Vorgehen gegen Strandbars u.ä, wie steht ihr dazu?

  • Hallo zusammen,


    in den letzten Tagen/Wochen hat sich die Diskussion um die mehr oder weniger legalen/illegalen Strandbars und ähnliche Einrichtungen auf der Insel verschärft: Bericht im [definition='8','1'][/definition]


    Das Loi littoral verbietet eigentlich solche Einrichtungen am Strand, Gegner sprechen auch von einer Privatisierung der Strände. Auf der anderen Seite gehören solche Angebote ja aber auch zur touristischen Infrastruktur. Ich wäre da für eine Art Bestandsschutz, was nachweisbar schon 10 Jahre oder länger betrieben wird, soll bleiben dürfen, aber es sollen keine weiteren Einrichtungen dazu kommen. Oder nur nach strengen Vorgaben, um Wildwuchs zu vermeiden.


    Die Strände Bodri oder Ghjunchitu wären ohne die Bars in meinen Augen "ärmer", auch wenn ich deren Angebote im Lauf der Jahre immer weniger genutzt habe. Die Buden stehen schon seit Jahrzehnten dort. Der Besitzer vom Sindbad hat erzählt, daß er nicht weiß, wie oder ob es in den nächsten Jahren weitergeht und es gut sein könne, daß er den Laden zumachen muß.


    Wie ist Eure Meinung zu dem Thema?


    Grüße

    Georg

  • Eine Strandbar in verträglicher Größe, umweltfreundlich betrieben und natürlich schön eingerichtet betrachte ich durchaus als Bereicherung am Strand. Ist es doch einfach nur schön gemütlich zu sitzen und dabei einen schönen kalten Rosè (oder ...? ) im Glas zu haben ... :prost_02:



  • generell gehör ich zu den Strandbesuchern, die Strände mit so wenig Infrastruktur wie möglich bevorzugen. Vorallem weil da das Aufkommen von Familien und meist generell anderen Strandbesuchern oft geringer ist. Kurz, wir suchen gerade auch wegen der Hunde die auch planschen möchten, am liebsten Einsamkeit.

    Daraus folgt, ich habe noch nie in einer Strandbar etwas konsumiert...

    Und trotzdem finde ich das sie schon auch dazu gehören, das es schon auch eine Daseinsberechtigung gibt. Aber eben nicht an jedem Strand.

    Generell finde ich deine Idee des Bestandschutzes da gar nicht so verkehrt

    Viele Grüße

    Nina

  • Ich spekuliere in die Richtung, dass nach "Vertreibung" mehr oder weniger legaler Strandbars, auch primitiverer Art, Investoren die "bereinigten" Strände mit für sie lukrativen Bauten verschandeln werden. Ich plädiere unbedingt für einen gewissen Bestandsschutz


    Gruss aus Belgien

    von Andreas

  • Wir gehören zu denen, die selbst in einer Ferienanlage die vorhandene Strandbar nur selten nutzen. Schön aber, dass es sie gibt und wir auf sie zurückgreifen können, wenn wir dazu das Verlangen haben.

    Problematisch sehen wir sie nur an, wenn die notwendigsten sanitären Verhältnisse nicht vorhanden sind. Wir nehmen an, das meinte auch Günter mit "umweltfreundlich betrieben". Dazu gehören Toiletten und schließlich fällt in einer Bar auch Abwasch an. Die Abwasserentsorgung muss also unbedingt vorhanden sein. Wenn sie dann nicht den Strand dominiert - warum nicht.

  • Eine illegale Strandbar welches am Abwasser angeschlossen ist währe mal etwas neues.


    Ab wann ist es zuviel? Da hat doch jeder eine andere Ansichtsweise.


    Leben und leben lassen.

    Solange die Einheimischen nicht über zuviel Touristen jammern wie zB. in Barcelona geht es ja.

  • Nun ja, wenn man es auf die Touristen schiebt, die das so verlangen würden, dann macht man es sich als Strandbudenbetreiber mit der Argumentation natürlich ein bißchen arg einfach. Das Zupflastern von Stränden mit Sonnenschirmen und Liegen muss nun wirklich nicht sein.


    Aber diese Art von Kommerzialisierung der Strände muss man denke ich doch von der Strandbar unterscheiden, die irgendwo am Rand des Strandes steht und in der Fläche nicht so sehr um sich greift.


