Beiträge von andemu

Liebe Mitglieder und User von Korsika-Forum.info,

 

am 25. Mai 2018 ist die neue Europäische Datenschutzgrundverordnung in Kraft getreten.

Das Ziel ist die EU-weite Vereinheitlichung der Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.

Unsere gesetzlich vorgeschriebenen Informationen zum Datenschutz lest ihr dazu ab sofort in unserer erweiterten Datenschutzerklärung auf unserer Seite unten links.

Wichtig: Ihr braucht nichts weiter zu tun. Es handelt sich nur um eine Information.

 

Euer Team von Korsika-Forum.info

 

    Der Forderung, dass Immobilien nur noch von Ortsansässigen gekauft werden dürfen, liegen sicher vernünftige Überlegungen zu Grunde, denn wer will schon einen Ausverkauf von Grund und Boden in seiner Heimat und die damit verbundene Preisentwicklung.


    Dem gegenüber steht die Raffsucht des Menschen. Ich bin mir sicher, dass so mancher Verkauf von Grundstücken in der Vergangenheit durch korrupte Machenschaften über die Bühne gegangen ist. Ob sich durch diesen Gesetzesvorstoß etwas ändern wird, bleibt abzuwarten. Es wird immer Hintertürchen geben, durch die sich Gesetze umgehen lassen. Man braucht sich ja bloß vorzustellen, dass ein Ortsansässiger als Strohmann fungiert … Und Geld stinkt bekanntlich nicht.

    ...

    Das Internet mit seinen Social Media Werkzeugen bekommt eine immer schneller werdende Eigendynamik

    die von vielen unterschätzt wird und deren Folgen noch nicht absehbar sind.

    Wir sollten hier vorsichtiger agieren.

    Volle Zustimmung! Man muss nicht alles, was möglich ist, im Internet veröffentlichen.

    Wo ist da ein Widerspruch? Ich habe zwischen nationaler und regionaler Identität unterschieden. Wie sollte man in der EU seine nationale Identität verlieren und was ist das überhaupt? Beispielsweise ist doch ein Bayer von seiner Kultur her einem Österreicher - obwohl zu einer anderen Nation gehörig - näher als ein Friese. Die regionale Identität darf selbstredend nicht den Regulierungsmaßnahmen in Brüssel zum Opfer fallen.

    Hallo Jürgen,


    sollte man „Nationalismus“ nicht durch „Wahrung der regionalen Identität“ ersetzen? Die darf in einer EU tatsächlich nicht verloren gehen.


    Ansonsten könnte man in eine umfassende Diskussion über den Nationalismus einsteigen, die aber meiner Meinung nach den Rahmen dieses Forums sprengen würde. Nationalismus ist für mich rückwärts gewandt und geht in der Regel mit der Herausstellung bzw. Überhöhung der eigenen Nation und der Ablehnung alles Fremden einher. Wohin er führen kann, hat die Geschichte - insbesondere in Europa - dramatisch gezeigt. Diese Geschichte muss und darf sich nicht wiederholen. Die momentane Entwicklung gibt mir allerdings zu denken.


    Wieso Menschen ihre „nationale Identität“, wie du es nennst, in einer europäischen Gemeinschaft mit föderativer Ausrichtung abhanden kommen soll, erschließt sich mir nicht. Wo jemand seinen Anker setzt und wie er seine Wurzeln pflegt, entscheidet doch jeder selbst. Ich hatte noch nie das Gefühl, dass mir durch die EU meine Identität genommen wird. Mindestens genauso gern wie ich hier in meiner Heimat Franken lebe und diese Region schätze, bin ich auch auf Korsika, das mir quasi zu einer zweiten Heimat geworden ist. Welcher Nationalität jemand angehört, mit dem ich zu tun habe, ist für mich zweitrangig. Es zählt der Mensch, sein Charakter, seine Persönlichkeit.

    Warum? Mufflon hat vollkommen Recht. Auf grobe Klötze gehören grobe Keile. Mich ko.. diese nationalistischen Bewegungen, die überall in Europa auf dem Vormarsch sind, nur noch an.

    Noch ein paar Aspekte zur Thematik „Wohnmobile/Freies Campen“:


    Wie ein Blauwassersegler von einem Ankerplatz in einer paradiesisch einsamen Bucht in der Südsee mit weißem Sandstrand und Palmen träumt, wünscht sich der Wohnmobilist - entsprechende Fotos in Werbeprospekten suggerieren es - einen exklusiven Standplatz direkt an einem schönen Strand oder in beeindruckender Berglandschaft.


