Ferienwohnungen als sonst blieben (in der sogenannten Nebensaison) leer und brachten den Besitzern und Pächtern kein Geld.


    Grüße,


    Daniel

  • Bei aller Empörung über den "Ausverkauf" der Insel sollte man bedenken, dass es schließlich die Korsen selbst sind, die den ausländischen Investoren und Immobilienbesitzern die entsprechenden Grundstücke verkaufen.
    Manchem ist eben Geld dann doch wichtiger als die Liebe zur korsischen Heimat!

    Genauso ist es! Wenn es ums Geld geht, hört eben oft Moral und Gesetzestreue auf. Auch wenn es "die" Korsen genauso wenig gibt wie "die" Deutschen. Was bin ich froh, dass ich manche Ecken Korsikas noch in einem paradiesischen Zustand kennenlernen durfte!

  • Hallo,
    Alle mir bekannten Korsen haben kein Problem mit dem Rückgang des Tourismus, denn den größten Gewinn stecken sich fremde Investoren und Hotelbetreiber in die Taschen. Für die wirklichen Einheimischen ist es kaum noch möglich von Ihrem Einkommen eine Wohnung zu mieten und den Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Einzelhandelspreise sind die höchsten in ganz Frankreich.
    Die wachsenden Touristenburgen verschandeln die Küste, ein gutes Beispiel ist das neue Radisson Blu in Porticio.
    Und um die Hotels mit Strom zu versorgen, müssen neue Kraftwerke entstehen und die werden mit Öl betrieben.
    Alle Anwohner dieser Kraftwerke bedanken sich.


    Gruß Heiko

  • Heiko, jetzt sagen wir einmal fiktiv "Tourismus runter von der Insel". Was glaubst du wovon die "dir bekannten Korsen" dann leben würden bzw. wäre es dann für die Menschen dort einfacher ihren Lebensunterhalt zu bestreiten? Ich bin sicher dass dies nicht der Fall wäre.
    Tourismus ist überall (nicht nur auf Korsika) Fluch und Segen zugleich, und wir sind als Korsika-Besucher Teil des Problems. Zu Hause bleiben wäre eine konsequente Haltung. Ich bleibe inkonsequent! :-)


    Grüße,


    Jürgen

  • Hallo Jürgen!

    zu Hause bleiben wäre eine konsequente Haltung. Ich bleibe inkonsequent! :-)

    Da fällt mir noch was anderes ein: Wenn man mit den Beinen abstimmt, also die Einrichtungen besucht, die es bereits jetzt gibt oder die nach landschaftsschoneneden Gesichtspunkten angelegt sind, dann bestünde auf lange Sicht nicht mehr der Anreiz, immer neue Projekte aus em Boden zu stampfen. Leider-und das muss ich zugeben- habe ich bei der Buchung unseres nächsten Aufenthaltes schon einen Fehler gemacht. Ich habe die neue Anlage Sole di Sari gebucht.
    Dumm gelaufen!


    Heinz

  • Biggi:
    Hallo Biggi!

    Den Hinweis hab ich auf Grund eines Einwurfes von unserem Poweruser Jürgen erhalten. Er hatte mich mit der Behauptung korrigiert, dass die Zahl der französichen Touristen nicht rückläufig geworden sei, sonder die der Italiener. Da ich allerdings eine andere Info hatte, habe ich im Netz gestöbert unter "rückläufige Tourismuszahlen" und habe dabei diese Seite gefunden.


    Grüße
    Heinz

  • Hallo Jürgen!


    Wir haben zwar schon den kompletten Preis beglichen- aber ! wir werden jetzt mal die Stornierung unter die Lupe nehmen, d. h. ich werde das mal ausführlich mit meinen Mitreisenden (drei Männers) diskutieren.


    Gruß


    Heinz