Motor laufen lassen beim Warten auf die Fähre

  • Moin zusammen,

    ich lasse den Diesel mit meinen 2 Tonnen Wohnwagen hinten dran, während einer Pause auf einer Raststätte, locker 10 Min. runter kühlen.

    Der Turbo wird dir danken...


    Grüße Andreas

  • Nee sorry, diese allgemeine Keule ist genau so engstirnig wie die FFF Terroristen die den SUV Fahrer in der City anpöbeln aber den Fahrer eines Multivan nicht.


    Wenn jemand beim Warten auf die Fähre seinen Motor laufen lässt (solange es dafür kein Verbot gibt), ist das die freie Entscheidung dieser Person. Vielleicht hat diese Person seinen gesamten Urlaub das Fahrzeug nicht bewegt und alles zu Fuss oder mit dem Rad erledigt. Dann ist seine Umweltbilanz besser als von dem der mit der Karre jeden Morgen sein Baguette geholt hat und alle zwei Tage nen Ausflug gemacht-aber keine Klima hat und den Motor abstellt.


    Vielleicht fährt die Person auch jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit und gönnt sich dann im Urlaub die Dauernutzung der Klimaanlage. Dieses "darf nicht, darf nicht ach wie böse" ist doch der größte Quatsch unter der Sonne. Jeder mündige Erdenbewohner muss selbst wissen was er/sie/es tut, solange keine Gesetze gebrochen werden...und da hat kein selbternannter Ökopolzist mit einer Momentaufnahme das Recht zu, jemanden den er nicht kennt zu verurteilen.


    Mal davon ab...Vielleicht geht jemandem auch der Klimawandel an die Mors phobie, sagt weiterhin Eskimo und hört Leyla. Dann ist es das Recht auf die eigene Meinung, das man akzeptieren muss. Ich akzeptiere ja auch diejenigen die Fleischkonsum verteufeln, sich und ihre Kinder nicht impfen lassen und sich für ein "Eigenheim" verschulden. Heiße ich es gut? Nein! Bin ich desswegen das öffentliche ungefragte Gewissen derjenigen? Auch nein...also bitte...LEBEN UND LEBEN LASSEN!

  • Nein, sehe ich nicht so! Das ist einfach nur egoistisch, nervig und ignorant!

    Und ausserdem stinkt es. Jede Entscheidung die andere belästigt ist eine schlechte Entscheidung.

    Gruß Yola

    Hatte so einen Fall aufm Campingplatz, da lief den ganzen Tag der Motor wg Klima, den ganzen Tag Gestank und das Dieselbrummen. Die Herrschaften waren zwischenzeitlich am Strand

  • Nein, sehe ich nicht so! Das ist einfach nur egoistisch, nervig und ignorant!

    Und ausserdem stinkt es. Jede Entscheidung die andere belästigt ist eine schlechte Entscheidung.

    Gruß Yola

    Hatte so einen Fall aufm Campingplatz, da lief den ganzen Tag der Motor wg Klima, den ganzen Tag Gestank und das Dieselbrummen. Die Herrschaften waren zwischenzeitlich am Strand


    Wer bitte sind wir, dass wir uns das Recht heraus nehmen zu entscheiden, was egoistisch, nervig, ignorant, gut, schlecht etc. ist?! Wenn es danach ginge müsste man sich immer dem Socialmedia Bubble beugen, was ihnen grade nicht passt. So lange es nicht um strafbare Handlungen geht, haben wir gewisse Dinge selbst mit uns auszumachen. Und Gesetze werden von Gremien gemacht in denen Fachleute sitzen.


    Wenn du sagst, dass jede Entscheidung die andere belästigt, eine schlechte Entscheidung ist -dann stimmt das nur bedingt. Wie bei allen Bereichen des (zwischenmenschlichen) Lebens.


    Vielleicht hat sich auch dein Zeltnachbar darüber geärgert, dass du jeden Tag ab 14:30h mit nacktem Oberkörper im Klappstuhl Zeitung gelesen hast (Beispiel). Das muss jeder für sich ausmachen was ihn stört und dann ggf. die Konsequenzen daraus ziehen, aber man kann nicht allgemein sprechen.

    Ich persönlich rieche tausendmal lieber Motorenöl und die Abgase eines Verbrennungsmotors als einen nassen Pudel oder Wirsing. Da ist jeder Jeck anders.


    Wir waren letzte Woche nähe Alèria mit unseren Kindern zu nem Schnorchelausflug. Die Tauchbasis lag am Rande eines FKK Areals. Vom vorhandenen Anblick hat sich mein Sinn für Ästhetik auch belästigt gefühlt, habe es für den Ausflug aber in Kauf genommen.

  • Vom vorhandenen Anblick hat sich mein Sinn für Ästhetik auch belästigt gefühlt, habe es für den Ausflug aber in Kauf genommen.

