Beiträge von Fren

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    Ja das waren noch Zeiten, als man auf dem riesigen Dreckplatz gegenüber vom Super-U noch kostenlos parken konnte. Nur kurz über die Gleise und man war am Strand...

    Auf dem Parkplatz dort zwischen Friedhof und dem alten Fort steh ich auch immer. Zuletzt konnte man unter dem rostigen Eingangstor am Fort unten durchkriechen und sich bis hoch arbeiten. Ganz oben - fragt mich nicht warum - liegen ein paar Flügel von Windrädern herum und allerlei anderer Unrat. Die Aussicht aus ganz ungewohnter Perspektive auf die Bucht, den Hafen und die Festung ist herrlich.

    Die Begehung hab ich noch nie in Angriff genommen, kenne das also nur aus Beschreibungen der einschlägigen Bücher. Findet man denn da überhaupt den richtigen Weg wenn es keine großartigen Begehungsspuren mehr gibt? Die weiß-roten Zeichen sind da ja sicherlich grau übermalt. Ungefähr so wie auf der Gratroute oberhalb Haut Asco. Also wird man die vermutlich finden. Aber für Otto-Normal-GR20-Wanderer wird das ohne die Hilfsmittel bestimmt unangenehm.


    Davon abgesehen finde ich die jetzige Route am Cinto vorbei natürlich großartig. Früher war das ja mal ein Geheimtipp. Man was war ich vor Jahren stolz, zum ersten Mal dieses Tal hochgegangen zu sein. Es liegt ja frühs lange im Schatten, da fand ich das recht angenehm.


    Mein Plan war für nächstes Jahr die Runde über die Punta Minuta mit Übernachtung in der Tighiettu-Hütte und rückzus über den Kessel.

    Das 2. Bild "Col di Serra Pianella.jpg" zeigt mutmaßlich den Capu Biancu im Hintergrund, richtig?

    So schaut's da aus der Nähe aus:



    Grüße, Martin

    Da wir ja jetzt in dem Thema zwischendurch auf der Südseite gelandet sind, das ist doch der kleine See... wie heißt der noch gleich... Lac de Ghiarghie Rosse? Da hab ich noch ein schönes Bild vom etwas höher gelegenen Lac Maggiore - irgendwie mein Lieblingssee auf der Insel. Also wer die Cabane mal als Unterkunft nutzt: Am nächsten Tag weiteraufsteigen und dann rechts - es lohnt sich für Bergfreunde!

    Nun es gibt in den Bergen verstreut einige ehemalige Bergerien, die von der Parkverwaltung offen gehalten werden und noch einigermaßen bewohnbar sind. Da hast du genau das: Völlige Einsamkeit, keine Verpflegung, nur ne Quelle in der Nähe. Der Anmarsch dauert meist mindestens zwei Stunden, da wird der tägliche Verpflegungsnachschub anstrengend. Ein Beispiel wäre die Bergerie de Pozzi im Restonica-Tal oder im Val´d Ese die Hütte am Sattel Foce d´Astra bzw. du Vizziluga. Letztere sogar mit Solarlampe ausgestattet.


    Nun wüsste ich aber nicht, was man dort wochenlang tun soll... Die sind gut geeignet, wenn man eine anstrengende Bergtour etwas abkürzen möchte und am Vortag schon ein gutes Stück vom Anstieg schaffen will. Mehr als eine Nacht wöllte ich da aber nicht verbringen. Der Komfort ist meist gleich Null. Auch wird da rechts sorglos mit Abfällen und Müll umgegangen, d.h. man muss mit Bauschutt im Gelände rechnen. Das ist weder von der Ausstattung noch von der Machart mit Almhütten zu vergleichen.


    Als Bildbeispiel mal die Bergerie de Codupratu am Osthang des Monte Cardo oberhalb von Venaco in rund 1650m Höhe gelegen. Ich hab da mal neben den hartgewordenen Zementsäcken auf dem Bild genächtigt. Es war aber ein erholsamer Nachmittag/Abend da oben. Hab erst mal bischen aufgeräumt, die Mauern zum Schutz vor Kühen wieder aufgeschichtet, die Wasserleitung zum Bach instandgesetzt und auch eine kleine Dusche gebaut. Wer da mal zufällig dahinkommt kann ja mal nachschauen ob die noch funktioniert.


