Beiträge von Fren

    Hier muss ich dich da mehrmals berichtigen, da ich die Tour selber schon vor Jahren begangen bin.

    - Die Seilbahn fährt nicht vom Gipfel oberhalb des Gletscher (Punta Penia) sondern vom Nachbargipfel Punta Rocca. Man kann da nicht hin und her wechseln.

    - Es gibt eine Tour auf die Marmolata auch ohne Gletscherberührung, das ist ein Klettersteig auf dem Westgrat. Um zu dessen Einstieg zu kommen quert man ebenfalls die Falllinie des Unglücks.

    - 14 Uhr auf dem Rückweg zu sein ist gängige Praxis und überhaupt nichts ungewöhliches bei solchen Wanderrouten, und wie gesagt es führen in der Gegend auch normale Pfade durchs Gelände.

    - Wie man sieht ist der Bergsturz auch haarscharf an der Berghütte Rifugio Capanna al Ghiiacciaio vorbeigegangen. Zu diesem ging bis vor zwei Jahren sogar ein Lift für Turnschuhtouristen.


    Damit will ich sagen, in den Bergen kann immer etwas passieren, ist halt erhöhtes Lebensrisiko. Siehe das schlimme Unglück im Cirque de la Solitude vor ein paar Jahren. Das jetzt gleich wieder für allerlei Klima-Gedöns zu instrumentalisieren nehme ich dem Messner übel.


    Zum Thema Purcaraccia: Wenn angeblich so viele unvorbereitete Besucher da aufschlagen, müsste man dann nicht den Zugang nur für die unvorbereiteten verbieten? Also die mit mit Sandalen und Badesachen? Aber nein, da sperrt man eben gleich für alle... Na immerhin nur in der sommerlichen Hauptreisezeit.

    Bei meinem Bus sind es regelmäßig 10cm zuviel in der Länge, das ist noch nie aufgefallen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in der allgemeinen Hektik beim verladen jemand vom Personal die Nerven hat, sich mit so was auseinanderzusetzen. Der Tipp mit dem Spiegel ist natürlich super!

    Die Tour Punta Sfrontitata bis Punta Capanella ging vom Col de Scallella los - der Ausblick vom Sattel möchte ich als einen der schönste Aussichten von einer Straße bezeichnen.

    Die andere Tour mit dem Wasserfall und der Punta Piaggiola startete direkt vom Camping Minocchi ganz ohne Autofahrt. Zu diesem Campingplatz gab es auch einen Extra-Thread, wo ich damals tolle Unterstützung vom Forum bekam - nachträglich noch mal danke hierfür :)

    PS: Die Gegend hats dir ja scheinbar angetan :)

    Ich kenne sie auch. Vor ein paar Jahren wurde am Nordhang eine neue Forstpiste in den hang geschlagen, da kann man den ersten Teil des Gratanstieges ein wenig bequemer gestalten. Dann in leichter Steigarbeit mit wenigen Steinmännern am Nordwestrücken hinauf. Unter hohen Bäumen bildete sich etwas unerwartet ein deutlicher Pfad aus, der etwas rechtshaltend zu einem ehemaligen Bergeriegelände führt. Das habe ich als bewohnbar und "bezeltbar" in Erinnerung, geht also als Basislager durch (Höhe etwas über 1300 Meter). Von dort wieder zum Grat zurück, der mir aber zu felsig war, sodass ich aufsteigend nach links in das riesige Kar ausgewichen bin. Das ist im oberen Teil mit Erlen bewachsen aber oberhalb der Erlen kommt man gut durch. Die Tour ist aber wirklich elend lang.

    Zurück ging es übrigens auf dem Ostgrat. Der ist zwar nirgends in der Literatur erwähnt, jedoch gibt es zwischen Erlen und Grat ein gutes Durchkommen und viele Steinmänner. Aber nochmal die Warnung: Nach der Tour weiß man, was man gemacht hat ;)

    Ich bin schon von der Punta di a Vetta zum nächsten Gipfel Punta Capanella gegangen, das war nicht schwer. Von dort sah der Weiterweg dann etwas felsiger aus.

    Jahre später dann habe ich mich von der anderen Seite heranpirschen wollen, von Bastelica aus. Da habe ich mich ausführlich dem Wasserfall und dem Kanal gewidmet und da war an der Punta Piagiola dann leider die Zeit weg. Es sah aus dieser Richtung nach einfachem Gehgelände aus.

