Interessanter Artikel zur Luftverschmutzung durch Fähren in Bastia

  • A Bastia, l'air jusqu'à 37 fois plus pollué par le trafic maritime:



    von mehreren Verbänden, darunter U Levante mit Sitz in Korsika, hat der Verband in Bastia und Ajaccio Untersuchungen durchgeführt und "bis zu 100 Mal mehr ultrafeine Partikel auf einer Fähre Bastia-Livourne" mit einem "Peak von 230.000 ultrafeinen Partikeln pro cm3" erfasst.


    In Bastia wurde eine Kontrollschwelle von 2.000 ultrafeinen Partikeln pro Kubikzentimeter festgelegt, und "bei der Abfahrt und Ankunft der Fähre wurden 75.000 ultrafeine Partikel pro cm3 gemessen, d.h. 37,5 mal mehr Verschmutzung", erklärte sie in einer Pressemitteilung.


    In Ajaccio, am Yachthafen, wurde "eine Spitze von 70.000 ultrafeinen Partikeln", wenn eine Fähre abfährt, und "eine zehnmal höhere Verschmutzung, wenn Schiffe abfahren oder bis zu 2 Kilometer vom Yachthafen entfernt ankommen" vom Verband festgestellt.



    Zur Bekämpfung dieser Verschmutzung fordert der Verband zunächst die "Einstufung des Mittelmeers als ECA-Zone", eine kontrollierte Emissionszone, die "die Verwendung von besonders umweltschädlichem Schweröl verbietet".


    Diese von der internationalen Seeschifffahrtsorganisation eingerichtete ECA-Zone existiert bereits für die Nordsee.


    Diese Klassifizierung des Mittelmeers wird auch vom Präsidenten der korsischen Versammlung gewünscht. Jean-Guy Talamoni muss der Inselversammlung einen entsprechenden Antrag vorlegen.


    France Nature Environnement will auch ein "Landstromsystem" installieren, ein System, das 2017 vom Hafen von Marseille eingerichtet wurde, wo die Anzahl der Feinstaubpartikel in der Nähe des Hafens "100-mal höher" war als in anderen Teilen der Stadt, so France Nature Environnement.


    Nach La Méridionale hat Corsica Linea im Januar letzten Jahres angekündigt, drei seiner Schiffe auf der Strecke Marseille-Korsika mit Strom zu versorgen. Das System muss 2019 betriebsbereit sein.


    Schließlich fordert der Verband die Einführung eines "Bonus-Malus in den Hafengebühren".



    übersetzt mit Deepl

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  • In Bastia wurde eine Kontrollschwelle von 2.000 ultrafeinen Partikeln pro Kubikzentimeter festgelegt, und "bei der Abfahrt und Ankunft der Fähre wurden 75.000 ultrafeine Partikel pro cm3 gemessen, d.h. 37,5 mal mehr Verschmutzung", erklärte sie in einer Pressemitteilung.

    Krass, aber wenn man sich anguckt, was da so aus dem Schornstein der Fähren rauskommt.... eigentlich logisch! Aber wir hacken ja lieber auf Euro 6 Dieseln rum.

  • Da ich ja hier mitten in der Natur bin, rieche ich

    den Abgasgestank in Bastia schon im vorgelagerten

    Industriegebiet. Montag muss ich mich leider wieder

    in die Karawane nach Norden einreihen. Ich rechne

    mal mit 2,5 Std. Am Hafen muss ich auch vorbei.

    Also komme ich auch in den Genuss.

    (kann Spuren von Senf enthalten)

    Mark, der mit dem Holz tanzt.

  • Fiamingu ...es gibt halt relativ wenig sinnvolle Alternativrouten.

    Vor Bastia, glaube San Lorenzo heißt es , würde ich auf eine Nebestrecke ausweichen wenn ich über Bastia hinaus möchte. Das machen wir immer. Geht halt ein bißchen kreuz und quer durch Bastia hindurch. Aber man fährt wenn nicht gerade Ampel oder ein zäher Kreisverkehr auf dem Weg.

  • Guenter

    Ich kenne die Wege. Je nach Ziel in Bastia gibt es Schleichwege.

