Beiträge von cinto

    Teemitrum :

    hallo Ernest,

    mir ist nicht so klar, was du mit dem Zitat ausdrücken willst. Falsche Zeitangabe oder Info zum Anbauwechsel? wie ich oben im link angegeben, habe ich aus "wikipedia.fr" zitiert. Kannst ja mal recherchieren wer nun Recht hat, Michelin oder Wikipedia.



    Grüße

    Helen

    salute,

    weitere interessante Infos z.B wie die "Castagniccia" bzw. der Kastanienanbau auf Korsika gefördert wurde findet man auch unter:

    https://fr.wikipedia.org/wiki/Farine_de_ch%C3%A2taigne_corse

    "Ab dem 12. Jahrhundert begann sich der Anbau von Kastanien zu entwickeln. Korsika, das zwischen 1077 und 1299 von Pisa regiert wurde, verfügt über toskanische landwirtschaftliche Techniken. Die Eroberung der Insel durch Genua ab dem 16. Jahrhundert gab der Kastanienzucht einen neuen Impuls, vor allem im Norden, im Pomonte oder Deçà des Monts.


    Die Bergbewohner dieser Region, die bis dahin vom Getreideanbau und der Viehzucht gelebt hatten, sollten eine Revolution in ihrem von den Genuesen auferlegten Agrarsystem erleben. Am 28. August 1548 unterzeichnete der Gouverneur eine Verordnung, die Eigentümer und Landwirte verpflichtet, "jedes Jahr vier Obstbäume, Feigen-, Oliven-, Maulbeer- und Kastanienbäume zu pflanzen, unter Strafe einer Geldstrafe von drei Pfund für jeden nicht gepflanzten Baum. ». In der Deçà des Monts, dem zukünftigen Castagniccia, verschwinden die Getreidekulturen rapide. "


    Das Kastanienmehl ist inzwischen auch durch eine Verordnung geschützt:


    Korsisches Kastanienmehl wird seit 2006 durch eine registrierte Ursprungsbezeichnung (AOC) und seit 2010 durch eine geschützte Ursprungsbezeichnung (PDO) auf Ebene der Europäischen Union3 geschützt. Um die Bezeichnung zu erhalten, muss das Mehl aus Kastanienhainen stammen, die "in Berg-, Mittel- oder Hochtalgebieten des kristallinen und alpinen Korsikas liegen, die durch schwierige Umweltbedingungen (Hang, Zugang) gekennzeichnet sind, in denen sich menschliche Gemeinschaften um den Kastanienbaum und die Produktion von Kastanienmehl organisiert haben".

    Von besonderer Bedeutung ist Kastanienmehl auch für Glutenallergiker: es enthält kein Gluten. Daher ists auch mit dem Backen etwas schwierig!


    Mein Tipp: vor dem Einritzen und Rösten lege ich die Kastanien in Wasser: die ohne Maden bleiben unter Wasser , die mit den Tierchen schwimmen oben.

    Übrigens find ich die Resonanz und das Interesse an der Kastieninfo inzwischen super!:)party:

    Grüße Helen

    guten Morgen,

    wieso eigentlich wird fast jeder Beitrag - thread von dem Dialektgeschwalle , das überhaupt nichts mit dem Thema oder Korsika zu tun hat, unterbrochen??? Könnt ihr dafür nicht ins Bistro oder einen Heimat Thread ausweichen.

    Grundsätzlich hab ich gar nichts gegen Dialekte, wenns zum Thema gehört, das muss doch nicht immer wieder ausufern.


    Helen

    Hallo an alle die auch mal gerne etwas anderes als den Wetterbericht mit Kommentaren etc. lesen möchten:

    Nachdem ich eigentlich wissen wollte, wie in diesem Jahr die Kastanienernte in Korsika ausfällt, könnte ja eine Schlechte sein und ihr alle habt dann kein Pietra mehr, habe ich gelesen, dass eine Aussage noch zu früh ist. Die Ernte beginnt im Oktober - Dezember.

    Viel Spaß beim Lesen.

    Grüße Helen

    PS. könnte Übersetzungsfehler beinhalten.

    Daher erst mal allgemeine Informationen rund um die korsische Kastanie - castagne - chataigne


    Die korsische Kastanie lebendige Tradition und sehr lebendige Branche:

    hier gefunden: https://location-gites-cap-cor…pip.php?article22&lang=fr

    Einige hier sprechen von einer Castagna (der Kastanie) als Frucht einer Zivilisation, Pasquale Paoli bekräftigte: "Solange wir Kastanien haben, werden wir Brot haben", eine Kleinregion Haut Corse heißt Castagniccia[1]..... Zweifellos hat der "Brotfruchtbaum", wie der Kastanienbaum meist genannt wird, längst einen beträchtlichen Platz im Leben der Korsen eingenommen.


    Ihre Anwesenheit auf der Insel geht auf die Zeit der letzten Quartärgletscher zurück (vor etwa 120.000 bis 10.000 Jahren). Dort entwickelte sich im Mittelalter eine Kultur, insbesondere für die Verwendung von Holz und erlebte unter dem autoritären Impuls von Genua vom 14. bis 17. Jahrhundert einen neuen Aufschwung. Die Kastanie wurde dann zum Grundnahrungsmittel der Bevölkerung und ihre Exporte waren weit fortgeschritten.

