Ihr liebt das Meer? Dann gebt ihm eure Stimme!

  • Die Petition zur Plastikmüllreduzierung macht wirklich Sinn. Das wäre eine tolle Sache! Wir versuchen uns gerade in Plastikvermeidung und das ist teils kaum möglich.

  • Pablo :

    ja, eine tägliche Herausforderung, auch bei mir. Die EU-Hygienevorschriften sind auch ein Problem,

    z.B. dürfen Bioläden eigentlich Käse, Oliven u.ä. nicht in mitgebrachte Behälter füllen.

    Wenigstens DAS ist bei'nem corsischen Direktverkäufer/berger keine Frage n///briid

    eo  - tu  - noi  :amiguitos:    avà !  

  • Wir versuchen es zuhause auch, auf den meisten Plastikmüll zu verzichten! Es ist an der Frischetheke nicht leicht aber bei uns wird jetzt, nach vielem nerven unsererseits, darüber nachgedacht, so eine Art Schleuse anzuschaffen!! Das wäre schonmal der nächste Erfolg! Bin mal gespannt wie es im August dann auf Korsika aussieht!?

  • Ich denke,wenn alle mit kleinen Dingen bei sich selbst anfangen, kann man schon viel erreichen. Bei meiner Frau im Cafe`werden Tagesgerichte in Styroporverpackungen nur noch gegen Bezahlung der Verpackung ausgegeben und schwups hatten plötzlich viele eigene Behältnisse.

    Ein großes Problem bei mir auf Arbeit (Kläranlage) sind die vielen Kunststoffsachen im Abwasser. die mit viel Aufwand entfernt werden müssen. Noch schlimmer sind die kleinen Kunststoffteile wie Wattestäbchen die jegliche mechanische Reinigungsstufe unbeschadet durchlaufen und von uns dann entweder über die Schwimmschlammräumung entfernt werden und dadurch in den Faulturm wandern oder manuell mit Kescher an diversen Tauchwänden heraus geholt werden.

    Das Problem Mikroplastik will ich da gar nicht erst anschneiden.

    Also - Petition unterschreiben und unsere Macht als Verbraucher nutzen,nicht einfach aber machbar.

  • Hallo zusammen,


    die Verordnungen der EU bzgl. Hygiene sind tatsächlich ein riesiges Problem beim Verkauf an Frischetheken! w)acko

    Ich schlage mal diese Idee vor:

    kauft euer Zeug wie gehabt ein, füllt es nach dem Bezahlen um in Mitgebrachtes und gebt den Müll dann direkt an der Kasse zurück ...


    Könnte das funktionieren?? h/%


    LG Ernest

  • OT : bin heut, nach'nem besichtigungstermin in bad honnef, stundenlang auf grafenwerth/rhein rumge-strom-ert r4%/

    photos machen, steine kucken, vom wind durchwehen lassen... und hab nebenbei auch plastikkram eingesammelt.

    war ein gutes gefühl, als das zeug in den mülleimer geflogen ist.

    eo  - tu  - noi  :amiguitos:    avà !  

  • mit dem müll isset wie mit dem strom :


    der beste ist der, der gar nicht erst produziert wird !



    vielleicht hat ernest gemeint, dass die ladnerInnen zum umdenken angeregt werden,

    wenn eine menge leute ihnen zeigen, dass sie keinen verpackungsmüll wollen?

    eine art demo.

    eo  - tu  - noi  :amiguitos:    avà !  

  • Teemitrum

    kauft euer Zeug wie gehabt ein, füllt es nach dem Bezahlen um in Mitgebrachtes und gebt den Müll dann direkt an der Kasse zurück ...

    Könnte das funktionieren??

    Keine schlechte Idee, funktioniert aber nur bedingt,der Handel ist nach Verpackungsordnung §5 nur zur Rücknahme der Umverpackung nicht aber der Verkaufsverpackung verpflichtet.

    Die anderen Regelungen zum Wiederverwerten oder stofflichen Verwerten(was in der Regel nix anderes heißt als verbrennen) sind in § 4 schon wieder so schwammig formuliert,dass es eigentlich nur zu Gunsten der Industrie ausgelegt werden kann. Hier hilft wirklich nur Vermeidung,wenn sie das Zeug nicht mehr verkaufen, müssen sie sich was einfallen lassen.

