Bergerie Cabane

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  • Hey, ist jemand schon mal von der Genueserbrücke in Asco zur Bergerie Cabane gelaufen? Wie ist die Schwierigkeit und wieviel Km sind es ca.? Höhendifferenz ca. 700 m? Schonmal vorab danke für Infos. VG Birgitta

  • hallo Birgitta,

    Wir konnten nicht zur Cabane, da ein Gewitter drohte und uns auch voll erwischt hat. Aber wir sind von Asco durch das Pinara Tal bis zur Cascade. Der Weg war einfach und gut zu finden. Er verläuft anfangs oberhalb des Pinarabachs..

    ca. 4 km , bis zur Cabane ca. 5 km.Zur Cabene steigts nochmal 300 hm.

    Helen

  • danke Helen, wir haben es heute einfach gemacht und sind bis zur Flussüberquerung gelaufen, das waren ca 2 Stunden. Die Flüsse haben im Moment viel Wasser und es fehlte immer gefühlt ein Stein zum überqueren. Das hatten wir jetzt schon mehrmals und mussten immer rüber, so haben wir uns heute dagegen entschieden, hätten ja auch wieder zurück gemusst. Deine Tipps haben uns schon viel geholfen, ausführlicher werde ich nach unserem Urlaub berichten.:bergheil: VG Birgitta

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von island66 ()

  • Ich habe die Unterkunft vor Jahren mal besucht und fand, das war ein schönes Plätzchen zum einschlafen. Die liegt ja halb am Hang mit Sicht auf das ganze Tal, und wenn es da langsam dunkel wird... sehr schön. Das haben sich bestimmt schon so einige Wanderer gedacht. Der Tisch stand voller Kerzenstummeln und die Holzwände waren mit Namen und Daten übersät.


    Allerdings bin ich von oben gekommen. Es war eine völlig verrückte Tour: Von der Genuesenbrücke erst mal steil rauf auf den Berg gegenüber Asco (Piano di Barcalino). Aus der Perspektive hat das bekannte Dorf sicherlich kaum jemand gesehen. Dann über den wilden Cornodello-Kamm zur Bocca Bella Bona gewühlt. Von dort unschwierig zur Bocca di Serra Piana und da den markierten Weg zurück zur Brücke. Von der Bergerie de Cabane rückzus waren es ziemlich genau 2 Stunden und der Weg ist unschwierig. Allerdings ist das Tal am Nachmittag schon ziemlich heiß, da empfand ich den trockenen Weg nicht unbedingt als Highlight.

  • hallo Fren,

    da hast du ja die ultimativ ausgefallenste Tour unternommen. Chapeau!!!Ich hab mal bei "Corse sauvage" einen Text dazu gelesen, die sind auch noch von Vetta di Muro in das Gebiet eingestiegen. Hast du den Aufstieg überPiana die Barcalino zufällig auf GPS aufgezeichnet? Woher kanntest du diesen Weg?

    Grüße

    Helen

  • Also GPS hatte ich nicht dabei, aber die Tour hab ich gut dokumentiert und die Beschreibung praktisch unterwegs geschrieben (Soll vielleicht irgendwann mal ein kleines Büchlein werden...).

    Südlich der Genuesen-Brücke ist auf den IGN Karten ein kleiner Pfad eingezeichnet, der vom Wanderweg in Serpentinen nach Osten abzweigt. Man glaubt es kaum, den gibt es wirklich, freilich nur schwach erkennbar. Der verschwindet dann beizeiten im Gelände, aber es geht baumfrei und unschwierig genau in östlicher Richtung eine Stunde bergan auf eine Höhe von 1058m. Dann ist man auf einem Bergrücken. In südlicher Richtung folgen einige unbedeutende Kuppen. Ab der ersten Felsengruppe gibt es Steinmännchen und sogar gelegte Treppenstufen. Scheinbar war hier mal mehr Begängnis. Einiges an auf und ab, aber ohne klettertechnische Schwierigkeiten bis zum mehrgipfligen Cornodello (1670m). Welches der höchste Felsturm ist muss man selber rausfinden. Am Cornodello enden die Steinmänner und die Schwierigkeiten nehmen etwas zu. Man muss sich gut orientieren können, da der direkte Weg nicht immer der richtige ist, es geht um einige Ecken herum. Man muss bisweilen auch tief absteigen. Die Stufe zur Kletterei wird aber nirgends überschritten. Nach dem Punkt 1691 wird es wieder einfach. Man muss den mit felsigen Rippen durchsetzen Hang zu Bocca Bella Bona queren. Ab da zur Bocca di Serra Pianella ein anderthalbstündiger Spaziergang. Alles in allem war ich 10 Stunden mit nur kleinen Fotopausen unterwegs. Dass man diese Tour unternehmen kann habe ich aus dem Buch von Michel Fabrikant "Guide des Montagnes Corses".