    Dieser Ausbreitung, wollte Frankreich, als sie Korsika besaßen(1768) beenden, Louis XV. sah in der Kastanie einen "unmoralischen" Baum, der "die Nahrung der Faulheit darstellt, weil seine Frucht alles ersetzt: er wird gepflückt, getrocknet, zerkleinert und zu Brot verarbeitet, ihre Pferde werden sogar damit gefüttert und das Land vernachlässigt"....[2].

    Bis Anfang des 20. Jahrhunderts blieb die Kastanie jedoch in Bezug auf Nahrung, Baustoff, Möbel und Gebrauchsgegenständen von Bedeutung.

    Der Erste Weltkrieg, die Land- und Inselflucht führten zur Aufgabe der traditionellen Waldnutzung. Für das Färben und den Handel mit Holz und Papier wurden dann viele Bäume gefällt, ohne dass eine Neubepflanzung durchgeführt wurde. Von 33.000 Hektar Kastanienwald am Ende des 19. Jahrhunderts stieg er 1936 auf 19.000 Hektar..... Der anhaltende demografische Rückgang und der Verzicht auf den Holzeinschlag für die Industrie ermöglichen eine Erholung der Wälder.

    Ab den 1970er Jahren begann sich der Kastanienanbau zu erholen. Heute werden von einem Potenzial von 30.000 Hektar 2000 Hektar von 80 Bauern geerntet und gepflegt, um 150 Tonnen korsisches Kastanienmehl (mehr als 50% in Bio) in 35 Mühlen in Betrieb zu produzieren[3]. Seit 2006 garantiert das AOC-Label Korsisches Kastanienmehl - Farina castagnina corsa hat ein einzigartiges Know-how, sowohl hinsichtlich der Herkunft der Frucht ( geografisches Gebiet) sowie durch geeignete Sorten in den Anbaugebieten (etwa vierzig wurden aufgeführt), den typischen und sehr charakteristischen Geschmack.


    Und dieser Geschmack findet sich in der korsischen Gastronomie durch viele Rezepte und verarbeitete Produkte (Cremes, Marmeladen, Maronen, Glacés, Kekse, Kuchen, Foie Gras, Alkohol, Bier, etc.). Nachfolgend finden Sie einige Seiten, die Ihnen die Kastanie in den Mund legen werden! Aber das Ideal ist, es vor Ort zu probieren. Luri gehört, wie viele Gemeinden im Cap Corse, zum Gebiet der Castanéicole. Ab Mitte Oktober müssen Sie nur noch einen Korb mitbringen und ein wenig spazieren gehen (ein paar Kastanienbäume markieren den Parkplatz des Maisons de Poghju....), um einige sehr schöne und zahlreiche Früchte zu sammeln. Sie sind auch in den örtlichen Geschäften zu finden und können "mit allen Arten von Soßen" in Restaurants gegessen werden. Das Wesentliche, die Pulenta! Ich wünsche dir eine gute Mahlzeit!



    Salute,

    das hört sich ja gut an! Vielen Dank für deine Rückmeldung und wie waren die Übernachtungen? Nun habt ihr noch die Auswahl zwischen den anderen MaM's und den Mare e Montis, da empfehle ich aber den Mai, wenn alles blüht.

    z.B. Mare e Monti von Calenzana bis Marignana, von dort auf die Variante des Mare à Mare Nord, dann könnt ihr das südliche Teilstück davon auch erkunden!


    à bientot

    Helen

    salute Christoph,


    in Korsika hat man nie einen Tag zu viel:)party:! Vor allem beim Wandern kann immer mal was dazwischen kommen z.B. das Wetter! Lieber mit etwas Luft im Verlauf als Stress wenns knapp wird.

    Keine Bange, da ist nirgends etwas ausgesetzt oder schmal mit Abgrund. Das täuscht etwas auf dem Bild, der Weg ist gut 1,5 m breit. An der Radule würde ich nicht übernachten, alles ziemlich primitiv. Das "Hotel" am Col de Verghio oder Camping sind jetzt zwar landschaftlich auch nicht das highlight aber die Unterkunft ist ok und man kann dort auch essen. Am nächsten Tag geht's ja gleich in den Wald den herrlichen Foret de Aitone...

    Habt ihr ein Zelt dabei und wie wolltet ihr euch verpflegen?

    Übrigens wird euch ziemlich sicher der Korsikavirus (-begeisterung) erwischen und ihr wollt dann die anderen Mare à Mares auch angehen. Und dann das Teilstück im Süden nachholen und dann könntet ihr einfach von Guagno - Marignana- nach Norden den "Mare e Monti" nord! anschließen. Aber dafür empfehle ich das blühende Frühjahr - Mai !


