Fortschritt durch E-Mobilität - wie seht ihr das?

  • Hallo liebe User,


    das Thema dieses Threads ist natürlich ein riesen-umfängliches Thema!

    Generiert habe ich das aus dem Thread Neuer Radweg GT20 eröffnet - Korsika mit dem (E-)Bike heraus.


    Ich betrachte die Inhalte dieses Threads gerne heraus aus dem Blickwinkel eines erfahrenen Elektronik-Ingenieurs mit massivem Einblick in die aktuellen Entwicklungen in denen gerne via "Halbleiterei" völlig inakzeptable Visionen publiziert werden ... :lol_1: :klatsch1:

    Irgendwelche Beiträge abseits dieser von mir vorgegebenen zutiefst "physikalisch Schiene" bedarf es also eines gerne begründeten Vortrags! :gamer:


    Meine vermuteten bzw. herzlichst erwünschten Beiträge wären natürlich eure Beiträge zu diesen Themen - natürlich möglichst bezogen auf "unsere" Île de Beauté" :


    - Vorteile E-Mobilität:


    - - Erleichterungen im Einsatz im Alltag auf der Insel

    - - Erleichterungen beim Erkunden der Insel

    - - Einsparung(en) von eigenen oder angemieteten KFZ auf der Insel


    - Nachteile E-Mobilität:


    - - Verlagerung der Umweltsünden in andere Erdteile

    - - - umweltschädliche Gewinnung der derzeit nötigen Rohstoffe in "3te-Welt-Länder" - China etc.

    - - - Verlagerung der umweltschädliche Gewinnung der derzeit nötigen Rohstoffe wg. dortigem Einsatz Diesel. etc.

    - - - menschenschädliche Gewinnung der derzeit nötigen Rohstoffe in allen Förder-Regionen

    - - - ungelöste Probleme dorten bzgl. Entsorgung der Hilfsstoffe


    - - Probleme in länder-übergreifenden Situationen:

    - - - allgemein ungelöstes Problem des Recycling von Batterien aktueller bzw. ZUKÜNFTIGER Bauart - Sorry.so isses halt!

    - - - allgemein ungelöstes Recycling von Halbleiter-Bauteilen im E-Antriebsstrang (also: SiC, HVSiGe, ... etc.!)

    - - - allgemein ungelöstes Recycling von Bauteilen von non-SI-Bauteilen ... !!??!! Sorry.so isses halt!


    - - derzeit unbeherrschtes Brandverhalten


    So, jetzt habe ich wohl das Chaos implementiert! :dash:

    Wer kann trotzdem seine Sprache dazu erheben?!? Und sei es nur um hier Thematiken aufzudröseln bzw. vorzuschlagen??

    Kann ich gerne zu unterschiedlichen Themen liefern bzw. einrichten bei Bedarf ...


    Meine LG aus Themenforum

    Ernest


    PS: wie unschwer zu erkennen - meine Person sieht derzeit nur einen innerstädtischen egoistischen Vorteil von E-Mobilität im Verhältnis zur weltweiten Zukunft ... darf gerne kritisiert werden! :gamer:

    Streiten wir gerne dazu - bitte aber in einem erneut neuen Thread ... !! :beer:

  • uuups, nun bin ich schon sehr lange nicht hier im Forum unterwegs gewesen. Aber dieses Thema trifft mich gleich besonders, weil ich mich schon länger mit dem Für und Wider der E-Mobilität beschäftige.

    Um es kurz zu machen - ich gehöre aus zwei für mich nachvollziehbaren Gründen zu der Menschengruppe, für welche das E-Auto vorläufig überhaupt nicht infrage kommt. (Ich betone bewusst das "vorläufig", denn auch ich sehe deutlich das Ende der Verbrennungsmotoren kommen). Vielleicht schafft es ja die Brennstoffzelle.

    Also hier meine zwei persönlichen Gründe für das Nein:

    Meiner Frau und mir stehen monatlich circa 1.500 € zur Verfügung, Rücklagen gehen regelmäßig in unser kleines Häuschen

    Ich wohne im ländlichen Raum 35 km von der Großstadt entfernt.


    - Solange ein E-Auto 30.000 € und mehr kostet, kann ich mir das einfach nicht leisten


    - Für die 35 km in die Stadt und zurück bezahlen wir für den öffentlichen Nahverkehr zu zweit

    37 €. Dabei sind wir auf unregelmäßige Fahrzeiten angewiesen, mit denen wir gleich mal 2 Stunden auf dem Trockenen sitzen. Das macht im Vergleich zum Auto überhaupt keinen Sinn.


    - Das Thema "fast kostenloser Strom" ist eine Mogelpackung. Bei bekannten französischen Automarken kostet die zusätzliche Monatsmiete 50,00 €, und der Ersatz einer verbrauchten Batterie kostet bis zu 10.000 €


    - Genau aus diesem Grund hat das E-Auto einen verheerend schlechten Wiederverkaufswert, denn zum Kaufpreis müsste ich fast in jedem Fall eine neue Batterie hinzurechnen. Damit verschlechtert sich die Wirtschaftlichkeit des Kaufes eines E-Autos vor allem bei vielen Fahrkilometern (bei mir sind es 30.000 km pro Jahr) fast bis hin zum Totalverlust.


