Beiträge von andemu

    ... Das Problem am Hochsee Schein ist, dass ich dafür 500 Seemeilen mit einem Erfahrenen Skipper brauche der mir diese im Logbuch unterschreibt. Das lohnt sich für mich nicht. Gibt es die Möglichkeit für mich als Schweizer den See Schein in Deutschland zu machen? Kostet bei euch bestimmt nicht alle welt :.k


    Gruess
    Dario


    Der Schweizer Hochseeschein ist für deine geplanten Unternehmungen sicher etwas überdimensioniert. Wenn es Zeit und Urlaubsplanung erlauben, gäbe es auch die Möglichkeit, den "permis côtier" auf Korsika zu erwerben. Bootsschulen gibt es genügend. Hier ein Beispiel aus dem Raum St. Florent.

    Boote, die mit bis zu 6 PS motorisiert sind, darf man ohne Führerschein fahren. Will man Boote mit einer Motorisierung über 6 PS innerhalb der 6-Seemeilen-Zone fahren, ist die Erlaubnis "Permis côtier" (Küste) notwendig, die meiner Meinung nach dem deutschen Sportbootführerschein See entspricht. Darüber hinaus ist die Erlaubnis "Permis hauturier" (Hochsee) notwendig. Ich denke nicht, dass der Schweizer Bootsführerschein KAT. A (Binnen) der Erlaubnis "Permis côtier" (Küste) entspricht. Aber erkundige dich doch einfach 'mal bei der Stelle, wo du deinen Führerschein erworben hast.

    deko
    Eine Stunde Fahrzeit pro Strecke einzukalkulieren, ist ein realistischer Wert, wenn die Piste "normal" befahrbar ist, wobei - aus den genannten Gründen - Abweichungen nach unten oder oben möglich sind. Jemand, der die Piste noch nie gefahren ist oder keine einschlägige Erfahrung besitzt, wird sie immer als schlecht empfinden, egal wie gut sie hergerichtet ist.


    St.Flo
    Da seit einigen Jahren während der Saison ein Shuttle-Service per 4x4 (Navettes) für Badegäste von den Bars in Casta aus zum Strand angeboten wird, wählen viele Tagesgäste lieber diese Möglichkeit, statt ihr eigenes Fahrzeug und ihre Nerven zu strapazieren. Dass diese "Pisten-Taxis" nicht unerheblich zur Verschlechterung des Pistenzustandes beitragen, steht auf einem anderen Blatt.


    Guenter

    ... Jetzt frage ich mich schon länger, wie der Unterhalt des Platzes denn realistisch abläuft. Haben die Betreiber ein "Über-SUV" oder gehen die Korsen einfach schmerzbefreiter mit ihrem Material um?
    Ich frage mich das im Ernst, es kann doch keine Expedition sein, die täglichen Baguetten auf den Platz zu liefern, oder wird auch viel übers Wasser abgewickelt ?
    Wie muss man sich dies vorstellen ?
    Liebe Grüsse vom Hans

    Die Versorgung des Campingplatzes mit Restaurant und Magazine erfordert in der Hauptsaison beinahe tägliche Fahrten nach oder St. Florent, die in der Regel mit einem Klein-LKW durchgeführt werden. Die jährliche Ausbesserung der Piste dient somit nicht nur den Touristen, sondern macht auch diese Fahrten erträglicher. Paul, der Besitzer von ‹[definition=59]U Paradisu[/definition]›, investiert deshalb auch jedes Jahr eine beträchtliche Summe in die Reparaturarbeiten. In der Tat gehen die Korsen aber auch schmerzfreier mit ihrem Material, sprich Fahrzeugen, um als wir. Das Brot kommt in der Hauptsaison tatsächlich übers Meer. Das erste Ausflugsschiff, das am Morgen nach Lotu fährt, bringt es säckeweise mit und einer vom Campinplatz holt es dort mit dem Auto ab. Gibt es starken Wind mit entsprechenden Wellen, fällt die Lieferung aus.

