Beiträge von Fren

    Der Macron hat wohl in seiner jüngsten Ansprache die Öffnung der Geschäfte ab dem Wochenende erlaubt, desgleichen Spaziergänge bis 3 Stunden im Umkreis von 20 Kilometern. Ein Lockdown-Ende steht für Mitte Dezember in Aussicht. Wie man so liest gibt es ähnlich wie hierzulande wachsenden Unmut darüber, dass solche Entscheidungen "im stillen Kämmerlein" getroffen werden, und die nachgeschalteten Stellen davon erst kurz vor knapp Bescheid kriegen, so jedenfalls mein Eindruck.

    Persönlich bin ich ja nicht so der Städtetyp, aber die Fahrt zumindest bis zum Vizzavona-Pass lohnt definitiv! Bis nach Ajaccio und wieder zurück zur Ostküste wäre mir zuviel Kutscherei ;)

    Mein Tipp wäre: Verbringt beim Quartierwechsel lieber ein wenig Zeit in Corte, ein tolles Städtchen! Je nach Uhrzeit geht es dann via Tavignano-Tal zur Ostküste (schnell) oder über den Col de Sorba und Ghisoni (korsisch).


    Viele Grüße,
    Swen

    Ich hatte ja vor Wochen schon für harte, kurze und vor allem zielgerichtete Maßnahmen plädiert, damals aber dafür noch eins auf den Deckel bekommen...


    Grüße

    Georg

    Wirst du meiner Meinung nach immer noch ;) jedenfalls was das "hart und kurz" betrifft. Denn danach geht alles wieder von vorne los, sofern nicht gerade wieder mal Sommer ist. Es hat sich ja gezeigt, das Deutschland weder logistisch noch konzeptionell zu einer Eindämmungsstrategie mit Kontaktverfolgung fähig ist, sonst hätte es ja - nach Monaten! der Vorbereitung - im Oktober die flächendeckende Überschreitung des ach so wichtigen 50er-Inzidenzwert nicht gegeben.

    Danke für deine Ausführungen Ellen, da warten wir mal neue Ansagen ab. Auf alle Fälle braucht es einen langen Atem (ob nun mit oder ohne Lockkdown). Siehe Tschechien, da gehen die Zahlen nach entbehrungsreichen Wochen seit ein paar Tagen zurück. Noch deutlicher und überraschend drastisch übrigens in Belgien.

    Und da bin ich ebenfalls der Meinung, dass derart drastischen Unterschiede in den Verläufen und der relativen Höhe der Zahlen in den europäischen Ländern dringend untersucht und ausgewertet gehört!

    Die Zahlen absolut unrepresentativ, da extrem schwankende Testzahlen. Bleiben tut immer noch um die 10% positiv pro Testreihe. Mit viel gut Will könnte man einen leichten Rückgang der prozentualen positiv tests bemerken. Aber da brauchst schon noch viel Wohlwollen. Mal sehen, wie die Anordnungen morgen aussehen... bleibt alles so oder wird verschärft???

    Schönen Abend!

    Hallo Ellen, hast du eine Erklärung für die stark schwankenden Testzahlen? Ich würde mit es so zusammenreimen: Getestet wird mehr zielgerichtet. Bedeutet: Wird ein positiver Fall entdeckt, beispielsweise wenn Symptome auftreten, wird das Umfeld der Person getestet. Dort ist zwangsläufig die Wahrscheinlichkeit höher, das es weitere positive Fälle gibt, wegen des möglicherweise engen Kontakts.

    Wird kein positiver Fall entdeckt, gibt's auch keine weiteren Tests. Das erklärt sowohl schwankende Testzahlen als auch hohe Positiv-Anteile. So zumindest meine Überlegungen. Irgendwelche Trends kann man dann daraus freilich nicht ableiten (maximal als gleitenden Durchschnitt über z.B. eine Woche).


    Neue Anordnungen? Ich dachte ihr habt schon Ausgangssperre, was will denn der Macron da noch verschärfen...


    Viele Grüße

    Swen

    Sehr wohl hat Corona eine Saison, schließlich war im Sommer einigermaßen Ruhe in ganz Europa.

    Es gab eine erste Welle im März und jetzt die zweite seit Anfang Oktober, jedesmal in der kalten Jahreshälfte.

    Genau wie bei Influenza, da gehts in schöner Regelmäßigkeit Anfang September los und es läuft Ende März aus. (Quelle: Wochenberichte auf grippeweb.rki.de)

    Ob das bei Corona freilich in jedem Jahr so sein wird kann man jetzt noch nicht wissen.


    Aber ich wette, dass eine Reise nach Korsika ab Ende April rein gesundheitlich problemlos möglich sein wird - sofern die Regierungen kein Problem draus konstruieren.


    Viele Grüße,
    Swen

    Auf was bezieht sich "Frühjahr" und "momentan" genau? Von was konkret die "Hälfte"?

    Frühjahr = Die erste Welle im März/April; momentan=derzeit; und gemeint sind die täglichen Sterbezahlen (Quelle: John Hopkins Univerität, der Reiter "Daily Deaths"


    Echt, das ist so möglich?


