Beiträge von flachlandtiroler

    So diffus ist die "Faktenlage" ja nicht mehr: Was der gesinde Menschenverstand bereits annahm ist ja AFAIR zumindest bei Pfizer/Biontech bereits mit Erhebungen untermauert: Geimpfte sind auch weitestgehend steril.

    Nachgeschaut:

    Zitat

    Mittlerweile konnte eine neue Studie von Februar 2021, die sich auf Praxisdaten aus Israel stützt, wo zu diesem Zeitpunkt bereits ein Großteil der Bevölkerung mit dem BioNTech-Vakzin geimpft worden war, nachweisen, dass der Impfstoff auch effektiv (zu 89,4 Prozent) eine Infektion Dritter verhindert; symptomatische Fälle sogar zu 93,7 Prozent.[4]

    Zitat
    Ähnliches gilt für den AstraZeneca-Impfstoff, der die Übertragung um immerhin 67 Prozent verringert.[302]

    Aufgrund der aktuell etwas diffusen Faktenlage bzgl. der Pandemie und der für meine Begriffe daher etwas auf der Stelle tretenden Diskussion möchte ich kleine neue Perspektiven zur Diskussion hereinbringen:


    - wie beurteilt ihr den in mancher Presse beschriebenen massiven Abbau von Bettenplätzen auf Intensivstationen im zeitlichen Vorfeld der Pandemie und die damit möglicherweise eingeschränkten Behandlungsmöglichkeiten? Wäre eigentlich genügend Personal verfügbar für die evtl. originale Anzahl von Betten?

    - es wird hier viel um Resultate von irgendwelchen "Tests" diskutiert, aber: ist (nach momentaner Erkenntnis?!) nicht jeder (egal ob geimpft oder getestet oder nicht) trotzdem ein möglicher Überträger des Virus? Ist also Impfung kein Garant für Neuinfektionen anderer?

    So diffus ist die "Faktenlage" ja nicht mehr: Was der gesinde Menschenverstand bereits annahm ist ja AFAIR zumindest bei Pfizer/Biontech bereits mit Erhebungen untermauert: Geimpfte sind auch weitestgehend steril.


    Darauf gründen sich dann die Forderungen, Geimpften wie Getesten ihre Freiheiten wieder zugeben. So gesehen sicher nicht verkehrt, allerdings werden dann Impfwillige ohne Priorität ungerecht gestellt. Kann man sich also ausmalen, wieviel Solidarität eine Gruppe Jugendlicher dann noch aufbringen würde.


    --


    Der Bettenabbau ist eine indirekte Diskussion und wird nach wie vor von den Gesundheitsindustrien betrieben. Das eigentliche (Kosten-)Thema sind aber die Menschen neben den Betten, die aufgrund der Spar-Pression immer seltener werden. Da wäre ich auch für ein "Sozialisieren" der Kosten (lies. Der Staat finanziert attraktive Arbeitsbedingungen, bspw. ein vorgezogenes Rentenalter oder höhere Gehälter), auch um die Lücke zu Privatpraxen usw. nicht noch mehr aufgehen zu lassen. Konsequenzen sieht man super in den Ländern mit kaputtgespartem Gesundheitssystem...

    "das ist Mist, das taugt nix, der hat keine Ahnung..."

    Zumindest ich habe das nicht gesagt und lasse mir es auch nicht in den Mund legen.


    Es ist halt nicht einfach, eine transparente und trotzdem wirksame Steuerungsgröße zu definieren.

    Der Ansatz mit zwei Schwellen zu agieren ist regelungstechnisch ja richtig, aber wenn man mit vier Wochen alten Zahlen (die Betteninzidenz in Relation zum Infektionsgeschehen) agiert ist das System IMHO bereits überdämpft und führt dann womöglich nur noch Eigenschwingungen aus.

    Außerdem ist die Zahl der freien oder der belegten Betten oder die Quote daraus auch manipulierbar, wenn auch nicht so einfach wie beim Testen (ich gehe nicht zum Test --> Inzidenz steigt nicht) und seinen abgeleiteten Parametern.


    Ich habe mich nur über die einseitige Darstellung in dem Tagesschau-Interview geärgert, weil die massiven Nachteile des vorgeschlagenen Indikators nichtmal erwähnt wurden. Nichts gegen Dich und Deine Argumentation!


    --


    Zum Vorschlag aus Antenne Bayern (Beitrag guri): Bin gespannt ob wir es überhaupt schaffen, dem Bund eine Ordnungskompetenz zu übertragen ("in Deutschland"... "ganz Deutschland"). Selbst dabei schreckt man nicht vor Parteipolitik und Partikularinteressen (und sei es der Länder) zurück.