    - Unsere Kinder wohnen in der Schweiz. Das bedeutet pro Fahrt bis zu viermal nachladen. Bei 45 Minuten Ladezeit und 60 prozentiger erreichter Ladekapazität wird die Reichweite ad absurdum geführt. (Eine Volladung würde mehrere Stunden dauern)


    - um diesen Faden weiter zu spinnen: Bis Savona sind es für uns 1100 km. Dann lade ich (siehe vorgenannter Punkt) bis zu 6mal nach, denn ich möchte nicht mit leerem Akku beispielsweise im Stau um Milano stehen.


    - das Gleiche würde mir auf Korsika passieren. Wir fahren oft größere Strecken von Corsica Natura aus. Bei den kurvenreichen Strecken geht der Stromverbrauch exorbitant in die Höhe. Ich möchte nicht irgendwo weit ab von der nächsten Gemeinde stehenbleiben.


    - einen Benzinkanister könnte ich immer mitführen. Ich mache das nicht, weil ich mit einer Tankfüllung in meinem VW Golf Sportsvan TSI 1.4 circa 700 km weit komme. Was passiert, wenn mir der Strom ausgeht, und ich muss die Pannenhilfe rufen? Hier ist die Abzocke vorprogrammiert.


    Fazit: Das E-Auto ist für mich vorläufig nicht die Lösung, und angesichts unserer weiten Fahrstrecken erst recht nicht. Sollte es einst bezahlbare Möglichkeiten und praktikable Lösungen geben, kann auch ich mir vorstellen, auf Auspuffgase zu verzichten.

  • Taaaag!

    Schwieriges Thema, weil man es nicht schafft, alles an Argumenten unter einen Hut zu kriegen.

    Oft wird der Fehler begangen, die Elektro-Idee als Rettung aller Sorgen und als idealen Ersatz für den fossilen Antrieb zu sehen. Ja, die Auroindustrie erhält sogar umfangreiche Förderungen.

    Und genau da liegt das Problem! Hier wird der Verbraucher hinter das Licht geführt und durch die eingeschränkte Berichterstattung letztendlich auch betrogen.


    Klar ist, Verbrennungsmotoren sind nicht mehr lange tragbar. Wir brauchen Alternativen um unsere Mobilität, auf die unser (übertriebener) Wohlstand beruht, aufrecht zu erhalten. Idealerweise sollte hier der Umweltaspekt im Sinne der Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen. Und genau das tut es nicht!!! Hier eröffnet sich wieder mal ein Feld, in dem für wenige Menschen sehr viel Geld abspringt, für den Rest der Weltbevölkerung und weitere Generationen aber große Probleme.

    Schon jetzt besteht ein Kampf/Krieg in Afrika um Gebiete mit seltenen Erden. China (!) und Russland aber auch Deutschland sind dort investorisch (fast schon kolonialistisch) tätig. Ganze Landstriche werden ausgebeutet werden, ohne Rücksicht auf Verluste. Hauptsache die Kasse stimmt.


    Die Industrie wird der große Sieger sein, die Menschen die großen Verlierer, die Umwelt einen weiteren Schlag erhalten!


    Ich selbst fahre ein Hybrid-Fahrzeug, welches auch nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Man braucht aber zumindest keinen Strom. Benzin aber trotzdem.


    Ansich sind E-Bikes, wenn sie denn nicht dazu genutzt werden die Landschaft zu zerstören, weil man nun überall hinkommt, eine gute Sache für viele Menschen. (Bewegung, Komfort, ...) Warum muss es aber mit Strom funktionieren. Warum nicht wie mit einem Dynamo? Solange sollte diese Entwicklung nicht gefördert werden, weil man noch gar nicht weiß, wie man mit den ganzen Altbatterien umgehen soll.


    Und der Strom? Wo kommt der her? In Frankreich aus Atomkraftwerken? .... Na toll. Kohle? .... Prima Umweltgedanke!


    Letztendlich bleibt bei diesem Thema nur eine Lösung wie beim Verpackungswahnsinn: Vermeidung wo es möglich ist. Einsparung von Ressourcen und Abkehr vom Globalisierungsirrsinn.

    Das soll nicht heißen, dass jeder wieder mit dem Esel reisen soll aber das "Höher-Schneller-Weiter" ist das Problem, welches man ändern sollte. Dieses verrückte Streben nach MEHR ohne Rück- und Nachsicht macht die Menschen taub und blind ob der großen Gefahren der Elektro-Entwicklung!


    Ach, ich könnte da noch lang schreiben...


    Gruß

    wolfgang

    Es grüßt

    wolfgang, klein geschrieben

  • Hallo zusammen,

    die gewichtigsten Gründe, die auch meiner Meinung nach gegen eine massive E Mobilität sprechen, wurden ja schon genannt. Die entscheidensten sind, wie Ernest und Wolfgang es schon formuliert haben, die scheinheilige/verheerende Umweltbilanz in der Gesamtheit der Fahrzeuge.

    Auch ich bin durchaus der Meinung, dass für die Verbrenner zeitnah Alternativen her müssen, aber nicht mit Schnellschüssen, die das umweltbesorgte Volk beruhigen sollen.

    Viel sinnvoller wäre es den öffentlichen Nahverkehr vor allem im ländlichen Raum auszubauen und zu optimieren. Wir kommen auf direktem Wege beispielsweise nicht mehr nach Chemnitz, die einzige Bahnstrecke nach Leipzig hat man Anfang der 2000 stillgelegt usw.

