Anreise zum GR 20 am 2.7.2024

  • Hallo zusammen,

    ich werde nächste Woche mit meinem Freund den GR20 ab Calenzana wandern. Gerade wurde unsere Fähre (La Méridionale) storniert, sodass wir bei der Anreise in Zeitnot geraten.

    Wir mussten also unsere Anreise neu planen. Könnt ihr mir sagen, ob das so realistisch ist?

    2.7. Ankunft mit der Fähre in Bastia um 7 Uhr morgens

    Um 9 Uhr weiter per Zug ( Bastia - U Fiumeseccu Alzeta/GR 20)

    Von dort per Anhalter oder mit dem Bus um 13:15 Uhr nach Calenzana

    Wir müssen am gleichen Tag die erste GR20-Etappe laufen, weil die Camping- und Hüttenplätze schon gebucht sind

    Ich bin sehr dankbar für jede Hilfe! Besonders interessiert mich, ob dieser Plan realistisch ist, ihr Verbesserungsvorschläge habt oder vielleicht sogar eine Mitfahrgelegenheit...

    Danke und viele Grüße!!

  • Hallo Katharina,

    direkt helfen kann ich Dir nicht, aber die Info, daß der Zug um 12 Uhr an der Haltestelle U Fiumeseccu ankommt, könnte für die Kenner nützlich sein. Von der Haltestelle bis Ortsmitte Calenzana sind es zu Fuss schon min. anderthalb Stunden, würde ich sagen. Und wirklich schön ist der Weg glaube ich auch nicht. Da wohl dann doch lieber ein Taxi. Von Calvi aus gäbe es um 13:15 Uhr einen Bus, der nach Calenzana fährt, der käme dann um 13:30 Uhr in Calenzana an.


    Grüße

    Georg

    Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.

    Einmal editiert, zuletzt von Schorschi (25. Juni 2024 um 13:22)

  • Hallo Katharina,

    nicht einmal mit viel Optimismus halte ich den Plan für machbar. Sorry, es sind fast 1500 hm Anstieg und das in der Dunkelheit, am ersten Tag.

    Anhalter.. mit Euren Rucksäcken fast ausgeschlossen.

    Lasst die erste Etappe aus. Fahrt mit dem Zug bis nach Calvi und nehmt dort ein Taxi das Euch an die Auberge de la Foret im Foret Bonifatu bringt. Dort könnt Ihr

    den ersten Tag austrudeln lassen. (Edit) Dort ist ein CP der zum Restaurant/Hotel gehört

    Am 03.07 nehmt Ihr von der Auberge den Weg zum Refuge de Carrozu und Ihr seid wieder im Plan.

    Gute Zeit und genießt die Tour (langsam)

    Micha

  • Hallo Katharina,

    nimm' doch gleich den Bus ab Bastia um 10:30 Uhr. Der hat dann in Calvi direkten Anschluss nach Calenzana. Beide Linien werden vom selben Unternehmen bedient.

    Hinzu kommt, dass im Bahnhof Calvi nach wie vor die Gleise erneuert werden und der Zug nur bis zur vorletzten Sation ("Talle") fährt. Bis zum (Bus-)Bahnhof sind's zwar nur ein paar hundert Meter, halte aber die Bus-Option für entspannter.

    Gerade wurde unsere Fähre (La Méridionale) storniert

    Oh Gott! Jetzt fangen die auch mit dem Scheiß an...

    Philipp

  • Sorry, es sind fast 1500 hm Anstieg und das in der Dunkelheit, am ersten Tag.

    Wieso Dunkelheit?

    Wenn der Bus um 13:30 in Calenzana ankommt, sollte das doch gehen. Es sind 11 km und 1450 HM. Ohne Gepäck könnte man das in 2,5 Stunden schaffen. Mit Rücksack etwas mehr...

  • Hallo Mark,

    Katharina hatte geschrieben "Bus um 13:15 Uhr nach Calenzana". Dann wäre der Bus gegen 15:00 Uhr da.

    Wenn du die Strecke in 2,5 Stunden schaffst -als Trailrunner okay -vielleicht kennst du auch eine Abkürzung. §"!((

    Meine mehrfache Erfahrung mit kleinen Gruppen (< 6 Personen) zeigt für diese Strecke eine Zeitdauer von circa 6 Stunden.

    Von meiner Annahme ausgehend um 15 Uhr in Calenzana zu starten, habe ich geschrieben dass Katharina in die Dunkelheit hinein läuft.

    Die meisten GR 20 Führer gehen übrigens von 7 Stunden Gehzeit aus


    Gute Zeit

    Micha

  • Bus um 13:15 Uhr nach Calenzana". Dann wäre der Bus gegen 15:00 Uhr da.

    Sie wollte ja mit dem Zug nach Calvi und dann nur den Bus von dort nach Calenzana.

    Von Calvi aus gäbe es um 13:15 Uhr einen Bus, der nach Calenzana fährt, der käme dann um 13:30 Uhr in Calenzana an.

    Das halte ich für realistisch.

    als Trailrunner okay

    Stimmt ;-)

    Mit Rucksack natürlich länger...

  • Ich empfehle euch trotzdem von Vorschlag von "Mipfi".

    Am ersten Tag nach der ganzen Anreise direkt die rund 1500 hm der ersten Etappe erst am Nachmittag anzugehen und bei den von Meteo gemeldeten

    32 C Grad, ab 1.7. das wird Stress.

    Grüße

    Helen

  • Katharina hatte geschrieben "Bus um 13:15 Uhr nach Calenzana". Dann wäre der Bus gegen 15:00 Uhr da.

