heutiges Video im Adventskalender

  • heute findet ihr im Adventskalender ein Video aus der Via Stella Reihe Tempi Fa, Tempi d'Oghje

    ich hatte in meinen Beiträgen über den cynips de chataignier damals schon auf dieses Video verwiesen, da es teilweise bei uns im Dorf gedreht wurde. Allerdings war es nur für User aus Frankreich in der Mediathek sichtbar.

    Der Autor dieses Beitrags ist übrigens auch der Herausgeber der wunderschönen Buchreihe "Tempi Fa", in der alte Handwerkstechniken, Brauchtümer etc . ausführlich und liebevoll beschrieben werden. Im Unterschied zu diesem Video sind die Bücher immerhin auf französisch.

    In eben diesen cynips-Thread Pflanzenschädlinge und ihre Auswirkungen, Teil 3: der Cynips de Chataignier und seine Folgen hatte ich vor kurzem ein paar Bilder eingestellt, die am gleichen Tag aufgenommen wurden wie dieses Video. Ab 35:17 min sieht man die Passage in unserem Dorf, der Typ mit der verblichenen roten Kappe nennt sich übrigens hier im Forum "Giacchetto"...


    Gruss

    Thomas

  • bautreppen


    das Bild entstand im Januar -noch auf klassischem Diafilm. Eine bitterkalte in der damals kaum mehr als eine Ruine mit Dach darstellenden Ercu-Hütte, das Kaminfeuer: viel Rauch und nur eine hauchzarte Andeutung von Wärme, am nächsten Morgen zu westalpenüblicher Zeit in finsterster Nacht Aufbruch in Richtung Cinto. Unter diesen Bedingungen auch vom Charakter her eindeutig westalpin....

    Am Gipfel dann zogen sich von überall her die Wolken zusammen, der Abstieg trotz jetzt vorhandener Spuren kein Zuckerschlecken. Zurück zum Auto -schon wieder im Dunkeln- über diverse angeschwollene eisige Bäche, zum Glück konnten wir damals bis fast an die Bergerie fahren. Alles in allem eine der beeindruckensten Touren, die ich je in den korsischen Bergen unternommen

    habe.

    Ich war damals den ganzen Winter von November bis März auf der Insel, leider hat von den tausenden Dias aus jener Zeit nur eine sehr begrenzte Anzahl überlebt. Viele sind verschimmelt, haben Farbstich oder sind trotz dunkler Lagerung komplett verblasst.

  • haben Farbstich oder sind trotz dunkler Lagerung komplett verblasst.

    Hallo Thomas Giacchetto ,


    ich habe schlappe 10.000 Dias seit 1974 ... 8)party: im KB-Format.

    Versuche es einmal mit einscannen! Dabei können wenigstens die gröbsten Farbfehler korrigiert werden ... :thumbupparty:

    "Scannen" gilt übrigens auch für irgendwie mitgenommene 8mm-Filme als erstes Heilmittel.

    Vor Jahren habe ich mir einen Flachbett-Scanner zugelegt der auch Auflösung "Dia" kann, aber nur 4 Dias pro Scan.

    Mein übliches Material war seit 1974 der Agfachrome CT100 oder der CT50, beide schwächeln bis jetzt nicht beim Ansehen! :thumbsupparty:

    Insbesondere schwächeln sie immer noch nicht bei der Schwarzdurchzeichnung!

    Die vereinzelten Aufnahmen mit Material von Kodak oder gar Fujifilm schwächeln mittlerweile deutlich in jeder Beziehung.

    Ich habe im Vergleich mit anderen Dia-Freunden damals aber auch gelernt dass das Filmmaterial je Hersteller deutliche Unterschiede aufwies zwischen KB- und Mittel-Format!


    LG Ernest

  • Teemitrum

    ich habe die Dinger schon vor Jahren eingescannt, mit professionellem Scanner und entsprechender Software, sonst hätte ich dem guri kaum Bilder aus der Epoche für den Adventskalender zur Verfügung stellen können. Nur: wo nichts mehr zu retten war, nützt auch scannen nicht mehr viel.

    Gerade die von dir erwähnten Agfa-Pro Filme habe ich damals auch fast ausschliesslich genutzt, und gerade von diesen blieb nicht mehr viel verwertbares und/oder korrigierbares übrig. Kodak und Fuji aus späteren Jahren sind hingegen deutlich besser erhalten. Das Problem bei meinen Dias war aber sicherlich auch, daß sie in meinen ersten Jahren hier auf Korsika keine optimalen Lagerbedingungen hatten, vor der Renovierung war unser Haus extrem feucht, schlecht beheizbar und mit dementsprechend ungesundem Klima auch für die Dias. Einen Großteil der Dias war zudem hinter Glas (wg. Vorträgen) und gerade dort hat auch gerne der Schimmel Einzug gehalten.


