GR20: Welche Rucksacktypen empfehlt ihr?

  • Hallo zusammen,

    jetzt möchte ich mich auch mal am Thread beteiligen, den mtroja Michael ja dankenswerterweise "GR20 Welches Schuhwerk, u.a." genannt hat. Ich würde gern auf das " u.a." eingehen und hab ein paar Fragen und wollte nicht unbedingt einen neuen Thread aufmachen.

    Da ich nun ein paar im positiven Sinne "Bekloppte" gefunden habe, soll es im nächsten Jahr auf den GR 20 gehen. Wir, das sind z.Z. 3 Männer und 2 Frauen, wobei eine der Damen u. U. noch abspringt, je nachdem, ob sie ihr Visum für Neuseeland bekommt.

    Das Jahr bis dahin soll der genauen Planung/Vorbereitung dienen, vor allem auch in konditioneller Hinsicht.

    Der Zeitraum steht noch nicht genau fest - entweder in den Pfingtferien oder Ende August/ Anfang September. Das richtet sich nach meinem Neffen und seiner Freundin, welche dann Lehrer in BW sind.

    Wenn es die Pfingstferien werden, habe ich auf Grund der eingeschränkten Zeit nur den Nordteil im Visier, um auch noch zeitlichen Puffer zu haben.

    Leider habe ich keine Erfahrungen in Mehrtageswanderungen, mein Neffe war schon in den Pyrenäen und den Alpen (Hüttenwanderung) mehrtägig unterwegs, unsere "Neuseeländerin" in Neuseeland;)party: und Sri Lanka aber eher als Rucksacktouristin.

    Ich befasse mich nun seit rund 14 Tagen mit der Ausrüstung. Packlisten hab ich ja schon sehr viele gelesen. Eine Frage beschäftigt mich nun in diesem Zusammenhang.

    Bevor ich irgend etwas einpacken kann, brauche ich erstmal einen passenden Rucksack. Ich möchte mit eigenem Zelt laufen, da mich die immer wiederkehrenden Berichte von Bettwanzen in den Refuges nur suboptimal begeistern.

    Nun habe ich noch nichts im Forum über die geeignete Rucksackgröße gefunden. Selbst bei "outdoorseiten.net", wo ich gefühlt schon 5 Tage wühle und es eine Unmenge an Trekkinginfos gibt, habe ich noch nichts Konkretes gefunden. Die Spanne der empfohlenen Volumen auf diversen Seiten geht von 40l bis mindestens 60l (hier) , "BERGFREUNDE" empfiehlt sogar 70l.

    Aus Gewichtsgründen muss der Rucksack ja nicht größer sein, als notwendig. So beträgt z.B. die Gewichtsspanne beim Deuter Aircontact zwischen 45+10 und 65+10 rund 300g. Klingt erstmal nicht viel, aber wenn man´s dann 2 Wochen rumschleppen muss ?

    Dann hab ich hier gelesen, das auch die Rückenlänge eine Rolle spielt (meine weiß ich jetzt). Macht dann eher ein Rucksack mit verstellbarem Tragesystem wie dem Exped Thunder Sinn?

    Wäre toll, wenn mir hierbei schon mal jemand weiter helfen könnte, der Rucksack soll nämlich im Idealfall in 4 Wochen mit ins Berchtesgadener Land.


    VG

    Mario

  • L`Breizh au coeur


    Moin Mario,


    zunächst mal das in meinen Augen wichtigste: das Entscheidende bei einem Rucksack ist zunächst mal daß er PASST !! das ist ähnlich wie bei einem Paar Wanderschuhe, es gibt viele Modelle, die deinem Anforderungsprofil entprechen , aber nur wenige in denen du dich wohl fühlst und wahrscheinlich sogar nur eines in dem du dich zuhause fühlst....

    Das bedeutet, du solltest mit deinem Anforderungsprofil in einen guten Trekking-/ Bergsportladen gehen (und nicht in irgendeinen xy Sportladen oder gar zu Xthlon) und verschiedene Modelle -beladen- durchprobieren. Lieber 300g mehr Rucksackgewicht und er trägt sich gut als einen leichteren der dir nicht passt. Sofern du nicht zu den bedauernswerten Leuten gehörst die auch ihre Wanderschuhe im Internet bestellen, führt meiner Meinung nach kein Weg an einem Besuch im Trekkingladen vorbei...

