Beiträge von flachlandtiroler

    Brauchen wir wirklich 21 Salamisorten zur Auswahl?

    Stimmt: Coppa und Figatelli reichen völlig!


    Im Ernst, dies hier ist ein Korsikaforum und es ist gut, mal die Sinnfrage zu stellen.

    Aber für die allermeisten läuft es dann darauf hinaus, auf ihren Korsikabesuch schlicht zu verzichten und folglich das Forum hier entbehrlich zu machen...


    Interessant wär's schon, welche Fährgesellschaften was tun zur Schadstoffreduzierung; manche Sachen halte ich für Augenwischerei (Kompensationszahlungen), andere Sachen sind trivial (Hafenstrom), manche brauchen vielleicht bisschen politischen (unwahrscheinlich) oder halt Nachfrage-Druck (Schwefelgehalt des Treibstoffs).

    Alternative Antriebe o.ä. sind am Markt wohl nur über massive Subventionen drin, das gibt das Saisongeschäft kaum her schätze ich. Sobald man an der Preisschraube dreht, droht dem Schiff das gleiche Schicksal wieder Bahn...

    Würde sagen die Beschreibung des OP ist zutreffend:

    • Schlafsäle offen mit blanken Matratzen --> Schlafsack mitbringen
    • Küche offen, Töpfe und Gaskocher idR vorhanden aber Zustand Glücksache --> kleinen Kocher & kl. Kartusche mitbringen
    • Sanitärs sind abgeschlossen

    Disclaimer: Ich war schon mehrere Jahre nicht mehr auf der Insel, davor aber immer im Oktober dort und wir haben auf diversen der GR20-Refuges übernachtet.

    also wenn du keinen Meter mit dem Auto fahren willst, bleibt in Lozzi nur der Monte Cinto selber, aber der ist in sieben Stunden hin und zurück kaum zu machen.

    Der TO sucht ja was "anspruchsvolles", insofern passt der Monte Cintu (oder auch der Capu Falu) sicherlich auf das Suchprofil.


    Man kann aber vom Campingplatz durchaus auch in die andere Richtung los, dem "Sentier de Transhumance" in die Scala Santa Regina folgen oder zur Bergerie Caracuto. Da bin ich mal von der nahen Ortschaft Corscia lang und auf den Capu Biancu. Würde ich aber nicht "empfehlen", da a) die Wegführung oberhalb von Corscia mies zu finden ist (v.a. im Abstieg) und b) dieser Gipfel die 7h-Marke nochmal deutlicher reißt als der Cinto.


    Sehr schön, wenn auch mit kurzer Anfahrt nach Calasima verbunden ist das Viru-Tal. Hier geht's zum Capu Tafunatu, der Paglia Orba, der Punta Minuta, ... aber auch hier sind 7h reine Gehzeit eher knapp und bei diesen Gipfeln brauchst Du zwar nicht zwingend Seil & Gurt, aber doch solide Alpinkenntnisse. Am geeignesten von den dreien ist sicherlich, nur zum großen Loch am Capu Tafunatu zu wandern, dann beschränkt sich die Anforderung auf exponiertes Kraxeln und es sollte auch in 7-8h reiner Gehzeit zu machen sein. Fotos


    Monte Albanu sollte zeitlich besser reinpassen, läßt sich als Rundtour von Calasima machen; ich weiß so direkt aber nicht, ob's da technische Schwierigkeiten gibt -- auf der Karte ist aber ein durchgehender Wanderweg, d.h. eigentlich sollte das harmlos sein.

    Willkommen im Forum, Jacob!


    Ein bisschen was zu mir: ich heisse Jacob, bin sehr oft und ausgiebig in den Bergen und der Natur unterwegs. Habe schon einiges an Erfahrung im Backpacken und (weit)wandern machen dürfen (Island, Skandinavien, Kanada, Alaska, Neuseeland usw.) und würde mich als durchaus fit und zäh bezeichnen (was in der Sonne Korsikas ja vllt ganz praktisch sein könnte ;)party:

    Wie alpin (im Sinne von technischen Schwierigkeiten) soll oder darf es denn werden?

    Die genannten Backpacking-Erfahrungen sind nicht zwingend für besonders große Höhenunterschiede bekannt; was schätzt Du, wieviel Gepäckgewicht Du hast?


