Beiträge von Fren

    Hallo und Guten Morgen,


    also wenn du keinen Meter mit dem Auto fahren willst, bleibt in Lozzi nur der Monte Cinto selber, aber der ist in sieben Stunden hin und zurück kaum zu machen.

    Es sei denn, die Drecks-Piste am Anfang ist inzwischen asphaltiert... Nicht ganz so weit und anstrengend ist die Wanderung zum Lac d´Cintu.

    Dazu vom Refuge de l´Ercu einfach das Tal weiter hoch marschieren.


    Auch von Zonza fährt man am besten ein Stück mit dem Auto, zum Bavella-Pass z.B. oder nach Prugna für den Monte Incudine. Aber wo ist denn dieser "Camping Dorrá"?

    Ja, das sollte eine große Rundtour werden, sogar bis zum GR20 und zum Sattel Bocca di Larone.

    Nach den gemachten Erfahrungen dürfte das aber rein zeitlich etwas zu viel des Guten sein.

    Nächstes Mal werde ich in umgekehrter Richtung zur Bocca di Larone und Monte Formicula aufsteigen

    und dann je nach Wetter, Kondition und Laune entscheiden, an welcher Stelle es wieder talwärts nach Catastajhu geht.

    Ich meld mich mal zurück von der geplanten Tour auf den Monte Sordu nördlich von Chisa, die ich letzlich wegen des Starkregens am 27.07. abgebrochen habe.

    Ich bin die Runde von Catastaghju aus gestartet und in anderthalb Stunden zu Bocca di Ghjuva hoch gelaufen.

    Dort dann den Grat rechts hoch - deutlicher Pfad, gelbe Farbkleckse, kleinere Kraxeleinlagen mit Zwischenabstiegen.

    Die beiden Abzweige nach Chisa waren ebenfalls deutlich als Pfad zu erkennen und der unterhalb des Monte Sorbu auch orange markiert.

    Auf dem Rücken vor dem Monte Sorbu gibt es einen Abzweig zu den Nordhängen, der mit Steinmännern markiert ist.

    Keine Ahnung wo man da rauskommt oder ob der auf den Gipfel führt.


    Ein paar hundert Meter weiter am Südhang teilte sich der Pfad. Der weiter unten am Hang war orange markiert und verlor sich leider irgendwann im niedrigen Gestrüpp.

    Dann gab es aber noch einen leicht ansteigenden mit Steinmännern markierten Pfad, der vermutlich der richtige zur Bocca Bianca sein wird.

    Nach dreieinhalb Wanderstunden hatte sich aber der ganze Himmel mit Wolken gefüllt und den weiteren Gratverlauf in undurchdringlichen Nebel gehüllt.

    So wäre keine Orientierung mehr möglich gewesen und es war klar, dass es mittelfristig ein Unwetter geben würde, also: Rückzug auf dem selben Weg!


    Immerhin hatte ich dabei einen nicht auf den Karten eingezeichneten Abstieg von der Punta di Ghjuva ausgekundschaftet.

    Er verläuft tendenziell nach Norden und ist mit gelben Punkten bzw. Steinmännern markiert. Auch neue rote und blaue Streifen gibts da an den Bäumen.

    Man kommt am Ende des Fahrweges von Ania raus. Das könnte für den nächsten Versuch vielleicht ein wenig Zeit sparen.

    Den Besteigungsversuch des Hügels Calatoja hab ich dann wegen wiederholten Blitz und Donner und einsetzendem Regen abgebrochen.

    Einen Versuch Monte Malo von Chisa aus konnte ich in diesem Urlaub dann leider auch nicht mehr starten...

    Da ich vor ein paar Tagen an der ehemaligen Piobbu-Hütte vorbeigekommen bin, kann ich mit aktuellem Bildmaterial dienen.

    Die Hütte ist derzeit noch ein unberäumter Trümmerhaufen aus verkohlten Mauerresten und Balken (erstes Bild).

    Etwas darunter stehen relativ neue Toiletten-Container (mittleres Bild). Keine Ahnung seit wann die da stehen.

    Neben der Hütte steht noch eine relativ neue Holzblockhütte - wird das etwa die Hochzeitssuite (ohne Bild)

    Und die vor ein paar Wochen erwähnten Container stehen auch in dem Wäldchen unterhalb.

