Empfehlung mittelschwere Tageswanderungen auf Korsika für nicht schwindelfrei

  • Hallo zusammen,


    ich bin nachdem letztes Jahr Korsika ausgefallen ist dieses Jahr das erste mal auf Koriska. Wir sind leider nur 1 Woche dort und sind jeweils 3 Tage in Propriano und 3 Tage Porto Ota.


    Was wir uns zu Pflichtwanderung gemacht haben ist auf alle Fälle der Nino See. Haben auch den Rother Reiseführer geholt. Wir sind fast 1 mal die Woche in den Bergen (Alpen) und machen immer 4-5 Stunden Wanderungen von 600-1100 Höhenmeter. Wir sind trittsicher, aber leider bin ich sehr empflindlich wenn der Weg eng ist und es weit hinunter geht. Also ist schwindelfreiheit leider nicht gegeben.


    Ich bin sehr dankbar für Tips, bei denen man gerne auch anstrengendere Wanderungen hat. Aber bitte ohne weite Abgründe :)


    Da es recht kurz ist freue ich mich auf Tips für "Must Do" Touren.

  • Ab Ota kann man eine Wanderung durch das Lonca-Tal munternehmen. Über die Suchfunktion findest du den Thread "3-Tageswanderung durch das obere Lonca-Tal", hier ist auch eine Variante als "kleine Lonca-Runde" beschrieben. Die Wanderung ist sehr einsam, wir sind erst am Unterlauf kurz vor den Deux ponts wieder anderen Menschen begegnet. Es sind insgesamt ca. 600 Höhenmeter, Sehr schwierig ist es nicht, nur der Abstieg von der Cascioni-Scharte zurück ins Lonca-Tal ist sehr geröllig. Ausgesetzte Passagen gibt es auch nicht.

    Zwar kürzer, aber unbedingt empfehlenswert ist der Aufstieg zum Capu Rossu, zu dieser Jahreszeit dürfte dort auch nicht mehr viel los sein, ansonsten früh am Morgen laufen. Wenn man einmal in Piana ist, kann man das mit einem Ausflug zur plage d`Arone kombinieren und vielleicht noch den Maultierpfad in der Calanche anhängen. Für das Capu Rossu braucht man etwa 3 Stunden, den Maultierpfad 2 Stunden, dieser ist am frühen Abend am schönsten-


    Viel Spaß auf der Insel


    Kirsten

  • Dank Dir


    den Capu Rossa habe ich auch schon gesehen. Sieht toll aus. Wird es beim Aufstieg irgendwo eng bzw. sieht man direkt nach unten? Oder ist erst auf der Spitze die Sicht in die Tiefe?


    Gruß Michael

  • Also ich bin ja nun auch nicht der große Held in Sachen Schwindelfreiheit, aber ich fand es nicht schlimm. Da gibt es eine Rinne kurz vor dem Gipfel, aber die ist eigentlich recht gut zu gehen, und man blickt auch nicht in die Tiefe. Nur ganz oben schaut man von einer Seite direkt senkrecht nach unten. wir sind die klassische Route gegangen, wie im Rother beschrieben.

    Hast du dir schon mal die Wanderung zum Capu San Petru angeschaut? Ist recht lang, klingt aber eigentlich sehr reizvoll.


    Gruß Kirsten

  • hallo Michael,

    z.B. könnt ihr von Porto nach Norden auf der D 81 fahren bis zum

    -Col de la croix und von dort nach Girolata wandern oder

    - durch die Spelunca Schlucht nach Evisa oder

    -zum Lac de Creno und Monte Sant Elisio

    - Bocca di Cuccavera


    von Propriano aus:

    -auf der D 50 nach Giannucio aus auf den L'uomo die Cagna, also bis zum Fuß der Felsen, Felsentor

    -rundwanderung an der Küste bei Campomoro

    -vom Col de St.Eustache aus auf den Monte San Petru

    -wenn ihr die Anfahrt nicht scheut, auf die Vacca Morta

    -auch im Cuscionu Gebiet gibts noch etliche Wanderung


    alle diese Wanderungen haben keine Wege mit Abgründen oder Angstauslösern:bergheil:

    Grüße

    Helen

  • Hallo Michael, du hast ja schon tolle Tipps erhalten. Von Propriano empfehle ich auf jeden Fall die Tour zum Monte San Petru, die Helen auch erwähnt hat. Schöne Tour (anfangs eher Mondlandschaft, Rückweg unbedingt die Variante gehen) nicht ausgesetzt und vor allem nicht allzu weit von Propriano entfernt.


    Zum Capu Rossu ist es meines Erachtens nie ausgesetzt. Habe ich zumindest nicht in Erinnerung. Dass man oben nicht an den Rand gehen sollte, ist klar;)party:


    Den Maultierpfad könnte man nachmittags anhängen. Im Nachmittagslicht einfach wunderschön!


    Ab Propriano wäre eventuell auch Bonifacio verbunden mit der Wanderung zum Capu Pertusatu überlegenswert.


    Viel Spaß

    Stefan