    Die google-Bewertungen von dem (ehemals) wirklich schönen Plätzchen lesen sich ja fürchterlich! Und dabei hat das Gelände beste Voraussetzungen.

    Was machen da jetzt eigentlich die ganzen Wanderer auf dem Mare e Monti Nord?

    Bei meinen Besuchen dort hatten es sich stets eine Herde Kühe am Strand bequem gemacht und diese hat dann den Sand vollgesch... Also baden? Nö danke ;)

    Ich war dann immer in einer der schönen Gumpen zwischen der "Doppelbrücke" Ponte Altu und der Straßenbrücke nach Casamaccioli. Da kann ich mich sogar an einen "natürlichen Whirlpool" zum reinsetzen erinnern.

    Das ist wirklich eine der einfachsten, wenn nicht die einfachste Bergtour auf einen der großen korsischen Berge. Man darf nur nicht am Lac de Bastani direkt auf eine steile Rinne zuhalten (die ist nämlich echt steil), sondern erst mal ein Stück mit dem See im Rücken aufsteigen. Schon der Parkplatz an der Skistation ist ein Super-Aussichtspunkt.

    Deinen Optimismus mit dem U Ponte Grossu an der Solenzara kann ich so nicht teilen. Wann immer ich da aufgetaucht bin im Juni war alles voll. Ich durfte mich bis auf eine Ausnahme aber noch in eine Lücke quetschen, da mit Pkw und nicht mit WoMo unterwegs. Einmal aber sehr zum Mißfallen meines Zelt-Nachbarn, dem ich damit wohl zu sehr auf die Pelle gerückt bin. Zur Besichtigung des Platzes durfte ich immer in so ein kleines ElektroMobil zusteigen und wurde dann übers Gelände kutschiert auf der Suche nach einem freien Platz :)

    Man wird wohl besser kommen, wenn man wie von miluparo empfohlen am Vormittag dort aufschlägt.


    Das Prädikat "groß und weitläufig" verdient dagegen der La Dolce Vita, sofern der am Ende des Strandes von Calvi gemeint ist. Da war wirklich viel Platz, die Brücke zum Strand hin ist klasse und ich fand die Schrankenöffnung per Chipkarte ganz angenehm weil man da auch mal ganz zeitig in die Berge aufbrechen kann.

    Gibt es denn in Frankreich im Zuge aktueller Entwicklungen überhaupt höhere Strompreise? Es hieß doch, man setzt dort voll auf Atomkraft und da dürften doch höhere Gas- und Ölpreise keinen Einfluss haben?


    Viele Grüße & schöne Ostern!

    Ob das Thema irgendwie die heutigen Wahlen in Frankreich tangiert? Jetzt nicht den Ausgang ansich, aber die Stimmverteilung auf Korsika? Wie ist denn eure Prognose?

    Hallo und viel Freude auf der Insel!

    Gerade im Frühjahr, wenn noch Schnee auf den Bergen liegt ist die Fahrt via Calacuccia beeindruckender.

    Domfahrer hat eine noch schönere Runde zusammengestellt :)

    (Aber mir wären vier solche Fahr-Tage zu streßig.)

    Viele Grüße,
    Swen

    Das ist eben auch nur die (zentralistische) französische Sicht auf die Situation. Paris versucht halt "den Laden zusammenzuhalten". Aber vor Ort will das scheinbar nicht jeder...

    Das stimmt, "Autonomie" sagt sich schnell, aber was meinen die Demonstranten genau damit? Ein unabhängiges Mini-Land wie meinetwegen Liechtenstein? Einen besondern Status wie z.B. Südtirol in Italien? Oder reicht es aus, im zentralistischen Frankreich sowas wie ein Freistaat Bayern zu sein? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, was das Ziel ist, wobei es da sicherlich hunderte Meinungen gibt.

    Ich würde diesen Besuch als Teil des Wahlkampfes verbuchen: Sinngemäßes Zitat aus dem Spiegel: Mehr Autonomie "logischerweise" erst in der zweiten Amtszeit von Macron.

    Außerdem sehen wir mal wieder: Gewalt bringt eben leider doch etwas, wenn es darum geht, politische Ziele durchzusetzen...