Beiträge von Fren

    Als ich mal ein kleiner Junge war, hab ich oft mit so ner elektrischen Rennbahn gespielt. Als zehnjähriger Erfinder kam mir mal folgende Idee: Jede Autobahn hat pro Fahrspur einen eingelassenen Stromführer (eben wie bei der Autorennbahn oder wie sie die Straßenbahn auf dem Dach hat). Auf dem Standstreifen ist ebenfalls so was eingelassen, aber die ist nur zum beschleunigen gedacht. Na jedenfalls klinkt sich ein Auto bei der Autobahnauffahrt in diese Stromtrasse ein, beschleunigt und wird automatisch in die Kolonne eingefädelt. Dort fahren dann ALLE Fahrzeuge per Strom in gleicher Geschwindigkeit, die gerne bei 200 km/h und mehr liegen darf, weil ja alle gleich schnell sind. Das ist effektive E-Mobility ganz ohne Akku!


    Zurück zur Realität: Die PS-Aufrüstung der letzten Jahre bemerkt man ja vor allem an Beschleunigungswerten, und das wird mit E-Fahrzeugen ja gerade exorbitant schlimmer! Denn dort liegt das maximale Drehmoment praktisch vom Stand an, während bei Verbrennungsmotoren der optimale Bereich erst bei hohen Drehzahlen erreicht wird.


    Ansonsten glaube ich, dass man sich beim fahren viel zu sehr von einem unterstellten Fehlverhalten anderer Teilnehmer aufregen lässt. Genanntes Beispiel Überholvorgang: Ich fahre 130, schaue ob was kommt, beschleunige auf 150 und fahre an der Kolonne vorbei. Beim fünften LkW kommt einer, der sich für 180 entschieden hat von hinten an. Mach ich mir jetzt Gedanken über den? Warum, weshalb, wieso der was anderes macht als ich? Mach ich mir jetzt Gedanken wie schlimm doch der Verkehr ist usw.? Nöö! Ich kenn den nicht, weis nicht wohin er will und warum und es interessiert mich auch nicht. Nach dem Überholen wieder nach rechts und gut ist.


    Wenn sich die Leute nicht immer so aufregen würden, nur weil jemand was anderes macht als man selber, wäre das Leben viel entspannter!

    Nicht, dass das jetzt so rüber kommt, dass ich nicht auch etwas gegen die Klimaveränderung tun möchte. Aber ich frage mich schon länger warum alle nur auf den PKWs rumhacken? Bei LKWs, Kleintransportern und auch der riesigen Wohnmobilbranche gibt es außer Diesel mit AdBlue praktisch noch keine Ansätze für alternative Antriebe.

    Weil der grüne getarnte Zeitgeist als strategisches Fernziel die Beschneidung der persönlichen Freiheit hat. Das geht am besten, wenn man Dinge verbietet, die alle betreffen, Autos eben. Kreuzfahrtschiffe dagegen sind nur für wenige von Bedeutung, diese zu verbieten lohnt nicht.


    Und 130 kann jeder jetzt schon freiwillig fahren, mach ich ja auch in den allermeisten Fällen. Wenn sich aber jemand für 150 oder 110 entscheidet; oder der eine alle zwei Stunden Ladepause machen möchte, der nächste aber lieber acht Stunden durchfährt um ans Ziel zu kommen - jedem seine Sache, ich will mir das von niemanden vorschreiben lassen sondern entscheide selber.


    Von daher beführworte ich den fairen Technologie-Wettbewerb ohne Subventionen für die eine oder Ablasshandel für die andere Lösung!

    Ich habe ja so eine Bootsfahrt vor ein paar Jahren mal mitgemacht. Es war eines von den größeren Kuttern, die jetzt nicht in jede Felsausbuchtung reinfahren konnten.

    Heißt das jetzt, das war damals schon "illegal" zwischen den Klippen rumzuschippern?


    Ansonsten ist doch die ganze Halbinsel westlich vom Wanderweg Mare e Monti eine Schutzzone und seit Jahren praktisch menschenleer (bis auf eben die Küste). Das ist doch schon mal was.


    PS: Die Bootsfahrt zum Capo Rosso fand ich übrigens noch beeindruckender.

    Die Orientierung läuft bei mir ausschließlich über die gedruckten IGN Karten 1:25.000 und aufmerksamer Geländebeobachtung.

    Insbesondere ein vorgefertigter GPX-Track verdirbt mir nämlich den ganzen Spass am Routenfinden ;)

    Ein GPS-Gerät hab ich maximal zur Routenaufzeichnung dabei um mich bei dichtem Nebel auch wieder zurückzufinden.

    Da auch ich jahrelang alleine auf beinahe jeden 2000er gewandert bin stand ich mal vor denselben Fragen wie du.

    Mein Rat: Wenn irgend möglich mit dem Auto anreisen. Ist einfach entspannter und auf der Hinreise kann man schon mal in den Alpen anhalten.

    zu 1.) Ich würde es eher als "abwartend reserviert" bezeichnen. Es gibt aber wie immer Ausnahmen in beide Richtungen.

    zu 2.) Da auch ich jahrelang alleine auf beinahe jeden 2000er gewandert bin stand ich mal vor denselben Fragen wie du.