    Grüße

    Helen

    hallo Michael,

    z.B. könnt ihr von Porto nach Norden auf der D 81 fahren bis zum

    -Col de la croix und von dort nach Girolata wandern oder

    - durch die Spelunca Schlucht nach Evisa oder

    -zum Lac de Creno und Monte Sant Elisio

    - Bocca di Cuccavera


    von Propriano aus:

    -auf der D 50 nach Giannucio aus auf den L'uomo die Cagna, also bis zum Fuß der Felsen, Felsentor

    -rundwanderung an der Küste bei Campomoro

    -vom Col de St.Eustache aus auf den Monte San Petru

    -wenn ihr die Anfahrt nicht scheut, auf die Vacca Morta

    -auch im Cuscionu Gebiet gibts noch etliche Wanderung


    alle diese Wanderungen haben keine Wege mit Abgründen oder Angstauslösern:bergheil:

    Grüße

    Helen

    Hallo Christoph,

    highlights würde ich an der Nordroute den Weg ab Corte - Segahütte und Bocca Arinella (Panorama Cintokette) und erstes Drittel im Abstieg. Der Weg nach Albertacce leider etwas fad. Aber der Weg von Albertacce - Col de Vergio - Evisa führt nicht nicht an der D 84 sondern mehr am Golofluß entlang , im Wald.(was hast du für eine Karte? Schau mal auf die IGN 1:25000)https://www.geoportail.gouv.fr/carte Also die Straße ist weit weg An der Bergerie Radule könnt ihr einen Abstecher zu den Cascaden machen und auf dem Weiterweg zum Col de Verghio kurz nach der Bergerie Radule gleich rechts hoch (nicht zum Fèr á Cheval) dann kommt ihr noch an den "Ancien Lac et pozzinies de Catamalzi-Verghiu" vorbei, falls sie im September nicht ausgetrocknet sind. Der Weiterweg vom Col de Verghiu nach Evisa führt durch den Wald von Aitone und an den sehr schönen Cascaden entlang.


    Schwierig zu sagen, ob die Süd- oder die Nordroute mehr durch Wald verläuft. Das Teilstück zwischen Sermano -Poggio di Venaco- Vivario findet ich persönlich nicht so besonders. Das anschließende Vivario bis zur Onda-Hütte ist sehr schön, aber dann Richtung Patricciola usw. Natur pur aber weniger spektakulär wie die Nordroute.

    viele Grüße

    Helen

    Tavignano Tal:


    Hallo,

    beide Wege sind schön und abwechslungsreich, aber der südliche ist wie du schon vermutest weniger begangen. Da ihr zum ersten Mal in Korsika seid, würde ich euch die klassische Nordroute empfehlen, da sie durch viele highlights der Insel führt. Von Sermano nach Corte ist relativ unspektakulär und ein wenig fad, durch die Ebene nach Corte. Aber an der D 84 ? führt er nicht vorbei : http://wandern-auf-korsika.de/…kstage/mare_a_mare_nord-4

    Aber dann könnt ihr gleich Corte erleben und entdecken. Weiter durchs Tavignanotal bis zur Segahütte, herrlich und dann auch der Übergang ins Niolu mit dem Cinto und der ganzen Bergkette. Auch der Weiterweg bis dann letztlich Cargese sorgt immer wieder für echt wilde Natur und korsische Entdeckungen. Es empfliehlt sich aber eine Voranmeldung bei den Refuges, da die Auslastung unterschiedlich ist und schon mal größere Wandergruppen alles besetzen, oder der Wirt nur aufsperrt wenn eine Anmeldung da ist z.B. in Penti.

    Gutes Wetter und viel Spaß

    Helen

    tropicacorse :

    wie Thomas schon geschrieben hat, da hat eure Verwaltung irgendwas nicht kapiert. Tropica gehört zur selben Gemeinde Linguizzetta wie wir in Bravone und da gibts deine beschriebene Regelung nicht für die gelbe Tonne. Der gesamte Plastikkram, Blechdosen, Saftkartons, Plastikumverpackung von Käse, Wurst, Fleisch, Kuchen alles kommt in die gelbe Tonne.

    Papier in die blaue Tonne und größe Kartons (z.b.Möbelverpackung) extra,

    in die schwarze: Restmüll.

    grün: Glas

    Aber es gibt unglaublich viele Ignoranten, die einfach ihren Müll neben die Tonnen werfen. Auch Analphabeten, die noch nicht mal Abbildungen interpretieren können. Passiert seltsamerweise aber fast nur in der Zeit wenn Touristen da sind.

    Das sorgt immer wieder für großen Ärger.

    Grüße

    Helen

    meine Vorschläge:

    nur noch antiquarisch erhältlich:

    -Felix von Cube "Bergsteiger, Naturforscher, Arzt" der bergsteigerische Korsika Pionier schlechthin. 17 Erstbesteigungen zur Zeit der Jahrhundertwende. Alpine Klassiker

    -Ferdinand Gregorovius "Korsika" HIstorische Skizzen und Wanderungen im Jahr 1852

    -Felix Karlinger "Märchentage auf Korsika" Diederichs Kabinett, Geschichten und Wandereindrücke

    und auf französisch: Robert Colonaa d'Istria: "Ils sont fous ces Corses!"

    - Marc Biancarelli "Murtoriu" Roman


    viel Spaß beim Lesen

    Helen