Beiträge von Fren

    Ich kann mich an die große Aufräumaktion im Niolu erinnern, das muss so um 2011 rum gewesen sein (?) Da hat man alle Wracks aus diesem Hochtal zusammengesucht und an der Auffahrt zur Staumauer zwischengelagert. Da waren tolle Klassiker dabei: Der an einer Klippe hängende 50er-Jahre Pickup bei Corscia, der tolle Doppelachser-Lkw am Straßenrand von Calasima oder der zerschossene und auf dem Kopf stehende Lieferwagen an der Auffahrt zur Bocca a Croce... Hach, soviele schöne Fotomotive...

    Meiner Meinung nach: Algajola. Viele Strände in Auto-/Zugweite, wer auf Städtchen steht kann nach Calvi, wer kleine Dörfer mag erkundet die Balagne und für die Bergfreunde gehts in den Wald von Bonifatu. Auf dem Weg von und nach Bastia zur Fähre kann man ja zweimal in St. Florent anhalten und sich dort ausführlich umschauen.

    Vielen lieben Dank für die Karten!

    Ich habe gleich das Wochenende mit einem ausführlichem Studium der noch unbekannten Blätter verbracht.

    Im strandnahen Süden war ich noch nicht nicht so oft, da gibt es noch viel zu entdecken!

    Und auch die Klassiker (Cinto, Bonifatu, Calvi) sind überaus nützlich.

    Meine sind mittlerweile durch starke Nutzung beim Berwandern total zerfleddert und übersäht mit meinen eingetragenen Routen.

    Viele Grüße,
    Swen

    Vielen Danke für eure ersten Beiträge!


    Dieses eigenartige Gefühl, von dem Margarete schreibt, habe ich gerade auch. War im Oktober für über drei Wochen in Nepal und bin dort über etliche 5000er-Pässe und auf etliche 5000er-Hügel gekrabbelt - ein ungeheuer intensives Erlebnis! Einerseits weil man inmitten von berühmten 8000ern steht, andererseits, weil das Leben und die Menschen dort so fundamental anders ist als in unserem vergleichsweise geregelten und gesicherten Europa. Auf der Insel dagegen ist die reizvolle Landschaft sicherlich eine andere und viel schönere als die zuhause, aber das Leben funktioniert da in den bekannten und verläßlichen Bahnen. In dieser Richtung sind da keine neuen EIndrücke zu erwarten - wohl gemerkt im Vergleich zur Dritten Welt.


    PS: Das mit den Gewissensbissen war eher augenzwinkernd gemeint. Sobald man am Ziel ist - egal wo - ist die Urlaubsstimmung da und der Alltag vergessen. Die Gedanken gibts nur in der Vorbereitungsphase zuhause. Meine persönliche Lösung für das "Dilemma" lautet übrigens so ungefähr: Gehaltsverzicht und dafür mehr Freizeit ;)

    Winterzeit ist Planungszeit!


    Und natürlich ist Korsika auch 2019 wieder mit dabei.


    Doch inzwischen ertappe ich mich bei ganz ganz bösen Gedanken: Wie ist denn die Welt so da draußen? Sollte man auch mal woanders hinfahren?

    Konkret: Wie wäre es auf Sardinien, Elba, Kreta oder Kroatien? Wie würde man sich dort nach 15 Jahren Korsika fühlen?


    Nicht falsch verstehen, auf der Insel fühle ich mich pudelwohl. Bin ja der Bergfreund und durch die einsamen Landschaften fernab vom GR20 zu streifen und sich danach in einer Bucht zu sonnen ist die pure Erholung. Trotzdem ist die Welt da draußen groß und schön und auch woanders gibt es sicherlich viel zu entdecken. Wie ist das bei euch: Korsika und sonst gar nix? Oder nur ab und zu mal? Schaut ihr auch mal über den Tellerrand ohne Gewissensbisse?


    (Ich mach es inzwischen so, dass die Auto-Anreise auf mehrere Tage ausgedehnt wird. Da kann man hin und rückzus irgendwo in den Alpen zwischenlanden. So hab ich inzwischen den ganzen Alpenbogen von Nizza über Zermatt bis zu den Dolomiten kennengelernt.)


    Wäre neugierig auf eure Erfahrungen bezüglich anderer Ziele, insbesondere im Mittelmeeraum.