    Es wäre nötig! Es heißt ja auch "Grippewelle 2017/2018" und nicht "Alle Grippefälle seit Beginn der Zählung"


    Wer hat konkret im großen Stil was falsch behandelt? Falsch in Bezug auf was genau?


    z.B. Zu frühe Beatmung und dass sich Thrombosen bei schweren Fällen bilden wurde es später als häufige Todesursache festgestellt.

    Man wusste es im Frühjahr leider nicht besser, hat aber dazugelernt.

    Auffällig ist beim Vergleich mit Schweden, dass die Länder mit schwersten, teils monatelangen Lockdown-Bestimmungen die Sterberaten höher sind. Gemeint sind: Spanien, Frankreich, Großbritannien, Italien. Deutschland mit vergleichsweise moderaten Einschränkungen steht dagegen recht gut da. Selbst Tschechien liegt im Gesamtverlauf noch ein Drittel unter Frankreich trotz des katastrophalen Herbstes! Und von Süd-Ost-Europa hört man praktisch gar nichts außergewöhnliches.

    Quelle: https://www.faz.net/aktuell/ge…-ueberblick-16653240.html Grafik ziemlich weit unten.


    Angemerkt sei ebenfalls, dass die Sterbezahlen in Schweden momentan ein Zehntel im Vergleich zum Frühjahr betragen. In Frankreich dagegen sind wir derzeit schon wieder bei der Hälfte, Tendenz leider steigend. Jeder Statistiker würde da sagen: Also wartet mal Leute, scheinbar begünstigt so ein Lockdown ja anscheinend hohe Sterbezahlen!


    Im Übrigen sollte man mit Beginn der alljährlichen Grippesaison alle Fallzahlen beginnend mit Oktober bei Null anfangen neu zu zählen. Dann sehen wir nämlich, welche Länder aus den Erfahrungen des Frühjahrs gelernt haben, wo es ja dank der Neuartigkeit der Situation zu massiven Fehleinschätzungen und leider Falschbehandlungen in großem Stil gekommen ist.

    Stand gestern gab es in Korsika wohl 90 hospitalisierte Fälle in den Krankenhäusern, davon 15 in Beatmung. Bei täglich rund 1000 Tests. (Quelle: https://mapthenews.maps.arcgis…cf8714bc590a3b143e14a548c).


    Wie schon im Frühjahr zeigen auch jetzt die europaweiten Fallzahlen, dass in den Länder mit den strengsten Lockdown-Regeln, die Fallzahlen am weitesten steigen (Spanien, Frankreich, Italien steigt ja leider noch immer). Das muss doch mal hinterfragt bzw. untersucht werden, warum das so ist. Lieg es an der Größe der Länder? Daran, dass jetzt alle Leute ins Private getrieben werden, wo die Gefahr laut RKI am größten ist?

    In Länder mit weniger strengen Regeln - wie Deutschland - werden wir wahrscheinlich in dieser Woche das Maximum erleben. Auch dank Spahns neuer Teststrategie: Kein Wildes Rumtesten mehr, sondern vordergründig nur bei Symptomen. Ein exponentielles Wachstum gibt es schon seit zwei Wochen nicht mehr. Auch bei den Krankenhausaufenthalten (Quelle: RKI Dashboard) flacht die Kurve langsam ab. Wohlgemerkt, ein Wachstum gibt es immer noch, nur eben kein exponentielles. Ergo: Wie schon im Frühjahr kommt der jetzige Lockdown zu spät. Hauptsache wir haben was gemacht.

    In den schwer gebeutelten kleineren Ländern Tschechien, Slowakei, Belgien scheint die Spitze der aktuellen Welle vorbei zu sein. Die täglichen Fallzahlen sinken - wenn auch von einem beunruhigend hohem Niveau.

    Ohne die vorigen Thema jetzt noch mal durchkauen zu wollen:

    Wie steht man eigentlich auf der Insel zur Energieerzeugung aus natürlichen Quellen Wasser und Wind?

    Es gibt da ja die überaus landschaftsgestalteten Staudämme (Calacuccia und Tolla) sowie vereinzelte Windkraftanlagen (Cap Corse z.B.)

    Stehen die Einwohner dem positiv oder negativ gegenüber, oder gleichgültig? Und hat sich die Meinung evt. gar gewandelt im Laufe der Zeit?

    Macht man sich da überhaupt Gedanken, wo der Strom herkommt, oder geht's auf Korsika genauso kontrovers zu wie hierzulande?

    Da tät mich mal das "Stimmungsbild" mal interessieren.

    Ob denn die Einwohner es überhaupt interessiert, ob die Urlauben nun Kerosin, Schweröl oder Benzin bei der Anreise verfeuern...

    Ein tolles Abenteuer, danke für die Bilder!

    Da wünscht man sich, man hätte selber mal die Energie, das Motorrad mitzunehmen ;)

    Warum eigentlich gerade der Oktober, ist es da nicht schon zu frisch und zu unsicher mit dem Wetter für solche ausgedehnten Touren?


