Beiträge von philipp

    Gerade "Ersttätern" in Sachen Zugfahren sei bei komplexeren Unternehmungen empfohlen, sich bei spezialisierten Reisebüros Hilfe zu holen.


    Mir kommt da z.B. das in Freiburg (Breisgau) ansässige "Gleisnost" in den Sinn, deren Gründungsidee vor Jahrzehnten ja eben darin bestand, Eisenbahnreisen über Grenzen hinweg zu erleichtern und entsprechend zu beraten, lange bevor "woke" Bürger ernsthaft in Erwägung zogen, ihr Auto im Carport zu lassen und dem Zeitgeist folgend in den Zug steigen.


    Philipp

    Wir planen auch( zum ersten Mal ) mit dem Zug anzureisen.

    Habt ihr das schon mal gemacht und kennt euch mit dem Bahnhofswechsel in Paris aus? Wieviel Zeit braucht man wohl, die interrail App sagt 40 min, was ich gefühlsmäßig zu knapp finde.

    Hallo Ulli,

    theoretisch reichen die 40' , alles unter 1 Stunde finde ich trotzdem riskant, weil man Verspätungen ja nicht ausschließen kann, v.a. bei Zügen, die aus Deutschland kommen ;-)

    Mit Sack und Pack und Kindern würde ich die Paris-Option aber meiden. Wesentlich angenehmer ist die Variante mit Umstieg in Straßburg; kein Bahnhofswechsel und von dort direkt nach Marseille.

    Werktags geht ein früher Zug z.B. ab Frankfurt (kurz vor 7), Ankunft gegen 9 in Straßburg, ca. 20 Minuten später weiter direkt nach Marseille, Ankunft dort kurz nach 15 Uhr.


    Wir wollen nach Marseille oder Toulon fahren

    Klare Empfehlung für Marseille. Ich kenne keinen Mittelmeerhafen, wo der Übergang vom Zug zur Fähre kürzer, komfortabler und stressfreier wäre. Das Passagierterminal befindet sich nur 2 Metrostationen vom Bahnhof an der Place de la Joliette. Letztere ist mit Cafés gesäumt, sodass man dort eventuelle Wartezeiten gut überbrücken kann. Vom Passagierterminal wird man dann mit Bussen zum Schiff gebracht, also auch hier keine mühsamen Fußwege.

    Auch in Ile Rousse ist der Weg zum Zug relativ kurz. Man brauch ja nur den halben Kilometer über den Damm zu gehen.

    Grundsätzlich angenehm bei CL: Man kann bis zur Ankunft in der Kabine bleiben, weil die Zimmer während der Hafenliegezeit gereinigt werden.


    Philipp

    Nach dem was ich bisher gelesen habe, fahre ich am besten von Bastia mit der Bahn mit kurz vor Calvi und laufe/trampe circa 9km nach Calenzana
    Oder ich fahre bis Calvi und dann mit dem Sammeltaxi nach Calenzana.
    In Calenzana mache ich dann einen vollen Tag zum aklimatisieren.

    Auf der Homepage der Bahn von Korsika gibt es aktuell nur einen Fahrplan bis Februar.
    Den lese ich so, dass die Bahn zwischen Bastia und Calvi nur zweimal pro Tag fährt. (natürlich extrem ungünstig zu den Flügen ;) )
    Ist das korrekt? Oder fährt die im Sommer auch häufiger?

    Hallo Raphael,

    nützlicher für Dich wäre vielleicht der Bus. Bastia-Calvi und Calvi-Calenzana werden von demselben Unternehmen bedient. Die Anschlüsse (Calvi an: 19:10, Calvi ab 19:30 Uhr) scheinen abgestimmt. Im Verspätungsfall kann man ja den Busfahrer bitten, den Kollegen über den Umsteigewunsch zu informieren (sofern es nicht eh' derselbe Bus ist, der weiter nach Calenzana fährt).

    Die einzige Gesamtschau über öffentliche Verkehrsmittel liefert ansonsten nach wie vor nur diese privat betriebene Seite: Corsicabus.org

    Erfahrungsgemäß ändert sich an den Fahrplanlagen der Eisenbahn nur wenig. Der Nachmittagszug kommt in jedem Fall zu spät, um den Linienbus nach Calenzana zu erreichen.


