Beiträge von Patrimonio


    Hallo Thomas Giacchetto::
    "das letzte Mal kandidierten zwei verfeindete Cousins" .....


    Das waren tatsächlich "Cousins germains", so habe ich auch die Bedeutung gelernt. Beide haben dieses Mal auch kandidiert, sie haben beide aber nur 30% der Stimmen erhalten.


    In Patrimonio haben die "Nationalisten" überraschend gewonnen, der frühere Bürgermeister hatte nach eigener Aussage vor der Wahl von 60% aller Wähler die Zusage zur Wahl erhalten, tatsächlich sind´s dann nur 40% geworden. Man munkelt, die neue Mannschaft will insbesondere Grundstücksverkäufe an Ausländer und insbesondere an Kontinentalfranzosen verhindern.


    Gunter

    Auch in unserem Dorf (Barbaggio, ca. 100 ständige Bewohner, 200 Wahlberechtigte) verlaufen die Wahlen ähnlich wie bei Dir Thomas, das letzte Mal kandidierten zwei verfeindete Cousins, einer ist der Bruder unseres direkten Nachbarn, mit dem anderen sind wir befreundet und wollten ihn eigentlich wählen. Da wir kurz vor dem Wahlsonntag abgereist sind, dachten wir: na dann gibt´s eben die Briefwahl. Aber nicht in Frankreich: hier kannst Du eine Vollmacht (Procuration) einem Vertrauten geben, der dann zwei Stimmen hat. Im Dorf weis man allerdings wer welche Liste wählt, mit der Auswahl des Wählers outet man sich quasi. Wir haben seinerzeit entschieden, nicht zu wählen. Diesmal waren wir ja zur Wahl da, aber aus irgendwelchen nicht nachvollziehbaren Gründen war Steffi (meine Frau) von der Wählerliste verschwunden. Nach einigen Telefonaten des Wahlvorstehers wurde uns geraten doch nach zu fahren, dort gebe es ein spezielles Tribunal, das noch am Wahlsonntag die Sache klären könne...


    Das haben wir dann doch gelassen und es gab nur mein Votum!


    Gunter

    Hallo Franziska Moriani:, Thomas Giacchetto: und wolfgang:,


    bei meinem Internetanschluss auf Korsika ist der TV-Empfang und der Decoder von Orange inklusive. Der Receiver ist nicht sonderlich komfortabel, deshalb habe ich für den Empfang der anderen Astra-Sender einen zweiten (deutschen) Receiver. Da ich gerade in Patrimonio bin, werde ich morgen mal versuchen die Sendung vom TV auf dem PC aufzunehmen (das habe ich allerdings noch nie versucht, vielleicht weis ja einer von Euch wie das geht).


    Thomas, da ich die französischen Sender auch in Deutschland sehen wollte, habe ich mir für kleines Geld (ca. 20€) auf ebay.fr einen neuen Receiver von TechniSat mit französischer Smartcard gekauft. Den darf man offiziell allerdings nicht ausführen. Die Smartcard war 4 Jahre gültig, danach musst Du eine neue besorgen. Das ging problemlos übers Internet und kostete für weitere 4 Jahre ungefähr 10€.


    Liebe Grüße


    Gunter

    Lieber @Uli P.:,


    in Patrimonio habe ich jetzt zwei Bienenvölker stehen, deshalb bin ich natürlich mit den Insektiziden extrem vorsichtig. Andererseits habe ich schon Sorge um die schönen (wenn auch nicht einheimischen) Palmen. Da Du glaube ich Apotheker bist, weist Du vielleicht, ob Imidacloprid auch ausserhalb der Pflanze (neben)wirkt?


    Lieber Thomas Giacchetto:


    mein Auto auf Korsika hat ein 2B Kennzeichen, aber vielleicht hast Du mich am Etang d`Urbino ja trotzdem gesehen. Seit ein paar Tagen bin ich allerdings wieder in Deutschland und erst im März wieder zurück.