    Eine kleine Frage zu dem Skigebiet von Ghisoni, da steht ihr ja auf dem oberen Parkplatz und da ist links so ein Schuttcontainer zu sehen.

    Wird der Saustall dort etwa gerade aufgeräumt und es kommt wieder Leben in das verwahrloste Ex-Refuge?


    Viele Grüße,
    Swen

    Das Zeug gehört nicht in den Keller sondern in die Wiederaufbereitungsanlage bzw. die Weiterverwendung gehört erforscht und weiterentwickelt. Stichwort Transmutation. Oder meinetwegen auch Dual Fluid Reaktor. Da man aber ja aufgrund der Kurzschlusshandlung nach Fukushima die ganze Industrie spontan und planlos abgewickelt hat in unserem Lande fehlen dafür nun die Voraussetzungen...

    Da stimme ich Schorschi ausdrücklich zu. Es ist der Kardinalsfehler einer wie auch immer begründeten "Energiewende", zuerst die Atomkraftwerke abzuschalten und dann die Kohlekraftwerke und nicht umgekehrt.

    Die Frage nach dem Weg ist in der Tat die wichtigste. Meiner wäre: Wir passen uns den Gegebenheiten an, so wie immer in der Menschheitsgeschichte. Und dieser Weg besteht nun gerade nicht aus immer neuen Ablasshandeln bzw. Strafsteuern. Wenn jedenfalls der Co2 Gehalt die Ursache für Temperaturanstieg wäre möchte ich Ihn auf alle Fälle nicht reduzieren, dann haben wir bloß wieder wie vor 10.000 Jahren einen Gletscher, der halb Europa unter sich begräbt.


    Beispielsweise ergrünt gerade die Sahelzone dank des Klimawandels mehr und mehr. Und die ist glaube 25 mal so groß wie Deutschland. Warum nicht dort investieren und tätig werden, dass die bisherige Wüste dann mal für Nahrungsmittelanbau genutzt werden kann? Damit ließe sich dann hoffentlich auch die hochproblematische Bevölkerungsexplosion auf dem afrikanischen Kontinent eindämmen.


    Für meinen Geschmack ist die heutige Menschheit eh viel zu überheblich, wenn sie behauptet "So wie das Klima gerade ist, ist es das beste und so muss es immer bleiben". Vielleicht haben wir gerade jetzt den Ausnahmefall und das Klimasystem pegelt sich gerade zurück in die Normalität? Vielleicht ist es für die Erde das Beste, es wird wieder so wie im Tertiär? Und das, was wir in unserer kurzen Lebensspanne erleben dürfen, ist über die Jahrmillionen von Jahren gesehen der Unfall. Und die Gletscher praktisch das "Fieber des Klimas", ein "Krankheitssymptom", das möglichst verschwinden soll. Wie überheblich von uns, sich dagegen zu wehren!

    der Klimawandel hänge nicht mit dem vom Menschen verursachten CO2-Ausstoß zusammen

    Da bin ich voll bei dir. Beides hängt sicherlich zusammen. Ob beides aber korrelliert oder das eine ursächlich für das andere ist bzw. vielleicht auch umgekehrt, da streite ich mich gerne.


    Mal ein Beispiel: Man nehme eine Mineralwasserflasche mit Sprudel drin. Nun mit beiden Händen die Flasche umfassen. Durch Körperwärme erwärmt sich das Wasser und es beginnt zu sprudeln, das CO2 entweicht. Keine Mensch käme jetzt auf die Idee, zu behaupten: Weil mehr CO2 in der Luft ist wird das Wasser warm!


    Korrelation ist: "Während eines warmen Sommers wird mehr Softeis gegessen". Die behauptete Kausalität "Weil mehr Eis konsumiert wird wird es wärmer" ist dagegen grundfalsch.

    Oh je, was eigentlich als kleiner Scherz am Rande gedacht war wird zur Grundsatzdiskussion ;)


    Ich behaupte, das jeglicher Autoverkehr um Welten umweltfreundlicher als Flugverkehr ist. Bei dem Aufwand, der heutzutage in Neufahrzeugen bei der Abgasreinigung betrieben wird, kommt ja hinten praktisch nur "Gänseblümchen-Luft" raus. Und da ist es völlig egal ob das ein Kleinwagen ist oder ne große Wand, solange Abgase gereinigt werden habe ich gar kein schlechtes Gewissen.


    Und Co2 halte ich für ein lebensnotwendiges Gas. Jeder Grashalm freut sich, wenn er mehr davon kriegt und wächst besser. Es gibt einen zweifellos durch Menschen verursachten Anstieg. Doch ob der ursächlich für den Temperaturanstieg ist oder nur mit ihm korreliert - da streiten sich die Gelehrten. Die Politiker streiten sich da natürlich nicht und nehmen das als willkommenen Anlass, Steuern zu erhöhen. Versuch denen mal den Unterschied zwischen Kausalität und Korrelation zu erklären. Und ob Temperaturanstieg per se etwas schlechtes ist, wäre auch noch zu klären.


    Viele Grüße,
    Swen