    Viele Grüße,

    Swen

    Sehr sozialistisch angehaucht, die Forderungen. Und damit wohl genau das, was sich die Franzosen mal vom Macron erhofft hatten.

    (Ich konnte nur das mit den hohen Spritpreisen im Sommer beobachten. Zum ersten Mal war das tanken in Italien teurer als auf Korsika.)

    Vielen Dank Martin für deine Mühe,

    da merkt man mal, dass man trotz einem Dutzend Jahre Korsika-Reisen nur einen Bruchteil der Plätze kennt!


    Mal etwas Off-Topic: Dieser "Abriss der Geschichte früheren Foren" klingt recht interessant,

    aber beim Klick darauf kommt "keine Zugriffsberechtigung". Was hat´s denn damit auf sich?


    Viele Grüße,

    Swen


    PS: und da du auch ein Elba-Projekt am Start hast: Lohnt es sich, auch auf dieser Insel mal vorbeizuschauen, wenn man Korsika-Fan ist (in ein, zwei Sätzen ;) )

    Hallo Teemitrum, ich kann deine Post grad nicht deuten,

    weil das geschriebe Wort nicht transportiert wie es gemeint ist.

    Findest du das jetzt gut oder schlecht mit dem "Geheimtipp"?

    Viele Grüße,
    Swen

    Bin spät dran mit Tipps und weiß auch nicht, ob das im Rother drin ist,

    aber wer in Solenzara Station macht sollte unbedingt nach Sari-Solenzara hochfahren und zum Monte Santu hochwandern.

    Strecke ist markiert und ausgeschildert und dauert hochzus nicht ganz eine dreiviertel Stunde.

    Der Lohn ist ein Prachtblick ins gesamte Bavella-Massiv, was so annähernd mühelos nirgendwo anders geboten wird.

    (Im Bild links unten ein Kloster, zu dem auch abgestiegen werden kann, hab ich aber selbst noch nicht probiert.)

    Es kommt mir irgendwie so vor, als ob Thomas seine etwas unentspannt wirkende Sichtweise bestätigt bekommen möchte... sorry.

    Ich glaub du interpretierst in das Verhalten viel zu viel hinein, weil du davon ausgehst, andere Leute verhalten sich genauso wie du selbst es auch tun würdest.


    Selbst wenn es zu kniffligen Situationen kommt, wo die anderen Beteiligten nicht so reagieren wie man selbst es erwartet,

    hab ich das nach ner Viertelstunde abgehakt. Und im Urlaub erst recht.

    Da erfreu ich mich doch lieber an der Aussicht bei der nächsten Straßenkurve und genieß entspannt den Tag.

    Aber ich reg mich nicht noch Tage später darüber auf und verbing die Freizeit mit Grübeleien...


    Viele Grüße,

    Swen


    PS: Nach meiner Erfahrung gilt: Je südlicher in Europa, desto weniger "Streng nach Vorschrift" und umso mehr "Schaun wir mal, wie sichs entwickelt".

    Gilt nicht nur für den Straßenverkehr sondern fürs ganze Leben an sich. Wer das verwechselt eckt immer an.

    Da möchte ich ein kleines Erlebnis vom August beisteuern, was ich nicht so recht einordnen kann, weil ich das so nicht kenne.

    Nach einer herrlich ruhigen Nacht in der Bergerie Tova (bei Solaro) steige ich am nächsten Morgen in aller Frühe zur Bocca d'Asinao an.

    Auf dem Weg dort hin treffe ich nach einer Stunde Wanderung ein korsisches Paar, deren Auto-Ankunft an der Bergerie ich wohl verschlafen haben muss.

    Wie man das so macht, mit freundlichen Worten und Lächeln versuche ich ein Gespräch anzufangen.

    Sonst ist es da ja echt einsam und man trifft keine Menschenseele.

    Der Mann ist aber eher mürrisch drauf, und die Frau macht mir auf französisch klar, dass sie das übliche "Touri-BlaBla" (Zitat von ihr mit abwertender Gestik)

    ("wo kommst du her, wo willst du hin usw.") überhaupt nicht mag. Nun gut, da zieh ich eben höflich vorbei.