    Und wer genau hatte Dich dazu gezwungen, dort hinzuschauen? Mein Rat als alter FKKler: einfach umdrehen und in die andere Richtung schauen, falls man sich gestört fühlt.


    In D bekäme man übrigens einen Strafzettel, wenn man den Motor grundlos laufen lässt und ein Ordnungshüter darauf aufmerksam würde. Innenraumkühlung gilt da glaube ich nicht als Begründung.


    Grüße

    Georg

  • Puh… ich weiß gar nicht, wo anfangen bei Einlassungen wie diesen, aber es wurde davor schon einiges gesagt, worauf es ja aber schon Widerspruch gab. Das hier aber finde ich symptomatisch:

    Wer bitte sind wir, dass wir uns das Recht heraus nehmen zu entscheiden, was egoistisch, nervig, ignorant, gut, schlecht etc. ist?!

    Vielleicht geht es darum, dass man „auf Kosten anderer“ lebt, sich vergnügt etc. Und dazu auch noch meint, diesen Habitus anderen geradezu entgegenkotzen (tschuldigung) zu müssen? Also diese aggressive Geste des: mir doch egal, freie Fahrt für freie Bürger, ich lass mir doch nicht das Butter vom Brot und das Schnitzel nicht verbieten. Und wer so denkt, meinte vielleicht auch, die wichtigste Jugendbewegung seit Jahrzehnten als Terroristen verunglimpfen zu müssen, weil sie uns alle daran erinnern, dass unser Lebensstil über die Maßen tödlich ist und nichts hinterlässt außer Wüste, Artensterben und massive Verteilungskonflikte.

    Und obwohl es stimmt, dass so mache, die ein grünes Bewusstsein haben, dennoch einen höheren Ressourcenverbrauch haben (Stichwort: wer bewegt wie viel welches Auto im Urlaub) und es natürlich letztlich auf die Reduzierung genau dieses Fußabdruckes ankommt, ist es doch auffällig, dass so viele der Meinung sind, ihren Egoismus (und das ist er) anderen noch so demonstrativ vorführen zu müssen, eben indem sie ihre Abgase denjenigen ins Gesicht blasen, die die Fenster aufmachen, anstatt Motor und Klimaanlage an. Wandel beginnt halt auch bei der Haltung.

  • Eben neimand. :)party: Das meine ich doch damit. Ich habe es in Kauf genommen weil ich mit der Familie einen Ausflug gemacht habe. Beschwert sich jemand über den Zeltnachbar, dann überlege ich ob mir mein Stellplatz so wichtig ist oder ich 100m weitergehen kann um meinen inneren Frieden wiederzuerlangen.


    Eine Warteschlange gilt in Deutschland als Stau (STehende AUtos) und ist was anderes wie die Strategen die ihr Auto im Winter starten und dann mit dem Eiskratzen anfangen th()oo

  • Ist es nicht so, dass man unabhängig geltender Gesetze, die ich übrigens für Italien und Frankreich gar nicht kenne, seinen gesunden Menschenverstand walten lassen kann?

    Ist das nicht die wahre Toleranz? Und hat man ein Recht die Umwelt quasi ausgleichend belasten zu dürfen, nur weil man es vorher mal bspw. durch Wandern nicht getan hat? Die Argumentation hinkt doch. Die Einstellung "Alles was gesetzl. nicht ausdrücklich verboten ist, darf ich guten Gewissens tun" macht es einem aber einfach und entspricht nun wirklich nicht meinem Verständnis von Freiheit und Liberalität.


    Leuchtet es nicht ein, dass das Laufenlassen des Motors einerseits umweltschädlich ist und andererseits störend?

    Da interessiert mich ein Gesetz einen Scheiß! Sorry!

  • Puh… ich weiß gar nicht, wo anfangen bei Einlassungen wie diesen, aber es wurde davor schon einiges gesagt, worauf es ja aber schon Widerspruch gab. Das hier aber finde ich symptomatisch:

    Vielleicht geht es darum, dass man „auf Kosten anderer“ lebt, sich vergnügt etc. Und dazu auch noch meint, diesen Habitus anderen geradezu entgegenkotzen (tschuldigung) zu müssen? Also diese aggressive Geste des: mir doch egal, freie Fahrt für freie Bürger, ich lass mir doch nicht das Butter vom Brot und das Schnitzel nicht verbieten. Und wer so denkt, meinte vielleicht auch, die wichtigste Jugendbewegung seit Jahrzehnten als Terroristen verunglimpfen zu müssen, weil sie uns alle daran erinnern, dass unser Lebensstil über die Maßen tödlich ist und nichts hinterlässt außer Wüste, Artensterben und massive Verteilungskonflikte.