    Zum Volumen: denk dran, alles was du dabei hast muss IM Rucjsack Platz finden, mit Ausnahme einer (Schaumstoff-) Isomatte. Da wären Ersatzwäsche, Schlechtwetterausrüstung, Schlafsack, Zelt, Isomatte, Wasser (nicht zu wenig !! auf manchen Etappen siehts da mau aus), Mittagsvesper. Wenn du auf den Hütten nicht -überteuert- essen willst kommt noch Abendessen und Frühstück dazu.

    Übrigens: bei der Ausrüstung lässt sich viel einfacher Gewicht sparen wie beim Rucksack !!


    In meinen Augen sind 60l die Untergrenze ! Ich weiß ja nicht wie groß du bist, aber einen 45l Rucksack zu finden der einem 185cm Mann passt... daran bib ich auch schon öfter gescheitert !


    Zur Jahreszeit: ich weiß jetzt gerade nicht, wann genau Pfingstfereien sind, aber denk daran daß im Mai/Juni auf dem Nordteil in normalen Jahren noch gut Schnee liegen kann, was auf den zum Teil sehr anspruchsvollen Passagen Probleme bereiten kann. Zwar lässt dieses Jahr der Schnee auf sich warten, kann aber noch kommen...

    Noch was zum Bedenken: wenn du noch nicht die große Erfahrung im Mehrtageswandern hast... warum nicht den weniger anspruchsvollen und trotzdem wunderschönen Südteil? Fände ich jetzt für den Einstieg passender...


    Grüsse erstmal uns immer schön weiter planen !!


    Thomas

  • Hallo zusammen,

    jetzt möchte ich mich auch mal am Thread beteiligen, den mtroja Michael ja dankenswerterweise "GR20 Welches Schuhwerk, u.a." genannt hat. Ich würde gern auf das " u.a." eingehen und hab ein paar Fragen und wollte nicht unbedingt einen neuen Thread aufmachen.

    Hallo,

    im Prinzip habe ich nichts dagegen, dass "mein Thread" thematisch erweitert wird, und das Thema "Rucksack" ist mit Sicherheit spannend und wird hier lebhaft diskutiert werden. Ich selber kann mich erst nächste Woche aktiv daran beteiligen.

    Allerdings ist das Thema trotzdem so spezifisch, dass es meiner Meinung nach einen neuen Thread wert gewesen wäre, zumal andere, die am Thema Rucksack interessiert sind, ihn dann leichter finden würden. Ich weiß nicht, was die anderen denken und ob ein Administrator das noch "reparieren" kann, z.B. mit dem Titel "Welcher Rucksack für den GR20?"

    Bis nächste Woche

    mtroja

  • mtroja

    Hallo Michael,

    also ich wollte auf gar keinen Fall deinen Thread "kapern". Nach Nutzung der Suchfunktion entschied ich mich des passenden Titels wegen und um nicht noch den x-ten Thread zum Thema aufzumachen zu dieser Variante. Aber vielleicht hast du recht und ein Admin kann das noch "reparieren" und in einen Rucksack-/Ausrüstungsthread umpacken.


    Giacchetto


    Hallo Thomas,

    vielen Dank für deine Ausführungen, hab ja so ein bissl drauf gehofft.;)party:

    Ich hab mir schon gedacht, dass für mein Vorhaben 45l nicht ausreichen, deshalb die Frage, was erfahrene Wanderer für angebracht halten. Ich hab mich in diversen Blogs, Internetseiten und natürlich auch bei Onlinehändlern über die verschiedensten Rucksäcke der von mir schon favorisierten Größe 60+ kundig gemacht und dabei mal 4 Modelle unterschiedlicher Hersteller vorgemerkt. Dabei bin ich auch auf die Möglichkeit gestoßen, das Tragesystem zu verstellen und da kam die Rückenlänge ins Spiel. Ich bin nicht so groß (1,73m) hab aber eine mittlere Rückenlänge (51cm). Da einem aber Hersteller und auch teilweise Händler (gerade im Netz) das Blaue vom Himmel erzählen und ich Kundenbewertungen nur bedingt glauben schenke. dachte ich mir, ich frag einfach mal hier direkt.