    Obwohl über die Zufahrt zum ‹[definition=59]U Paradisu[/definition]› schon jede Menge geschrieben wurde, schalte ich mich nun doch noch in die Diskussion zu diesem Thema ein. Meine Erfahrung und Meinung dazu, habe ich schon vor längerer Zeit einmal hier im Forum dargestellt und wiederhole sie:


    Der Zustand der Piste von Casta nach ‹[definition=59]U Paradisu[/definition]› umfasst - abhängig von Regenfällen und durchgeführten Reparaturarbeiten - die Bandbreite von ‹normal schlecht› über ‹extrem schlecht› bis ‹unpassierbar›.


    Wenn man Glück hat und die Piste wurde vor der Saison umfassend ausgebessert, ist sie auch mit einem PKW relativ problemlos zu bewältigen.


    Im ‹Normalzustand› stellt sie für ein Auto ohne entsprechende Bodenfreiheit und für einen Fahrer ohne gute Nerven immer eine Herausforderung dar, sei es durch ausgewaschene Felspassagen, tiefe Spurrinnen oder nicht zu unterschätzende Wasserlöcher.


    Bei sehr starken Regenfällen - die nicht nur im Winterhalbjahr, sondern auch im Frühjahr und selbst im Sommer möglich sind - kann die Piste durchaus für mehrere Tage - auch für Allradfahrzeuge (!) - unpassierbar sein, so wie ich es selbst einige Male erlebt habe.


    Ein Geländefahrzeug ist natürlich immer im Vorteil, doch bei einem ‹normalen› Zustand der Piste nicht zwingend nötig. Wird es härter, sind Allradantrieb und Geländereduktion selbstverständlich nützlich. Mein VW Campingbus, der die Piste seit 1978 wie seine Westentasche kennt, hat sie bisher immer geschafft, auch wenn es gelegentlich grenzwertig war und entsprechende Adrenalinschübe beim Fahrer ausgelöst wurden.


    Einen Wohnwagen würde ich nicht nach ‹[definition=59]U Paradisu[/definition]› ziehen, allenfalls bei sehr gutem Zustand der Piste einen kleinen Eriba Touring, den man eventuell etwas höher gelegt hat.


    Genauso wie der Zustand der Piste variiert, zeigt auch der Strand nicht immer das gleiche Gesicht. Das Meer ist kein Swimming Pool und die Strandreinigung bleibt Wellen und Wind überlassen. Haben entsprechende Stürme gewütet, kann es durchaus vorkommen, dass der Strand über und über mit Seetang bedeckt ist. Auch Feuer- und angespülte Segelquallen, die am Strand mit bestialischem Geruch verwesen, können gelegentlich zur Plage werden. Zum Glück überwiegen jedoch die Tage, an denen sich Strand und Meer von ihrer besten Seite zeigen.

    Dann hat sich der Tang aus freien Stücken an eine Stelle auf dem Strand begeben und dort aufgehäuft. Dinge gibt's! ...

    Okay, ich lasse mich gerne belehren. Ich habe so eine Aktion jedenfalls noch nicht erlebt. Aber es ist auch neu, dass über ein Drittel der Strandlänge als Badezone abgesperrt und die Piste schon im Mai so gut hergerichtet wurde. Mir soll's recht sein, so lange dort keine Hotelanlage gebaut wird ... c))l

    ... Der Strand von Saleccia wurde wohl fűr die Touristen gänzlich gereinigt ...

    Also ich war wirklich schon sehr oft und zu verschiedenen Jahreszeiten am Strand von Saleccia, aber dass ein Reinigungskommando den Strand für die Touristen gereinigt hat, habe ich noch nie erlebt. Das Neptunsgras kommt und geht. Das heißt, die einzige "Strandreinigung" sind Sonne, Wind und Meer.

