Beiträge von PozziLand

    Hallo,

    also wir sind seit dem 3.5. auf der Insel und haben schon sehr viele Orte abgeklappert, selbst in Corti waren wir und habens uns - ganz Katastrophentouris - die neue Situation angeschaut. Die Navette ist top und nimmt alle, die nur bergab fahren wollen sogar kostenlos mit. Die zerstörte Brücke oberhalb der Frasseta ist beeindruckend, aber man kann zwei schöne Wanderungen trotzdem machen. Wir haben aber die Tour zum Arc etwas nördlich der Restonica gemacht, die ist nicht betroffen, auch der Camping Tuani war vor einer Woche schon offen (dort wird aber parallel noch renoviert) und statt Chez Bartho waren wir auf dem sehr sympathischen Camping U Sognu. Alles bestens also. Wir haben ausnahmslos gutes Wetter, alle Flüsse und das Meer ausgiebig bebadet und keinerlei Einschränkungen, die man als solche bezeichnen könnte, erlebt.


    Nur eines: es gibt irgendwie keine CF 24 Aufkleber. Skandalöserweise haben sie uns und allen(?) anderen einen Sardegna Ferries Bapperl verpasst 🤬

    Vielen Dank fürs teilen der Infos und fürs übersetzen. Es ist wirklich zum verzweifeln: weil wir selbst vorhaben, ein paar Tage vor Saisonstart in den GR20 Süd einzusteigen, checken wir andauernd Wetter und Schneeverhältnisse und ich bin auch in vielen FB-Gruppen. Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass dort um den 30.4. herum auch Leute ihre Wanderung angekündigt hatten. Und der Wintereinbruch war nun wirklich rechtzeitig abzusehen. Was mich aber auch schockiert, sind die vielen Fragenden dort, die ganz offensichtlich nicht mal einen Wanderführer konsultiert haben, die wildesten Fragen stellen und Fotos von ihrem Gepäck teilen. Dort sieht man als Trailrunner bezeichnete Stoffsneaker, 10 Grad Schlafsäcke, fehlende Daunenjacken… Wenn der eine Wanderer an Unterkühlung gestorben ist, können die wohl kaum das nötige Biwak-Equipment dabei gehabt haben, bestehend aus: warmen Klamotten + 3-Jahreszeiten Schlafsack + mehrlagigem Zelt + Rettungsdecke. Denn das alles zusammen genommen (selbst wenn man es sich nur umwickeln kann), sollte einen eine Nacht überleben lassen. Aber da hätte man das Notbiwak vielleicht besser an der Ortu Hütte aufgeschlagen. Wirklich ein unnötiger Tod. Und bestimmt traumatisierend für den überlebenden.

    Ich schiebe noch kurz hinterher, wie meine stornierte Überfahrt nun ausgegangen ist:
    Heute kam endlich der Hinweis von CF, dass die Fährfahrt nicht stattfindet. Ich hätte online kostenneutral umbuchen können. Ein Anruf unter der Münchner Nummer hat es aber ermöglicht, die Kabine, die wir bei der Tagfahrt, die wir nun nehmen müssen, nicht mehr brauchen, erstatten zu lassen und zusätzlich haben wir einen 35€ Gutschein aufs Ticket gebucht bekommen (Pietra zum Frühstück? ;)). Der Anruf hat sich also gelohnt und wir sind de facto nun nur 3,5h später auf der Insel, sparen aber über 100€. Ich bin nicht unzufrieden - bis auf den Umstand, dass wir nun mal wieder eine Nacht im Hafen von Livorno im Bulli schlafen werden. Aber in vorfreudiger Stimmung kann man das aushalten.

    Also: die Nummer geht noch!!, nette Frau am anderen Ende der Leitung. Kostenlose Umbuchung auf eine andere Fähre garantieren sie. Jetzt muss ich erstmal checken, was da für uns infrage kommt. Da wir dieses Mal aus München kommen, fällt Marseille und Toulon leider aus, sonst wäre ich dann auch endlich mal soweit, die Fährgesellschaft zu wechseln..