    Nachzuvollziehen ist dieser Wunsch ja, doch wie in anderen Bereichen auch kommt es auf die Dosis an. Ein, zwei Wohnmobile an einem derartigen Standplatz wären für die Natur sicher kein Problem, sofern sich deren Bewohner vernünftig verhalten, und auch die optische Störung hielte sich in Grenzen.


    Anders sieht es natürlich aus, wenn die Wohnmobildichte auf einer relativ kleinen Insel wie Korsika entsprechend hoch ist. „Wilde“ Campingplätze wie in den 70er- und 80er-Jahren sind selbstverständlich sowohl aus naturschützerischen wie auch aus optischen Gründen abzulehnen. Doch wie mit den fahrenden Wohnungen umgehen?


    Die Einführung dieser Wohnmobil-Taxe halte ich für den falschen Weg, denn es geht hier meiner Meinung nach nur um eine finanzielle Abzocke. Wenn man argumentiert, durch das freie Stehen von Wohnmobilen würden den Campingplätzen Einnahmen entgehen, müsste man logischerweise zumindest einen Teil der erhobenen Taxe eben diesen Campingplätzen zukommen lassen. Aber wie soll das gehen?


    Vielleicht sollte man sich lieber mal überlegen, so zu agieren wie mittlerweile viele Gemeinden in Deutschland, Österreich etc., die spezielle Stellplätze für Wohnmobile eingerichtet haben, weil sie merkten, dass auch Wohnmobilisten Geld in den Urlaubsgebieten ausgeben.


    Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich fahre selbst kein Wohnmobil und mir gefällt eine Anhäufung dieser Fahrzeuge auch nicht, genauso wenig wie die Wohnwagensiedlungen auf Dauercampingplätzen.


    Übrigens beeinträchtigen nicht nur diese großen weißen Kästen die Optik, sondern auch verschiedene Einrichtungen durch die Kommerzialisierung von Stränden (Jet-Ski-Verleih etc.). Ich sage nur beispielhaft: Plage de Palombaggia. Wer den Strand aus den 70er-Jahren kennt, kann nur noch die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Aber der Zweck, nämlich Kohle zu machen, heiligt die Mittel.

    Du hast vollkommen Recht. Meiner Meinung ist diese Taxe eine völlige Schnapsidee.

    Nun,

    das kann doch locker über die Fährbuchung einkassiert werden !

    Da ist ja die Größe des Womo s und die Zeit bekannt !

    Oder ?

    Einkassieren vielleicht schon, aber was ist, wenn man nur eine Hinfahrt bucht, weil man nicht weiß, ob man drei, vier oder mehr Wochen bleibt? Welchen Betrag bezahlt man dann? Und vor allem, wie wird die Rückerstattung abgewickelt? Erwirbt der Wohnmobilist mit der Bezahlung der Gebühr das Recht, frei zu campieren? Fragen über Fragen. Meiner Meinung nach eine völlig unausgegorene und überflüssige Aktion. Nebenbei bemerkt: Ich fahre kein Wohnmobil, sondern einen VW-Bus, mit dem ich seit 1978 auf der Insel unterwegs bin.

    Ohne die genauen Umstände beurteilen zu können, halte ich es durchaus für möglich, dass sich diese Nudisten ohne Fingerspitzengefühl - wie es hier genannt wird - verhalten haben. Das rechtfertigt aber in keiner Weise den Einsatz von Schusswaffen, ob da nur in die Luft geschossen wurde oder nicht. Genausowenig wie ein freistehendes Wohnmobil einen Rechtfertigungsgrund darstellt, mit Steinen darauf zu werfen. Wenn sich jemand verbotswidrig verhält, ist es einzig und allein Sache der Polizei dagegen vorzugehen. Für manche gehört diese Selbstjustiz aber anscheinend zur korsischen Folklore. Meinerseits habe ich dafür null Verständnis. Wenn der Barbesitzer nur in die Luft geschossen haben soll, ist er unerklärlich, wieso er dann das Bein der Touristin getroffen hat. Jedenfalls ist der Tatbestand ein Fall für die Justiz.