    Viele Grüße

    Swen

    Hallo Giacchetto, leider kann ich dir zum aktuellen Zustand nicht weiterhelfen. Die beschriebene Tour ist von 2009. Da war ich noch jung und frisch und konnte gleich am nächsten Tag noch so eine Klotztour unternehmen ;) Probleme mit Erlen gabs da jedenfalls überhaupt gar keine. Auch bei der Kammtour von Süden über die Bergerie Galghello paar Jahre später war immer noch alles frei. Überhaupt ist der Kamm eine schöne Höhenwanderung - wenn man denn einmal oben ist.

    Vor dem Aufbruch schau ich mir immer die Luftaufnahmen von IGN zwecks Umgehung von Gestrüpp an: https://www.geoportail.gouv.fr/donnees/carte-ign

    Die sind meines Wissens die aktuellsten. Manchmal nehme ich davon auch Ausdrucke mit, mit unter sehr hilfreich!

    Viele Grüße, Swen.

    Ja, das stimmt, das wäre eine Etappe der etwas längeren Sorte. Es sind knapp vier Stunden bis Albertacce und noch mal knapp vier bis zum Castel die Vergio. Aber alles unschwierig und eher Streckenwanderung. Nur der frühmorgendliche Anstieg von der Sega-Hütte zur Bocca ist etwas anstrengender. Wenn man merkt, kräfte- und zeitmäßig wird das nichts mehr bzw. so ein Bad im Golo ist auch was schönes, kann auf einem Zeltplatz in Calacuccia bleiben und die Etappe teilen. Dann wäre am nächsten Tag noch Zeit für die Cascade Radule und das Viru-Tal. Das käme aber auf den Zeitplan vom Threadstarter an.

    Also GPS hatte ich nicht dabei, aber die Tour hab ich gut dokumentiert und die Beschreibung praktisch unterwegs geschrieben (Soll vielleicht irgendwann mal ein kleines Büchlein werden...).

    Südlich der Genuesen-Brücke ist auf den IGN Karten ein kleiner Pfad eingezeichnet, der vom Wanderweg in Serpentinen nach Osten abzweigt. Man glaubt es kaum, den gibt es wirklich, freilich nur schwach erkennbar. Der verschwindet dann beizeiten im Gelände, aber es geht baumfrei und unschwierig genau in östlicher Richtung eine Stunde bergan auf eine Höhe von 1058m. Dann ist man auf einem Bergrücken. In südlicher Richtung folgen einige unbedeutende Kuppen. Ab der ersten Felsengruppe gibt es Steinmännchen und sogar gelegte Treppenstufen. Scheinbar war hier mal mehr Begängnis. Einiges an auf und ab, aber ohne klettertechnische Schwierigkeiten bis zum mehrgipfligen Cornodello (1670m). Welches der höchste Felsturm ist muss man selber rausfinden. Am Cornodello enden die Steinmänner und die Schwierigkeiten nehmen etwas zu. Man muss sich gut orientieren können, da der direkte Weg nicht immer der richtige ist, es geht um einige Ecken herum. Man muss bisweilen auch tief absteigen. Die Stufe zur Kletterei wird aber nirgends überschritten. Nach dem Punkt 1691 wird es wieder einfach. Man muss den mit felsigen Rippen durchsetzen Hang zu Bocca Bella Bona queren. Ab da zur Bocca di Serra Pianella ein anderthalbstündiger Spaziergang. Alles in allem war ich 10 Stunden mit nur kleinen Fotopausen unterwegs. Dass man diese Tour unternehmen kann habe ich aus dem Buch von Michel Fabrikant "Guide des Montagnes Corses".

    Viel Spass beim Nachgehen und sorry island66 fürs abschweifen in wildes Gelände in deinem Thread.

    Ich werfe mal diese Mare a Mare Nord / GR 20 - Kombi in den Raum:

    Mit dem Zug nach Corte und ins Tavignano-Tal zur Sega-Hütte. Am zweiten Tag geht es dann nach Calacuccia zum Stausee und hoch zum Col Verghio. Sodann am Nino-See vorbei zur Magnanu-Hütte. Am vierten Tag als Highlight die Punta alle Porta, hoch über dem Capitello-See geht es zur Petra Piana-Hütte. Tag fünf wegen der Badegumpen durchs Manganello Tal zur lÓnda-Hütte. Und schließlich am sechsten nach Vizzavona.