    Ich bin weiß Gott kein Heiliger in dieser Sache, aber es ist doch schon mal dahingehend einfach, indem man seine Wurst und Fleisch beim örtlichen Fleischer (Metzger) kauft, Obst und Gemüse beim Gemüsehändler oder Supermark eben ohne Plastiktüte (habs probiert,ging im K...land sogar an der SB Kasse),Marmelade,Konfitüre u.Ä. im Glas und nicht im Becher,Brot und Brötchen beim Bäcker(der nimmt die Einkaufstasche sogar über den Thresen) usw. und so fort.

    Ich weiß aus eigener Erfahrung,dass es gerade mit wenig Geld nicht so einfach ist, auf das billige Zeug zu verzichten, aber bewusst einzukaufen geht auch da.

    Ich bastel mal einen Link ein, der verdeutlicht,was in Ländern geht, auf die wir gern mal verächtlich herab blicken.

    https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=410693

    Wir haben soviele Probleme in der Welt, dass es mir um die Zukunft meiner Kinder wirklich graust. Wenn ich schon nicht diese idiotischen Gestalten "wiederverwerten" kann, die diesen Planeten immer mehr ins Chaos stürzen, weil sie sich für den Nabel der Welt halten, so lasst uns doch wenigstens das Bisschen tun, was wir können, um diese Welt ein wenig besser zu machen. Macht es doch beim Wandern oder am Strand einfach mal wie piucore und nehmt den Müll mit,den ihr findet, auch wenn es nicht eurer ist. Eine ökologischere Lebensweise hat nix mit realitätsfremder Spinnerei zu tun,das machen uns nur die weis, die mit möglichst wenig Einsatz viel Kohle scheffeln wollen. Wir sind es unseren Kindern und kommenden Generationen schuldig.

    Übrigens, um den Bogen halbwegs wieder zum Forum zu schlagen, schaut doch mal bei der Überfahrt von der Fähre ins Wasser, ich war erschrocken, wieviele Plastikfetzen man selbst von dieser Höhe aus im Wasser treiben sieht.


    Sonnige Grüße aus der Hängematte von einem immer noch sehr schönen Planeten


    Mario

  • " wenn sie das Zeug nicht mehr verkaufen, müssen sie sich was einfallen lassen " hat bei thunfischkonserven

    super funktioniert n///briid das ist die (einzige?) sprache, die von den produzenten verstanden wird. auch wenn's schon

    sooo oft gesagt/geschrieben worden ist, muss ich's wiederholen :

    die MACHT :thumbsupparty: der kleinen leute liegt in ihrem konsumverhalten :meinung:


    deutschland ist ein "reiches land" im frieden, grazie à Diu !

    aber wir tun, als sei noch 1945... und leben nach "geiz ist geil" ohne uns zu schämen...

    https://www.ndr.de/kultur/film…rieg,hungerwinter100.html

    eo  - tu  - noi  :amiguitos:    avà !  

  • Hallo an Alle hier,


    ich bin eine Kassiererin im Lebensmittelhandel und ich werde ziemlich sauer, wenn jemand bei mir seine Verpackung abgibt, bzw. sie beim Packtisch liegenläßt.

    Warum: weil ICH dazu degradiert werde, deren Müll zu entsorgen.

    Und ob es jemand glaubt oder nicht, es wird nicht gehört, wenn ich z. B. der Filialleitung weitersage, bei mir wird soundsoviel Müll abgegeben. Oder denkt jemand wirklich, dass sich die Filialleitung an die Bezirksleitung, diese dann an die Zentralewendet um dieses Problem weiterzuerzählen?

    Das ist wirklich nur, so wie es "Capitella" schreibt, eine Müllverschiebung!


    Mit einer Kundin, die mir mit Vorliebe, die Verpackung da läßt, mit den ätzenden Worten: "das Plastik lasse ich euch, das interessiert mich nicht", habe ich schon zweimal diskutiert und sie dabei gefragt, warum sie z. B. die Marillen überhaupt in der Plastikverpackung kauft, wenn sie kein Plastik will.. glaubt mir, die wollte das nicht hören! (Noch dazu gibt es z. B. Marillen auch lose zu kaufen, nebenbei erwähnt..)