    Nein, ich kaufe meine Schuhe nicht online, so bin ich ja auch zu einem Hersteller gekommen, den ich vorher gar nicht kannte, du musst mich also nicht bedauern.

    Deshalb werde ich natürlich auch den Rucksack im Geschäft kaufen - inklusive Anprobe. Ich finde es bloß immer von Vorteil, wenn man nicht ganz so "blöd" da reinschneit und sich ein wenig vorinformiert hat. Nun muss ich nur noch den passenden Laden in Chemnitz finden, meinen bisherigen gibt es nicht mehr. Aber ich habe ja noch üppig Zeit und wenn er in 4 Wochen nicht mit in die Alpen kommt, dann ist es so.


    Pfingstferien sind nächstes Jahr Ende Mai/Anfang Juni, also das Thema Schnee gar nicht soweit weg (u.U.) Würden denn da auch Grödel reichen, oder müssen es Steigeisen sein, wäre ja auch für die Schuhe relevant?


    Der südliche Teil ist selbstverständlich auch eine Option, der nördliche Teil war bisher nur deshalb in der Überlegung, da der GR20 wohl meist in dieser Richtung gegangen wird.

    Da werden wohl im Laufe der Planung noch so manche Fragen auftauchen.


    VG

    Mario

  • Hallo ihr lIeben GR20-Strapazierer,


    gab es unter GR20: Welches Schuhwerk viele Hinweise zu ebendiesem Thema so verändert sich aktuell die Frage vieler GR20-Interessenten hin zum Thema "Transport auf dem Rücken"!

    Diesem veränderten thematischen Ansatz möchte ich gerecht werden zur besseren Übersichtlichkeit hier im Forum durch diesen neuen Thread! :)party:

    Schaut also gerne nach ob ein von euch (oder von anderwärts) favorisierter Rucksack euch wirklich während eurer Tourenzeit weiterhilft ...


    LG Ernest

  • Teemitrum

    Hat den Titel des Themas von „GR20: Welche Rucksacktypen?“ zu „GR20: Welche Rucksacktypen empfehlt ihr?“ geändert.
  • Hallo Mario,


    einen kleinen Tipp, weil ich grade deine Frage bzgl. Grödel oder Steigeisen gelesen habe.

    Grödel sichern meines Erachtens den Fuß viel zu wenig, wenn ich auf hartgepresstem Schnee oder auf Eis gehe. Es gibt seit vielen Jahren die sogenannten Spikes. Das sind, wie ich sie bezeichnen würde, Mini-Steigeisen.. (hab grad im Internet gesehen, dass sie auch als Steigeisen bezeichnet werden?).

    Wir nehmen diese gerne mit, wenn man noch mit Schnee und Eis rechnen muss. Du ziehst dir diese über den Wanderschuh und hast unter der Ferse und unter dem Vorderfuß eine Menge kleiner Zacken. Geben besseren Halt als Grödel, sind jedoch KEIN Ersatz für RICHTIGE Steigeisen, die man bei Gletschertouren verwendet. Ob dementsprechende Steigeisen beim GR20 gebraucht werden, kann ich leider nicht beantworten, bezweifle es aber, da ihr ja keine Gletschertouren gehen müsst. Aber da können dir sicher viele hier noch besser Bescheid geben.


    Bei meinem letzten Rucksackkauf vor ein paar Jahren habe ich positiv erlebt, dass die Verkäufer in den Sportgeschäften die Möglichkeit haben, schwere Gewichte in den Rucksack rein zu tun, so dass man genau spüren kann, wie sich die verschiedenen Modelle mit dem dementsprechenden Gewicht dann am Rücken anfühlen.


    lg,
    Margarete

  • grau is alle theorie...

    guter Treckingladen, wie thomas sagt, oder noch besser, bei Bekannten mal nen Rucksack ausleihen, der ausreichen könnte und zuhause mal ne Tageswanderung unternehmen.