    Und wenn ich mir den massiv zunehmenden LKW Verkehr anschaue, im gleichen Atemzug werden Transporte auf Schiene und Wasser zurückgefahren und dann klopft sich die Industrie noch auf die Schulter und nennt das "Just in Time" und meint nichts anderes als die Abwälzung von Lagerkosten auf die Gemeinschaft ,..

    Wenn man sich dann noch mit LKW-Fahrern unterhält und erfährt, wieviele gerade von den osteuropäischen LKW, die tagtäglich hier auf der A4 an meiner Arbeitsstätte vorbeifahren, leer sind, dann ist das immer noch zu billig.

    Und wenn ich den Unfug erlebe, wenn viele von den Pkw, die vor 3-4 Jahren noch als sauber galten, ausgestattet mit einer gültigen Betriebserlaubnis, Huckepack gen Osteuropa unterwegs sind und dann dort fahren,frage ich mich, wo da der Sinn liegt.

    Natürlich müssen wir uns auch an die eigene Nase fassen, muss man wirklich wegen jeder Tüte Mehl mit dem Auto zum Supermarkt fahren oder wegen vermeintlicher Werbeschnäppchen den halben Landkreis abklappern? Muss ich den hilflosen Nachwuchs 500 m mit dem SUV in die Schule fahren? Da hilft auch das sauberste E-Auto nicht.

    Ein Aspekt, der bei den Elektrofahrzeugen bisher nicht so im Fokus stand - wie geht man im Brandfall damit um. Ich habe dazu erst die Tage eine Reportage bezüglich des Streetscooters gesehen, weiß bloß nicht mehr wo. Ich habe aber diesen Artikel hier gefunden.


    Auch die E Bikes bieten jede Menge Diskussionstoff. Als Fortbewegungsmittel für Menschen, die sonst nicht mehr oder nur eingeschränkt unterwegs wären finde ich sie top. Als Sportgerät sehe ich sie auf Grund der Möglichkeiten, die sie auch ungeübten und eben auch rücksichtslosen Zeitgenossen bieten, weitaus kritischer. Sie werden erstmal gehypt und dann macht man sich über die Folgen für Mensch und Umwelt gedanken wie z.B. hier.


    VG

    Mario

  • Moin Ernest Teemitrum ,

    erdachtetest Du diese Diskussion explizit über E-Bikes führen zu wollen oder gar über die Elektro-Entwicklung als Ganzes?

    Da muss man nämlich differenzieren.


    Beispielsweise muss man in die allgemeine Diskussion auch den verantwortungslosen Umgang mit Batterien und Akkus insgesamt beschreiben. Was mit den Blinkschuhen passiert oder mit den Unmengen von Akkus, juckt ansich den Käufer nicht. Ab in die Tonne.....fertig. Das ist die gleiche Ignoranz, die sich beim polititisch gesponserten Elektro-Hype zeigt. Deshalb sind die Menschen auch so gut zu überzeugen!

    Äääääh, ich meinte zu "beeinflussen und betrügen".


    wolfgang grüßt

    Es grüßt

    wolfgang, klein geschrieben

  • Persönlich bin ich kein Befürworter der E-Mobilität für den Privatbereich. Im öffentlichen Bereich z.B. Nahverkehr ja.

    Ich stell mir da immer vor wie sich in den großen Wohnsilos in den Städten das Aufladen der Fahrzeuge gestaltet. Naja, vielleicht haben ja die Denker in unserem Land die Lösung wie sich Millionen von Autos ihren Saft holen können.

    Was ist mit den Ressourcen die zur Batterieherstellung benötigt werden? In erster Linie zu nennen Kobalt.

    Kobalt kommt zu einem Großteil aus dem Kongo. Dort befinden sich die größten bekannten Vorkommen.

    Abgebaut wird Kobalt unter denkbar schlechten Arbeitsbedingungen und "dank" der Hilfe von vielen Kinderhänden.

    Soviel zur "sauberen " Energie.

    Eine E-Batterie für das Auto beinhaltet, wenn ich mich richtig entsinne, zwischen 12-20kg Kobalt.

    Ein E-Bike übrigens nur ein Bruchteil davon.

  • Hallo Ihr Lieben, nachdem ich seit über 10 Jahren elektrisch unterwegs bin, seit einem Jahr einen Renault Zoe fahre und alle Verbrenner verkauft habe muss ich mich da einklinken.

    Zufällig fahren wir dieses Jahr elektrisch nach Korsika an die Westküste. Letztes Jahr waren wir mit dem Zoe in Südfrankreich und im Herbst auf der Insel Cres.

    Ehrlich gesagt bin ich kein Befürworter der Diesel und Benzin-Mobilität. Schon gar nicht seit VW mich betrogen hat.

    Leider streut unsere Verbrennerlobby viel Blödsinn (Neudeutsch: Fakenews) zum Thema Elektroauto.


    z.b. wiegt der Akku eines Renault Zoe 305 Kg. Der Anteil von Kobalt ist 0,01 %. Ups, ich komm da auf 30,5 Gramm.


    Auch wird das Stromnetz nicht zusammenbrechen, die Herstellung, Förderung und letztendlich der Verkauf von Diesel und Benzin für 100 Kilometer Fahrspass verbraucht ca. 10 Kilowattstunden. Ein normales Elektroauto fährt mit diesem Strom mindestens 60 Kilometer, da sind die 6 Liter Diesel erst im Tank und 0 Kilometer gefahren.


