Hab nur noch keinerlei Erfahrungen mit Skandinavien gemacht
Was ich da auf Luftaufnahmen, Webcams und Streetview sehe sind halt auch die zahlreichen Wohnmobilisten wie in Italien auch. Die Zelter sind freilich nicht sofort sichtbar, weil dank Jedermannsrecht sicherlich nicht direkt am unattraktiven Straßenrand, sondern ab vom Schuss zu finden.
Beiträge von Fren
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Nach der Camping-Romantik vergangener Tage darf man freilich nicht dort suchen, wo der Wohlstand angekommen ist, sondern da, wo er noch nicht so verbreitet ist. Bin sehr gerne im östlichen Eurropa unterwegs. Tschechien, Polen, Slowakei... Da hat man noch die Zeltwiesen, die ihr euch wünscht. Dazu günstige Preise, aber freilich kein Meer.
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Den nahegelegen "Camping Pineta" kann ich schon mal nicht empfehlen. Der ist von Dauercampern in Beschlag genommen und mit meinem Kleinbus hat sich nur an der hintersten Ecke ein schmalstes Plätzchen gefunden. Mit Gespann dürfte man dort keine Freude haben...
Platz dürftet ihr da evt weiter nördlich an dem Stellplatz an der Mündung des Arno-Baches finden, sofern es kein Campingplatz mit Infrastruktur sein muss. Aber: Bezahlung per Automat/App und automatische Schranke sowie Dusche/Toilette wenn überhaupt offen nur für anspruchslose ;)
Viele Grüße,
Swen
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Falls es nicht schon genannt wurde: Es gibt ab Juni eine neue Flugverbindung von Wien nach Bastia
, Di und Sa früh um Acht: -
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Danke für euren Input, das mit dem Norwegen ist jetzt für Ende August/Anfang September geplant und das ganze Land wird nun auch in zwei Häppchen geteilt. Nächstes Jahr bis Trondheim, übernächstes dann bis ganz nach oben. Da hoffe ich mal, dass es passt mit dem Wetter, denn zwei Wochen regnerisch wenn man die südliche Sonne gewohnt ist kann einem schon die Laune vermiesen. Daher ist erst mal eine zweiwöchige Fjord-Schnuppertour geplant. Wie auf Korsika auch geht es da mit dem einem 8Sitzer-Bus hoch, jedoch ohne Ausbau, also nur Sitze raus und Matraze rein.
Am Samstag bin ich ja von Gran Canaria wieder weg, da hat der Sturm Emilia gerade voll zugeschlagen. Oben in den Bergen wo ich wohnte hat es ganz furchtbar gehagelt. Alle Straßen waren glatt und mit Hagelkörnern vereist, manche Straßen dann wohl auch gesperrt und z.T. mit Steinschlag übersäht, aber ich hab mich mit dem Mietwagen im Schritttempo runtergewagt. Da denkt man, man ist auf Höhe Afrika und braucht trotzdem Winterräder! Wie ich später gelesen habe ist der Teide ja außergewöhnlich zugeschneit worden. Wenn man mal zwei Monate Zeit hätte könnte man mal mit Fähre von Festland-Spanien anreisen und könnte dann alle Insel mit dem eigenen Fahrzeug mal besuchen. Von der Fliegerei hab ich nämlich erst mal genug - Stichwort Kanaransturm Emilia am Rückreise-Samstag ;)
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Eieiei… Habs schon wieder getan… Fremdgegangen… Diesmal: Eine Woche Gran Canaria in der Adventszeit!
Positiv:
- Die Vulkanlandschaft vermittelt mal ganz neue Eindrücke. Außerdem hat es auch ein bischen Wüste im Süden. Und Palmen in Küstennähe. Die sich zu Meer hinziehenden Schluchten, „Barranco“ genannt, sind schon faszinierend.
- Nirgends, wirklich nirgends liegt Müll rum. Weder am Straßenrand noch in den Dörfern, alles tippitoppi!
- Alles bestens erschlossen, breite Straßen selbst in engsten Schluchten ohne Löcher, Wanderwege narrensicher beschildert und ausgebaut.