    Dann merkst du schon, wo der Schuh, sorry, Rucksack drückt.


    Grüße aus Ostbelgistan

    von Andreas

  • Hallo

    ich bin nicht der große Rucksackspezialist, möchte aber doch einige Aspekte nennen.

    Wie groß soll der Rucksack für den GR20 sein? Darauf gibt es sicherlich keine pauschale Antwort, denn das hängt u.a. davon ab,

    - ob man alleine unterwegs ist, oder gewisse Ausrüstungsgegenstände teilt (Zelt, Kocher, etc.)

    - ob man auf den Hütten übernachtet (Ich kann Dich dabei nur ermutigen, es im eigenen Zelt zu machen)

    - ob man "Selbstversorger" ist und für mehrere Tage Essen mitschleppt, oder den Komfort der Versorgung auf den Hütten nutzt.

    - wo man auf der Skala "traditionell - ultralight" steht (Das ist wiederum ein Thema das viele Threads füllen kann und wahrscheinlich der wichtiges Faktor ist.)

    Insbesondere wenn man einen neuen Rucksack kauft sollte man sich auch die Frage stellen, was man außer dem GR20 noch so im Leben vorhat. Wer anschließend nur noch 3-Tages-Touren im Allgäu machen will, braucht einen anderen Rucksack, als jemand der noch 14-tägige Trekkingtouren in der Sierra Nevada in Kalifornien vorhat, wo man dann das Essen für 14 Tage mitnehmen muss, weil es keinerlei Infrastruktur gibt.

    Ein Ultralight-Rucksack kann bis zu einem gewissen Volumen und Gesamtgewicht noch sinnvoll sein. Wer aber auf 20 kg Zuladung (und mehr) angewiesen ist, kommt um einen Rucksack mit Tragegestell nicht herum, und den gibt es halt nicht mehr für 800 g. (Man korrigiere mich gerne, wenn das nicht stimmt). Auf dem GR20 sollte man aber i.d.R. deutlich unter 20 kg Zuladung auskommen.


    Ich persönlich habe den GR20 erstmalig im letzten Jahr gemacht und zwar als Alleinwanderer, mit eigenem Zelt, Nicht-Selbstversorger und auf der "traditionell - ultralight"-Skala stand ich letztlich wahrscheinlich ziemlich in der Mitte. Ich hatte den Deuter Aircontact Pro 70+15 und der war eindeutig zu groß. Auch nachdem ich alles im Innenraum verstaut hatte, und die klassischen Auf- und Unterbauten für Zelt und Isomatte gar nicht genutzt hatte, klappte der Deckel noch recht unelegant nach unten. In diesem Sinne würde ich Giacchetto Aussage, dass 60 l die Untergrenze seien nicht so ganz als absolute Aussage zustimmen, aber wie gesagt spielen da viele Faktoren eine Rolle. Ich hatte meinen Aircontact Pro 70+15 halt schon und kam gut mit ihm zurecht und da habe ich in Kauf genommen, dass er 3,3 kg wiegt. (Ein Alptraum für jeden Ultralight-Trekker.) Hätte ich einen Rucksack speziell für den GR20 gekauft, hätte ich ein kleineres und leichteres Modell genommen.

    Hingegen kann ich die Aussage, dass der Rucksack "passen muss" absolut unterstützen. Für mich ist dabei ein guter Beckengurt von zentraler Bedeutung, denn der sollte die Hauptlast tragen. Im optimalen Fall dienen die Schultergurte nur noch dem Ranziehen des Rucksacks an den Körper ohne eine Gewichtsbelastung. In der Realität klappt das nicht so ganz, es sollte aber das Ziel sein. Dabei ist es In der Tat hilfreich im Geschäft, den Kandidaten mit Sandsäcken und ähnlichem zu füllen, was in guten Outdoor-Shops tatsächlich angeboten wird. (Notfalls tun es auch Hanteln aus der Fitness-Abteilung.) Auch eine Koffer-Waage kann hilfreich sein, um das getestete Gesamtgewicht zu prüfen.