    Grüße, Martin

    Was uns etwas abschreckt, ist die lange Fahrzeit von Figari aus (etwas über 3 Stunden, falls dies realistisch ist?), vor allem, da wir erst um 18.30 landen.


    Würdet Ihr empfehlen, bei einem zweiwöchigen Urlaub die Unterkunft zu wechseln? Ohne Kind sind wir oft so gereist, aber mit Kleinkind stelle ich es mir etwas stressiger vor. Und wenn ja, würden L'Ile Rousse und [definition='18','1'][/definition] Sinn machen? Wäre wettertechnisch der Norden auch im September überhaupt noch zu empfehlen?

    Quartierwechsel kostet einen Urlaubstag -- packen, auschecken, fahren (3h ist sehr optimistisch), einchecken, auspacken... bei Landung abends kämt ihr erst gegen Mitternacht oder noch später an.


    Wettertechnisch ist September überall noch sehr gut, September ist mittlwerweile noch Saison. Die Preisstaffelung kann daher im Nordwesten ähnlich sein. L'Ile Rousse oder [definition='4','0'][/definition] sind gute Standorte für die Balagne und es gibt (bes. in [definition='4','0'][/definition]) kindertaugliche Strände.


    Wenn ihr es lieber etwas ruhiger angehen lassen wollt, gibt es in der Gegend um [definition='18','1'][/definition] aber genügend Strände und auch viel Sehenswertes, um zwei Wochen zu füllen.

    Willkommen im Forum. Der Flughafen liegt hübsch im ruhigen Hinterland, auf Autostopp (zumal womöglich mit zwei großen Koffern) würde ich nicht viel geben. Vielleicht bei eurer Unterkunft anfragen, ob sie Abholung anbieten? Sonst *im* Flieger fragen, wer zu zweit ist und ein Auto mieten will...

    --

    Denke dass "oh je" bezog sich darauf, dass scheinbar der Taxipreis schon ein empfindlicher Kostenfaktor eurer Reise ist.

    Fliegen ist einfach zu billig... wie kurz ist denn euer Kurzurlaub?


    Grüße, Martin

    Immer mit der Ruhe... nur weil jemand kurzfristig den GR20 plant heisst es ja nicht automatisch, dass er/sie dem nicht gewachsen wäre.


    Prinzipiell gibt's drei zugelassene Übernachtungsmöglichkeiten

    1. Hütte mit Halbpension: Die haben nur wenige Plätze (30...40?). In der Saison sicherlich frühzeitig ausgebucht, logisch (*)
    2. Eigenes Zelt und Essen, dafür ist normal immer Platz bei den Hütten
    3. Mietzelt: Kann / sollte man reservieren. Wir haben einmal umständehalber ohne Vorreservierung eins bekommen, war aber Vorsaison (Mai) und wir bekamen auch Matten dazu. Das könnte allerdings eine Ausnahme gewesen sein. Darauf die gesamte Tour aufzubauen halte ich für gewagt.

    (* An sich ist das ein beklagenswerter Zustand: Kommerzielle Veranstalter beanspruchen das gesamte Hüttenkontingent. Ausweg?

    Größere Hütten generieren noch mehr Touristen. Aus meiner Sicht sollte man kommerziell geführte GR20-Touren zahlenmäßig begrenzen.)

    Vielleicht habt ihr noch einen Tip welcher Hof besonders schön ist und wie genau sowas abläuft? Kann man sich dann einfach für 2 Stunden ein Pony ausleihen? Französischkenntnisse sind leider keine vorhanden:crazy:

    Suchtipp: "centre equestre corse" o.ä. klick

    Unser (nicht mehr existenter) Pferdeanbieter sprach sogar deutsch; einfach fragen ob deutsch oder englisch verstanden wird.

    Hallo zusammen,

    wir werden den 3. Geburtstag unserer Tochter auf Korsika verbringen. Hat jemand eine Idee für den besonderen Tag?

    Sorry für's OT, aber wir haben jahrelang den Geburstag unserer Tocher auf K. verbracht.