    Das Argument mit den Toiletten verstehe ich nicht ganz. Egal ob mit oder ohne Strandbar, die Leute sind doch so oder so am Strand. Muss man mehr auf's Klo, wenn man sein Getränk in der Strandbar einnimmt statt aus der Kühltasche?


    Grüße

    Georg

  • Hallo zusammen,


    habe gerade die Nachricht erhalten, daß auch die Strandbar am Bodri Geschichte ist. Nur noch ein paar Nägel und Scherben übrig...


    Der Besitzer hätte wohl noch weitermachen dürfen, allerdings nur er, eine Übertragung an Bruder oder Sohn sei nicht gestattet gewesen. Da er aber schon 73 ist, hatte er wohl genug.


    Das ist echt traurig, ich verbinde damit schöne Erinnerungen aus fast drei Jahrzehnten. Der Strand verliert dadurch und die Natur gewinnt deswegen in meinen Augen nichts dazu. Da wird was fehlen...


    Grüße

    Georg

  • Hallo zusammen,


    zu dem Thema gestern ein Artikel im [definition='8','0'][/definition]: Die Gemeinde Pietrosella hat das Thema selbst in die Hand genommen und ein Verfahren zur Vergabe von Konzessionen für Einrichtungen am Strand (Strohhütten, Strandrestaurants, Kioske, Sportangebote...) entwickelt. Das ganze wird als "Strategie für die nachhaltige Nutzung des öffentlichen maritimen Bereichs" propagiert. Interessenten können sich bewerben und müssen dafür einen Businessplan sowie Erfahrungen im angestrebten Gewerbe nachweisen. Für die baulichen Ausführungen existieren entsprechende Vorgaben (Demontierbarkeit etc.). Die Konzessionen werden für drei bis sechs Jahre, je nach Ausführung bzw. Höhe der nötigen Investitionen erteilt. Die Vergabe erfolge durch ein transparentes und demokratisches Verfahren (nähere Angaben zum genauen Ablauf wurden nicht gemacht), wobei auch die Einwände verschiedenster Seiten berücksichtigt worden seien.


    Insgesamt wurden für 12 Kilometer Strandabschnitt, verteilt auf drei Stände, 31 Konzessionen/Lose erteilt.


    Es scheint doch zu gehen...


    Grüße

    Georg

  • ... das klingt mal nach einem Konzept um legales Betreiben von Strandbars zu ermöglichen.

    Jetzt hab ich mir den Bericht nicht in allen Facetten verständlichen machen können.

    Wäre jetzt nur die Frage, oder wurde das im Bericht genauer dargestellt?, das wäre jetzt auf kommunlaer eben (wenn richtig interpretiert. Was sagt aber die wohl überrgeordnete nationale Gesetzesverordnung dazu?

  • Hallo Günter,


    wenn ich es richtig verstanden habe (es geht doch etwas über mein Smalltalk-Französisch hinaus), hat die Gemeinde das selbst in die Hand genommen, da "von oben" nichts bzw. keine entsprechenden Regelungen kamen.


    Grüße

    Georg

  • Hallo zusammen,


    da noch niemand von euch eine DeepL-Übersetzung eingestellt hat tue ich das mal unten!

    Die maschinellen Übersetzungen haben ja bekanntermaßen Probleme - bei DeepL (F <->D) sind es üblicherweise doppelte Verneinungen (Fehlerrate > 30%?) und andere Spezialitäten ... (>10%?)

    Korrigiert also gerne nach, ich steige erst in etlichen Tagen wieder ein zum Thema ...


    LG Ernest


    DeepL:


    Wie Pietrosella die Konzession für seine Strände annahm.


    Von Caroline Marcelin--20. Mai 2019 um 17:26 Uhr


    Pietrosella--Politik


    Die Gemeinde hat jetzt 5 Hütten (und 3 Strandrestaurants), eine mehr als in der letzten Saison, aber ihre Fläche wurde reduziert.




    Die Gemeinde hat jetzt 5 Hütten (und 3 Strandrestaurants), eine mehr als in der letzten Saison, aber ihre Fläche wurde reduziert. "Mit der Konzession sind wir für die nächsten 12 Jahre sicher", sagt Jean-Baptiste Luccioni, Bürgermeister von Pietrosella. Bilder PIERRE-ANTOINE FOURNIL




    Die Gemeinde am Südufer von Ajaccio, die regelmäßig vom Präfekten als Beispiel genannt wird, stellt nun ihre eigenen Genehmigungen für die vorübergehende Besetzung des öffentlichen Seebereichs aus. Die Zuteilung wird derzeit finalisiert.