    Meinen Rucksack habe ich dann noch "getunt", indem ich u.a. am Beckengurt noch ein weiteres Band angebracht habe, in das ich Foto, Lampe, Werkzeugtool, eine kleine Tasche und ein Satellitentelefon (ein Spleen von mir) einhängen konnte. Bei Bedarf kann ich da mal Fotos schicken.

    Früher oder später wird noch die Frage auftauchen, wie schwer der Rucksack insgesamt sein soll. Häufig wird dabei nicht spezifiziert, was alles eingeschlossen ist, ob z.B. 3 l Wasser einkalkuliert sind. So kommen zum Teil Werte zustande, die mir für einen "Normalwanderer" unrealistisch klein vorkommen. Einerseits sollte man wirklich auf jedes Gramm achten und nichts unnötiges mitnehmen, andererseits sollte man sich auch nicht von Zielwerten wie 10-12 kg stressen lassen, aber ich verlasse das Thema dieses Threads.


    Liebe Grüße

    mtroja

  • Hallo Michael mtroja ,


    vielen Dank für Deinen aus meiner Sicht sehr erhellenden Beitrag! :beer:

    Auch aus meiner Erfahrung von vor mehr als 30 Jahren mit einem viel zu schweren Rucksack auf der damals angesagten Interrail-Tour durch Schottland bis Irland!


    LG Ernest

  • @ L`Breizh au coeur


    Rückenlänge verstellen ist bei Trekkingrucksäcken eigentlich Standard, feste Rückenlängen findest du eigentlich nur bei kleineren Wanderrucksäcken Alpinrucksäcken oder ganz speziellen Modellen, die dann aber in verschiedenen Längen angeboten werden. Namhafte Hersteller bieten eine noch sinnvollere Variante an: verschiedene Längen, die zur Feinanpassung dann noch zusäützlich in der Länge anpassbar sind. Optimal betrachtet sollte kürzerer Rücken auch kürzere Schultergurte beinhalten...


    @ mtroja

    du hast schon recht, das benötigte Rucksackvolumen kann sehr variabel sein. Hängt auch immer davon ab, wie hochwertig die Ausrüstung ist, die da rein soll. Nicht jeder hat -Lust und Geld- sich die absolut hochwertigste und teuerste und damit vielleicht leichteste und am kleinsten packbare Regenjacke, Zelt, Schlafsack etc. zu kaufen.

    Allein bei diesen eben genannten drei Gegenständen kann man leicht mal 4kg Gewicht und ordentlich Packvolumen sparen, davor gibt man aber auch hunderte von Euros mehr aus. Ist nicht jedermanns Geschmack und auch nicht jedem möglich.

    Hast du alles vom feinsten und denkst minimalistisch, so reichen dir -sofern du kein Selbstversorger bist- 45 Liter eventuell schon aus. Ansonsten würde ich 60l+ als Richtwert ansetzen, mehr nur wenn du das ganze Essen mitschleppst.


    weiterer Anhaltspunkt: eine 4-Tage Sommertour solo in den korsischen Bergen, komplett autonom (Zelt,Essen, Kocher+Geschirr, Fotozeugs) : Rucksackgewicht ca12kg zzgl. Wasser und Rucksackleergewicht, da brauche ich schon die 60l trotz hochwertiger Ausrüstung


    Noch ein Tip: alle reden hier immer nur von Deuter (Döötör auf franz.), Mario schau dir doch auch mal die Rucksäcke von Osprey oder Gregory an, je nachdem wie der Rucksack passt, wäre das meine erste Wahl (und nein, ich bin schon seit Jahren nicht mehr in der Branche tätig)


    und Michael, deine "Bandkonstruktion" würde mich mal interessieren, suche immer noch eine bessere Möglichkeit meinen Foto zu befestigen, momentan verwende ich das hier http://www.bgrip.com/de/das-bgrip-kameratragesystem/ und trage den Gürtel zusätzlich um meinen Bauch..