    Philipp

    ich war acht Mal auf Korsika und habe einmal eine wetterbedingte Verspätung erlebt (Sturm); einmal wurde der Abfahrtshafen von Bastia nach L‘Île-Rousse verlegt.

    Wir wurden rechtzeitig durch CF telefonisch (auf französisch) informiert. Ich vermute, dass sie bei Verständigungsproblemen vielleicht auf Englisch umgeswitcht hätten, weiß es aber nicht.

    Hallo Sabine


    Welchen Zeitraum decken Deine Erfahrungen mit CF ab bzw. wann war die letzte? Ist vielleicht in Zusammenhang mit diesem Unternehmen nicht ganz unwesentlich.

    Und der Europa Super Sparpreis mit dem TGV Frankfurt-Marseille ist günstiger als manche innerdeutsche Reise .....allerdings nur 2 Monate im voraus zu buchen. In Coronna Zeiten ein Problem. Und es kommt noch eine Übernachtung hinzu (Ankunft 21h15 /Fähre geht um 19h)

    Genau genommen kann man die Karten zumindest über die Kanäle der DB ab 3 Monate im Voraus kaufen. Der Sparpreis ist nicht befristet, steigt aber erfahrungsgemäß je näher man dem Reisedatum kommt.

    Übernachtung muss auch nicht sein. Mo-Fr reicht es, kurz vor 7 in Frankfurt (weitere Halte in Mannheim und Karlsruhe) loszufahren, um nach schlankem Umstieg in Straßburg gegen 15 Uhr in Marseille anzukommen.

    Unten ein Beispiel für eine Fahrt am 7.4.2022.


    Philipp

    Ich gehe davon aus, dass die Überfahrten als ausverkauft dargestellt werden, weil im Hintergrund schon wieder an den Umläufen gebastelt wird, die "ausverkauften" Fahrten also so nicht stattfinden werden, und wenn, dann "modifiziert". Man muss ja bloß genauer hinsehen, welche Überfahrten da ausverkauft sein sollen. Es sind augenscheinlich Fahrten, die sich gut mit anderen bündeln lassen.

    Es ist absolut unplausibel, dass eine Fähre in dieser Jahreszeit nicht einmal mehr Platz für einzelne unmotorisierte Passagiere hat.


    Philipp

    Hallo Sabine,


    bevor ich diesen aussichtslosen Versuch unternähme würde ich vielleicht in Erwägung ziehen, schon in Marseille auszusteigen und dort die Fähre nach Ile-Rousse zu nehmen. Die Gelingwahrscheinlichkeit ist da jedenfalls (noch) höher.


    Philipp

    Es handelt sich bei genauerer Sicht um einen zeitlich begrenzten Sonderfahrplan bis einschließlich 2.1.2022, der mit der "crise sanitaire" begründet wird. Danach gilt zum jetzigen Stand wieder der ursprüngliche Fahrplan (Fahrplanperiode 1. 11.2021-20.2.2022).


    Mir dünkt, hier wird die "crise sanitaire" als wohlfeiler Grund für Angebotskürzungen gebraucht. Andererseits: Wen juckt's?


    Philipp

    Also eigentlich finde ich es ja völlig egal, auf welchem Schiff, welcher Gesellschaft auch immer das damalige Unglück passiert ist. Es ist wohl passiert, fertig und das war tragisch. Punkt.


    Der Vollständigkeit halber sollten wir noch an die Moby Prince denken (seinerzeit hieß Moby Lines noch "Navarma"), die 1991 kurz vor Livorno von Olbia kommend mit einem Öltanker kollidierte und Feuer fing. Damals kamen 140 Menschen ums Leben.

    Welcher "Vollständigkeit" halber bitteschön?

    die Fähre Fred Scamaroni (SNCM) - die in den 70 er Jahren auf der Verbindung Frankreich-Corse eingesetzt war

    Also wenn es auf der Fred Scamaroni passierte, erübrigt sich hier jede weitere Diskussion. Wir reden dann von der SNCM, die dank der damaligen nationalen Kabotage-Regelungen das Monopol auf den Frankreich-Strecken hatte. Über San Remo kam Corsica Ferries mit seinen in Panama beheimateten Schiffen damals nicht hinaus