    Gunter

    Der Umgang mit dem Müll ist für uns , die wir an die Verhältnisse nördlich der Alpen gewöhnt sind, schon schwierig.
    Vor 12 oder 15 Jahren gab es z.B. einen Versuch der Plastikflaschenflut mit der Einführung eines Flaschenpfandes einzudämmen. Die Akzeptanz war so gering, das es nach einem Jahr wieder eingestellt wurde (die Händler sagten, dass niemand es einsähe, für eine leere Flasche Aufwand zu betreiben). Auch bei uns sind ja die PET-Flaschen auf dem Vormarsch, immerhin zumeist mit Pfand.
    Jede Gemeinde organisiert auf Korsika die Müllabfuhr selbst, inzwischen mit der TRI - also Mülltrennung in Plastik/Papier/Restmüll. Unser Gemeindearbeiter des Dorfes (ca. 120 Einwohner), der den Müll abholt, kippt allerdings wieder alles zusammen. Ob das auch für die Recyclinghöfe gilt, die es neuerdings in den größeren Städten gibt, weis ich allerdings nicht.
    Bis in die 80-Jahre hatte jeder Ort seine wilde Müllkippe (in Saint-Florent z.B. dort, wo jetzt der Aqua dolce ist). Später gab es eine "Müllverbrennungsanlage" (wieder für Saint-Florent an der Abzweigung der Strasse Saint-Florent - Desert des Agriates / Santu Pietru). Hier wurde der Müll aber einfach nur abgefackelt. Der Schornstein wurde erst im letzten Jahr demontiert.
    Inzwischen wird der Müll auf der geschlossenen Müllkippe von auf LKWs verladen und nach Toulon verschifft, wer einmal eine Nachtfähre der [definition=9]SNCM[/definition] nach Toulon genommen hat, wird sich sicherlich an die vielen "Rocca-LKWs" erinnern. Ein Platz für eine echte Müllverbrennungsanlage ist seit Jahren in Furiani vorgesehen, passiert ist allerdings bis heute nix.
    Als die große Müllkippe in nach ca. 5 Jahren Ankündigung wirklich geschlossen wurde, es aber keine Nachfolgeregelung gab, wurde in Patrimonio kurzerhand der Fußballplatz wieder zur wilden Müllkippe... (ist erst 3 Jahre her!).
    Insgesamt ist es mit dem Müll aber deutlich besser geworden.
    Gunter




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    Jetzt wurde uns doch kurz vor der nächsten Fahrt nach Korsika aus unserem Carport der VW-Bus geklaut! Mit dem sind wir die letzten 14 Jahre über 50x nach Korsika gefahren. Da die Fähre für nächstes Wochenende schon gebucht war und wir ein anderes Gefährt brauchten, haben wir jetzt kurzfristig nur einen VW-Bus mit langem Radstand zur Verfügung - der ist aber nicht mehr unter 5m sondern 5,29m lang. Gibt es unter Euch VW-Bus-Fahrer, die auch einen langen VW-Bus fahren? Wie bucht Ihr Euer Fährticket? Die Schweizer Vignette ist natürlich auch weg !


    Euch allen schöne Pfingsten - auf Korsika ist z.Z. auch kein besseres Wetter


    Gunter

    Hallo Mila, hallo Tom,


    die Frau kam tatsächlich bereits in einer anderen Dokumentation zu Wort. Sie hatte die Olivenplantage von ihrem Mann geerbt und lebte dort alleine mit ihrer Mutter. Ihre Aussagen damals waren wirklich m.E. grenzwertig, das jetzt im Film war oK. Ging es eigentlich um Murtoli?


    Das Weinfest am 11.11. in Patrimonio (Die Kirche dort heißt St. Martin) ist in den letzten Jahren immer größer geworden und hat den lokalen Rahmen weit gesprengt. Im letzten Jahr war ich nochmal da, es war wirlkich ein ziemliches Besäufnis. Im Februar gibt es noch ein lokales Fest "les sarements", aber auch hier ist die Entwicklung ähnlich: Viele ortsfremde Leute, die gratis essen und trinken wollen. Früher hat man gemeinsam die abgeschnittenen Triebe der Weinreben gesammelt und hinterher gemeinsam was getrunken. Heute kann man bei Youtube sehen, wie es läuft.