    BG, Martin

    Der hat doch gar keinen konkreten Wert genannt, ab dem seiner Meinung nach Maßnahmen ergriffen werden sollen. Das kann man auch schon bei 20 oder 30 % machen, wenn man will...

    Wenn man den Grenzwert sehr niedrig wählt, ist man ähnlich im hin & her (verschärfen und lockern) wie jetzt auch.

    Bzw. aktuell, im Überlapp von 2. & 3. Welle kommst Du dann vom Lockdown garnicht mehr los.

    Der Bonus der "Betten-Inzidenz" ist, die Zahl ist relativ objektiv. Italien hatte das ja auch in seinem Farbschema drin (bzw. die Zahl freier Betten), bis sie dann irgendwann gemerkt haben dass Neapel jede Menge (leerer) Betten vorgetäuscht hat...

    Auf tagesschau.de gibt's grad ein Interview mit einem Epidemiologen zu lesen, der den Inzidenzwert als Indikator für völlig ungeeignet hält und stattdessen die Anzahl der intensivmedizinischen Neuaufnahmen bezogen auf 100.000 Menschen in der Region sowie die Anzahl belegter Intensivbetten für aussagekräftiger.

    Jo, das hatte ich auch wahrgenommen. Aber was diese Spezi nicht sagt:

    Wenn Du die Betteninzidenz nimmst und wartest bis sagen wir 85% voll sind mit Covids, kannst Lockdown machen soviel und so hart Du willst und es kommen trotzdem noch vier Wochen lang weitere Kaputte & Tote in die Krankenhäuser. Das geht nicht!


    Die Infizierten-Inzidenz sagt Dir dagegen mit nur einer Woche Verzug, was Sache ist. Du kannst sie ja mit der Anzahl Tests und der Positivquote ins Benehmen setzten zur Entscheidung, ob Du verschärfen oder lockern sollst. ;)party:


    Den Übergang zu anderen Kenngrößen sehe ich erst, wenn aufgrund der Durchimpfung wirklich weniger schwere Fälle auftreten. ImVergleich zum Tod im Pflegeheim zu Weihnachten mag die Zahl der Schwerkranken sich jetzt schon gebessert haben, aber aufgrund der Mutationen liegen jetzt halt auch viele Jüngere flach!

    Nach der neuen Regelung in Baden Württemberg werden ab Montag auch über 60 jährige ohne Vorerkrankungen etc. geimpft !

    Glückwunsch. In NRW gibt's dieses Regelung schon länger, allerdings war soo viel von dem verschmähten Astrazeneca ist auch nicht übrig... das reichte wohl für fünf Prozent der Altersgruppe >60 und war folglich in Nullkommanix "vergriffen". Naja Hauptsache, es verschimmelt nicht im Kühlfach.

    Was mir auf den Keks geht: Die Inzidenz ist wieder steigend. Die Zahlenbasis jedoch immer noch, wie auf dem Dashboard zu lesen, noch nicht aussagefähig wegen Ostern (immer noch), wegen Ferien, ... Und immer wieder … es wird deswegen zu wenig getestet. Was soll diese in meinen Augen irrige Behauptung.

    Klar ist, der Anstieg den wir so schon sehen ist real. Jeder positive Test wird mit PCR verifiziert und ist real.

    Das einzige was nicht aussagefähig ist: Es ist möglich, dass die wahren Zahlen schon viel stärker gestiegen sind.


    Es gibt kein "zuviel Testen".

    Länder oder Kreise, die weniger testen (dieser Verdacht wird gelegentlich geäußert bei Fremdenverkehrsregionen, totalitären Führungen, ...) straft kurz danach die Belegung der Krankenhäuser Lügen.

    Und die Auswirkung auf die Inzidenz, wenn flächendeckend in den Schulen getestet wird, wird sicher spürbar sein. Deswegen müssten auch die Faktoren aus den der insidenzwert berechnet wird eine viel differenziertere Anpassung erfahren

    Verstehe die Aussage nicht. Die Inzidenz ist einfach zusammengezählt die Fallzahl der letzten 7 oder 14 Tage (normiert auf die Bevölkerungszahl des Kreises, Lands usw., also eine feste Konstante). Was gibt es da groß zu berechnen und anzupassen?


    Ich zähle alle in der letzten Woche positiv Getesteten zusammen und teile durch 83,2 Mio.