    Hallo in die Runde,


    seitdem der Fähren-Cancel-Krimi offenbar schon wieder angefangen hat, checke ich täglich, ob unsere Fähre mit CF noch "existiert" und siehe da: seit heute kann man die Überfahrt nicht mehr buchen, sie wird (auch für einzelne Passagiere ohne Fahrzeug) nicht mehr in der Suche aufgeführt: 4.5., 23.59 Nizza-Bastia. Allerdings steht sie noch im Hafenplan von Bastia (und hier auch die Info Pascal Lota) und ich habe auch noch keine Benachrichtigung von CF erhalten. Kennt jemand diesen Fall und weiß, ob die Fähre nun ausfallen wird oder ob sie einfach nur voll ist und daher nicht mehr buchbar?

    Hallo,


    da es uns genauso geht, dass wir bereits ab Mai die Berge (sicher) unsicher machen wollen, checke ich das Bulletin de Montagne in der App von Meteo France, da wird jeden Tag die Schneegrenze und aktuelle Schneehöhe grafisch sehr anschaulich aktualisiert. Ist die gleiche Quelle wie Thomas‘ Link, aber auf dem Smartphone sehr übersichtlich!


    Wenn es noch Schneefelder geben sollte, frage ich mich aber selbst, ob Grödel hier helfen, wenn dann eher richtige Steigeisen, denn die Mini-Crampons halten nicht so gut in sulzigem Tauschnee, so zumindest meine Erfahrung (oder was denkst du als erfahrener Berggänger?) Und für die Paglia Orba würde ich dringend Handschuhe empfehlen, denn egal wie das Wetter wird, der Fels ist kalt und es ist schon ein ziemliches Geklettere. Am Monte D‘Oro hatten wir auch im Juli noch nordseitig ein Schneefeld, das war aber ohne spezielles Equipment zu queren.


    Nächste Woche ist übrigens nochmal Neuschnee zu erwarten, aber der taut bestimmt schnell, falls kein Wintereinbruch im Mai kommt.


    Schöne Tourenauswahl, viel Spaß!!

    Das gestänkere bezieht sich vermutlich auf gendergerecht, das ist ja leider ähnlich wie woke ein Kampfbegriff der Neurechten geworden, die von Sprachpolizei fabulieren. Der Gegenpol dazu regt sich halt auch gerne auf……

    Es ist ein Kampfbegriff der neuen Rechten , im Übrigen genauso wie Milliarden gefüttertes Zwangsinstitut.


    Ich befürworte im übrigen diesen Fernsehtrend Camping und dann noch auf Korsika genauso wenig wie die meisten hier. Mir geht es um die Kampfbegriffe und Sprechweise

    seht es mal so, es hätte noch schlimmer kommen können.

    In etwa so:

    ein(e) Influencer/in frägt gendergerecht an, ob wir den Urlaub finanzieren, damit ein entsprechender Bericht medienwirksam vermarktet werden kann.

    und wie darf ich mir das vorstellen? Ich fräge, du frägst, er*sie*es* frägt, wir frägen, ihr frägt, sie frägen?
    Na, Hauptsache noch ein bisschen kulturkämpferisch gestänkert.

    Ich hatte gehofft, dass dieses "Denkmal" so stehen bliebe. Leider vergebens.

    Lieber philipp, I see your point, aber für mich waren, bevor ich mich dazu entschlossen hatte, das zu teilen, beide Varianten völlig ok. Aber niemand muss sich jetzt hier verpflichtet fühlen zu irgendwas. Absolut nicht :)

    Liebes Forumsgemeinde,


    vor vier Wochen ist mein Vater gestorben, der mir seine Liebe zu Korsika vermacht hat. Auf die Gefahr hin, hier zu persönlich zu schreiben, vermute ich doch, dass dies vielleicht der passendste Ort ist, dieser Liebe ein kleines Denkmal zu setzen.