    Gunter

    Lieber Thomas Giacchetto:,en


    danke für Deine Infos über die korsische Imkerin (ich war ein paar Tage unterwegs, deshalb erst jetzt die Antwort). Wenn ich von der Imkerei leben müsste, wäre wohl auch bei mir der Griff zur chemischen Therapie gegen die Milben naheliegend. Natürlich finde ich es schade, dass gerade auf Korsika, wo in der Macchia keine Pestizide zu erwarten sind, der Honig also relativ rein ist, die Chemie über die Milbenhandlung in den Bienenstock kommt. Hier in Deutschland behandle ich biologisch und die Bienen fliegen jetzt gerade auf die frisch gespritzten Rapsblüten...


    Man kann halt nicht alles haben!


    Gunter

    Hallo Schorschi:, hallo Capitella:


    doch, doch, das Posting von Ernest ist schon richtig. Vor ca. zwanzig Jahren gab es dort ein Schwimmbad, das hat sich aber wie zu vermuten nicht gelohnt und war gefühlt nur 2 oder 3 Jahre in Betrieb und ist dann verfallen. Vor ca. 3 Jahren wurde das Schwimmbad abgerissen (in der Grube steht jetzt der Brunnen) und das Resto U Cantarellu gebaut. Zudem gibt es jetzt am Pass etliche dauerhaft bewohnte Häuser im "kubistischen" Stil. Der Platz vom alten Schwimmbad hat deutlich gewonnen, der Gesamtanblick des Col San Stefano hat eindeutig verloren!


    Gunter

    wenn man im Frühjahr die blühende Macchia sieht und riecht, kann man sich ja vorstellen, dass es wunderbaren Honig geben muss. Da ich in Deutschland ein paar Bienevölker halte, hab´ich mir immer gewünscht, auch auf Korsika Honig zu ernten. Vor drei Jahren habe ich von einem Imker aus Patrimonio mein erstes einheimisches Bienenvolk bekommen und den ersten eigenen korsischen Honig geschleudert. Die Bienen sind aber gewöhnungsbedürftig: ganz anders als in Deutschland kann man sich ihnen nur in voller Schutzkleidung nähern - eben wie das Land: tres sauvage!


    Was das Bio-Imkern angeht habe ich vorort allerdings so meine Zweifel. Hier in Deutschland wird die obligatorische Milbenbehandlung primär mit Ameisensäure durchgeführt (also wirklich biologisch). Als ich dafür auf der Insel welche kaufen wollte, gab es auf ganz Korsika (na jedenfalls habe ich es an vielen Orten versucht) keine! In Deutschland kann dir jede Apotheke welche bersorgen. Wenn ich die korsischen Imker nach ihrer Behandlungsmethode gefragt habe, gab es immer nur Schweigen - ich tippe deshalb auf den Einsatz von BASF und Co.


    Vielleicht haben Giacchetto: oder Marilena: ja hier auch nähere Insider-Informationen.


    Grüße Gunter,


    der erst in 4 Wochen seine korsischen Bienen wieder besuchen kann

    Lieber Klaus, lieber wolfgang.


    leider hab´ich nicht herauskriegen können, ob die Wurst geschmeckt hat :hmm: ? Die Bernardinis und Co. haben sich doch nach dem Konzert viel Zeit gelassen. Da wir mit Freunden da waren, sind wir dann doch vor Erscheinen der Gruppe gegangen!


    Das Konzert war super und die Stimmung war gut, es sind eben nur die wirklichen Korsika- und Musik-Freaks da!


    Gunter



    Hallo Patrick,


    im letzten Jahr fuhr die Kutsche nur im Juli und August. Die Abfahrten sind auf die Popeye-Fahrten abgestimmt. Was es kostet weiss ich nicht, die Tour dauert ca 10min. Zu Fuß ist es aber eine schöne Wanderung ,die kaum mehr als eine halbe Stunde dauert, wenn man nicht bis zum Camping Paradisu läuft, sondern direkt durch den Pinienwald geht.


    Liebe Grüße


    Gunter

    Hallo Jürgen,


    wir waren zu der Zeit auf der Insel und haben kurz überlegt, uns das Springen anzuschauen. Nach kurzer Recherche haben wir aber davon Abstand genommen: um überhaupt etwas zu sehen, musste man unverschämt viel Geld für einen Platz auf einem der Boote bezahlen, die unterhalb der Stadt kreuzten, von Bonifacio und von den Klippen aus war nämlich nix zu sehen!


    Gunter

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