    Mein Rat: Wenn irgend möglich mit dem Auto anreisen. Ist einfach entspannter und auf der Hinreise kann man schon mal in den Alpen anhalten.

    zu 3.) Es wird von Solotouren abgeraten weil auf manchen Touren tagelang keine Hilfe vorbeikommen wird im Unglücksfall.

    Das betrifft nun nicht gerade Modetouren wie Monte Cinto oder die üblichen Verdächtigen die im Rother drinstehen,

    aber solche wie die benachbarte Punta Minuta oder Berge ähnlichen Kalibers.

    Der Umgang mit Waffen und schrotflinten ist auf der Insel doch... alltäglicher, als es bei uns jemals sein könnte.

    Dazu eine kleine Anektode. Als ich in Alberatacce mal am Abend durchs Dorf spaziere kommt ein alter Pickup auf den Platz vor der Kirche gefahren. Sofort bildet sich eine Menschentraube, die Heckklappe geht auf und zum Vorschein kommen jede Menge Flinten und Gewehre verschiedenster Kaliber. Die werden sofort und wild durcheinander mit viel Eifer und aufgeregtem Erzählen von Jung und Alt ausprobiert, dass einem himmelangst wurde. Was bei uns der berühmte Staubsaugervertreter ist, war dort wahrscheinlich ein mobiler Waffenhändler.

    Vor vielen vielen Jahren, als Ostern auch mal so spät war wie dieses Jahr, war ich auch mit Freunden Ende April auf der Insel, allerdings mit Flugzeug und auf dem Mare e Monti Nord unterwegs. Mit Baden war da leider nix, weder im Meer (auch wegen Wellen) noch in den Flüssen, aber zum Wandern war es ideal. Beim Camping in Evisa sind wir übrigens eingeschneit, sodass wir uns nicht über die Berge zum Golo-Stausee getraut haben. Die Campingplätze in z.B. Porto oder Calvi hatten aber schon auf.

    Unser Fazit damals: Wenn schon die lange Reise ans Mittelmeer dann frühestens im Mai. Die nächsten Jahre ging es immer über Himmelfahrt und Pfingsten dahin, inzwischen leider auch nur in den Sommerferien möglich. Für zeitige Osterferien haben wir uns dann immer fürs Skifahren in den Alpen entschieden, bei einem späten Osterfest dann für Frühling am Garda- oder Comer See.

    Ich kann mich an die große Aufräumaktion im Niolu erinnern, das muss so um 2011 rum gewesen sein (?) Da hat man alle Wracks aus diesem Hochtal zusammengesucht und an der Auffahrt zur Staumauer zwischengelagert. Da waren tolle Klassiker dabei: Der an einer Klippe hängende 50er-Jahre Pickup bei Corscia, der tolle Doppelachser-Lkw am Straßenrand von Calasima oder der zerschossene und auf dem Kopf stehende Lieferwagen an der Auffahrt zur Bocca a Croce... Hach, soviele schöne Fotomotive...

    Meiner Meinung nach: Algajola. Viele Strände in Auto-/Zugweite, wer auf Städtchen steht kann nach Calvi, wer kleine Dörfer mag erkundet die Balagne und für die Bergfreunde gehts in den Wald von Bonifatu. Auf dem Weg von und nach Bastia zur Fähre kann man ja zweimal in St. Florent anhalten und sich dort ausführlich umschauen.

    Vielen lieben Dank für die Karten!

    Ich habe gleich das Wochenende mit einem ausführlichem Studium der noch unbekannten Blätter verbracht.

    Im strandnahen Süden war ich noch nicht nicht so oft, da gibt es noch viel zu entdecken!

    Und auch die Klassiker (Cinto, Bonifatu, Calvi) sind überaus nützlich.

    Meine sind mittlerweile durch starke Nutzung beim Berwandern total zerfleddert und übersäht mit meinen eingetragenen Routen.

    Viele Grüße,
    Swen

    Vielen Danke für eure ersten Beiträge!


    Dieses eigenartige Gefühl, von dem Margarete schreibt, habe ich gerade auch. War im Oktober für über drei Wochen in Nepal und bin dort über etliche 5000er-Pässe und auf etliche 5000er-Hügel gekrabbelt - ein ungeheuer intensives Erlebnis! Einerseits weil man inmitten von berühmten 8000ern steht, andererseits, weil das Leben und die Menschen dort so fundamental anders ist als in unserem vergleichsweise geregelten und gesicherten Europa. Auf der Insel dagegen ist die reizvolle Landschaft sicherlich eine andere und viel schönere als die zuhause, aber das Leben funktioniert da in den bekannten und verläßlichen Bahnen. In dieser Richtung sind da keine neuen EIndrücke zu erwarten - wohl gemerkt im Vergleich zur Dritten Welt.


    PS: Das mit den Gewissensbissen war eher augenzwinkernd gemeint. Sobald man am Ziel ist - egal wo - ist die Urlaubsstimmung da und der Alltag vergessen. Die Gedanken gibts nur in der Vorbereitungsphase zuhause. Meine persönliche Lösung für das "Dilemma" lautet übrigens so ungefähr: Gehaltsverzicht und dafür mehr Freizeit ;)