    Ach ja, die 50 PV-Module auf meinem Hausdach machen jetzt bereits seit 15 Jahren mehr Strom als wie ich im Haushalt und für Mobilität verbrauchen kann.


    Dass die Förderung von Kobalt und Silizium nicht optimal läuft , das weis ich auch aber regt sich jemand beim Kauf eines neuen Smartphones auf, verbrennt Ihr Palmöl von ehemaligen Regenwäldern, seid Ihr stolz auf die Umweltkatastrophen durch Tankerunglücke oder glaubt ernsthaft Jemand dass Erdölförderung ein sauberes Geschäft ist, vom Fracking ganz zu schweigen?


    Zum Thema brennendes Auto weiß ich z.B. das in Korea mindestens 30 BMW Diesel abgebrannt sind wegen defekter Abgasrückführung.


    Das wollt ich bloß mal so schreiben weil mir das Gejammer der ewig Gestrigen auf die N... geht . Ansonsten freue ich mich auf Korsika mit seinen 45 Ladesäulen. :)party:


    Grüße aus dem Allgäu Harry

  • Hallo Harry,

    vielen Dank für deine Ausführungen. Aber ein wenig muss ich deine Kritik schon relativieren.

    Niemand hier ist der Meinung, dass die Verbrennungsmotoren die Zukunft der Mobilität sind. Den Elektroantrieb in seiner derzeitigen Form dogmatisch als der Weisheit letzten Schluss zu sehen, bringt uns aber auch nicht voran.

    Deine Kritik bezüglich Produktion und Transport fossiler Brennstoffe teile ich uneingeschränkt, allerdings kommt der Strom in unserem Netz leider auch zu rund 60% aus fossilen Brennstoffen bzw. ist nuklearen Ursprungs (2018) und nicht jeder wohnt geographisch und von der Dachausrichtung so günstig, dass eine [definition='18','0'][/definition] Anlage auf dem Dach lohnt, von einem Windrad im Garten ganz zu schweigen. Das, plus den nötigen Energiespeicher im Haus, um den eigenen Strom zu nutzen muss man sich dann auch noch leisten können. Aber das Thema ist ja auch nicht, ob wir mehr Ökostrom bräuchten, das zweifelt hier niemand an.

    Das muss alles besser werden - keine Frage, aber ich kann doch auch das Pferd nicht von hinten aufzäumen. Die Frage, die Günter bezüglich der Ladesituation in den Städten aufgeworfen hat, ist ja nicht von der Hand zu weisen, nicht jeder nennt ein Haus sein eigen. Also muss erstmal eine geeignete Infrastruktur her. Da will ich noch gar nicht über Ladezeiten und -intervalle nachdenken.

    Eine Kollegin von mir fährt mit einem Elektrosmart ca. 40 km auf Arbeit und muss, um nach Hause zu kommen das Fahrzeug auf Arbeit laden,für mich nicht akzeptabel. Wie lange würde denn der Akku noch Saft haben, wenn sie im Stau steht (Thema Heizung)?

    Solltest du den Artikel bezüglich des Brandverhaltens von E-Autos gelesen haben, dann hast du sicherlich festgestellt, dass es nicht darum geht, jetzt zu bewerten, welcher Fahrzeugtyp nun öfter oder schneller brennt, sondern um die Probleme, die damit zusammenhängen. Nicht mehr und nicht weniger!

    Ob und welchen Einfluss eine flächendeckende Belastung des Stromnetzes durch E-Autos haben würde (immerhin zig Millionen), kann ich nicht beurteilen, ich bin kein Elektroingenieur. Ich weiß aber, was es steuerungstechnisch für ein immenser Aufwand ist, unsere BHKW´s in unser internes Stromnetz auf der Kläranlage zu integrieren und unregelmäßiges Vorhandensein von Ökostrom zu regeln - und nur dann macht ja der großflächige Einsatz von Elektromobilität Sinn.

    Ja, ich verbrenne, weils drin ist,Palmöl und ich bin NICHT stolz drauf. Darf ich umgekehrt fragen, was du so isst? Rund 57% des in Deutschland verbrauchten Palmöls landen in der Nahrungs- und Futtermittelproduktion sowie für Pharmazie und Reinigungsmittel.

    Du siehst, so schwarz/weiß ist die Welt nicht und wir sind ALLE weit davon entfernt, ökologische Musterknaben zu sein. Es soll in diesem Thead ja auch nicht Lobbyarbeit für diesen oder jenen Ansatz der individuellen Fortbewegung geleistet werden, sondern über die Möglichkeiten der Zukunft diskutiert werden ohne jemanden gleich in eine bestimmte Ecke zu stellen (siehe ewig Gestrige).

    Dann bleibt mir nur dir viel Spaß auf Korsika zu wünschen und das du immer ausreichend unter Strom stehst.:winking2:


    VG

    Mario

  • erdachtetest Du diese Diskussion explizit über E-Bikes führen zu wollen oder gar über die Elektro-Entwicklung als Ganzes?

    Hallo Wolfgang,


    ich lasse mich gerne überraschen wohin die Diskussion hier führen wird. Etliche Umstände sind ja gleich.

    Und etliche Umstände sind auf dem GT20 ja deutlich ansprechend geregelt und sollte daher nicht hier diskutiert werden sondern eben dort.


    Meine LG aus Elektroforum

    Ernest

  • Hallo Ihr Lieben, nachdem ich seit über 10 Jahren elektrisch unterwegs bin,...