    Es kommt auch immer auf die Uhrzeit an. Wenn ich wirklich dem

    Stau entgehen möchte, stelle ich meinen Boxer in Furiani ab

    und fahr dann mit dem Roller weiter. Der passt da rein. Mein

    Boxer misst 2.4 breit, fast 6 lang und ist 2,75 hoch. Bis jetzt habe

    ich imer ein Plätzchen gefunden. Auch in Stadtmitte. Trotzdem

    merci bien ins Hessische Ländle.

    (kann Spuren von Senf enthalten)

    Mark, der mit dem Holz tanzt.

  • Hallo zusammen,


    ich glaube ich muss mal wieder alle Beteiligten auf den Boden der Tatsachen herunter holen und etwas der gerne wenig verbreiteten Grundlagen aufgrund von wenig ausgeprägter Bildung zum Thema nachschieben!


    Da halt die meisten Journalisten leider auch nicht mehr in der Lage sind die Physik hinter diversen dubiosen zirkulierenden Themen zu verstehen gibt es zwangsläufig vermehrt völlig schwachsinnige Vermeldungen in der Presse, inclusive zunehmend vergewaltiger und/oder falscher Begriffsdefinitionen ...


    Im allgemeinen dreht da der Begriff "Feinstaub" seine Runden ... sehen wir nach:

    - rein technisch kann ein ein solcher "Feinstaub" (also: Korngröße der Rußpartikel per Definition: kleiner 1µm!) nur produziert werden durch:

    - - langbekannte hochdichte einspritzende Dieselaggregate

    - - langbekannte hochdichte einspritzende Benzinaggregate

    Wobei die hochdichten Benzin-Aggregate wohl (je nach Zählweise des aktuellen Bestands) etwa 80% des den üblicherweise den Diesel-Aggregaten zugeordneten "Feinstaub"-Ausstoßes im Straßenverkehr anzulasten sind ...


    Irgendwelche Messungen von schlichtem nicht-lungengängigem "Ruß" mit mehreren µ-Metern Durchmesser( ! ) werden in der physik-/chemie-fernen Journaille leider gerne mal zusammengeschmissen mit den veritablen Messungen ... :thumparty:


    Die gängigen Diesel-Motoren der aktuell eingesetzten Fähren (europaweit!) können halt leider nur "Ruß" produzieren, kleinere Partikel gehen anhand des verbrannten Schweröls definitiv nicht! :thumbupparty:


    In Bastia wurde eine Kontrollschwelle von 2.000 ultrafeinen Partikeln pro Kubikzentimeter festgelegt, und "bei der Abfahrt und Ankunft der Fähre wurden 75.000 ultrafeine Partikel pro cm3 gemessen, d.h. 37,5 mal mehr Verschmutzung", erklärte sie in einer Pressemitteilung.

    Eine Meldung wie diese zeigt also lediglich komplette journalistische Inkompetenz! :gamer:

    Es fehlt mir insbesondere die Definition der angeblich "ultrafeinen Partikel"! Dazu gehört für mich vor allem H2SO4 .... :winke:

    Die angeblich "ultrafeinen Partikel" können definitiv nicht von schweröl-betrieben Motoren stammen: die können das rein technisch garnicht ausstoßen - im Sinne von vermeintlichem "Feinstaub") !! :hmm:

    Gemessen wurde also eher die Belastung durch den PKW-Verkehr auf der hafen-nahen Straße ... :rollparty:


    Bei den o.g. Schiffs-Motoren gibt es aber andere Methoden den Verbrauch und damit den Schadstoffausstoß zu vermindern - in 10-20 Jahren kaufen die korsika-bezogenen Reeder vielleicht auch die heute schon dort fortschlicheren Schiffe ein bei den Reedern der Ostsee etc. - wie gehabt - ... ;)party:


    Was in der Luft liegt am Korsika-Pier: das ist natürlich der wohl bekannte Abbrand + Ruß der gängigen Fähren + etc. ....

    Ist das aber nicht ein Urlaubserlebnis!?!?

