Schweres Unwetter an der Westküste

  • Hab gerade mit meiner Frau gesprochen, Sie ist gerade allein mit unserem Sohn in Bastelicaccia. Auch hier starke Sturmböen und Stromausfall und dadurch kein Wasser.

    Ich hoffe die Campingplätze hat es nicht zu arg getroffen. Im Moment scheint wieder die Sonne.

  • anscheinend gibt es ein zweites Todesopfer in Calvi

    Die Todesfälle sind sehr tragisch. Allerdings wären sie aus meiner Sicht auch bei einer besseren Warnung nicht zu verhindern gewesen. Denn wo sollten all die Mobilhome-Bewohner und Camper hin, wenn nicht "zu Hause" bleiben oder sich ins Auto flüchten? Und bei lokalen Windspitzen jenseits von 150 km/h kommt es leider vor, dass Bäume umstürzen und auch zu schweren Schäden an Gebäuden.


    Intempéries : deux morts et plusieurs blessés dans des campings en Corse
    Alors que l’île est placée en vigilance orange orages/pluies-inondations ce jeudi, les pompiers font état de deux morts et plusieurs blessés dans deux campings…
    www.francebleu.fr

  • Zweiter Toter in Calvi


    Da der Link bei Giacchetto nicht funktioniert, mal schauen, ob meiner geht...


    Jupp, diesmal hat's den Westen mehr erwischt. Bei uns hat es zwar nen Moment lang gut geregnet, aber viel ist da jetzt auch nicht runtergekommen. Es waren eher die Sturmböen, die wirklich beeindruckend waren. Und wenn ich FB so durchscrolle, ging es vielen so, dass sie nicht ausreichend informiert waren. Ich hatte gestern auch fast alles gesichert. So als Vorsichtsmaßnahme. Ein Glück! musste heute früh nur noch die Sättel sichern und ab ins Haus...

  • Die Todesfälle sind sehr tragisch. Allerdings wären sie aus meiner Sicht auch bei einer besseren Warnung nicht zu verhindern gewesen. Denn wo sollten all die Mobilhome-Bewohner und Camper hin, wenn nicht "zu Hause" bleiben oder sich ins Auto flüchten? Und bei lokalen Windspitzen jenseits von 150 km/h kommt es leider vor, dass Bäume umstürzen und auch zu schweren Schäden an Gebäuden.

    In Südfrankreich wurden Touristen von Campingplätzen evakuiert. Da ist das Gewitter vorbeigezogen. In den etwas größeren Städten gibt es Turnhallen, die sicherer sind als ein Zelt... Aber scheinbar ist das mit der Wettervorhersage noch immer ein größeres Problem, als man so glaubt...

  • Kachelmann auf Twitter vor 14 Stunden: "Wenn Sie Menschen von Korsika—>nördlich Italien kennen, vor allem Campingplätze: Morgen ist so ein klassischer Touri-Sterbetag ("hatte unter Baum Schutz gesucht")…."


    Ich folge ihm ab jetzt...

  • Aber scheinbar ist das mit der Wettervorhersage noch immer ein größeres Problem, als man so glaubt...

    Kommt darauf an, wen man fragt. Wenn ich da ans Ahrtal denke: das größte Problem sind Menschen, die nicht mit Warnungen "belästigt" werden möchte und diejenigen, die "nicht zuständig" für solche sind. Wir haben 2020 den Medicane in Griechenland miterlebt, und da kam ne Sms zwangsweise aufs Handy. Stellt Euch vor, wie der gemeine Deutsche auf so ein Eindringen in die Privatssphäre reagieren würde...

  • Kommt darauf an, wen man fragt. Wenn ich da ans Ahrtal denke: das größte Problem sind Menschen, die nicht mit Warnungen "belästigt" werden möchte und diejenigen, die "nicht zuständig" für solche sind. Wir haben 2020 den Medicane in Griechenland miterlebt, und da kam ne Sms zwangsweise aufs Handy. Stellt Euch vor, wie der gemeine Deutsche auf so ein Eindringen in die Privatssphäre reagieren würde...