    Da hat man von allem, was so typisch korsisch ist, etwas: An- und abreise mit Zug, Badegumpen, Bergseen sanft und Bergseen wild, Pozzines, Gipfel sanft und Gipfel felsig, Pfad einfach über ruppig bis felsig, Hüttenübernachtung, Hochtäler und Laricio-Kiefern-Wälder, schöne Bergdörfer. Und ein paar Bonus-Runden über berühmte Berge sind auch noch möglich (Pointe des Sept Lacs, Monte d´Oro und Rotondo). Alle Berggruppen hat man zumindest mal gesehen: Monte Cinto von der Bocca l´Arinella und die südlichen Gebirge vom Monte d´Oro.

    Von Vizzavone kann es dann spontan zurück ans Meer gehen oder - sofern keine Reserve- bzw. Ruhetage nötig sind - noch wie von cinto beschrieben eine Tagestour gen Süden.

    Ich habe die Unterkunft vor Jahren mal besucht und fand, das war ein schönes Plätzchen zum einschlafen. Die liegt ja halb am Hang mit Sicht auf das ganze Tal, und wenn es da langsam dunkel wird... sehr schön. Das haben sich bestimmt schon so einige Wanderer gedacht. Der Tisch stand voller Kerzenstummeln und die Holzwände waren mit Namen und Daten übersät.


    Allerdings bin ich von oben gekommen. Es war eine völlig verrückte Tour: Von der Genuesenbrücke erst mal steil rauf auf den Berg gegenüber Asco (Piano di Barcalino). Aus der Perspektive hat das bekannte Dorf sicherlich kaum jemand gesehen. Dann über den wilden Cornodello-Kamm zur Bocca Bella Bona gewühlt. Von dort unschwierig zur Bocca di Serra Piana und da den markierten Weg zurück zur Brücke. Von der Bergerie de Cabane rückzus waren es ziemlich genau 2 Stunden und der Weg ist unschwierig. Allerdings ist das Tal am Nachmittag schon ziemlich heiß, da empfand ich den trockenen Weg nicht unbedingt als Highlight.

    Kleiner Einwurf von der Seitenlinie: Ich kann mich noch an meinen zweiten Korsika-Urlaub 2004 erinnern. Nach dem Blutlecken auf dem Mare e Monti im April 2002 hatte ich mir damals fast den ganzen Mai auf der Insel vorgenommen. Ergebnis: Nach zwei Wochen nur Wolken und Regen auf den Campingplätzen, alles nass, praktisch keine (Berg-) Unternehmungen möglich und vorzeitige etwas entäuschte Abreise. Zum Glück nicht entmutigen lassen, seit 2005 war alles super im Mai! (Bin vor ein paar Jahren aber auf die Hauptreisezeit Juli/August umgeschwenkt.)

    Pfingsten nicht, aber ich bin regelmäßig zu Himmelfahrt losgetigert. In Savona habe ich mich für eine Nacht auf den Parkplatz südlich des Hafengeländes Vado Ligure hingestellt und da übernachtet. Dort beginnt dann der örtliche Strand und man kann schon mal Mittelmeerluft schnuppern. Aus dem Tunnel raus und dann... geht es da mit den ganzen Kreiverkehren recht verrückt zu. Tendenziell rechts und unter der Tunnelausfahrt unten durch.

    Gebucht meist vier bis acht Wochen vorher, aber nicht wegen Preis, sondern um flexibel zu bleiben.

    PS: Vier Jahre Abstinenz? Macht lieber dieses Jahr schon los ;)

    Da scheint ja einiges neu zu sein. Ich kenne nur das Konstrukt im Foto und fand das damals so toll, dass unter einem Skilift Pferde grasen.


    Was ist denn die "unsägliche Geschichte" auf dem Plateau de Cuscione? Ich hab an dem relativ neuen Gebäude am Ende des Bergsträßchens noch nie Leute gesehen. Und drinnen war auch meist alles leer bzw. ein paar Etagenbetten standen drinne...

    Ich habe auf Korsika bereits 3 Paare Meindl Borneo "verschlissen" und kam damit immer sehr gut zurecht bei den abgelegensten Bergtouren.

    Inzwischen ist mir der Meindl Island aber lieber, bei dem ist der Schaft noch etwas höher.