    France Nature Environnement will auch ein "Landstromsystem" installieren, ein System, das 2017 vom Hafen von Marseille eingerichtet wurde, wo die Anzahl der Feinstaubpartikel in der Nähe des Hafens "100-mal höher" war als in anderen Teilen der Stadt, so France Nature Environnement.

    Auch im Hafen von Marseille kann es irgendwelche "Feinstaubpartikel" per Definition nur im Transportverkehr innerhalb des Hafens oder in der "Verrußung" des Hirns des Schreiberlings geben :gamer: ... sorry dafür! :klatsch1:


    Meine LG rußfrei aus Teemitrum

    Ernest

  • Ob Feinstaub, Ruß oder ähnliches -

    es geht um Luftverschmutzung.


    Generell - ist im Grunde wurscht was verschmutzt .

    Dreck ist Dreck und gehört reduziert.

    Überall in der Umwelt

    Es gibt viele Wege zum Glück - einer davon ist, aufhören zu jammern !
    ( Albert Einstein ) Ein anderer : aufhören sich über Kleinigkeiten aufzuregen

  • Teemitrum

    Hallo Ernest,

    ich bin kein Maschinenbauingenieur, Physiker oder Ähnliches und so weiß ich auch nicht, welcher Dieselmotor so genau welche Stäube produzieren kann. Allerdings hab ich gerade heut im ZDF eine Sendung gesehen, in der Kreuzfahrtschiffe verglichen wurden (ZDFzeit "Der Kreuzfahrtcheck" ZDF Mediathek). Am Ende der Sendung ging es eben auch um die Umweltverträglichkeit der Schiffe. Dort wurden Messungen bei im Hafen liegenden Schiffen durchgeführt und im Abgasstrom enorm hohe Konzentrationen von UFP <0,1µm gemessen. Die können dort doch nicht von den hafennahen Straßen kommen oder, zumal der Experte die Werte mit einer vielbefahrenen Straße in Berlin verglich. Vielleicht kannst du dir das mal anschauen und sagen, was du davon hälst.

    Der sogenannte A Staub, also alveolengängige Partikel können auch größer 1µm sein (bis über 2,5µm) , die Lungengängigkeit ist auch abhängig von der Struktur des Partikels.

    Wieso ist H2SO4 ein UFP, der Ausstoß im Abgas ist doch SObzw. SO3 und Schwefelsäure entsteht doch erst beim Säuretaupunkt. Sie ist ohne Frage schädlich, aber kommt die dann noch als Partikel vor oder fällt die dann als Kondensat (saurer Regen?) aus?

    Übrigens gilt Dieselruß, unabhängig von der Partikelgröße, laut WHO als krebserregend, da er inkl. seiner anhaftenden Stoffe genetische Zellreaktionen hervorruft.

    Ich bin weit davon entfernt den Dieselmotor zu verdammen, zumal Feinstaubbelastungen durch Fahrzeuge großteils wohl durch diversen Abrieb entsteht,aber es kann doch nur sinnvoll sein, diese Emissionen zu reduzieren. was eben in modernen Dieseln Partikelfilter sicher gut erledigen.


    Ebenso rußfreie Grüße

    Mario

  • Hallo Mario,


    schönen Dank für Deinen Hinweis auf die ZDF-Sendung! Deren Ergebnis irritiert mich eindeutig! ;(party:

    Vielleicht gibt es dort eine Idee wie die Saugdiesel der Kreuzfahrer (und anderer Hochseeschiffe) diesen Feinstaub hinbekommen, ansonsten mache ich mich da schlau - interessiert mich zu sehr! Da muss ich mein Weltbild evtl. ergänzen? :hmm:

    Das mit Schwefelsäure beschreibst Du korrekt, aber der "Schwefel" wird meinem Wissen nach erst gefährlich wenn er in Form von feinen Säuretröpfchen eingeatmet wird.


    Ich freue mich jedenfalls dass Du einer der User bist die kräftig Hintergrund liefern können! :thumbupparty: Das fehlt leider nur zu oft ...


    Meine LG aus Teemitrum

    Ernest


    PS: Ja, auch ich fahre in meinem privaten Leben zwei Diesel-Fahrzeuge - und werde das auch nicht ändern ...


