Beiträge von Schorschi

    Laut Wikipedia gab es 1988 noch 61 internationale Autoreisezugverbindungen der Bundesbahn. Zurück in die Zukunft oder so ähnlich.


    Heute kommt man noch ganz bequem per Autoreisezug über Wien (!) nach Livorno. Edit: die Verbindung nach Livorno scheint es nicht mehr zu geben.


    Hamburg-Verona scheint es zu geben, den Rest zum Hafen dann mit dem Auto.


    Billig ist der Spaß aber nicht, auf die Schnelle habe ich nur eine Preisangabe für Düsseldorf - Verona gefunden. Da steht, ein Abteil (drei Erwachsene) gäbe es ab 359,- €. Als fünfköpfige Familie also zwei. Plus 100 für das Auto.


    Grüße

    Georg

    Eine Frage am Rande der Thematik: ein elektrischer Antrieb müsste doch für ein Offrad-Fahrzeug ideal sein. Drehmoment von ganz unten heraus und ganz fein dosierbar.


    Die Batterietechnik wird sich weiterentwickeln. Es gibt ja mittlerweile einige interessante Alternativen zur Lithiumionentechnologie und ich denke, wir sind hier in der Forschung noch relativ am Anfang. Der zunehmende Bedarf an Speichertechnologien zieht automatisch zunehmende Forschung mit sich.


    Aber ich gebe zu, so wie es andere oben auch schon erwähnt haben, für eine mehrköpfige Familie gibt es doch kaum eine Alternative zum eigenen Auto. An der Stellschraube könnte man drehen. Aber: wenn man bei 800 km Strecke 5 statt 7 Liter braucht, dann sind das 16 Liter Kraftstoff. Ich möchte nicht sagen, daß das nichts wäre, es ist aber auch kein so großer Stellhebel. Wobei es sich über alle Urlauber gerechnet natürlich auch läppert.


    Man muss ja eigentlich die Gesamtbilanz betrachten. Das beginnt bei der Vorbereitung des Urlaubs, geht über Anreise, Unterkunft, Ess- und sonstiges Konsumverhalten über Programmgestaltung usw. bis hin zur Rückreise.


    Wie könnte denn eine familientaugliche Anreise mit möglichst kleinem ökologischem Fußabdruck aussehen?


    Grüße

    Georg

    Wenn hier mir Solarsegeleien und anderem rumgefrotzelt wird, wirkt das auf mich extrem herablassend gegenüber der Person, die den Thread eröffnet hat. Das finde ich doch echt störend und diesem Forum nicht angemessen.

    Du hast gelesen, daß der Threadstarter „Spinnereien“ ausdrücklich erlaubt bzw. gewünscht hat!? Ich habe beim Durchlesen keinen Beitrag gefunden, in dem sich jemand über das Thema lustig gemacht hätte oder rumgefrotzelt wurde. Und es ging ja eindeutig um den Blick in die Zukunft, der weit über Flixbus und gasbetriebene Fähren hinaus gehen sollte.


    Grüße

    Georg

    Mittelfristig: mit dem Zug zum Hafen und dann mit der Segelfähre übersetzen. Weiter mit einem E-Taxi (100 % selbstgeernteter Solarstrom) oder dem dann gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr (natürlich auch zu 100% aus regenerativer Energie gespeist). Und wenn man dann doch mal irgendwo hin möchte, wo kein Bus/Shuttle hinfährt, dann mietet man sich einen E-Roller.


    Langfristig: hier kommen die autonom fahrenden/fliegenden Fahr- und Flugzeuge ins Spiel. Ob in Zukunft tatsächlich die meisten auf ihr eigenes Auto verzichten werden, weil sie sich bei Bedarf einfach per Knopfdruck eines vor die Haustür bestellen können, wird man sehen. Diese ließen sich für längere Strecken ja auch mit dem öffentlichen Nah- und Fernverkehr koppeln. Für lange Strecken nähme man dann die Bahn. Die Züge werden dynamisch je nach Bedarf zusammengestellt und fahren nicht nach einem festen Fahrplan. Ähnlich die relativ kleinen, solarbetriebenen Tragflügelfähren oder vielleicht doch auch umweltfreundlich angetriebene Luftfahrzeuge.


    Irgendwann: wir brauchen nicht mehr physisch verreisen. Smartphones nehmen dann keine Fotos oder Videos mehr auf, sondern 360°-3D-Hologramme. Sensoren erfassen sämtliche relevanten Umgebungsbedingungen. Beim Betrachten werden uns diese direkt ins Gehirn projiziert, so daß es sich so anfühlt, als hätten wir es selbst erlebt. Den Urlaub laden wir uns dann aus der Cloud runter. Die Immobilienpreise auf Korsika erreichen ein historisches Tief. Ein schönes Haus an der Küste ist für 30 Schafe zu haben.


    Grüße

    Georg

    Hallo Chris,


    schau mal nach den "Nautel-Angeboten" von Corsica Ferries. Moby Lines bietet glaube ich was ähnliches, weiß aber grad nicht, wie sich das dort nennt. Da kann man dann schon abends aufs Schiff und im Hafen in einer Kabine übernachten, die Fähre fährt dann am nächsten Tag. Ansonsten gibt's ja noch die Fähren, die am Mittag/Nachmittag fahren. Da muss man dann halt schauen, wann man wo ankommt und wie spät man am Reiseziel noch einchecken kann.


    Die Fährpläne sind noch alles andere als vollständig für das nächste Jahr, da wird sich noch was ändern.


    Was spricht gegen Savona oder Genua als Abfahrtshafen?