    Während die Spannungen zwischen dem Staat und den Erdbeerbauern weiter zunehmen - erstere reduzieren die Besetzung des öffentlichen Seefahrtsgebietes im Namen der Padduc, letztere betrachten diese brutale und willkürliche Anziehung der Schrauben -, errichtet der korsische Präfekt Josiane Chevalier bereitwillig die Gemeinde am Südufer von Ajaccio als Beispiel: "Sieh dir Pietrosella an, die Zuweisung einer Delegation des öffentlichen Dienstes geht sehr gut dahin".




    Die als "Strategie für die nachhaltige Nutzung des öffentlichen maritimen Bereichs" präsentierte Konzession wird vom Präfekten als Allheilmittel für die Privatisierung von Stränden bezeichnet.




    Für den Staat ist es auch eine Gelegenheit, ein Thema loszuwerden, das das Leben der Präfekturregierung auf Korsika seit Jahrzehnten vergiftet.


    "Ein transparentes und demokratisches Verfahren".




    Jean-Baptiste Luccioni, der Bürgermeister von Pietrosella, wartete jedoch nicht darauf, dass Josiane Chevalier dieses Verfahren einleitet. Seiner Ansicht nach hat das Konzessionssystem viele Vorteile: für die Gemeinde, die damit die Entwicklung ihres Territoriums kontrolliert; für die Strandnutzer, die damit einen Teil des öffentlichen maritimen Bereichs zurückgewinnen; und für die Betreiber von Küsteneinrichtungen, die so mittelfristig eine wirtschaftliche Vision gewinnen.




    All dies in einem "transparenten und demokratischen" Verfahren, wie Jean-Baptiste Luccioni sagte. Letzteres betont, dass die Raumordnung in die Zuständigkeit der Bürgermeister fällt. "Wir können nicht ständig mehr Kompetenzen verlangen und wollen gleichzeitig keine Verantwortung übernehmen. Wenn es als Bürgermeister nur darum geht, Müll abzuholen, sehe ich keinen Sinn darin", sagt der Bürgermeister.




    Im Juni 2017 stellte der Gemeinderat beim Staat einen Antrag auf Konzessionierung seiner Naturstrände. Sechs Monate später legte das Rathaus sein Projekt dem Council of Sites vor, einem beratenden Gremium unter dem gemeinsamen Vorsitz des Präfekten und des Präsidenten des Exekutivrates. Die Stellungnahme ist positiv: Im Januar 2018 wurde daher die öffentliche Untersuchung eingeleitet. Rund 1.600 Menschen laden die Datei herunter, etwa 60 von ihnen kommentieren online.




    Letztendlich wird das Projekt nach Stellungnahme des Untersuchungskommissars geändert, nachdem "100% der Stellungnahmen" in die öffentliche Untersuchung einbezogen wurden, sagt der Bürgermeister von Pietrosella, der angibt, dass er übertriebene Standpunkte, das "Alles" oder "Nichts" an den Stränden nicht berücksichtigt hat.




    Lesen Sie auch: eine Schule von Pietrosella, die die Hexenkrallen am Strand von Ruppione angreift.




    Der Bürgermeister hat sich für die Zuteilung der Lose zurückgezogen.




    Murielle Segondy, eine der Vertreterinnen des Umweltschutzverbandes Le Garde, die der Besetzung des maritimen öffentlichen Bereichs feindlich gesinnt ist, würdigt die Bemühungen des Rathauses, die bei der öffentlichen Untersuchung geäußerten Meinungen zu berücksichtigen, insbesondere in Bezug auf die Größe der AOTs, die Freizügigkeit und den Zugang zum Strand: "Sie hat die Besetzung des maritimen öffentlichen Bereichs reduziert, was bei dem ersten Projekt viel wichtiger war". Muriel Segondy hingegen hebt nicht gegen die Besetzung des Strandes von Mare e Sole ab, "einem bemerkenswerten und charakteristischen Küstengebiet, dessen Heiligtum wir für zukünftige Generationen fordern".




