Refuge Ortu di U Piobbu durch Feuer zerstört

  • ganz aktuell:


    das Refuge Ortu di u Piobbu - erste Hütte am GR20 wenn man in Calenzana startet- ist heute nachmittag ausgebrannt, kurz nachden die neuen Gasflaschen für die kommende Saison geliefert wurden, Feurio !!

    https://www.corsematin.com/art…t-detruit-par-les-flammes

    ein Schelm wer Böses dabei denkt... erst im letzten Sommer wurde die Stelle des Hüttenwirts nach einigen Querelen und unter veränderten Bedingungen neu vergeben (ein zusätzlicher Parc-Mitarbeiter kassiert die Übernachtungsgelder). Zudem sollte die Piobbu dieses Jahr als erste Hütten am GR komplett modernisiert werden, es gab aber Probleme mit der Baugenehmigung.

    Ursache ist mit ziemlicher Sicherheit Brandstiftung

    https://france3-regions.france…est-criminel-1664613.html


    Angeblich sollen bis zur Saisoneröffnung am 12.Mai sowas ähnliche wie Container installiert werden um die Unterbringung der Wanderer zu gewährleisten.


    Thomas

  • In der Tat ist es so: ein Schelm wer Böses dabei denkt...

    Und die Container waren schon bereit gestellt...

    Super Management , super organisiert...


    in der Woche vor Ostern fand ich die Welt dort noch in Ordnung....

  • Aktuell heute im [definition='8','0'][/definition]: https://www.corsematin.com/art…-pertes-sont-desastreuses


    entgegen den Aussagen direkt nach Bekanntwerden des Brandes sieht es jetzt wohl so aus, daß für die Saison 2019 im Bereich des -ehemaligen- Refuges Ortu di u Piobbu KEINE Übernachtungsmöglichkeit vorhanden sein wird. Zwar soll ein 40m2 Zelt für Notfälle und bei Unwettern aufgestellt werden, ansonsten gibt es nur Biwakmöglichkeiten. Eine rudimentäre Küche und ein Chalet für den gardien komplettieren das Ganze, die WC's sind scheinbar unbeschädigt.

    Bereits bezahlte Reservierungen für 2019 sollen erstattet werden.

    Die Kosten für den Wiederaufbau werden auf 80-100T€ beziffert -wobei mir nicht klar ist, ob damit der Wiederaufbau gemeint ist oder diese Kosten gleich die geplante Vergrößerung und Modernisierung beinhalten. Die ursprüngliche Planung sah ja sowohl für die Piobbu wie auch die Carozzu ein zweites Stockwerk, Doppelzimmer und überhaupt jede Menge zusätzlichen Komfort vor.


    Gruss

    Thomas

  • was lese ich bei Thomas? Carozzu mit Doppelzimmern und Komfort? Hoffentlich gibt es die wunderbare Außendusche im Gebüsch wenigstens noch weiterhin.


    Danke Thomas für deine Infos


    Gruß aus Raeren/Belgien von Andreas

  • Da scheint ja eine Entwicklung der bisherigen "Notunterkünfte" hin zu einer Art "Alpenvereinshütte" im Gange zu sein. Da muss ich sagen, fänd ich nicht schlecht. Die Beengtheit, das Vorbuchen und insbesondere das Klientel, was da nächtigt, hat mich bisher von einer Nacht auf so ner GR20-Hütte abgeschreckt.

  • Hallo Swen,

    da beschreib doch mal das dich abschreckende Klientel etwas näher. Ich für meinen Teil liebe die alten, umständlichen Hütten, in denen man die Küchen auch selber benutzen darf.

    Gehe selber am liebsten im Mai hinauf, wenn´s noch leer ist.


    Gruß aus Raeren in Belgien von

    Andreas

  • Alpenvereinshütten muss man auch meist vorbuchen, sind eng und voll. Außerdem würden solche Hütten noch mehr Menschenmassen anziehen.