    Ich habe auch gerade die Verlautbarungen aus dem Kanzleramt gelesen und empfinde einen gewissen Unmut. Auch darüber, dass man sich alleine an Inzidenzwerten festhält. Im Augenblick ist der Druck auf die Intensivstationen noch sehr groß, aber ich denke, das wird sich mit fortschreitenden Impfungen vor allem in der Altersgruppe 50+ ändern. Ich frage mich auch, wie sich flächendeckende Tests in Schulen auf die Inzidenzwerte bzw. die Konsequenzen daraus auswirken. Ich denke ja, man wird erst mal mehr Infektionen finden, die sonst verborgen geblieben wären. Damit dürfte die Inzidenz dann ja erstmal nicht fallen, was ja aber der aktuell sicher recht hohen Dunkelziffer entspricht. Würde die bessere Ausleuchtung dieser eher zu strengeren Maßnahmen führen?

    Die Inzidenzwerte liefern den aktuellsten Indikator. Alle "solideren" Meßgrößen haben eine oder mehrere Wochen Latenz.


    Auf der Meßwert-Seite kann man sicherlich die Positivrate der Testungen als Reguliergröße ergänzen. Ist die Dunkelziffer gering, gibt es vielleicht eine höhere Inzidenz durch mehr Tests, aber vielleicht ja eine niedrigere Positivrate.

    Mit mehr Testen kann man IMHO nichts falsch machen. Jeder Positive in der Dunkelziffer ist ein Problem.

    ... soweit ich mich erinnere umfasst die Meldung aus den Kliniken letztlich beides ... Migrationshintergrund und sozial schwächer. RKI hat Migrationshintergrund meine ich nicht genannt.

    Beides läuft letztlich auch (unteranderen Hintergründen) mit auf das Wohnumfeld hinaus.

    Zum RKI habe ich oben geschrieben, dass es nur eine inoffizielle Äußerung von Wiehler gegeben hat (irgendwas mit den Vornamen der Patienten...), deren willen er dann ordentlich Gegenwind in der Presse bekam.

    Ob es an Großfamilientradition, Mentalität, Wohnraummangel, fehlender Sprachkenntnis, Altersstruktur oder allgemeinem Gesundheitszustand liegt bleibt offen, aber zumindest die Kombi Migrationshintergrund *und* sozial schwach ist a) in einigen unserer Stadtteile dominant vertreten und den Indizien nach eben auch massiv von schweren Coronaerkrankungen betroffen.

    Solche "Spekulationen" sind blöd, ich weiß; gesellschaftliche Ursachen aus falsch verstandener Correctness (resp. Angst vor dem Shitstorm...) zu unterschlagen ist noch viel blöder.

    Aus meinen Erfahrungen hier im Sozialraum unseres Landkreises, könnten wir deutlich benennen aus welchen Gesellschaftsgruppen nach dem Paretoprinzip die 20% stammen, die zu 80% an Corona erkranken.

    Diese Gruppe auszudifferenzieren und angepasste Regeln zu entwerfen ist aber nicht durchsetzbar und würde für großen Unmut sorgen.

    Eine Impfpriorität für diese Menschen würde durchaus Sinn ergeben.

    ... aber sehr ungerecht sein gegenüber denen, die sich der Pandemie angepaßt verhalten.

    Gemeinsinn würde quasi bestraft, Dummheit & Ignoranz & asozialer Egoismus belohnt?!

    Sorry für's OT:

    Es gibt Veröffentlichungen von großen Kliniken aus welcher Bevölkerungsgruppe die stationär zu versorgenden Erkrankten kommen. 2/3 haben Migrationshintergrund. Wie aussagekräftig das letztlich ist sei dahingestellt.

    Siehe auch den damaligen Ausspruch (vor abgeschalteten Mikrophonen...) des RKI-Chefs (Bild).


    Bei uns hat die Stadt (wir haben alleine fast 10% türkischstämmige Einwohner, gesamt sind 42% mit Migrationshintergrund) erst monatelang gemauert, um dann eine windelweiche Statistik nach "Stadtbezirken" zu veröffentlichen, in denen dann "Villenvororte" und "Orient-/Balkanghettos" geschickt kombiniert wurden um ja keine politisch inkorrekte Aussage aufkommen zu lassen.

    Trotzdem sieht man in den einschlägigbekannten Stadt"bezirken" typisch eine doppelt so hohe Inzidenz wie in den Bezirken, wo es allenfalls kleine Zuwanderersiedlungen gibt oder diese sich wirklich integriert haben.