    Und obwohl es stimmt, dass so mache, die ein grünes Bewusstsein haben, dennoch einen höheren Ressourcenverbrauch haben (Stichwort: wer bewegt wie viel welches Auto im Urlaub) und es natürlich letztlich auf die Reduzierung genau dieses Fußabdruckes ankommt, ist es doch auffällig, dass so viele der Meinung sind, ihren Egoismus (und das ist er) anderen noch so demonstrativ vorführen zu müssen, eben indem sie ihre Abgase denjenigen ins Gesicht blasen, die die Fenster aufmachen, anstatt Motor und Klimaanlage an. Wandel beginnt halt auch bei der Haltung.

    Wenn es danach geht, leben die Industrienationen und damit du und ich das seit Jahrzehnten auf kosten anderer. Und das selbst im eigenen Land, mal mehr und mal weniger aber öfter als wir alle denken.. Ich kann meine Waren nur konkurrenzfähig verkaufen weil ich unter mir Menschen arbeiten habe, die für weniger als mein Gehalt diese Dinge zusammenbauen. Eine Strassenbahnfahrt von A nach B können du und ich uns nur leisten, weil eben der Fahrer kein Ingenieursgehalt bekommt...und mein Chef sich das nette Häuschen auf Sylt leisten kann, weil er mir auch weniger bezahlt als sich selbst jeden Monat

    Wenn man damit anfängt, lebt irgendiwe jeder auf Kosten eines anderen.


    Alles andere fällt für mich unter Sozialneid wenn man sagt, dass jemand einem etwas entgegenkotzt was derjenige besitzt...damit sind wir wieder bei der Frage wer entscheidet (hat das Recht zu entscheiden) welches persönliche Vergnügen er/sie/es ausleben darf und welches nicht (im gesetzlichen Rahmen). Geht es ums plakative Herausposaunen seiner eigenen Lebenseinstellung kann man als Beispiel auch militante Veganer anführen oder die von dir in Schutz genommene Jugendbewegung. Dieses plakative Verhalten stört mich genau so wie dich vielleicht ein großes Volkner Wohnmobil.


    Darum muss man doch einfach einander akzeptieren.

  • Danke Wolfgang für deine klaren Worte! Mir geht das egoistische Gehabe von vielen Mitmenschen schon lange auf den Senkel!

    Nach Dem Motto

    Ich kann, also mach ich

    Egal wie andere damit zurecht kommen

  • uijui.....heisse Diskussionen.....ich liebe es oben ohne nix im Meer zu baden.....mache es nur dort, wo andere es auch machen...ABER....ich mag keine FKK Camping Plätze , wo jeder " nackisch" an der Bar hockt , oder zum Essen ins Restaurant geht.....akzeptiere das und werde dort nie zu finden sein!.Will dann immer im Meer unter "Gleichgesinnten " sein......jedem seins.....und ich verstehe nicht, wenn sich FKKler schon eine abgelegene Ecke aussuchen, warum sich andere daran stören.....nackig geboren , daran ist nichts Verwerfliches.....betone jetzt extra nochmal: nur da, wo es auch akzeptiert wird!

  • Ist es nicht so, dass man unabhängig geltender Gesetze, die ich übrigens für Italien und Frankreich gar nicht kenne, seinen gesunden Menschenverstand walten lassen kann?

    Ist das nicht die wahre Toleranz? Und hat man ein Recht die Umwelt quasi ausgleichend belasten zu dürfen, nur weil man es vorher mal bspw. durch Wandern nicht getan hat? Die Argumentation hinkt doch. Die Einstellung "Alles was gesetzl. nicht ausdrücklich verboten ist, darf ich guten Gewissens tun" macht es einem aber einfach und entspricht nun wirklich nicht meinem Verständnis von Freiheit und Liberalität.


    Leuchtet es nicht ein, dass das Laufenlassen des Motors einerseits umweltschädlich ist und andererseits störend?

    Da interessiert mich ein Gesetz einen Scheiß! Sorry!

    Jeder hat seinen biologischen Fussabdruck. Es gibt angebliche Öko-Firmen die Dealen da mit deinem Gewissen und du kannst zum Beispiel einen Baum als Ausgleich kaufen wenn du mit dem Flugzeug von Hamburg nach Stuttgart fliegst. Darum finde ich mein Beispiel passend. Wir beschweren uns aus einer Momentaufnahme heraus über jemanden der vielleicht 30 Minuten vor Verladung im Auto sitzen bleibt und den Motor laufen lässt. (Wie schnell es wie heiss in einem Auto wird veröffentlichen die Tierschutzorganisationen jede Woche im Sommer und ist ein anderes Thema). Ob er/sie/es sonst auf alles achtet, wissen wir nicht und es spielt dann für viele (leider) auchkeine Rolle mehr. Der Finger zeigt schon...


    Gesunder Menschenverstand hat ja auch was mit dem eigenen Gewissen zu tun. Wenn der eine etwas für sich OK findet durch Lebenserfahrung, Recherche etc. und der andere nicht muss man trotzdem jeden von beiden akzeptieren.