    Später dann muss man zu einem kleinen Bach hinunterqueren. Diese Stelle verpass ich aber und steige stattdessen weglos den falschen Hang hinauf.

    Da pfeift es aus der Ferne. Der Mann hat meinen Fehler bemerkt und winkt in die richtige Richtung. Sehr schön, danke!

    Als ich wieder zurück am Pfad bin treffen wir uns wieder. Ich bedanke mich kurz und fange extra nicht wieder ein Gespräch an,

    sondern ziehe von dannen. Normalerweise, in den Alpen meinetwegen, wäre diese Situation Ausgangspunkt für eine Rast und eine zwanglose Plauderei.

    Die beiden wollten aber ihre Ruhe haben... Da wusste ich echt nicht, wie man sich richtig verhält...


    Auf dem Rückweg Stunden später ungefähr an gleicher Stelle, hab ich dann übrigens drei Forstbeamte getroffen.

    Die haben dort nach eigenem Bekunden Bäume untersucht, ausgemessen und fotografiert.

    Die haben sich gewundert, dass in dem abgelegenen Tal jemand rumkriecht

    und dass in der Bergerie sogar mal jemand übernachtet. Ein sehr angenehmes Gespräch.

    Als ich denen sagte, dass ich vom Monte Malo komme, der mit einem 4km langen Grat mit dem Incudine verbunden ist,

    haben die nur gestaunt und haben die Daumen-hoch-Geste gezeigt...

    Später auf dem Fahrweg nach Solaro haben die mich mit ihren Geländefahrzeugen überholt

    und noch mal freundschaftlich gehupt. So verschieden sind die Leute.


    Viele Grüße,

    Swen

    Ich kram das Thema noch mal hervor, weil ich im August in Calvi war.

    Beide Parkplätze, der Dreckplatz am Kreisverkehr und der etwas kleinere an der Tankstelle, sind beschrankt und kosten, und zwar nicht zu knapp.

    Je nach Anzahl der Stunden ändert sich der Preis. Ich hab mir nur gemerkt: 10,50 € für 7 Stunden...

    Es ist noch nicht allzu lange her, da konnte man auf den Platz einfach so drauf.

    (Ich finds ja ganz schön happig, weil es ja auch nur ein staubiger Dreckplatz mitten in der Stadt ist.

    siehe Thema "Weniger Touristen auf der Insel" bzw. die dort vermuteten Gründe.)


    Inzwischen ist auch der Parkplatz vom Super-U gegenüber beschrankt.

    Zum Einkaufen Ticket ziehen und nicht länger als zwei Stunden shoppen, sonst kostets auch da.

    Klar dass bei den Preisen die Touristen sonst dahin ausgewichen wären...

    So unrealistisch wird das nicht sein.

    Ich bin Anfang August mit der Fähre von Livorno nach Bastia gefahren. Planmäßige Ankunfstzeit war 23:30.

    Da frage ich mich, was sollen die ganzen Wohnmobile denn machen, nachdem sie von Bord gerollt sind?

    Auch die Ferienwohnungs-Nutzer werden kaum um Mitternacht in ihre Bude können...?

    Ich bin auch der meinung, dass sich Wanderer und Offroader nicht kreuzen sollen.

    Ich hab da bis jetzt ausnahmslos gute Erfahrungen gemacht.

    Einmal bei besagter Bergerie Tova hat mich ein Einheimischer auf seiner Pickup-Ladefläche mitfahren lassen.

    Älter als 15 waren Fahrer und Beifahrer nicht. Ich sass da nun hinten zusammen mit drei Ziegen - schönes Erlebnis!


    Im Gegenzug hab ich mal beim Abstieg vom Cinto ein Pärchen mit runtergefahren, die sich dort völlig verausgabt hatten.

    Vermutlich hatten die den Anstieg total unterschätzt. Damals war ich noch mit der "Krönung der ostdeutschen Automobilbaukunst",

    einem 1.3er Wartburg, dort unterwegs. Mit dem hatte ich damals auch den Saleccia-Strand besucht.

    Erst am Strand von Porto, an dem damals die Bäumchen noch nicht standen und der noch befahrbar war,

    hab ich dann meinen Auspuff eingebüßt...


    (Das zählt nun aber alles zugegeben nicht als "offroad", sondern als "unbefestigte Piste".)


    Viele Grüße,

    Swen