    Das mit deiner Bezeichnung "Klientel" würde mich aber auch interessieren.

  • Ist nich böse gemeint ;) Ich begegne da aber irgendwie immer nur Gruppen, die nix selbst planen, sondern sich den Weg "vorkochen" lassen, die die Tour eben gebucht haben. Oder Leuten, die nicht um des Wanderns/kletterns/der Natur wegen dort sind, sondern weil es "in" ist und irgendwie zum guten Ton gehört. A la "boah eh, der schwierigste Weg von Europa, muss ich machen". Der GR20 wird also nicht "erwandert", sondern der Weg "wird gemacht". Aber vielleicht hatte ich ja auch Pech bei meinen Pausen da...


    Bei den vielen Alpenvereinshütten, die ich so kenne, war jeder mit einem konkreten Gipfel- oder Kletterziel dort. Was alle verband war das Interesse an der Berglandschaft. Am GR20 kommt es mir so vor, als ob es nur um die sportliche Ego-Bestätigung gänge. Und das schreckt mich ab, das mag ich persönlich nicht.


    Dass am Weg selber aller 5 Meter ein Wegzeichen aufgemalt ist und die Route noch dazu gezielt alle Berge UMGEHT, machts nicht besser. Und die wegen des Ansturms sicherlich nötige Vorbucherei wiederstrebt mir persönlich ebenfalls. Deshalb habe ich alle meine Touren bisher vom Tal aus gemacht.


    Viele Grüße,
    Swen

  • Hallo Swen,

    dann sind wir uns wohl sehr ähnlich...

    Die Vorbucherei halte ich sogar für gefährlich, da man bei möglicherweise zu unsicherem/gefährlichem Wetter geht, um seine Anschlußreservierungen nicht zu verlieren.

    Was Bernd oben sagt, dass komfortable Hütten noch mehr Gäste anziehen, ist auch meine Befürchtung


    Gruß aus Raeren von Andreas

  • Wenn du lohnende ruhige AV-Hütten kennst bin ich für Tips dankbar.

    Geh mal auf eine Hütte auf dem E5 Oberstdorf-Meran und schau dir das "Klientel" dort mal an.


    Ich möchte dieses Jahr auch auf den GR20. Allerdings ohne Anmeldung, mit eigenem Zelt, genug Zeit für Gipfelabstecher und ohne Verpflichtung den GR20 komplett "gemacht zu haben".

  • Wenn du lohnende ruhige AV-Hütten kennst bin ich für Tips dankbar.

    Geh mal auf eine Hütte auf dem E5 Oberstdorf-Meran und schau dir das "Klientel" dort mal an.

    Es gibt zwei völlig banale Wege, Überfüllungen aus dem Weg zu gehen:

    a) außerhalb der Saison und unter der Woche -- gilt für die allermeisten Alpenhütten, schränkt aber natürlich u.U. Deine Tourenauswahl ein

    b) Hütten mit richtig langen Zustiegen -- ok in Tirol oder den deutschen (Vor) Alpen eine ziemlich seltene Spezies.


    Übertragen auf Korsika:

    Am GR20 waren wir meist im Oktober auf den Hütten und es hatte selten mehr als fünf weitere Übernachtungsgäste.

    Am Refuge Sega würde ich aufgrund des langen, schattenlosen Zustiegs auch keine Menschenmassen erwarten.

    Noch besser: Ref. Puscaghia...

  • reib und flachlandtiroler


    für D&Ö: AV-Hütten bieten meist freie Plätze von Sonntag abend bis Donnerstag abend


    für den GR 20 auf Korsika:

    Juni/September/Oktober sind nach meinen Erfahrungen immer Plätze zu ergattern!


    Auch ich bin jemand, der es für "zerstörisch" hält, je mehr Comfort angeboten wird, desto mehr wird dieser auch erwartet...

    ich hoffe die Korsen können sich diesem Anspruchsdenken erwehren und können die Einfachheit speziell in den Refuges noch lange erhalten....