    Hallo Harry,


    ich finde es interessant, dass sich ein E-Mobilist an diesem Thema beteiligt. Mir ist völlig klar, dass zu diesem Thema sehr viele Ammenmärchen berichtet werden. Ob es die Verbrennerlobby ist, sei dahingestellt. Ich denke da eher an Journalisten, die unbedingt ihr Viertelwissen weiterverbreiten wollen. (Beispiel die Ökobilanz eines einzigen Akkus, die angeblich schlechter ist als die der Treibstoffherstellung über viele tausende Kilometer Fahrleistung). Es ist unbegreiflich, dass manche diesen Blödsinn ohne jedes realistische Nachdenken glauben.

    Nun aber zu meinen Fragen. Ich stelle sie an Dich aus positiver Neugier, denn wer kann sie besser beantworten als der Nutzer eines E-Autos:


    1. Wie weit ist Deine Fahrstrecke nach Korsika, und wie oft must Du da nachladen?


    2. Mit welcher Durchschnittsgeschwindigkeit ungefähr bist Du dabei unterwegs?


    3. Wie lange dauert eine Erhaltungsladung, bis Du wieder vertretbar fahrfähig bist?


    4. Wie lange dauert eine Volladung?


    5. Welche Kosten hast Du außer den Stromkosten zu tragen?


    6. Welche Möglichkeiten der Akkunutzung gibt es überhaupt (Kauf, Miete etc.)


    Ich würde mich freuen, wenn Du dazu ein paar Antworten beisteuerst.


    LG Wolfgang von Wolfgang und Marianne

  • 1. Wie weit ist Deine Fahrstrecke nach Korsika, und wie oft must Du da nachladen?

    500 Km mit 3 Ladepausen. In der 1. Pause Raststätte Viamala wird gefrühstückt und in der 2. Pause am Luganersee wird Mittag gegessen und kurz vor Genua gibt es noch eine Tasse Kaffee.

    Bei genügend Zeit bis zur Abfahrt der Fähre laden wir in Genua noch mal voll, sonst am nächsten Morgen in [definition='3','0'][/definition] (zum Frühstück)

    2. Mit welcher Durchschnittsgeschwindigkeit ungefähr bist Du dabei unterwegs?

    Durchschnitt weis ich nicht aber Landstraße ganz normal und auf der Autobahn 95 - 105 km/h, ich habe ja 2 Kajaks auf dem Dach. Meine Erfahrung: in der Schweiz kannst Du eh maximal 120 fahren und bei vielen Staus und weiteren Tempolimits ist der Unterschied nicht groß, muss man halt eine halbe Std. früher losfahren oder das Frühstück zu Hause weglassen, Frühstück gibt es am 1. Ladehalt.

    3. Wie lange dauert eine Erhaltungsladung, bis Du wieder vertretbar fahrfähig bist?

    Insgesamt ist die Ladezeit mit 1h und 33 Min angegeben, ich rechne jedoch mit 2 Std.


    4. Wie lange dauert eine Volladung?

    Voll laden ist doof da zum Ende der Ladung die Ladeleistung abnimmt, also lieber nur bis 80% laden und dafür 1 mal öfter. Aber in einer 3/4 Std. ist viel getan.


    5. Welche Kosten hast Du außer den Stromkosten zu tragen?

    Versicherung, Batteriemiete, Maut, Reifen, dafür keine Steuer, keinen Ölwechsel, keinen Zahnriemen etc. Im Winter lässt sich das Auto per App vorheizen, im Sommer kühlen, Sau praktisch. Ach ja, das Fahren ist ohne Schaltung auch viel schöner, gerade Alpenpässe oder Kreisverkehre, vor der Kurve vom Pedal - durch die Rekuperation bremst das Auto - nach der Kurve wieder drauf und hui schon gehtś dahin. Stromkosten schätze ich für die 500 km übrigens ca. 30-35 €. Außer ich lade bei Lidl Schweiz, da kostet es nix.


    6. Welche Möglichkeiten der Akkunutzung gibt es überhaupt (Kauf, Miete etc.)

    Beim Zoe Kauf oder Miete. Bei Miete wird der Akku bei unter 75% Leistung ausgetauscht, kommt aber vermutlich nicht vor, meiner hat in einem Jahr (30000 Km) ca. 2 % verloren.


    7. Mein Pro und Kontra:

    Pro: Bei unserem Fahrprofil laden wir 95% zu Hause, 2 mal die Woche einstecken, keine Tanke mehr anfahren, kein AddBlue etc. Im Winter nie mehr Eis kratzen, beim los fahren ein warmes Auto. Bei meinem persönlichen Preisvergleich in 5 Jahren sind die Gesamtkosten ca. 4000 € unter unserem vorherigen Auto einem Caddy Diesel, dafür ist der Zoe aber auch wesentlich kleiner und ich hoffe auch dass mich Renault nicht betrügt ... . Ich denke das Ding ist insgesamt schon umweltfreundlicher.

    Kontra: 1 Mal im letzten Jahr wäre ich gerne ohne Zwischenstopp unterwegs gewesen, da konnte ich nicht vorplanen. Und die Sache mit den Ladekarten ist leider auch noch ein Fiasko. Wenn man den Scheuer einmal braucht dann redet er von Lufttaxis und Fahrradhelme für Bikinimädels.