    Viel Spass beim Nachgehen und sorry island66 fürs abschweifen in wildes Gelände in deinem Thread.

  • hallo Fren : Swen,

    vielen Dank für die interessante Info und die Fotos. Bin gespannt, ob du mal ein Booklet über deine Touren schreibst. Ich kenne das Pinara Tal und den Weg von der Bocca Bella Bona über Serra Pianella bis Bocca Barnosella - Lac de Ghiarghe Rosse, Lac Maggiore- Abstieg Corscia.

    Grüße

    Helen

  • kein Problem, ich bin fasziniert von der Tour:thumbsupparty:. So mutig sind wir nicht. Bei uns war das Tal sehr schön grün, da es genug geregnet hat. Und man hatte immer Wasserrauschen und tolle Blicke.

  • Fren


    klingt klasse deine Tour !! Ich vermute mal, daß du im letzten Teil im des Aufstiegs zur Bella Bona mit ziemlich viel Erlengestrüpp zu kämpfen hattest. Die Beschreibungen aus dem Fabrikant sind ja durchaus schon älter (mein "antiquarisches" Exemplar ist aus 1982) und viele Wege sind inzwischen leider nicht mehr unbedingt praktikabel weil sie zugewuchert sind. Auch der beschriebene Anstieg zur Bella Bona über die "Stretta Grossa" soll komplett zugewachsen sein.

    1,5h h von der Bella Bona zur Serra Piana ist ganz schön flott, wir haben damals deutlich länger gebraucht, waren aber auch mit schweren (Biwak-) Rucksäcken unterwegs.


    Eine Frage hätte ich noch: weisst du ob die Bergerie Cabane aktuell immer noch öffentlich zugänglich ist ?? Es gibt da unterschiedliche Infos drüber..


    Gruss

    Thomas

  • Hallo Giacchetto, leider kann ich dir zum aktuellen Zustand nicht weiterhelfen. Die beschriebene Tour ist von 2009. Da war ich noch jung und frisch und konnte gleich am nächsten Tag noch so eine Klotztour unternehmen ;) Probleme mit Erlen gabs da jedenfalls überhaupt gar keine. Auch bei der Kammtour von Süden über die Bergerie Galghello paar Jahre später war immer noch alles frei. Überhaupt ist der Kamm eine schöne Höhenwanderung - wenn man denn einmal oben ist.

    Vor dem Aufbruch schau ich mir immer die Luftaufnahmen von IGN zwecks Umgehung von Gestrüpp an: https://www.geoportail.gouv.fr/donnees/carte-ign

    Die sind meines Wissens die aktuellsten. Manchmal nehme ich davon auch Ausdrucke mit, mit unter sehr hilfreich!

    Viele Grüße, Swen.

  • Das 2. Bild "Col di Serra Pianella.jpg" zeigt mutmaßlich den Capu Biancu im Hintergrund, richtig?

    So schaut's da aus der Nähe aus:

    [IMG:https://www.outdoorseiten.net/…_see_und_capu_verdatu.jpg]


    und so, wenn der Berg nicht mehr im Weg steht ;-)

    [IMG:https://www.outdoorseiten.net/…m/niolo_06_gipfelfoto.jpg]


    Sorry für's offtopic, ich kann auch nicht sagen ob die Cabane offen ist. Aber die Folgediskussion finde ich sehr interessant!


    Grüße, Martin

  • richtig Capu Biancu im Hintergrund (Serra Pianella) und Bildmitte links Aufstieg zur Bocca Barnosella. Wir hatten noch Glück mit dieser Begegnung.

    Grüße

    Helen

  • Zitat

    Ich kann auch nicht sagen ob die Cabane offen ist.

    Mai 2017 war sie es. Und es wirkt immer recht privat, soviel Alkohol wie da rumstand.


    Aber ich denke, die muss offen sein, denn bei wirklich viel Regen, kommt man nicht wieder ins Tal nach

    Asco, da der Weg ständig durch den Fluss geht und auch die Umgehung ab ner gewissen Regenmenge keine

    Alternative ist.


    Fotos vom letztem verregnetem Mai 2008

  • Das 2. Bild "Col di Serra Pianella.jpg" zeigt mutmaßlich den Capu Biancu im Hintergrund, richtig?

    So schaut's da aus der Nähe aus:



    Grüße, Martin

    Da wir ja jetzt in dem Thema zwischendurch auf der Südseite gelandet sind, das ist doch der kleine See... wie heißt der noch gleich... Lac de Ghiarghie Rosse? Da hab ich noch ein schönes Bild vom etwas höher gelegenen Lac Maggiore - irgendwie mein Lieblingssee auf der Insel. Also wer die Cabane mal als Unterkunft nutzt: Am nächsten Tag weiteraufsteigen und dann rechts - es lohnt sich für Bergfreunde!