  • ich hoffe die Korsen können sich diesem Anspruchsdenken erwehren und können die Einfachheit speziell in den Refuges noch lange erhalten....

    Bonjour,


    aber bei allem Respekt vor "Einfachheit": Bettwanzen gehören sicherlich nicht dazu ... oder irre ich mich da?? ;(party:


    LG aus Teemitrum

    Ernest

  • Bettwanzen kannst du überall finden, die werden durch Gepäck verschleppt.

    Lassen sich nur schwer bekämpfen. Eines ist das konsequente wegwerfen von Matratzen

    und Bettzeug und ausräuchern mit speziellen Mitteln. Danach gründlich reinigen und auch

    im Schlüpfinterval der Wanzen später noch mal nachräuchern und reinigen. Ist mit viel

    Aufwand und Geldeinsatz zu bewältigen......aaaber wenn der nächste die dann wieder

    einschleppt......gute nacht. Ich habe da schon ganze Familien voller Bissspuren gesehen.

    Ich bin hier ja lange Zeit in der Tourismusbranche tätig gewesen und werde bald wieder

    einsteigen.

    (kann Spuren von Senf enthalten)

    Mark, der mit dem Holz tanzt.

  • Du meinst im Juli/August ist es ruhiger. Eigentlich wollte ich MItte Juni gehen. Auf Grund einer Verletzung muss ich das vermutlich verschieben. Ich wäre jetzt dann eher im September gegangen. Oder doch lieber Anfang Juli ?

  • aktuelle Infos zur Situation heute auf CNI https://www.corsenetinfos.cors…ira-le-25-mai_a40692.html

    - alle bereits getätigten Reservierung für Übernachtungen IN der Hütte wurden umgeändert auf "Leihzelt"

    - diese Möglichkeit besteht ab 25.5.

    - sanitäre Anlagen funktionstüchtig

    - weder Restauration noch Lebensmittelverkauf evtl. ab Mitte Juni

    - Gas und Kochgelegenheit werden vorhanden sein

    - gardien vor Ort


    Thomas

  • Wenn du lohnende ruhige AV-Hütten kennst bin ich für Tips dankbar.

    Geh mal auf eine Hütte auf dem E5 Oberstdorf-Meran und schau dir das "Klientel" dort mal an.


    Ich möchte dieses Jahr auch auf den GR20. Allerdings ohne Anmeldung, mit eigenem Zelt, genug Zeit für Gipfelabstecher und ohne Verpflichtung den GR20 komplett "gemacht zu haben".

    Der DAV hat aktuell auf seiner Homepage unter Hütten und Touren Tipps für "24 Hütten abseits des Mainstreams".

    E5: Da gebe ich Dir Recht, seit Jahren reservieren kommerzielle Anbieter hier vor und blockieren ganze Hütten. Ihre jährlichen Eiskurse hat meine Sektion längst weg von den Ötztalern gelegt, es hat keinen Sinn mehr. Aber man kann das auch positiv sehen - E5, da weiß man wenigstens, wo man nicht mehr hingeht. Mit der Internet-Karte von bergfex und /oder Schweiz map kann man sich wunderbare kleine eigene Durchquerungen basteln, ich bin 2017 zB. von Mittenwald nach Sterzing , da war alles im Lot bis auf eine Hütte, die am Stubaier Höhenweg lag. Dort vor 20 Jahren entspanntes Gehen, 2017 überbelegt, immer drei Leute in eine Zweier-Koje.


    In Korsika sehe ich es wie Swen: lieber interessante Ziele wie Orba, Minuta, Renoso aus dem Tal statt Ameisenpfad.


    Früher war natürlich alles "besser": Meine Allerbeste ist den GR Anfang der 80er mit 18kg Gepäck, Kocher, Zelt, Verpflegung gelaufen. Nur in Vizzavona gab es eine Möglichkeit zum Einkaufen. Ich wäre verhungert.