    Die Minimalanforderungen für das Festtagsprogramm waren:

    • Reiten (da gab's idR ein "goodie" vom uns bekannten Pferdebesitzer...)
    • Klettern Ile Rousse
    • ebd.: Leckere Teilchen kaufen & essen
    • Bescherung
    • Baden
    • Essen gehen

    Vizzavona - Canaglia - Manganellotal (Gumpen) - Petra Piana

    Monte Rotondo (Halbtagestour, zu Tag 1 oder 2 dazuschlagen)

    Pietra Piana - l'Onda

    l'Onda - Monte d'Oro - Cascade d'Anglais (Bademöglichkeit) - Vizzavona


    Abküzung: M. d'Oro auslassen und von der l'Onda direkt nach Canaglia (Gumpen)

    Heißt der [definition='15','0'][/definition] nicht TuAni?


    Jedenfalls, die Pont du Timozzu liegt auf ca. 1000m , also sind gut 1600 Höhenmeter zu machen. 4h (auf korsischen "Wegen"!) ist echt nicht gebummelt.

    Problem: Man finde früh morgens jemanden, der einen von Tuani zum Pont fährt; oder der Bus bleibt doch in der Pampa (bei der Brücke) stehen...


    Wir wissen nicht, wer da wirklich was zu wem gesagt hat und wer folglich dumm gehandelt hat.

    Die Vorverurteilung in dem zitierten Artikel ("Es stellte sich jedoch heraus, dass die jungen Leute (dumm und gefährlich) die gegebenen Anweisungen nicht respektierten und in ihr Zuhause eigenständig zurückkehrten.") zeugt nicht unbedingt von journalistischer Qualität.


    An Ernest Teemitrum schreibe ich noch eine PN, das gehört hier nicht hin.


    Grüße, Martin

    Ich vermute mal angesichts der Höhenangabe, das ist die kleine Kletterstelle gleich am Cinto-See gewesen?


    Ein richtiges Drama vermag ich nicht zu erkennen, die maximal drohende Gefahr scheint doch Unterkühlung gewesen zu sein (sofern die Familie ausharrt und die lage nicht durch Abstieg in Absturzgelände verschlimmert). Inwieweit das jetzt die Retter in Gefahr bringt, verstehe ich nicht.


    Dass die belgische Familie gegen elementare Verhaltensregeln im Gebirge verstoßen hat (Wetterschutz, Wettervorhersage & entsprechende Planung) ist (mir) klar, aber das dürfte bei Rettungen ja der Normalfall sein. Sicher nicht verkehrt, das immer mal wieder öffentlich zu machen.

    Ich war bislang weder an der Capannelle noch auf dem Renoso. Die meisten anderen, prominenteren Gipfel habe ich gemacht, warum nicht diesen:

    - die Anfahrt ist, sofern man nicht an der Ostküste residiert, elendiglich lang

    - Capannelle ist eine Skistation mit Parkplätzen, Liftmasten und wenig Wald; auf den Bildern schaut es etwas trostlos aus

    - der Monte Renoso ist eher hügelförmig, der Aufstieg sobald der Schnee weg ist unspannend


    Aus Sicht des TO bewertet:

    - Anfahrt von Zonza ist 2h, permanente Kurverei -- wenn die Kinder Passfahrten vertragen ok, sonst schnell ein KO-Kriterium

    - Übernachtung auf der Capannelle entspannt das Thema Anfahrt & früher Start sicherlich, aber es gibt bestimmt schönere Plätze

    - Gipfelweg müßt ihr selber einschätzen, ob ihr lieber einen sicheren(harmlosen) Weg haben wollt oder was Spannendes


    Prinzipiell kann man etwa ein Viertel der Fahrstrecke sparen, wenn man vom Col Verde losläuft, was auch sicherlich der bedeutend einsamere Weg auf den Renoso ist; allerdings liegt der Ausgangspunkt dann 300 Höhenmeter tiefer plus eine kurze Gegensteigung, d.h. das sind locker 1,5h zusätzlich an Aufstieg.


    Auf dem Monte Incudine wart ihr schon? Ist ja viel näher an Zonza und auch ein hervorragende Aussichtspunkt (Sardinienblick...). Stützpunkte Asinao (steht die wieder?) oder Bucchinera (20km von Zonza, per Auto erreichbar?).