    Klar kann man es auf prekäre Wohnverhältnisse, "soziale Schwäche" (was auch immer das ist), mangelndes Sprachverständnis schieben.

    Ich schiebe es schlicht auf die durchschnittliche Bildung. Böse Zungen (unsere US-Bekannten...) sprechen auch von Dummheit.

    Man schaue sich auch die "Covidioten" bei den einschlägigen Demos doch an, wie sie mit Schaum vor dem Mund normale Pressemitarbeiter oder Polizisten beschimpfen.


    Das Dumme an einer Pandemie ist, man muss selbst diese Menschen in irgendeiner Form immunisieren, da sie ansonsten mit ihrer Ignoranz weiterhin die Seuche verbreiten.

    Hallo Wolfgang, falls du noch da bist.

    Die meisten hier haben halt (vermutlich) keine Ahnung vom biwakieren.

    Genau so isses wohl.

    Zu ihrer Entschuldigung kann man anführen, dass sie auf Korsika wahrscheinlich nicht nicht viele Bergsteiger gesehen haben oder unter Bergsteigen sowas wie den Karawanen-Tourismus am GR20 verstehen -- und meinen, die Sache damit verstanden zu haben.


    Bemerkenswerter weise äußern sich die wenigen, die wissen wovon sie reden signifikant anders.

    Ich denke das paßt schon.

    Jemand, der aus früheren Zeiten bereits mit dem Draußenleben sozialisiert ist, wird weder Scheißtüten noch das dazugehörige weiße Papier irgendwo liegen lassen und gleich Routen abseits des GR20 (den findest Du tatsächlich an manchen Stellen voller Toilettenpapier... ist zum Ziel des Massentourismus geworden, leider) suchen.


    Wenn Du mit frühsommerlichem Altschnee oder besser noch spätem Herbstfrost klar kommst, wirst Du diese Probleme nicht haben und solltest Du überhaupt wen treffen ist der sicherlich entspannter als in der Hauptsaison oder wenn die Waldbrände grassieren...


    Alternativ so Ecken wie Tartagine, Filosorma, ... ;)party:

    Hallo Ralf,


    von Wildzelten "wie vor zwanzig Jahren" (da war es auch schon "wild" i.e. verboten) kann man ineinem öffentlichen Forum natürlich nur abraten.

    "Freies Stehen" mit Wohnmobilen und Campern ist sowieso außen vor, das sollte anhand der Beiträge ja schon klar geworden sein.

    Zelten an den Bergerien und Hütten kann nach Absprache möglich sein. Ich kann dann auch keinen Nachteil für die Natur & Umgebung erkennen, sofern man die zugehörigen Einrichtungen nutzt.

    (Zur Erinnerung: Es ist ja sogar explizit legal, die GR20-Hütten außerhalb der Saison als Winterräume zu nutzen; Cornelia Sanitärs gibt es dann allerdings keine, da diese abgeschlossen werden... :ill: )

    Was noch übrig bleibt ist freies Zelten in der Landschaft -- im Parc Naturel klar verboten.


    Persönlich kann ich mir vorstellen, sich für Trekkingtouren auf Biwakieren zu beschränken, die Schlafstatt erst spät abends auf- und früh morgens bereits abzubaue, in der Nebensaison zu touren (wie oft habe ich da den gesamten Tag lang niemanden gesehen oder getroffen) und natürlich keine Spuren zu hinterlassen. Dann noch das elfte Gebot beachten.

    Hat sich so auf Korsika noch nicht ergeben und ohne Kenntnis der Person kann ich es natürlich niemandem empfehlen. Nur so eine Einschätzung.


    BG, Martin

    Wir wohnen unweit von Essen ;)party: und sind in den allermeisten Fällen durch die Schwiez nach Savona gefahren.

    Routenplanerisch ist das nur eine halbe Stunde und etwa 100km kürzer, aber wir hatten weitere zugegeben individuelle Gründe:


    - als Bergsteiger habe ich die CH-Vignette in den meisten Jahren sowieso (gilt ein ganzes Jahr!)

    - in den Herbstferien kam es oft so aus, dass nur die Fähre ab Savona oder Nizza in das Schema Sa/Sa paßte

    - in der Schweiz konnte man nochmal günstig tanken

    - wir sind oft auf dem (zeitkritischeren) Hinweg nachts durchgefahren, da gibt's sowieso keinen Stau


    In Jahren mit etwas mehr Zeit haben wir aber auch rumprobiert, zusätzliche Station gemacht (Verdon, Sustlihütte, Bekannte am Weg, ...).


    Vielleicht hilft das.

    BG, Martin