    Grüße

    Georg

    Hallo zusammen,


    gestern wurde ein neuer, recht großer Solarpark von "Corsica Sole" in Betrieb genommen. Die Leistung der 11.000 Solarpaneele reicht aus, um 4.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Da selbst auf Korsika nicht immer die Sonne scheint, meistens auch nicht nachts, wurde die Anlage mit einem Speicher in Form von 48 Tesla-Powerpacks kombiniert. Damit kann rund um die Uhr Strom geliefert werden, die Anlage hat eine Jahreskapazität von 20 MWh. Damit ist die Anlage die erste ihrer Art in Frankreich. Solarenergie deckt derzeit "nur" 9 % des Stromverbrauchs auf der Insel.


    Das ist finde ich eine gute Sache und Platz genug für weitere Solarparks würde man sicher finden.


    Mich erstaunt es immer wieder, daß auf vielen Campingplätzen immer noch keinerlei Wassererwärmung per Sonne genutzt wird und man lieber rein auf Öl oder Gas setzt.


    Grüße

    Georg

    Hallo Stephanie,


    ja, wirklich schade, daß da nach und nach alles verschwindet. Am südlichen Ende vom Gjunchitu gibt es noch die alte Bar/Restaurant. Das wird/darf wohl auch bleiben, da es sich auf Privatgrund befindet.


    Der "Foodtruck" wird vom Campingplatz aufgestellt/betrieben. Ist aber vom Angebot und vom Ambiente her kein Ersatz für die Strandbar und war nur bis Anfang September in Betrieb. Er steht dann direkt unterhalb der Bahn am Weg zum Strand.


    Grüße

    Georg

    Hallo Stephanie,


    in gewöhnlich gut informierten Kreisen wird gemunkelt, daß das U Sbirru nächtes Jahr auch nicht mehr öffnen wird...

    Grüße

    Georg

    Hallo Stephanie,


    ja, der Sindbad ist Geschichte. Das Ganze hat mit dem Loi Littoral zu tun, also grob dem Gesetz zum Schutz der Küste. Der Bau war schon immer eigentlich nur mehr oder weniger geduldet. Die Genehmigungen liefen seit einigen Jahren dann aber wohl nur noch von Jahr zu Jahr. Geführt wurde sie von zwei Brüdern, wobei der eine schon vor einigen Jahren im Großen und Ganzen ausgestiegen ist. Der andere hätte noch weitermachen dürfen. Allerdings nur er und niemand anderes. Angestellte natürlich schon auch, aber er hätte den Großteil der Zeit eben da sein müssen. Da er bereits 73 ist, hat er dann beschlossen, aufzuhören. Im Winter haben sie die Hütte, bzw das, was im Winter eben noch davon steht, abgerissen.


    Hier der von wolfgang oben erwähnte Thread dazu. Das Gesetz ist im übrigen nicht neu, es wird nur in den letzten Jahren konsequenter durchgesetzt.


    Jeder, mit dem ich in insgesamt vier Wochen dort unten gesprochen habe, hat den Verlust bedauert.


    Grüße

    Georg

    Ergänzung:


    f) - Verbot derAnsiedlung neuer große Handelsketten


    Den gewählten Vertretern unterstellen sie - entgegen allem sonstigen patriotischen Engagegement - durch ihr Handeln die endgültige Eingliederung des korsischen Volkes in die französische Gesellschaft voranzutreiben.


    Die für Terrorisumus zuständige Staatsanwaltschaft hat schon ein Auge darauf geworfen. Der historischen FLNC werden übrigens mehr als 4.500 Attentate zugeschrieben.


    Grüße

    Georg

    Hier mal ein paar der Forderungen des "Neuen FLNC":


    a) - Verbot für Nicht-Korsen, Grundstücke oder Immobilien zu kaufen

    Diejenigen Aus-/Festländer, die bereits Immobilien besitzen, müssen sie zum ursprünglichen Verkaufspreis wieder zum Verkauf anbieten. Gekauft werden darf ausschließlich von korsischen Privatpersonen oder lokalen Behörden (Gemeinde, CdC).


    b) - Anreiz, alle Ausländer (auf dem Arbeitsmarkt) durch Korsen zu ersetzen

    Hierfür soll u.a. ein "Rückkehrbüro", eingeroichtet werden, das den Ausländern dabei hilft, die Insel wieder zu verlassen.


    c) - Touristenquote

    Maximal 600.000 Touristen zur gleichen Zeit auf der Insel. Einkünfte aus dem Tourismus sollen vermehrt den Einwohnern zugute kommen.


    d) - Korsische Reedereien

    Das korsische Volk soll die volle Kontrolle über die Reedereien erhalten, die Korsika bedienen


    e) - Korsischunterricht

    Vom Kindergarten bis zur fünften Klasse mindestens eine Stunde pro Tag korsisch. Sowohl mündlich, wie auch schriftlich. Inklusive passender Lehrerausbildung.


    f) - Territoriale Mehrheit

    Verbleib in der Französischen Republik, das korsische Volk soll wieder die Mehrheit auf der Insel ausmachen.


    g) - Historische Verpflichtung

    Niemals Menschen schaden, nur Eigentum. Ein Prinzip das nach Ansicht der neuen FNLClern in den 90ern verraten wurde


    h) - Bei Bedarf Gewalt

    Man sieht sich als direkte Erben der ersten FLNC und nicht an die Herausgabe der Waffen bzw. die Einstellung militanter Aktionen gebunden


    Mal schauen ob das Ganze länger Bestand hat. Könnte mir vorstellen, daß die unter jungen Korsen durchaus Zuspruch finden könnten. Mehrere Kommentargeber unter dem Artikel im CM sehen darin nationalsozialistische Ansätze.


    Grüße

    Georg