    Er hat sich in den 70ern in die Insel verliebt und alle seine Partnerinnen dorthin mitgenommen. Als Französisch sprechender Nichtfranzose hat er die Korsinnen und Korsen immer als sehr herzlich, hilfsbereit und freundlich erlebt (wenn auch manchmal aus nicht so schönen Gründen - Stichwort: Erbfeind) und nicht ohne Sympathie die eine oder andere gesprengte Hotelbaustelle bestaunt. Er hat in den Bergen und in den Dünen am Erbaju-Strand gezeltet (und mir später die kleinen selbstgezimmerten Hippie-Behausungen gezeigt, die mich als Kind sehr fasziniert haben) und dank seiner Offenheit und Freundlichkeit immer einen von den Einheimischen gutgeheißenen mehr oder weniger improvisierten Schlafplatz gefunden. Nach meiner Geburt hieß das erste Reiseziel mit 7-monatigem Baby natürlich: Korsika. Auch im Jahr darauf waren wir wieder dort und wieder ein Jahr später habe ich meinen dritten Geburtstag auf unserem Lieblingsplatz auf dem Camping Villata verbracht, wo man damals noch an den Klippen stehen konnte und meine Eltern mich davon überzeugt haben, dass die Fische meinen Schnuller nun nötiger haben als ich (eine aus ökologischen Gesichtspunkten natürlich eher fragwürdige Strategie). Ein oder zwei Jahre später hat uns mein Vater mit dem VW-Bus (50PS!) den Bavella-Pass hinauf gerettet, als ein Unwetter die Solenzara so anschwellen ließ, dass die Ponte Grossu zerstört wurde, über die wir eben noch gefahren waren (als Erwachsene später diese Brückenpfeilerruinen zu sehen, ist jedes Mal beeindruckend).

    Als die Schulpflicht den Septemberurlaub zunichte machte, sind wir auf die Winterferien ausgewichen, denn einmal im Jahr musste es Korsika und durfte nie im Juli oder August sein (ich glaube, er wollte sich immer die Wildnis der Insel bewahren und keinen Overtourism sehen). So haben wir viele Weihnachten und Silvester am einsamen Plage d'Arone und anderswo, manchmal in den Wellen, verbracht. Einen dieser Winterurlaube machten wir nur zu zweit und sind den "Genuss" einer Silvesterparty auf der CF-Fähre bei starkem Seegang gekommen.

    Ein paar Herbstferien zusammen gab es noch, bis Urlaub mit den Eltern nicht mehr angesagt war, aber dann hatte er mir eine Jugendreise nach Korsika gebucht, die fantastisch war.

    Jedesmal auf dem Weg von Piana zum Aronestrand hat er nach den Besitzern des Hauses Ausschau gehalten, das auf der Klippenseite der Straße in Alleinlage mit bestem Blick auf den Golf von Porto steht. Er wollte es so gerne für die Zeit seiner Rente kaufen. Leider ist er dann krank geworden, aus dem Plan ist nichts geworden und er musste von da an Vorlieb nehmen mit den Urlaubsbildern seiner Töchter, die inzwischen mit ihren Partnern und Campingbussen die Insel unsicher machten.

    Auf seiner Beerdigung lief ein Lied von I muvrini.


    Ich glaube, in diesem Jahr habe ich die beste Ausrede, warum es nun "schon wieder Korsika" werden muss.


    Ich hoffe, das ist kein Fall von "too much information" und ich habe mit "Kurioses u.a.m." das richtige Unterforum gewählt ;) Sonst gerne verschieben.

    Danke fürs Lesen und Salut

    Sonja


    Also auch wenn es off topic ist, finde ich super, dass diese Frage mal diskutiert wird. Ich frage mich nämlich seit ich hier im Forum bin, warum manche ab Toulon fahren (was ja sogar weiter ist als Marseille). Manche Beweggründe (z.B.: Gespann, entspannte französische Autobahnen) kann ich verstehen.


    Aber was meint ihr mit den 2(!) Vignetten für die Schweiz? Hab ich was verpasst? Ich fand es bisher immer sehr günstig, für 40€ das ganze Jahr durch die Schweiz zu fahren, habe die das System geändert? Gefunden habe ich nichts.


    Zum Nicht-Thema: wir fahren fast immer ab Livorno, wegen der kurzen Fährfahrt, wollen aber auch mal was anderes probieren. Und haben letztes Jahr zum ersten Mal die hier viel beworbene Strecken über den Lago und Alessandria genommen. War sehr schön, zumal wir eh am Lago stopp gemacht hatten, aber ob sich das netto zeitmäßig lohnt, bezweifle ich. Aber wir müssen meist auch nicht zur Hauptstauzeit fahren und kommen mit dem T4 sehr gut über den Gotthard-Pass (wo es ebenfalls sehr schön ist).

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