    Gruß Harald (so viel wollte ich gar nicht schreiben :)party:)

  • Hallo Harry,


    schönen Dank für Deine umfangreiche Infos hier im Thread! :thumbupparty:

    Heisst für mich als Resumée aber: da muss man schon den passenden Reisestil drauf haben!

    Meine Nachfragen hier dazu bzgl. Infos en Détail - sofern sie nicht Dich von Deinem baldigen Urlaub abhalten! :rollparty:

    Ich vergleiche hier ungerechterweise meine Art des Urlaubsreisens gegenüber Dir mit meinem 3,3t-WoMo und völliger Freiheit des "Rastens" und bzgl. "Nachfüllens" ...


    1. Wie weit ist Deine Fahrstrecke nach Korsika, und wie oft must Du da nachladen?

    500 Km mit 3 Ladepausen. In der 1. Pause Raststätte Viamala wird gefrühstückt und in der 2. Pause am Luganersee wird Mittag gegessen und kurz vor Genua gibt es noch eine Tasse Kaffee.

    3. Wie lange dauert eine Erhaltungsladung, bis Du wieder vertretbar fahrfähig bist?

    Insgesamt ist die Ladezeit mit 1h und 33 Min angegeben, ich rechne jedoch mit 2 Std.

    Wenn ich das richtig lese braucht es für Dich auf den ersten 500km 3 Ladepausen à von Dir vorsichtshalber auf je 2h anberaumt. Korrekt verstanden von mir?!?

    Mein persönlicher Kommentar: soviel Kaffee bzw. Nahrung passt da gar nicht in mich rein in dieser Pausenzahl ...

    Stromkosten schätze ich für die 500 km übrigens ca. 30-35 €

    Ok, mit meinem WoMo bräuchte es das Doppelte an Diesel - das hält sich erstmal die Waage ...

    6. Welche Möglichkeiten der Akkunutzung gibt es überhaupt (Kauf, Miete etc.)

    Beim Zoe Kauf oder Miete.

    Wenn eMobilität für mich - dann nur via Tausch von Akkus ... alles andere nervt mich nur!

    Ich möchte halt unter 5-6 Minuten wieder losfahren wollen ...

    Gibt da halt nicht so viele Lösungen, geschweige denn kompatible Lösungen!

    Eine Norm für Tauschakkus würde mich ergötzen!!

    Pro: Bei unserem Fahrprofil laden wir 95% zu Hause,

    Jouh, schön wer es kann!! Außerhalb von E-Versorger genehmigten Einzelanschlüßen (so versorgungsmäßig überhaupt technisch möglich) gilt bei Mehrfach- bzw. Sammel-Garagen halt noch das derzeitig gültige brandpolizeiliche VERBOT der Installation von passenden E-Anschlüssen jenseits von 2A ...

    Dürfte m.E. nach weit über 50% der Bevölkerung betreffen!

    Von daher: ich gönne Dir den Luxus der "Heim-Aufladung" von ganzen Herzen! :thumbsupparty:

    Ich werde diesen Vorteil nie erleben dürfen!!! th()oo

    Und die Sache mit den Ladekarten ist leider auch noch ein Fiasko

    Ist das noch schlimmer als die Unterschiede bzgl. der Ladestecker?!? Bzw. der unterschiedlichen Ladeverfahren??

    Du erwähnst 45 Ladestationen auf Korsika - haben die alle das gleiche Ladestecker-Format?!?

    Dito. auch meine Frage zu Deiner Anreise: haben die alle das gleiche Ladestecker-Format bzw. Ladeverfahren?!?


    Meine LG aus Elektroforum

    Ernest

  • Zu den E-Bikes möchte ich einene Kommentar abgeben:

    Die werden sicherlich populärer werden und wie immer gibt es dabei Licht und Schatten.

    Gesamtgesehen vorteilhaft sind sie, wenn man dafür das Auto stehen lässt und bspw. die letzten Kilometer Fahrstrasse in einem Bergtal nicht mit Blechhaufen und Dunstwolken verschandelt werden.

    Nachteilig ist, dass E-Bikes auch manche vorher einsame (weil nur mühsam zu Fuß zu erreichende) Ecke frequentieren werden. Damit meine ich nicht den bekannten Konflikt Wanderer-Mountainbiker (der muss durch gutes Benehmen gelöst werden), sondern schlicht die Besucherfrequenz.


    Pesönlich sind mir E-Bikes zu schwer und (aufgrund ihres höheren Preises) zu diebstahlgefährdet.


    --


    Zur E-Mobilität insgesamt:

    Die Reichweite/Ladestopps sind aktuell der Showstopper Nr.1, klar. Das Beispiel zeigt das ja deutlich, 500km in 5-6h plus 3x2h laden... :respekt:

    Wir haben die doppelte Strecke und würden folglich jeweils 2-3 Tage für die Anreise aufwenden. :pillepalle:

    Das nächste Hindernis sind "Tankstellen", die ja praktisch direkt Anschluß an eine Überlandleitung brauchen würden, damit viele Autos gleichzeitig in endlicher Zeit "tanken" könnten.

    Aber man kann natürlich statt von "Problemen" einfach mal von "Herausforderungen" reden und das Ganze auch angehen! ;)party:


    Da hätte ich allerdings dann noch die folgende Herausforderung:

    Den Ladestrom wirklich regenerativ erzeugen (und nicht aus dem Atomstrom-stabilisierten Netz ziehen mit "Öko"-Zertifikat).