- Die Bergdörfer zwar genauso entvölkert wie in Korsika, jedoch nicht so am verfallen und praktisch jedes noch so abgelegene Haus hell und freundlich verputzt.
- Die alten historischen Bergpfade werden anders als auf Korsika scheinbar mit ungeheurem Aufwand noch instandgehalten und nicht einfach sich selbst überlassen
- Es gibt in den Bergen offizielle ausgedehnte Camperzonen mit Mülltonnen und Sanitär für umsonst
- Dank Äquatornähe im Dezember zwei Stunden länger Sonne als daheim.
Neutral:
- An die Kombination Flug&Mietwagen statt Fähre&Camper kann man sich gewöhnen, wenn man dafür mal eine Entfernung von 3500 Kilometer Luftlinie gegenrechnet. Für eine Woche im Dezember prima, für zwei Wochen Sommerurlaub wär es mir nix.
Negativ:
- Der hohe Erschließungsgrad hat für Entdecker natürlich auch Schattenseiten: Man hat anders als in den Bergen Korsikas nie das Gefühl, auf unbekannten Pfaden zu wandeln.
- Der allgegenwärtige Wassermangel. Man muss schon Glück haben, überhaupt mal einen Bach mit etwas Feuchtigkeit zu finden. Bademöglichkeiten in Gumpen gibt es überhaupt gar nicht.
- An der Küste oft die erschreckenden mehrstöckigen Hotelanlagen mit zwölfreihigen Liegestuhl-Batterien
- Im Landesinneren kein Gasthaus gefunden, das 17 Uhr nicht schon zu hat. Abendbrot also nur an der Küste zu bekommen.
Fazit: Als One Night Stand für eine Woche richtig prima, aber ohne Wunsch das noch mal zu wiederholen, wegen dem Hin- und Rückreisestress. Obwohl: In der Ferne hat man den Teide sich über dem Meer auftürmen sehen, also Teneriffa wäre wohl noch mal ne Sünde wert. Wenn da bloß nicht die lästige Fliegerei dahin wäre…
Viele Grüße und euch allen eine schöne Weihnachstzeit!
Swen.
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Ich hatte tatsächlich den Eindruck, dass die Balkankriege der frühen 90ern noch so präsent in den Köpfen sind, dass alles andere da gedanklich zurücksteht, erst recht, wenn es Jahrzehnte her ist. Dazu eine Begebenheit von irgendeinem Gipfel im Innenland von Montenegro: Ich komme da schnaufend nach Stunden oben an und es sind schon vier Leute da, Alter Mitte 50 schätze ich mal. Wie sich herausstellte ein Serbe, ein Bosnier und ein Paar aus Montenegro, die für mich dann übersetzt haben. Wir haben Vorräte geteilt, ich bekam nen Schnaps und irgendwann sagte der Serbe: "In Politik wir alle hier sind bumm-bumm [und macht eine Geste wie er mit nem Gewehr um sich schießt] aber in den Bergen wir alle sind [umarmt symbolisch die ganze Gruppe].
Also patriotischer sind die scheinbar noch mehr als die Korsen... Und im Unterschied zu diesen waren die ehemaligen "Jugoslawen" vor nicht allzu langer zeit tatsächlich in blutigste Unabhängigkeitskämpfe verwickelt.
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Hab auf google-maps jetzt auch die Baustellen-Luftaufnahmen entdeckt. Da sind ja sogar zwei aufwändige Zwischen-Winkelstationen dabei! Was das gekostet haben muss... Von Fahrpreisen habe ich im Netz noch nichts entdecken können, weiß einer von euch da mehr, wieviel so eine Fahrt kosten wird?
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Upsi, bin schon wieder fremdgegangen…
Diesmal mit Montenegro. Nun ist das freilich keine Insel wie Korsika aber durchaus vergleichbar: Es gibt Mittelmeerküste, das Land ist insgesamt sehr bergig mit Gipfeln bis knapp über 2500m, und mit nur reichlich einer halben Million Einwohner bei einer Fläche von um die Hälfte mehr ist es ähnlich einsam.