    Gruss

    Thomas

  • mtroja


    Hallo Michael,

    danke für deine umfassende Erklärung, so habe ich mir das vorgestellt und kann mir als Laie was drunter vorstellen.

    Einerseits sollte man wirklich auf jedes Gramm achten und nichts unnötiges mitnehmen, andererseits sollte man sich auch nicht von Zielwerten wie 10-12 kg stressen lassen, aber ich verlasse das Thema dieses Threads.

    Finde ich nicht, das passt sehr gut hierher, da ja das Zeugs, was in den Rucksack muss, eine elementare Rolle spielt.

    Wir werden sicher nicht im Ultraleichtbereich unterwegs sein, aber ich möchte auch nicht mehr mitschleppen, als notwendig. Ich werde definitiv mit Zelt unterwegs sein, wohl wissend um die Nachteile, die damit verbunden sind/sein können.

    Meine Frage nach der Rucksackgröße rührte eben ob der großen Spanne, die man im Netz findet. 45l schienen mir zu klein, ich kenne aber auch meine Schwäche. Wenn ich einen unnötig großen Rucksack habe, neige ich aus übertriebener Vorsicht dazu, mehr reinzupacken, als notwendig. Das rächt sich ja dann unmittelbar auf der Tour. Der Rucksack soll natürlich zukünftig weiterhin auf Mehrtagestouren zum Einsatz kommen - welche, wird sich dann zeigen.

    Verpflegen werden wir uns zumindest in Teilen selbst. Am Samstag haben wir unser erstes gemeinsames Treffen und werden auch dieses Thema behandeln, da mein Neffe durch seine Touren in den Pyrenäen Erfahrungen damit hat. Allerdings hat die Verköstigung auf den Hütten auch ihren Reiz, sollte ich nicht Gründe finden, die absolut dagegen sprechen. Aber Licht und Schatten gibt es sicher überall.


    Giacchetto


    Hallo Thomas,

    mit dem Thema Ausrüstung hab ich mich an Hand der im Netz gefundenen Packlisten schon befasst. Es wird wohl aus den von dir genannten Gründen die goldene Mitte werden, bei der Kleidung muss ich dann erstmal probieren, ist ja teilweise schon vorhanden.

    (und nein, ich bin schon seit Jahren nicht mehr in der Branche tätig)

    Schon o.k.; man muss ja hier zwangsweise das Kind beim Namen nennen.

    Ich hab mir ja schon mal 5 Rucksackmodelle im Internet konkreter angeschaut, neben dem "Döötör" auch je ein Model von Osprey (Aether), Gregory (Baltoro), Vaude und Tatonka.

    Ich werde im Laufe der Woche 2 Outdoorgeschäfte in Chemnitz aufsuchen und mein Anliegen vortragen. Vielleicht schaffe ich auch noch ein Drittes, da sollte ich dann fündig werden.
    Wenn nicht, gibt es ja noch den Outdoorladen mit dem großen "G" in Dresden.


    VG

    Mario

  • @ L`Breizh au coeur


    Aether habe ich selber, bin ganz zufrieden damit (mir passt er halt), bei meinem -inzwischen älteren- Modell ist das Hüftgurtband recht glatt und neigte dazu beim Laufen ganz allmählich durch die Schnalle zu rutschen. Hab die Originalschnalle gegen eine Fastex getauscht, war gleich besser. Ich denke aber man hat da was geändert.

    Gergory war immer meine Lieblingsmarke, lohnt sich vor allem bei schwerem Gepäck. Schau dir da auch mal die etwas tiefer angesiedelte Paragon-Serie an.

    Mit den grossen VauDe-Packs bin ich nie warm geworden, ebensowenig mit Wolfskin, Tatonka würde ich auf ähnlichem Niveau sehen wie Deuter, musst du halt probieren. Beim grossen "G" in Dresden kanns halt inzwischen leider passieren daß die Beratungsqualität nicht mehr den standard früherer Jahre hat, seitdem da ein Investor das sagen hat bieten die auch nur mehr besseren mainstream...


    du wirst schon was passendes finden !!


    Gruss

    Thomas