    Nach Abschluss der öffentlichen Untersuchung gab der Präfekt von Korsika Pietrosella im September 2018 schließlich per Dekret die Konzession für den öffentlichen Seebereich.




    Das Rathaus wird dann mit einer Alternative konfrontiert: der Organisation eines verwalteten Systems oder einer Delegation des öffentlichen Dienstes (PSD).




    Die zweite Option wird bevorzugt und es wird eine Zuteilungsprovision angelegt. "Wir wollten, dass die Opposition Teil davon ist, und ich wollte nicht darauf sitzen, um so transparent wie möglich zu sein", erklärt Jean-Baptiste Luccioni. Im Hintergrund vermeidet der Bürgermeister so jede Kritik an der Zuordnung oder Ablehnung einer AOT zu einer bestimmten Person.




    In Pietrosella wÃ?re das Vergabeverfahren nach Ansicht von Jean-Baptiste Luccioni nicht Gegenstand eines âprÃ?




    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator

  • Hallo Ernest Teemitrum von Deiner Deepl-Übersetzung wurde der Rest des Textes abgeschnitten. Hier der noch fehlende Teil des Artikels:


    Laut Jean-Baptiste Luccioni war das Vergabeverfahren in Pietrosella nicht Gegenstand heftiger Kämpfe zwischen den Petenten. "Niemand befand sich im Wettbewerb und alle, die ein staatlich ausgestelltes AOT hatten, wurden durch dieses Verfahren bestätigt." Der Bürgermeister versichert ihm, dass er in dieser heiklen Angelegenheit "nicht unter Druck geraten" sei.


    31 viele AOTs, verteilt auf drei Strände.


    Die Vergabe erfolgte nach den im DSP festgelegten Kriterien, "einschließlich der Verpflichtung zur Einstellung vor Ort, zur Vorlage eines Businessplans, um bereits Erfahrung im Management dieser Art von Unternehmen zu haben", sagt der Bürgermeister.


    Am Ende vergab der Auftrag 31 AOT-Lose - für Küchen, Terrassen, Matratzen, etc. - 14 Einrichtungen (Strohhütten, Strandrestaurants, Wassersportzentren, Strandartikelgeschäft). All dies verteilt sich auf drei Strände (Stagnola, Agosta und Mare e sole), die sich über 12 km Küste erstrecken. Neben der ordnungsgemäßen Einhaltung des Umfangs ihrer AOTs - der Staat wird weiterhin Kontrollen durchführen - sind die Betreiber verpflichtet, die architektonischen Empfehlungen für den Bau von demontierbaren Treibholzstrukturen zu befolgen.


    AOTs werden für einen Zeitraum von höchstens sechs Jahren für diejenigen mit den höchsten Investitionen ausgestellt, wie z.B. Gaststätten, deren Einhaltung der Hygienestandards ausgestattete Küchen erfordert, und für andere drei Jahre.


    Am 26. April wurde das Vergabeverfahren abgeschlossen und das Rathaus bat den Präfekten, es zu genehmigen.


    Letzteres hat bis zum 26. Juni Zeit, um seine Entscheidung zu treffen. Eine späte Frist für die Saison 2019, aber die Entscheidung wird ein langes und komplexes Verfahren beenden. Jean-Baptiste Luccioni ist gelassen über die endgültige Entscheidung. Er verheimlicht nicht seine Zufriedenheit: "Mit dem Konzessionssystem sind wir in Pietrosella für die nächsten 12 Jahre sicher."


    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator



    Was mit dabei nicht so ganz klar ist: es wird einmal von 31 "Losen" (lots) gesprochen, dann von "14 Einrichtungen" und ganz oben von "5 Hütten (und drei Strandrestaurants)". Wie das mit den Losen und Einrichtungen genau zusammenhängt, bleibt irgendwie unklar.


    Auf der Homepage der Gemeinde konnte ich auch nichts näheres finden.


    Grüße

    Georg

  • Hier habe ich den Konzessionsvertag gefunden. Auf den Seiten 6 - 9 finden sich nähere Angaben zu den Lots. Wobei es dort 37 an der Zahl sind. Wobei ich natürlich nicht weiß, ob das nun der endgültige Vertrag ist, oder ob es dort noch Änderungen gab. So tief will ich dann doch nicht in die Recherchen einsteigen.


    Grüße

    Georg