    Sonst ist E-Mobilität aus Umweltsicht ja kein wirklicher Fortschritt.


    Für mich bleibt's erstmal dabei, sinnvolle Wege mit dem Rad statt mit dem Auto zurückzulegen und da wo's keinen Sinn macht ein Auto mit halbwegs niedrigem Verbrauch zu fahren. Die E-Mobilität über die SUV-Schiene im Markt einzuführen (edit: wie die dt. Autobauer das betreiben...) ist selten dämlich. :klatsch1:

    Batterieantrieb macht Sinn für Kleinstfahrzeuge und Stadtverkehr sowie für (planbare) Fahrten wie Berufspendeln etc., nicht für ein Reise- oder "Sport"-Fahrzeug. Das Ziel sollte bessere Umweltverträglichkeit sein, nicht bessere Beschleunigung...

  • Zur Richtigstellung:

    Ladezeit nach Berechnung von "https://evpaths.app/" insgesamt natürlich 1 Std und 30 Minuten für die ganze Anfahrt !!! :rollparty:



    Wenn Ihr keine Pausen macht, dann meine Frage: Werdet ihr verfolgt, ich habe Urlaub wenn ich nach Korsika fahre.

    Man muss sich halt darauf einlassen können. Umdenken! Den letzten Urlaub nach Kroatien sind wir tatsächlich in 2 Etappen gefahren. Toll war es, auf dem Hinweg waren wir in den Dolomiten und auf dem Heimweg noch 2 Tage in Bled, da bin ich in meinem Verbrennerzeitalter schon x Mal vorbeigerast.


    Ladestecker sind übrigens genormt, kein Problem. ;)party:



    Mir ist schon klar dass nur 50% Ökostromanteil (so viel sind es nämlich wenn wir den zu viel hergestellten Kohlestrom den wir für 3,5 Cent die Kilowattstunde ans Ausland verkaufen abziehen) viiieeel schlechter ist als wie 100 % Diesel oder Benzin verbrennen. Fragt mal die Kids von Fridays for Future , ich glaube die können da besser rechnen und ich hoffe dass sie unsere Politiker mal zum Handeln zwingen, nicht nur Reden und Alles auf 2035 verschieben. Die Klimakatastrophe ist doch bloß Panikmache ;(party:


    Der Ökostromanteil könnte übrigens viel höher liegen wenn unsere Volksvertreter nicht so auf die Bremse steigen würden, siehe 10H-Regelung in Bayern.


    Und radeln ist selbstverständlich immer besser.



    Zuhause bleiben auch, aber was wird dann mit meinem Korsika-Urlaub ?


    Also schnell hin und nach mir die Sintflut.


    Gruß Harry

  • Vielen Dank auch von mir noch mal für Deine ausführlichen Antworten. So kann man sich endlich mal ein realistisches Bild über ein Beispiel der E-Mobilität machen.:appl:


    LG Wolfgang und Marianne

  • Hallo Harry,

    ich glaube,wir drehen uns hier im Kreis. Es geht doch hier nicht darum den E-Antrieb madig zu machen, sondern darum, zu erörtern, ob und wo er zukünftig alltagstauglich Sinn macht.

    Ich hab mir mal nach deinen Ausführungen aus ehrlichem Interesse heraus speziell den Renault Zoe angeschaut. Renault gibt beim großen Akku unter Vorbehalt bei der von mir gewählten Konfiguration (100km/h,Klimaanlage,15" Reifen, 20°C Außentemperatur) eine Reichweite von 231km an. Wenn ich jetzt noch deine 2 Kajaks auf dem Dach dazu nehme (Renault gibt allerdings weder eine Dach- noch Anhängelast an) und die Topographie, dann wird das doch sicher eng!? Selbst ohne den Dachaufbau käme ich von uns mit einmal Laden nicht mal an die Ostsee. Und die Urlaubsfahrt zum Erlebnis zu machen, hat nichts mit der Art des Autos zu tun.

    Ein nicht zu verachtenter Faktor ist auch der Preis. Wir reden ja hier von einem Kleinwagen. Was würde denn ein familientaugliches Auto (gibts das?) kosten?

    Ich verstehe jetzt auch nicht, was Verbrennerfahrer mit dem Anteil an Ökostrom zu tun haben. Du hast vollkommen recht, wenn du diesen kritisierst und dort ist doch zuerst mal anzusetzen. Wenn man mal die riesigen Löcher gesehen hat, die da z.B. in der Lausitz in die Erde gebuddelt werden und bedenkt, was es, von der Umweltbelastung der Verstromung abgesehen, für ökologische und finanzielle Folgen hat, das wieder halbwegs in Ordnung zu bringen...

    Die Alternative kann in erster Linie nur die versorgungssichere Erhöhung der Ökostromproduktion sein und zwar von der Produktion über Weiterleitung und Speichermöglichkeiten oder mit welchem Strom lädts du nachts? Und das mit einem CO²-Äquivalent von rund 510mg/kWh in Deutschland.

    Sicherlich ist hier die Politik gefragt, aber in einem auf maximalen Gewinn ausgelegten System und den entsprechend tätigen Lobbyisten sehe ich da wenig Gutes in der Zukunft.

    Also ich denke, die derzeitigen Möglichkeiten der E-Autos liegen eher im urbanen Bereich, ich sehe derzeit für unsere Belange den Hybrid im Vorteil.Wie dies mit der fortschreitenden Entwicklung im Akkusektor und der Infrastruktur+Stromursprung aussieht, steht auf einem anderen Blatt.