    Die sind aber weniger dramatisch als es weiter oben geschrieben klang. Denn für die Wanderer sind die definitiv nicht gedacht.

    In einem kleinen Container übernachten vermutlich die Verwalter. In dem unterhalb gelegenen doppelt so großen (rechtes Bild)

    wird gekocht und etwas Verpflegung verkauft.


    Was ich auch noch nicht kannte ist das große Metallgestell an der Caruzzo-Hütte - der Hubschrauberlandeplatz -

    und jede Menge Hütten für Dusche, ,Toilette (und Uunterkunft?) sowie die ganzen Mietzelte an jedem freien Fleck.

    Ist ja wie am Everest-Basecamp da ;)

    Ich bin am 30. Juli, ein Dienstag, die ganz große Runde Bonifato - Caruzzo-Hütte - abgebrannte Piobbu-Hütte - Bonifato gelaufen

    und war überrascht, wie wenig auf dem GR20 los war (liegt aber vielleicht auch daran, dass sich diese Etappe auslassen lässt?)

    Mir kamen vielleicht ein Dutzend Wanderer entgegen. Da hätt ich mit mehr gerechnet.


    Darunter war übrigens kurz vor meinem Erreichen der Piobbu-Hütte ein Paar, das dort gegen 13 Uhr im aufziehenden Nebel gestartet sein muss.

    Die müssen dann ja erst gegen 19 Uhr an der Caruzzo Hütte angekommen sein?? (Und dabei eine ordentliche Portion Regenwolken abbekommen haben...)


    Ernstgemeinte Frage: Wieso zählt eigentlich Mitte Juli bis Ende August als "Zwischensaison"?

    Das ist doch üblicherweise die Urlaubs-Hochzeit und überall mitten in den Ferien?


    Viele Grüße,

    Swen (gerade den ersten Tag wieder auf Arbeit....)

    Gerade entdeckt: Wer sich ein Stück KOrsika daheim in dei Vitrine (oder die Modelleisenbahn) stellen möchte:

    Es gibt von einem tschechischen Verlag ein Kartonmodell der bunt gescheckten Kirche von Murato.

    Sogar mit stilecht gealtertem Turm.


    Hier gibts das zu kaufen:

    https://www.kartonmodellbau.de…/63481486/Products/251503


    Detailbilder aus einem Kartonmodell-Forum:

    https://www.kartonbau.de/forum…2-architektur/t32506-f20/


    Bzw vom Bau und den EInzelteilen:

    http://wmc.kvaksiuk.com/viewtopic.php?f=55&t=4539&p=62224

    Es ist ein Eigenbau und extra mitgebracht. 2016 bin ich über die Bergerie Tova zur Bocca Asinao aufgestiegen. Dort braute sich ein Unwetter zusammen und da hab ich es unter einem Stein deponiert. Es hat dort zweimal überwintert bis ich letztes Jahr da wieder aufgetaucht bin. Diesmal aber mit Übernachtung in der Bergerie Tova - sehr ruhig und sehr idyllisch. Dann ging es über die Punta Tintinnaya und den Grat zum Monte Malo. Das war so ein Projekt von mir, weil man ja den Berg und den Grat schon von der Ostküste sieht und der Gipfel aber nirgends als erwanderbar erwähnt wird. Ein Gelingen war also nicht gesichert, aber letzten Endes war es durchgehend Gehgelände (linkes Bild). Kurz vorm Gipfel gibt es überraschenderweise einen Bergerierest und ein paar Holzstücke eines früheren Gipfelkreuzes.

    Der Rückmarsch war dann aber konditionell und moralisch anspruchsvoller als gedacht. Denn man muss beim Rückweg wieder zur Punta Tintinaya hoch, was etwas an den Kräften gezehrt hat. Und der lange Marsch zurück nach Solaro dauert ja auch seine Zeit. Leider ist da jetzt eine zahlenschlossgesicherte Kette auf dem Fahrweg zur Bergerie Tova, sodass man das alles laufen muss...