Mein reumütiges Fazit:
Mit der Bucht von Kotor punktet Montenegro mit einer unglaublich faszinierenden „Fjord“-Landschaft, die es so nicht im Ansatz auf Korsika gibt. Besonders aus der Vogelperspektive wirkt das schon gewaltig. Die Gebirge sind aus Kalkstein, also karstig wie vom Balkan gewohnt, und es gibt da mit der Tara-Schlucht auch den tiefsten Canyon von Europa. Also von der Natur her volle Punktzahl! Allerdings ist in den Bergen auch viel mehr los als in den Bergen Korsikas. Auf der mehrstündigen Wanderung zum höchsten Berg Bobotuv Kuk im Durmitor-Gebirge ist gefühlt das ganze Land auf den Beinen. Das ist auf Korsika ja abseits des GR20 überhaupt nicht so. An der Grenze zu Albanien stehen dann am Straßenrand statt Kirchen kleine Moscheen und dass im Land alles kyrillisch geschrieben ist führt zu dem Gefühl, gleich doppelt so weit weg von zu Hause zu sein. Die vielen Partisanen und Tito-Denkmäler im typischen Stil des "Betonsozialismus" untersctreichen das noch.
Trotzdem gibt es meiner Meinung nach im Vergleich zu viele Abstriche. Da haben wir leider auch hier ein grassierendes Müllproblem, überall liegt Zeug am Straßenrand herum. Im Küstengebiet um Kotor herrschen teils mafiöse Verhältnisse, mir wurde beispielsweise die Fahrertür aufgerissen zum Einfordern von Parkgebühren und an anderer Stelle musste ich mit der Stadtpolizei „verhandeln“, damit die eine Parkkralle wieder abmachen. Es gab auch freundliche Leute, ein Zeltplatzbesitzer brachte bei Ankunft frisch geerntete Kartoffeln und Weintrauben vorbei und am Morgen gab es für jeden heiße Pfannkuchen! Trotzdem ist mir die etwas mürrisch-verschlossene korsische Mentalität lieber als dieses schlitzohrige Balkan-Auftreten. Die lange Anreise durch Kroatien muss berücksichtigt werden. Spritpreise 30 Cent weniger als hierzulande, Supermarkteinkauf gleich, Restaurant spürbar günstiger.
Ergo: Montenegro liegt gleichauf mit Kroatien – mit genügend Abstand zum Erstplazierten Korsika. Nächstes Jahr wird es spannend, da stehen die Lofoten auf dem Plan. Spielt das Wetter mit, um diese faszinierende Inselwelt auf einen vorderen Platz zu landen zu lassen?
Viele Grüße,
Swen
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Ich hätte ja gedacht, dass das das Aufreger-Thema momentan im Forum ist
Sowas modernes an einem Ort, wo alles möglichst beschaulich und "beim Alten" bleiben soll
.Jetzt haben die Seilbahner jedenfalls auf der Insel einen Fuß in der Tür und wer weiß, ob es in den Bergen nicht doch mal so einen Zubringer gibt? Mir fällt dazu glatt die Situation im Restonica-Tal ein. Statt der Straße gibts dann ein paar Masten mit der Bergstation am Grotelle-Parkplatz. Der Besucherstrom ließe sich steuern durch hohe Gebühren oder die begrenzte Beförderungsleistung. Ok, so einfach isses natürlich nicht, dazu müssten ganz paar Bäume gefällt werden... Aber dass Baumaßnahmen auch im Nationalpark gehen hab ich vor kurzem erst wieder in Kroatien erlebt. Im Biokovo-Nationalpark hat man da an prominenter Stelle einen Skywalk errichtet und die enge Straße da hinauf bemautet mit strenger Limitierung (15 Autos je Stunde für 15€). Ein anderes Beispiel für eine Limitierung ist der Schneekoppenlift im tschechischen Nationalpark Riesengebirge. Trotz modernster Bauart befördert die Kabinenbahn absichtlich nur 250 Leute pro Stunde.
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Hallo Leute, ich war ja lange nicht mehr so verblüfft wie heute!