    Sehe ich auch so. Wettermeldungen werden erst Ernst genommen wenn es schon zu spät ist. Alles andere wird als Panikmache abgewertet und wenn es einen dann doch getroffen hat ist das Gejammer groß.

    Letztes Jahr September in Südfrankreich zog Nachts eine Unwetterfront über unser Gebiet. Konnte ich über die Wetter-App sehr gut verfolgen und es wurde schon am Tag vorher (Zeitung, Netz, Radio, etc.) vor schweren Gewittern und Sturmböen gewarnt. Wer dann behauptet nichts gewusst zu haben, da tut´s mir dann nicht wirklich leid.


    ;(party: Die Todesopfer auf den Campingplätzen heute, das ist wirklich tragisch und leider kann man nicht alles Beeinflussen. Evtl. hätte man hier eine Evakuierung der CP´s in Erwägung ziehen sollen. Aber das ist ja hinterher immer einfach zu sagen.

    VG Arne

  • an der Ostküste, Bravone, wars relativ gnädig. Morgens 8 h bleiern, plötzlich nachtdunkel - einige Sturmböedn, dann Donnergrollen und 1 h Schüttregen. Jetzt Sonne, aber ich glaube, da braut sich über der Castagniccia nochmal was zusammen.

    Glücklicherweise bis jetzt keine Schäden in meiner Nähe, sogar das Internet und Telefon funktionieren.

    LG

    Helen

  • Ganz offensichtlich hatte man die Gefahr unterschätzt. Aufgrund der verheerenden Bilanz (mittlerweile 3. Todesopfer) ist es verwunderlich, dass man nicht Warnstufe Rot ausgerufen hatte. Aber wie schon gesagt wurde: Hinterher kann man leicht urteilen.

  • Stellt Euch vor, wie der gemeine Deutsche auf so ein Eindringen in die Privatssphäre reagieren würde...

    Tja, also ich wäre froh gewesen eine Ahnung zu haben, was da kommt. Und mit zunehmender Häufigkeit UND den entsprechenden Folgen werden das viele genauso sehen. Und wer sich da eingeengt fühlt, der löscht halt die SMS.

    Klar, wie oft wurden in den letzten Tagen hier Touristen aus den Flüssen gezogen, weil sie auf die Warnungen nicht gehört haben (oder sich nicht informiert haben). Meiner Meinung nach sollte das sehr genau geprüft werden und dann selbst zahlen (Helikoptereinsatz...)!!!

    Und hier geht es ja darum, dass die meisten, weil sie sich auf den "üblichen" Wetterdienst verlassen, nicht informiert waren. Klar, die geben auch oft genug Warnungen raus, obwohl nichts kommt. Wenn dann evakuiert wird, heißt es wieder "übervorsichtig". Tja, kann aber Leben retten... Übrigens sind wir jetzt schon bei 3 Todesopfern. Habe bei dem Artikel aber nicht ganz verstanden, warum ein Opfer quasi "extra" aufgeführt wurde... Kommt sicher mit weiteren Berichterstattungen noch Licht ins dunkel...

  • Sehe ich auch so. Wettermeldungen werden erst Ernst genommen wenn es schon zu spät ist. Alles andere wird als Panikmache abgewertet und wenn es einen dann doch getroffen hat ist das Gejammer groß.

    Das mit den Warnungen ist immer eine Gratwanderung. Sie werden ja für ganze Regionen ausgesprochen und treffen dann, wenn überhaupt, einzelne Orte.

    Irgendawann tritt dann ein Gewöhnungseffekt ein und man nimmt sie nicht mehr ernst. Ansonsten ist man irgendwann nur noch damit beschäftigt, sein Zeug hin und her zu räumen....

    Wir waren vor ein paar Jahren auf Korsika, als dieser Mini-Tornado in Bastia war und einiges an Schaden angerichtet wurde. Wir wurden am Abend vorher am Campingplatz ganz dramatisch gewarnt. Allles wurde gesichert, Stromkästen abgeklebt und und und. Passiert ist auf unserem Platz überhaupt nichts, außer etwas ganz erholsamem Regen.

    Auch bei Wetterwarnungen gilt: Im Nachineien lässt sich immer gut Recht haben und den Zeigefinger heben.