    Mich nerven solche Anfragen nicht. Warum auch, denn den Fragestellenden geht es ja darum, sich ein möglichst aktuelles Bild von einem bestimmten Zustand zu verschaffen, und theoretisch könnte es ja sein, dass die Piste nach Saleccia - was hoffentlich nie passieren wird - inzwischen asphaltiert wurde. ;-)


    Da finde ich Fragen im Stile von "Wie lange brauche ich vom Ort X in Deutschland zum Hafen Y in Italien?" eher peinlich, denn die Antwort darauf sollte für jeden, der halbwegs eine Straßenkarte lesen bzw. mit einem Routenplaner umgehen kann, selber zu finden sein.

    Du sprichst sicher vom "[definition=59]U Paradisu[/definition]" im Desert des Agriates. Zum Thema "Zufahrt" habe ich schon vor längerer Zeit 'mal einen Beitrag geschrieben. Der Einfachheit halber zitiere ich ich ihn noch einmal:

    << Der Zustand der Piste von Casta nach Saleccia umfasst - abhängig von Regenfällen und durchgeführten Reparaturarbeiten - die Bandbreite von "normal schlecht" über "extrem schlecht" bis "unpassierbar". Wenn man Glück hat und die Piste wurde - so wie vor der Saison 2010 - umfassend ausgebessert, ist sie auch mit einem PKW relativ problemlos zu bewältigen. Im "Normalzustand" stellt sie für ein Auto ohne entsprechende Bodenfreiheit und für einen Fahrer ohne gute Nerven immer eine Herausforderung dar, sei es durch ausgewaschene Felspassagen, tiefe Spurrinnen oder nicht zu unterschätzende Wasserlöcher. Bei sehr starken Regenfällen - die nicht nur im Winterhalbjahr, sondern auch im Frühjahr und selbst im Sommer möglich sind - kann die Piste durchaus für mehrere Tage - auch für Allradfahrzeuge (!) - unpassierbar sein, so wie ich es selbst mehrfach erlebte. Ein Geländefahrzeug ist natürlich immer im Vorteil, doch mein Bully-Campingbus, der die Piste seit 1978 wie seine Westentasche kennt, hat sie bisher immer geschafft, auch wenn es gelegentlich grenzwertig war und entsprechende Adrenalinschübe beim Fahrer ausgelöst wurden. >>


    In welchem Zustand sich die Piste derzeit befindet, ist schwer einzuschätzen, aber ich denke, auf Grund der massiven Regenfälle im Frühjahr in keinem sehr guten.



    ... Weiß zufällig jemand, wie das ist, wenn wir das Auto 10 Tage dort parken wollen, ob es da Probleme geben könnte? ...

    Mein Auto 10 Tage irgendwo in der "Prärie" parken würde ich keinesfalls. Ich würde versuchen, es - gegen Gebühr - auf einem abzustellen.

    Über die Motive der Aggressoren kann man allenfalls Mutmaßungen anstellen. Für mich sind es frustrierte, gewaltbereite Chaoten, die zur gleichen Kategorie zählen wie diejenigen, die seit Jahresbeginn im Raum Dutzende von Autos angezündet haben. Wenn jemand gegen ein Gesetz, wie das Verbot des Wildcampens auf öffentlichem Grund, verstößt, ist einzig und allein die Exekutive - sprich die Polizei - berechtigt, das Vergehen zu sanktionieren, niemand sonst. Selbstjustiz ist in einem Rechtsstaat nicht vorgesehen. Wer Steine auf Wohnmobile wirft, Schüsse auf Campingbusse abfeuert oder wie jetzt gar einen Brandsatz auf ein Zelt wirft, ist kriminell und das ohne Wenn und Aber.

    Kurz nach der Ankunft haben wir die gefasste Quelle besichtigt. Schon von einiger Entfernung
    sah ich mit Entsetzen den "braunen schleimigen Brunnen" . Einen ersten Schluck habe ich sofort
    wieder ausgespuckt. Mein Verdacht bestätigte sich. Das Wasser ist stark eisenhaltig und
    wird wohl in der dortigen Mineralwasserfabrik stark enteisent.


    Eine leere Plastikflasche habe ich gefüllt und mitgenommen. Diese habe ich am Abend
    ausgeschüttet, da das Wasser richtig rostbraun war.

    Was willst du uns damit sagen?