    Laut Fahrplan werden 15-25 Minuten veranschlagt (je nach Verkehr). Sind ja nur 13 Kilometer.

    Einmal editiert, zuletzt von philipp (25. Juni 2024 um 14:57)

  • Hallo philipp,

    DANKE für deine Richtigstellung bezüglich der Zeiten. Dann ist das mit der Dunkelheit von Tisch.. Aber ich würde dennoch am nächsten Tag vom Auberge Foret aus starten.

    Schorschi -auch dir DANKE für die Info zu der günstigen Busverbindung im Juli und August. Die kenne ich eben nicht, da -fast immer- im September/Oktober auf der Insel

    Gute Zeit

    Micha

  • Wenn ich das richtig lese, darf man ab Calenzana mittags gar nicht mehr loslaufen. Ob das kontrolliert wird/kann ?

    Ich hatte die ersten 4 Biwakplätze erst 3 Tage vorher reserviert und den Rest unterwegs. Es kann immer ja etwas dazwischen kommen ein Wetterrisiko wollte ich ja auch nicht eingehen.

    Ich würde da auch zur Bonifatu Option raten oder mit der Parkverwaltung reden, ob die Reservierungen noch zu ändern sind.

  • Ich bin völlig überwältigt von euren vielen hilfreichen Antworten! Vielen Dank!

    Ich werde nochmal eine Nacht drüber schlafen, aber wahrscheinlich werden wir die erste Etappe tatsächlich wie geplant durchziehen, auch wenn es sehr anstrengend wird. Zeitlich müsste es gerade so reichen.

    Vielen Dank nochmal! Ihr habt mir sehr bei der Entscheidung geholfen.

    • Offizieller Beitrag

    Katharina S

    auch von mir ein ganz klares nein zum loslaufen am Nachmittag.

    - das mit dem Verbot in Calenzana spät loszulaufen stimmt

    - die Etappe ist lang, vor allem für den ersten Tag

    - auch immer bedenken, daß im Juli gerne am Nachmittag heftige Gewitter aufziehen können

    Meine Empfehlung wäre ebenfalls mit dem Taxi nach Bonifatu zu fahren. Wenn ihr euch gut fühlt, kann man von dort auch auf die Piobbu aufsteigen. Der Weg ist auf der ign Karte eingezeichnet und leidlich markiert, ca 800 HM, guut begehbar und problemlos zu finden.So könntet ihr am nächsten Tag die Etappe zwischen Piobbu und Carozzu entspannt angehen.

    Oder aber von Bonifatu aus das relativ kurze Stück direkt zur Carozzu gehen. Allerdings entgeht euch so das erste Highlight.

    Nochmals: ein klares NEIN zum Start am Nachmittag. Es kann sein, daß dir der Stress am ersten Tag das ganze Wandererlebnis ruiniert....daher lass es!!

  • Ich will hier niemanden zu leichtsinnigen Experimenten drängen, aber dieses Verbot finde ich schon etwas seltsam.

    Zwischen "Normalwanderern" und professionellen Trailrunnern gibt es ja noch Zwischenstufen. Wenn ein erfahrener, gut trainierter (Speed-)Hiker üblicherweise einiges unter normalen Gehzeiten bleibt, warum soll er, stabile Wetterverhältnisse vorausgesetzt, nicht auch später aufbrechen? Da würde ich mir wahrscheinlich bei so manchem, der morgens lostrottet, mehr Sorgen machen...

  • Ich gebe ebenfalls den Neinsager:

    Geneau wie Thomas sagt: Die erste Etappe ist richtig heftig und kann einem die weiteren Tage vermasseln (kenne euren Trainingszustand ja nicht)

    Ob das Verbot, nach 11h00 noch zu starten, kontrolliert wird, ist natürlich fraglich, wird aber einen Sinn haben-

    Loszurennen, nur um seine Reservierungen nicht zu verlieren, ist genau der Unfug, den ich immer befürchte. GGf. läuft man dann sogar bei schlechtem Wetter.

    Steigt am Foret de Bonifatu ein, nehmt euch da ein kleines Frühstück, und dann gemütlich auf die Carozzu-Hütte.

    Habt eine schöne Zeit und kümmert euch nicht darum, ob ihr alle etappen geschaft habt.

    gruss aus Ostbelgistan von Andeas

  • Ich würde euch ebenfalls raten, am Anfahrtstag vom Bahnhof per Taxi zum Bonifatu-Wald zu fahren und von dort dann zur reservierten Piobbu-Hütte aufzusteigen. Da ist man rund 3 Stunden unterwegs und es ist nirgends schwierig oder ausgesetzt und in weiten Teilen im schattigen Hochwald. Falls ihr oben angekommen wirklich noch Reserven und Tatendrang habt und das Wetter es zulässt könnt ihr ja noch bis zur Bocca di Tartagine aufsteigen, da habt ihr echt mehr davon als bei der klassischen ersten GR20-Etappe.

    Viele Grüße, Swen

    PS: Was für komische Verbote gibt es denn inzwischen noch auf der Insel? Bei "Mittags-Wanderverbot" und "Badebecken-Besuchs- und Parkverbot" in der Bavella fühlt man sich ja wie ein kleines Kind, das man stets und überall an die Hand nehmen muss...

  • PS: Was für komische Verbote gibt es denn inzwischen noch

    Ist doch fast überall so. 110% Vollkasko-Gesellschaft. Ich überlege gerade, ob ich auf Dog-Trail-Guide umschulen soll. Falls man demnächst nur noch geführt Gassi gehen darf...

Zur Forenübersicht

Bitte diesem Link zur Forenübersicht folgen. Hier können auch neue Themen gestartet werden.