Bekannte sind grad auf Kreuzfahrt und haben aus Ajaccio ein, zwei Bilder geschickt. Da seh ich doch im Hintergrund glatt eine Kabinenseilbahn!!!??? Davon hab ich ja noch nie was gehört und der erste April ist auch schon lange vorbei! War aber auch lange nicht mehr in dieser Stadt. Weiß da jemand was genaueres über Details und den Sinn dieser immerhin drei Kilometer langen Seilbahn? Gehört die zum städtischen Nahverkehr wie anderswo eine U-Bahn? Habe spontan nur diesen Artikel vom Mai gefunden: Ajaccio: Seilbahn für Korsikas Hauptstadt im Bau - Seilbahnen International
Viele Grüße, Swen
PS: Nächstes Projekt dann Fango-Tal bis Paglia Orba?
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Herrlich, hier noch mal ein Link zu der Lotsen-Nickerchen-Geschichte
: Weil Fluglotse schläft: Airbus-Maschine kreist eine Stunde über Korsika - FOCUS onlineObwohl, so lustig dürfte das für die Fluggäste wahrscheinlich nicht gewesen sein...
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Hast du da vielleicht sogar einen Erfahrungswert, wann das in den letzten Jahren immer freigeschaltet wurde?
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Hallo Leute, ich schreib mal diese Frage hier in dieses Thema mit rein, es betrifft zwar Corsica ferries aber nicht Korsika, sondern Elba.
Falls sich jemand damit auskennt: Gibt es einen Grund, warum man die Fähre nach Elba nach Weihnachten buchen kann, es jedoch keine Rückfahrt nach Silvester gibt? Das scheint auch bei anderen Anbietern so zu sein. Fährt da im Januar wirklich kein Schiff oder ist da noch mit einer Aktualisierungen der Abfahrten in nächster Zeit zu rechnen?
Vielleicht kennt sich da jemand von euch aus, denke nämlich nach, über Silvester "fremdzugehen" ;)
Viele Grüße,
Swen -
Ja und Salzwasser gibt's da auch nicht ;)
Es wird anhand dieses Beispiels nur eben deutlich, dass begehrte Ziele wie eben alles ums Mittelmeer vermehrt die wohlhabenderen Touristen mit ihren weißen Schlachtschiffen anzieht und "Camping mit Verzicht" aus der Mode gekommen ist. Anderswo gibt's das aber noch.
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Ja die Zeiten ändern sich für jeden mit zunehmendem Alter (und Einkommen). Mein Werdegang ist ja auch der von vielen: Zuerst nur mit Rucksack und Zelt, dann mit Auto und Zelt, jetzt mit Bus ohne Zelt...
Wer übrigens mal Campingurlaub machen möchte wie annodunnemals, dem empfehle ich Tschechien. Da gibts noch die zeltübersäten Wiesen in Massen und die Wohnmobile sind lange nicht im Ansatz so verbreitet wie anderswo auf dem Kontinent. Und von den Preisen fang ich erst gar nicht an zu schwärmen ;)
Viele Grüße, Fren
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Sorry Leute, wenn ihr meint, mit Lichterketten die Welt zu retten: Ermittelt bitte mal den Energieaufwand allein für die An- und Abreise oben genannter 3 Millionen Touristen! Spoiler: Am besten bleiben alle zu Hause.
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Alle "Verzichtsprediger"
mögen sich bitte diesen Artikel aus der unverdächtigen "Welt"-Redaktion zu Gemüte führen: Klimageschichte: Was man aus Wetterextremen wirklich lernen kann - WELTZitat: "seit 1920 leben die Deutschen im „modernen Klimaoptimum“.
Sinngemäß außerdem: Der Anstieg der Wintertemperaturen seit 1850 habt ihre Ursache in der ganz beträchtlichem Anstieg der Weltbevölkerung und dem daraus resultierenden Nahrungsmittelanbau.
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Im Fangotal habe ich im letzten Jahr Aushänge für eine Busverbindung Tuarelli-Galeria gesehen. Die Zeiten habe ich mir aber dummerweis enicht gemerkt...
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