    Beide Modelle hatte ich auch immer bei Klettersteigtouren dabei, hier hat der Borneo leichte Vorteile, da im Schaft etwas "weicher".

    Aber die Sohle selbst sollte wie oben bereits geschrieben schon fest sein.

    Also unter B/C wäre das falsche. Knöchelhoch ist ein Muss.

    Viele Grüße,

    Swen

    Ich möchte mal dieses Thema erweitern zu einer Frage zum Wald von Bonifatu.


    Hier gibt es ja die Auberge mit Camping-Möglichkeit, hab ich auch schon genutzt.

    Wie ist es mit dem großen Parkplatz, wenn man nachfragt und "Bivouac" bezahlt,

    ist es erlaubt/geduldet dort in seinem Auto/Kleinbus zu übernachten?

    Also zählt da als Wildcampen?


    (Es geht um eine Bergtour, ich zeitig beginnen möchte, um dann noch zum Hafen zu fahren zu können

    ohne morgens lange auf die Öffnungszeiten eines strandnahen Campingplatzes warten zu müssen.)

    Ich habe die letzten Jahre die Anfahrt immer auf drei, vier Tage zwecks Zwischenstopp in den Alpen ausgedehnt.

    Dieses Jahr im Plan hinzu: (von Dresden über München): Dolomiten Cortina dÁmpezzo - Klettersteige Monte Schiara nördlich Belluno - Monte Grappa - Livorno

    Und zurück: Savona - Turin - Rocciamelone (hoher 3000er) - Val d´Iseré - Aosta-Tal - Martigny - Jungfrau/Grindelwald - Bodensee

    Umständlicher gehts bald nicht, aber der Weg ist das Ziel und auch unterwegs gibt es viel zu entdecken.

    Ich bin auch schon in einem Ritt zum Hafen gefahren (1100km) aber so kommt viel eher Urlaubsstimmung auf.

    Danke für eure Antworten, an die Rubrik "a la ferme" im Campingführer habe ich natürlich nicht gedacht...


    Wenn ich dort aufgetaucht bin war immer das Tor zu und alles machte einen so verlassenen Eindruck,

    dass ich sogar dachte, an der falschen Stelle zu sein und an einem normalen Grundstück zu stehen.

    Gut, das war im Zeitraum Mitte/Ende Mai. Dieses Jahr wird es Anfang August.


    Der Plan ist u.a. auf den Kamm südlich aufzusteigen und sich dort bis zur Punta Piaggiola vorzuarbeiten.

    Hallo zusammen,

    für Bergtouren um Bastelica möchte ich gerne dort im Sommer ein paar Tage verbringen.

    Nun gibt es auf der Karte den "Camping Minocchi" ein paar km nördlich von Bastelica.

    Dort stand ich mal vor einem verschlossenem Tor, daher die Frage, gibt es den überhaupt noch und wie lebt es sich da?

    Der Platz wird nirgend wo sonst erwähnt, auch im paradisu-Campingverzeichnis nicht.

    (Ich hab zwar mal auf dem großen Parkplatz an der Station Val d'Ese genächtigt aber das muss ja nicht sein, siehe Thematik wilde Stellplätze.)

    Vielen Dank für eure tollen Bilder!

    Dass ein Übergang ins Viru-Tal möglich sein könnte klingt sehr interessant.

    Ich bin mal vor Jahren bis zum Col de Serra Pianella aufgestiegen.

    Die Tour ging vom GR20 los bis zu einem kleinen See, der wohl Mare Paglia Orba heißt.

    Dann im Tal direkt in nördlicher Richtung aufwärts. Die Paglia Orba zeigt sich hier von einer ungewohnten Seite.

    Wo es oben dann felsiger wurde ging es links am Hang querend und unterbrochen von Rinnen rüber zu dem Sattel.

    Und von dort noch auf die nahe Spitze, die die die Pointe Lejosne sein müsste.

    Wenn jetzt der Sattel auch vom Wald von Filosorma erreichbar wäre, wäre das eine schöne Sache.


    Allerdings ist die ganze wilde Talkessel wirklich sehr sehr einsam.

    Und ich bin bis jetzt zum überwiegenden Teil allein unterwegs gewesen. (Ich weiß, soll man nicht machen.)

    Da bin ich mir unschlüssig ob eine solche Unternehmung nun sein muss oder einen Zacken zu abgelegen...


    Viele Grüße

    Swen