    Meine Erfahrung ist: der Kunde will es einfach und praktisch haben. Es sind nur wenige, die dabei Verantwortungsbewusstsein an den Tag legen. Schimpfen tun viele.. das ist ja sehr einfach.. (spreche dabei NIEMAND hier im Forum an)..


    Zu meinem Mann sage ich immer: wenn der Kunde wüßte, welche Macht er eigentlich hätte, bei der Steuerung von Produktion, Preis, Verpackung, usw. mitzuwirken. Aber da müßte er bereit sein, sich mit vielen anderen Kunden zusammenzutun. Und dazu wird es erst kommen wenn so gut wie zu spät ist.


    Sorry, für meine negative Einstellung. Aber ich habe am Tag mit ca. 500 Kunden zu tun. Da weiß man wie die Realität ausschaut..

    Aber ich finde es trotzdem gut, das es zumindest einzelne Leute, wie auch hier im Forum, gibt, die versuchen gegen den Strom zu schwimmen...

    Nur, die Verpackung an der Kassa abzugeben fördert für die Produzenten KEIN Umdenken!


    Lg,

    Margarete

  • Hier haben wir ja mit Margarete direkt mal jemanden, der uns als Verbraucher den Spiegel vorhält. Genauso wie sie sagt ist es,unser Verhalten und unsere Vorlieben beim Einkauf sind der entscheidende Punkt! Danke für diese emotionale Meinungsäußerung.

  • Hallo zusammen hier im Thread,


    vielen Dank für eure sachkundigen Reaktionen hier im Thread! :thumbsupparty::dancer: Ich habe etliches gelernt hier! :beer:

    So macht "Forum" echt Spass! 8)party:


    Nochmals Danke + meine LG aus Teemitrum

    Ernest

  • Wir haben 2017 unseren Urlaub unter anderem in Montenegro, Ada Bojana verbracht. In der Ferienanlage herrschte ziemlich gute Ordnung, aber gleich daneben ging der Dreck los. Der Strand war übersät von leeren Plastikflaschen und sonstigem Müll, der dort mehrheitlich von Russen hinterlassen wurde. Klar, dass vieles davon bei Wellengang ins Wasser gespült wurde. Was gelegentlich aufgesammelt wurde, kam in die üblichen Müllcontainer, wurde aber dann nachts verbrannt. Es stank manchmal grauenhaft.

    Im Supermarkt standen an jeder Kasse Frauen als Einpackhilfe. Für jeweils 3 bis 4 Artikel rissen sie eine neue Plastiktüte vom großen Stapel ab. Als wir beim nächsten Einkauf diese Tüten wieder mitbrachten und gleich mit auf das Warenband legten, wurden wir verständnislos angesehen. Nur mit Mühe konnten wir erreichen, dass sie verwendet wurden.

    Soviel zum Thema Europa und Aufklärung. Auf anderen Kontinenten sieht es noch schlimmer aus. Eine Bekannte bekam im kanadischen 4-Sterne-Hotel am Frühstücksbuffett jeden Kaffee in einem neuen Plastikbecher. Es war aus Gründen der Hygiene untersagt, den Becher wieder zu befüllen...


    Trotzdem ist es wichtig, durchzuhalten und Müll zu vermeiden. Jeder Plastikartikel, der nicht benutzt wird, wird irgendwann auch nicht mehr hergestellt. Das haben vor allem wir als Verbraucher in der Hand.

  • Meine Freundin ist übrigens begeistert von der Petition und auch von der Einstellung vieler hier. Sie ist bezüglich Plastikvermeidung im eigenen Haushalt gerade sehr engagiert. Zum einen bedeutet das Verzicht auf einige Dinge: Lebensmittel, die nicht lose zu bekommen sind, werden nach Möglichkeit vermieden.