    Meine nächste Idee ist wie erwähnt der Aufstieg von Nord über Punta Castellucia und auf dem Rückweg über die Bocca Asinao ud ins Tal bzw. zur Bocca Cateri. Den neueren Fahrweg dort bin ich mal bis zum Ende gelaufen um mal einen Eindruck von der Gegend zu bekommen. Aber auch da hat eine Regenguss ein tieferes EIndringen ins Gelände verhindert.

    Ich krame mal dieses Thema hervor um ein paar Fragen zu geplanten Touren zu stellen. In zwei Wochen gehts für mich nämlich wieder auf die Insel mit Station in Solenzara.


    Da würde ich gerne von Chisa aus auf den Rücken nördlich zur Punta di Monte Sordu und von dort weiter nach Westen zum GR20 wandern. Laut IGN-Karte ist da ein Pfad, aber weiß jemand wie es in der Realität aussieht? Am liebsten wär mir ein Rückweg über die Bocca di lÁgnonen und den Agnone-Bach, aber ob da auch ein Weg ist?


    Die zweite Tour, die mich in Chisa interessiert, ist der Aufstieg zum Monte Malo. Ich bin da mal vom Ortsteil Bura zum Weiler l´Agnu aufgestiegen. Hinter dem Wasserbehälter begann ein Pfad, der in Richtung Punta Castellucciu führte. Weiter oben in einem ehemaligen überwucherten Bergeriegelände teilte sich dieser in eine Hangquerung und einen ehemals breiteren Pfad weiter aufwärts. Beide habe ich ein Stück weit verfolgt und bei letzterem hab ich die Steinmann-Markierung ergänzt. Da ich aber nicht auf eine Tagestour eingestellt war bin ich irgendwann wieder umgekehrt und möchte es jetzt noch einmal versuchen. War jemand von euch vielleicht mal in dieser gottverlassenen Ecke unterwegs und hat ein paar ERfahrungen gesammelt?


    Viele Grüße,
    Swen

    Schließe mich euch an. Auch ist das Parken an den Badestellen im Fango-Tal nicht ganz so einfach. Wenn man mal in der Balange oder im Nordwesten ist - dann unbedingt mal bis zum Talschluss fahren. Die über 2 Kilometer hohe Mauer mit dem Felsloch im Capu Tafonatu ist schon beeindruckend. Am vom Südosten mal einen Tag dahin starten wäre zuviel AUfwand.

    Ist nich böse gemeint ;) Ich begegne da aber irgendwie immer nur Gruppen, die nix selbst planen, sondern sich den Weg "vorkochen" lassen, die die Tour eben gebucht haben. Oder Leuten, die nicht um des Wanderns/kletterns/der Natur wegen dort sind, sondern weil es "in" ist und irgendwie zum guten Ton gehört. A la "boah eh, der schwierigste Weg von Europa, muss ich machen". Der GR20 wird also nicht "erwandert", sondern der Weg "wird gemacht". Aber vielleicht hatte ich ja auch Pech bei meinen Pausen da...


    Bei den vielen Alpenvereinshütten, die ich so kenne, war jeder mit einem konkreten Gipfel- oder Kletterziel dort. Was alle verband war das Interesse an der Berglandschaft. Am GR20 kommt es mir so vor, als ob es nur um die sportliche Ego-Bestätigung gänge. Und das schreckt mich ab, das mag ich persönlich nicht.


    Dass am Weg selber aller 5 Meter ein Wegzeichen aufgemalt ist und die Route noch dazu gezielt alle Berge UMGEHT, machts nicht besser. Und die wegen des Ansturms sicherlich nötige Vorbucherei wiederstrebt mir persönlich ebenfalls. Deshalb habe ich alle meine Touren bisher vom Tal aus gemacht.


    Viele Grüße,
    Swen

    Da scheint ja eine Entwicklung der bisherigen "Notunterkünfte" hin zu einer Art "Alpenvereinshütte" im Gange zu sein. Da muss ich sagen, fänd ich nicht schlecht. Die Beengtheit, das Vorbuchen und insbesondere das Klientel, was da nächtigt, hat mich bisher von einer Nacht auf so ner GR20-Hütte abgeschreckt.