    PS2: ist mir gerade eingefallen: mein Arbeitgeber beliefert MAN mit Sensoren die den Treibstoff-Verbrauch auf 2/3 reduzieren, ich frage also mal direkt bei MAN nach wg. "Feinstaub" aus deren Motoren! Hinweis von mir: MAN liefert seine Schiffsdiesel an einen erklecklichen Prozentsatz der Hochseeschifffahrt ...

  • Hallo zusammen,


    gemäß aktueller Info werden auch von diesen Reedern bis 2019 Schiffe mit vermeintlich umweltfreundlicheren Antrieben in Dienst gestellt:


    - Reederei Costa:

    die künftige "Costa Smeralda" als Flaggschiff der Reederei mit 2600 Kabinen(!) bzw. 6518 Gästen(!) verfügt ebenfalls über einen LNG-Antrieb ... mit also max. 8200 Personen an Bord! 8)party:

    Das ist jetzt mal interessant für's Mittelmeer ...


    - Reederei Hurtigruten:

    mit der "Roald Amundsen" wird das neue Flaggschiff der Reederei (265 Kabinen) mit Hybrid-Technik in Dienst gestellt.

    Befährt historisch bedingt die Norwegen-Routen ...

    Über die Art des Hybrid-Antriebs schweigt sich Hurtigruten auf allen Kanälen leider aus: es wird ein akku-betriebener E-Motor für bis zu 30min Betriebszeit gepriesen, woher die Primärenergie für die Akkus kommen soll ist via Reederei leider unklar ...

    Zum rein elektrischen Antrieb gibt es hier Infos: Rolls-Royce bringt Akku zur Elektrifizierung von Schiffen

    Nach langer Suche dieses Ergebnis: Norway's Hurtigruten to convert to hybrid energy

    Ok, man steigt also von Schweröl (immerhin!) auf diesel-elektrisch um ... wow, was für ein Fortschritt! Tut die DB seit über 40 Jahren ...


    - Reederei Nico Cruises:

    mit dem "World Explorer" steigt der eigentlich nur durch Flusskreuzfahrten bekannte Anbieter jetzt in die Hochseekreuzfahrten ein, und zwar mit 200 Kabinen auf einem Schiff mit Hybrid-Antrieb ... auf diversen Touren weltweit.

    Nach nicht mehr für mich nachvollziehebarem Link ist auch hier lediglich ein diesel-elektrischer Antrieb vorgesehen ...


    - Reederei Hapag-Lloyd Cruises (Tochter von TUI):

    auf deren zwei neuen Expeditiononsschiffen (230 Kabinen) frönt der Anbieter natürlich seinem Ruf: er bietet die einzige Flotte auf dieser Welt mit höchster Eisklasse an! :thumbupparty: Und stellt mit den neuen Schiffen wenigstens auf diesel-elektrischen Antrieb um

    Befährt traditionsgemäß Arktis + Antarktis, die Gebiete dazwischen (Fjorde Feuerland!) werden jetzt vermehrt angeboten.


    So, also hinter dem vermeintlich positiv belegten Hybrid-Antrieb bleibt nur ein altbekanntes Konzept übrig ...

    Ok, wenigstens mal Diesel und keine Müllverbrennung von vorzuheizendem Schweröl! :rollparty:

    Und nicht vergessen:

    die LNG-Antriebe werden vor allem auf hoher See eingesetzt, denn da bringen sie den größten Kostenvorteil! :thumbupparty:

    Im Liegehafen ist natürlich immer noch das vorzuheizende Schweröl billiger! :abdreh:

    Ist also auch ein quasi "Hybrid-Antrieb"! ... §"!((


    Meine LG aus Pétrolourdorum

    Ernest


    Meine LG aus Teemitrum

    Ernest

  • - Reederei Costa:

    die künftige "Costa Smeralda" als Flaggschiff der Reederei mit 2600 Kabinen(!) bzw. 6518 Gästen(!) verfügt ebenfalls über einen LNG-Antrieb ... mit also max. 8200 Personen an Bord!


    Das ist jetzt mal interessant für's Mittelmeer

    6500 Gäste, man stelle sich vor, die fallen alle mit einem Mal in eine Hafenstadt ein oder es passiert mal was!::,,II8