  • Bei den Unwetterwarnungen, die seit Tagen für Korsika herrschen (Orange), hätte sich, nimmt man sie ernst, m.E. niemend mehr auf dem GR20 aufhalten dürfen. Den Aufschrei möchte ich hören, wenn das verbindlich würde, ganz abgesehen davon, dass es nicht zu handeln wäre.

  • Bei den Unwetterwarnungen, die seit Tagen für Korsika herrschen (Orange), hätte sich, nimmt man sie ernst, m.E. niemend mehr auf dem GR20 aufhalten dürfen. Den Aufschrei möchte ich hören, wenn das verbindlich würde, ganz abgesehen davon, dass es nicht zu handeln wäre.

    So war das vor einigen Jahren in der "Cirque de Solitude" mit dem Unwetter und den 7 Toten. Oder das Canoying Unglück mit mehreren Opfern. ::,,II8 Hier wurden auch Warnungen ausgesprochen und ignoriert. Das Ergebnis.....

  • ier wurden auch Warnungen ausgesprochen und ignoriert. Das Ergebnis.....

    Mann müsste halt Hellsehend sein und genau wissen, welche Warnungen man ignorieren kann und welche nicht. Aber dann wären ja auch die Warnungen überflüssig, weil man eh wüsste was passiert...

  • Bei den Unwetterwarnungen, die seit Tagen für Korsika herrschen (Orange)

    Tschuldigung, das mag vielleicht auf ner deutschen Wetterapp so gewesen sein. Die wird nicht wirklich hier genutzt. Meteo France gab verhalten Gelb raus. Seit heute früh ist es Orange, das war zu spät! Und von Wind war KEINE Rede. Man kann sich schlecht auf was einstellen, wenn so gar nichts vorhergesagt ist. Und darüber regen sich hier die meisten eben auf und das zu Recht! UND man kann auch nicht erwarten das man auf 20 Wetterapps schaut. Hier üblicherweise benutzt ist Météo France und Warnstufe gelb ohne Windangaben ist halt mal dem was da vorbeigesaust kam nicht angemessen gewesen.

    Hat nichts mit Fingerzeig zu tun. Wie ich schon geschrieben habe, nehm ich selbst die gelbe Warnstufe ernst und hab ziemlich gut vorgesorgt. Das was dann noch weggeflogen ist, war nicht weiter wild.

  • Mann müsste halt Hellsehend sein und genau wissen, welche Warnungen man ignorieren kann und welche nicht

    Auch das seh ich nicht wirklich so. Ja, ich weiß, dass nicht jede Warnung zu nem Unwetter führt, aber mein Zeug zusammenraffen (also ich mein, das was draußen ist sichern) kann ich wohl. Und die meisten die hier leben, wissen das auch und haben es wohl getan. (Ist es halt schön aufgeräumt, wenn doch kein Sturm kommt... Ein dann trotzdem abgehobenes Dach, lässt sich dadurch nicht vermeiden.) Und eine Wanderung im Gebirge, Canyoningtour etc. fällt dann eben einfach aus! Ein verantwortungsvoller Guide macht das genau so, die Versicherung zahlt sonst auch keinen cent, also, wäre er schön blöd, wenn er loszieht. Und alle die meinen trotzdem ins Gebirge ziehen zu müssen, müssen dann für den Schaden meines Erachtens auch selber aufkommen. Da bleibt man halt dann mal zu Hause. Und auch ne Fahrt mit dem Auto wenn ich sie vermeiden kann, lass ich es sein, wenn die entsprechende Warnung da ist. Wenn dann nichts kommt, hab ich ja nicht wirklich was verloren.

    Und wie gesagt, die Wetterszenarien, die ich hier schon so erlebt habe sorgen dann schon dafür, dass man es entsprechend ernst nimmt. Geht aber schwer, wenn nichts wirklich vorher gesagt wird...

  • Der Innenminister ist wohl auf dem Weg nach Korsika. Das wird auf Twitter eher "kritisch" kommentiert. Auch dort wird die Frage aufgeworfen, warum nicht früher und deutlicher gewarnt wurde.