    Ich war im übrigen bei einer "Friday for future" Veranstaltung in Chemnitz dabei, finde ich prinzipiell sehr in Ordnung, wenn sich endlich auch mal in größerem Maße unsere Jugend engagiert. Mich würde nach den Eindrücken dort nur mal interessieren, wieviel von unseren hippen Jugendlichen noch mitlaufen würden, wenn aus dem Friday ein Saturday würde!


    Also Harry,bitte nicht falsch verstehen, wenn nicht jeder mit dem unkritischen Umgang mit E-Mobilität einverstanden ist. Ich finde deinen Weg sehr löblich und wenn wir dabei das große Ganze nicht aus den Augen verlieren, dann kann das in Summe auch was werden.


    Gruß

    Mario

  • Hallo zusammen,


    allen denen, die sich mal umfassend und aus Sicht der Wissenschaft über die Ökobilanz der E-Mobilität informieren möchten, möchte ich zwei Artikel aus dem Spektrum der Wissenschaft empfehlen:


    1.) Ökobilanz - Ein kritischer Blick (2017)

    2.) Die Ökobilanz der E-Mobilität (2018, ganzer Artikel dort als Download)


    Zwei glaube ich noch nicht genannte Aspekte möchte ich an dieser Stelle noch nennen: E-Mobile erzeugen durch das hohe Drehmoment beim Anfahren u.U. mehr Feinstaub als Autos mit Verbrennern, da der meiste Feinstaub vom Reifenabtrieb stammt. Und es gibt den Rebound-Effekt, d.h. man fährt u.U. mehr Kilometer mit dem E-Mobil, da man ja "sauber" und preiswert unterwegs ist. Damit reduzieren sich die ökologischen Vorteile dann ggf. auch wieder. So ähnlich, wie man vielleicht eher mal das Licht brennen lässt, weil man ja auf LED-Beleuchtung umgestellt hat.


    Ich selbst habe noch keine so richtige Überzeugung in die eine oder andere Richtung. Klar ist, daß Verbrenner, die mit herkömmlichen Kraftstoffen betrieben werden, auf Dauer ein Auslaufmodell sind. Ob aber am Ende Wasserstoff, Akkus, Redox-Flow-Batterien oder synthetische Kraftstoffe das Rennen machen werden, ist in meinen Augen noch nicht ausgemacht. Da kommt in den nächsten Jahren ganz sicher noch einiges an Entwicklungen auf uns zu. Schade ist in meinen Augen nur, daß derzeit (auch von der Politik?) ziemlich einseitig über batteriebetriebene Fahrzeuge diskutiert wird und man nicht ergebnisoffen die verschiedenen genannten Technologien untersucht. Wir müssen ja auch an die Antriebe von Schiffen, Flugzeugen, LKWs usw. denken.


    Grüße

    Georg

  • Öko ... was ist Öko ... unter diesem Begriff verdienen erst einmal Einige ganz gut Geld mit. Andere machen sich den Begriff Öko (genauso wie Bio) einfach irgendwie zu nutze.

    Ich bin kein Freund der Elektromobilität als großes Ganzes .

    E-Bikes ok. E-Auto für Alle ... wie soll das in der Praxis tatsächlich funktionieren? Vermutlich geht es letztlich dahin >>> Mobilität für wenige die es sich leisten können.

    Unser Sohn ist als E-Ingenieur mit der Entwicklung von Elektroantrieben und Batterietechnik bei einer namhaften Unternehmen betraut.

    Er sieht Entwicklungspotential und auch sinnvollen Nutzen der E-Mobilität z.B. in der Landwirtschaft, auch im Güterverkehr, bei öffentlichen Betrieben (Post, Busse usw.)

    Öko? >>> man schau auf den Dämmwahn ... beim Neubau kann man dies alles in den Griff bekommen wenn man auch bereit ist in die entsprechende Lüftungstechnik zu investieren.

    Bei Bestandsgebäuden wird das Dämmen ganz schnell zu einem heiklen Thema ...Stichwort Raumklima, Schimmel etc.

    Und man darf gespannt sein wenn die ersten größeren Mengen an verbauten Dämmmaterial entsorgt werden muß.


    harry hat die Nutzung von Windenergie, Geothermie angesprochen. Für mich kein Konzept für die Zukunft.

    Der Platz für Windparks ist in D mittlerweile knapp geworden.

    Jetzt will man ja (und hat schon) die Waldgebiete als "Ressource " für Windparks nutzen. Ich ...das ist meine Ansicht ...will keine Windräder im z.b. Pfälzer Wald.

    Absolut störend und Naturfremd. Platzbedarf zwischen 0,5 und 1ha pro Windrad. Und ich möchte auch nicht auf eine Armada von Windrädern blicken wenn man eine der alten Burgen erklommen hat.

    Eine Vorstoß im Bereich des Dahner Felsenlandes einen Windpark zu installieren ist ja vorerst am Bürgerwiderstand gescheitert. Nur, wo ein "Windpark-)Wille ist wehen auch ein paar Scheinchen durch die Lüfte.

    Und ... ist ja schon angesprochen worden ...der ökologische Fußabdruck der Öko-E-Projekt (uand andere) ist ja schon zu hinterfragen.

    Batterieproduktion (auch deren Entsorgung), Produktion und Entsorgung von Solaranlagen, Motoren der Windräder, usw.