    Als ich mal ein kleiner Junge war, hab ich oft mit so ner elektrischen Rennbahn gespielt. Als zehnjähriger Erfinder kam mir mal folgende Idee: Jede Autobahn hat pro Fahrspur einen eingelassenen Stromführer (eben wie bei der Autorennbahn oder wie sie die Straßenbahn auf dem Dach hat). Auf dem Standstreifen ist ebenfalls so was eingelassen, aber die ist nur zum beschleunigen gedacht. Na jedenfalls klinkt sich ein Auto bei der Autobahnauffahrt in diese Stromtrasse ein, beschleunigt und wird automatisch in die Kolonne eingefädelt. Dort fahren dann ALLE Fahrzeuge per Strom in gleicher Geschwindigkeit, die gerne bei 200 km/h und mehr liegen darf, weil ja alle gleich schnell sind. Das ist effektive E-Mobility ganz ohne Akku!


    Zurück zur Realität: Die PS-Aufrüstung der letzten Jahre bemerkt man ja vor allem an Beschleunigungswerten, und das wird mit E-Fahrzeugen ja gerade exorbitant schlimmer! Denn dort liegt das maximale Drehmoment praktisch vom Stand an, während bei Verbrennungsmotoren der optimale Bereich erst bei hohen Drehzahlen erreicht wird.


    Ansonsten glaube ich, dass man sich beim fahren viel zu sehr von einem unterstellten Fehlverhalten anderer Teilnehmer aufregen lässt. Genanntes Beispiel Überholvorgang: Ich fahre 130, schaue ob was kommt, beschleunige auf 150 und fahre an der Kolonne vorbei. Beim fünften LkW kommt einer, der sich für 180 entschieden hat von hinten an. Mach ich mir jetzt Gedanken über den? Warum, weshalb, wieso der was anderes macht als ich? Mach ich mir jetzt Gedanken wie schlimm doch der Verkehr ist usw.? Nöö! Ich kenn den nicht, weis nicht wohin er will und warum und es interessiert mich auch nicht. Nach dem Überholen wieder nach rechts und gut ist.


    Wenn sich die Leute nicht immer so aufregen würden, nur weil jemand was anderes macht als man selber, wäre das Leben viel entspannter!

    Nicht, dass das jetzt so rüber kommt, dass ich nicht auch etwas gegen die Klimaveränderung tun möchte. Aber ich frage mich schon länger warum alle nur auf den PKWs rumhacken? Bei LKWs, Kleintransportern und auch der riesigen Wohnmobilbranche gibt es außer Diesel mit AdBlue praktisch noch keine Ansätze für alternative Antriebe.

    Weil der grüne getarnte Zeitgeist als strategisches Fernziel die Beschneidung der persönlichen Freiheit hat. Das geht am besten, wenn man Dinge verbietet, die alle betreffen, Autos eben. Kreuzfahrtschiffe dagegen sind nur für wenige von Bedeutung, diese zu verbieten lohnt nicht.


    Und 130 kann jeder jetzt schon freiwillig fahren, mach ich ja auch in den allermeisten Fällen. Wenn sich aber jemand für 150 oder 110 entscheidet; oder der eine alle zwei Stunden Ladepause machen möchte, der nächste aber lieber acht Stunden durchfährt um ans Ziel zu kommen - jedem seine Sache, ich will mir das von niemanden vorschreiben lassen sondern entscheide selber.


    Von daher beführworte ich den fairen Technologie-Wettbewerb ohne Subventionen für die eine oder Ablasshandel für die andere Lösung!

    Ich habe ja so eine Bootsfahrt vor ein paar Jahren mal mitgemacht. Es war eines von den größeren Kuttern, die jetzt nicht in jede Felsausbuchtung reinfahren konnten.

    Heißt das jetzt, das war damals schon "illegal" zwischen den Klippen rumzuschippern?


    Ansonsten ist doch die ganze Halbinsel westlich vom Wanderweg Mare e Monti eine Schutzzone und seit Jahren praktisch menschenleer (bis auf eben die Küste). Das ist doch schon mal was.


    PS: Die Bootsfahrt zum Capo Rosso fand ich übrigens noch beeindruckender.

    Irgendwo hab ich in diesem Forum mal den Hinweis auf einen offiziellen Stellplatz nur wenig südlich von [definition='3','0'][/definition] gelesen. Den wollte ich im Sommer nach der Nachtfähre ansteuern.