    Zum anderen, da muss man sich nichts vormachen, bedeutet es höhere Kosten, da man gewisse Produkte nur auf Märkten oder im Bio-Laden lose bekommen kann. Samstag war sie im Bio-Laden und hat lose Champignons, Butter in Papierverpackung, Bambus-Zahnbürsten, Bio-Wein in Pfandflaschen (!) und noch vieles mehr gekauft. Sie hat gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd:)party: Natürlich macht das nur Sinn, wenn man dafür nicht einfach mal für das gute Gewissen 20-30 km extra fährt, aber ich musste eh zum Baumarkt. Die Produkte waren im Schnitt (mindestens) doppelt so teuer wie im normalen Supermarkt, von Discountern ganz zu schweigen. Da bin ich ehrlich: Das werde ich nicht regelmäßig nutzen. Aber es geht bis auf wenige Ausnahmen auch im normalen Supermarkt und auf die Paar Produkte, die ich nicht lose bekomme, verzichte ich eben bzw. gönnen wir die uns ab und an für einen Aufpreis aus dem Bio-Laden. Mit den Frischebehältern hatte ich bislang bei uns noch keine Probleme in diversen Läden.


    Was es übrigens tatsächlich in Deutschland nicht zu geben scheint, ist Toilettenpapier ohne Plastikverpackung. Das hätte ich nicht gedacht. In den Niederlanden gibt es einen Hersteller, der es in Papier verpackt. Macht aber natürlich keinen Sinn, sich das liefern zu lassen...


    Wir stehen noch am Anfang, aber die Auswirkung ist schon extrem, wenn ich mir die gelbe Tonne anschaue. Jeder könnte richtig viel einsparen, aber es braucht auch Anstöße aus der Politik. Bei uns ist es gerade so, dass viele Freunde es total gut finden, aber selbst ist ihnen das zu aufwendig und/oder zu teuer. Aufwendiger ist es meines Erachtens überhaupt nicht, etwas teurer ist es halt schon, aber zumindest bei "Standard-Produkten" ist das schon ok.


    Vielleicht können wir nach und nach einige Freunde überzeugen. Es muss ja nicht so extrem sein wie bei meiner Freundin. 5 Plastikverpackungen/ -tüten weniger pro Haushalt und Woche wären ja auch schon viel wert.

  • Moin zusammen,

    wir haben zu diesem Thema, auch auf Korsika bezogen, ja nun schon jede Menge geschrieben. Immer wieder läuft es aufs Gleiche hinaus: Capitella hat Recht, denn natürlich macht es wenig Sinn, den Müll jemandem anderen zu geben, der diesen dann "entsorgt". Das Problem ist nur, dass es gar nicht so einfach ist, Müll zu vermeiden. Es wird einem immer schwieriger gemacht. Warum? Na logisch, es gibt einfach zu viele Leute, die mit Müll Geld verdienen. Diese wiederum sitzen entweder selbst in der Politik oder lassen sich durch Lobbyisten vertreten. Also wird ganz klar von der Seite her nicht zu erwarten sein, dass vernünftige Ansätze zeitnah umgesetzt werden.


    Bei uns werden mittlerweile Bio-Gurken einzeln eingeschweißt! Cool! Die kaufen wir nicht mehr. An der Gemüsetheke muss man die Paprika nun wirklich nicht in ne Tüte packen um den Kleber draufzukleben. Der hält auch so. Bananen, Kiwi ebenso. Nun ja, diese Liste ließe sich endlos weiterführen, bezogen auf das, was man schon tun kann ohne zusätzlichen finanziellen Aufwand.

    Ob es global wirklich fruchtbar ist, bezweifel ich stark, weil die Mechanismen ganz andere sind. Egal, im Kleinen fängt es an!

    Solange es billig ist, Müll zu machen, solange wird sich nichts ändern! Plastiktüten sollten verbannt werden, das Kompostieren gefördert.

    Kann mir einer den Sinn von Silikon im Shampoo erklären? OK, ich weiß schon, was das soll, aber seien wir ehrlich: Auch hier dient es ausschließlich der Gewinnmaximierung. Es gab lang (oder gibt noch?) beim Aldi Klospülsteine mit GLITZER! Es gibt Duschgel mit Glitzer.


    Solange es Abnehmer findet und die Bildung diesbezüglich vernachlässigt wird, wird es kein Ende nehmen mit diesem Unsinn. WIR sollten jeder für sich selbst konsequenter werden und vieles hinterfragen, was wir tun. Groß ändern wird es zunächst nichts. TROTZDEM!


    Grüße

    wolfgang (der oft belächelt wird, wenn er am Strand von Sankt-Peter-Ording Müll sammelt)