    Als Origial-Dia habe ich nur einen Bruchteil behalten, der Rest ist digital verewigt (wobei ja auch Datenträger nicht für die Ewigkeit sind) und ich habe massiv Platz gewonnen..

  • Hallo Ernest Teemitrum


    Bin auch gerade dabei meine Dias, meist Kodachrome, einzuscannen, bzw. abzufotografieren. Der Kodachromefilm hat sich erstaunlich gut gehalten, eigentlich noch wie neu, leider aber etwas eingestaubt.


    Um das manuelle Digitalisieren zu beschleunigen, habe ich meinen Diaprojektor für diesen Zweck umgebaut: Objektiv und Linse entfernt und zwischen Lampe und Dia eine Teflonplatte (Lichtstreuung) geschoben. Mit einem Makroobjektiv (1:1) wird das Dia durch den Objektivschacht abfotografiert. Die Kamera ist mit dem PC verkabelt, so kann ich jedes einzelne Bild kontrollieren. Diakasten auf den Schlitten - Diawechsel per Fernbedienung - Foto - Diawechsel - Foto - Diawechsel .......


    Lästig ist nur die Nachbearbeitung der Fotos, die Fuseln und der Staub müssen händisch mit einem Bildbearbeitungsprogramm entfernt werden. Der Weißabgleich erfolgt nur einmal.


    Jetzt warten "nur" noch 6000 Dias auf ihre Digitalisierung und Bearbeitung.


    Weiter viel Spass bem Scannen wünscht dir
    Dieter

  • Wow, ein Himalaya im Mittelmeer :respekt:


    OT: Zum Diascannen kann ich aus meiner Erfahrung (ich bin so +/- 2005 umgestiegen und habe dann eine Weile lang die Bestände von zwanzig Jahren digitalisiert) folgendes sagen:

    Das nervigste ist die Dauer des Scans; dies wird nur noch überboten von der Dauer, die für eine manuelle Krazer- und Staubentfernung benötigt wird §"!((


    Bei 6000 Dias w00t würde ich mir ein hartes Ziel zum Aussortieren geben, z.B. nur jedes dritte Bild. Oder doch den ganzen Sch... bei einem Dienstleister mit automatischer Kratzerentfernung beauftragen.

  • Um das manuelle Digitalisieren zu beschleunigen, habe ich meinen Diaprojektor für diesen Zweck umgebaut: Objektiv und Linse entfernt und zwischen Lampe und Dia eine Teflonplatte (Lichtstreuung) geschoben. Mit einem Makroobjektiv (1:1) wird das Dia durch den Objektivschacht abfotografiert. Die Kamera ist mit dem PC verkabelt, so kann ich jedes einzelne Bild kontrollieren. Diakasten auf den Schlitten - Diawechsel per Fernbedienung - Foto - Diawechsel - Foto - Diawechsel .......


    Lästig ist nur die Nachbearbeitung der Fotos, die Fuseln und der Staub müssen händisch mit einem Bildbearbeitungsprogramm entfernt werden. Der Weißabgleich erfolgt nur einmal.

    Ich habe meine, auch ca. 6000-7000 Dias vor einigen Jahren genau mit dieser Methode digitalisiert. Ich habe meist mit Fuji Velvia fotografiert, die sind auch noch super erhalten. Die Alten Agfa meiner Eltern dagegen waren extrem rotstichig.

    Je Stunde habe mit dem Dia-Projektor und Macro-Objektiv ca. 250-300 Dias digitalisieren können.

    Die Nachbearbeitung steht noch an, Hauptsache die Dias sind gespeichert.


    Gruß

    Bernd

  • @guri

    Das Bild heute ist mein absoluter Favorit. Ich stell mir in einem der Häuser noch einen offenen Kamin vor....

    .....in dem ein paar Figatelli leise im eigenen Saft vor sich hin brutzeln, einige geröstete Kastanien einen würzigen Duft verströmen und auf einem kleinen Tischchen ein Glas schweren Rotweins wartet....

    .... darüber könnte man doch glatt die ganze Coronasch.... vergessen.


    Das Bild entstand Ende Februar auf dem Weg mit Schneeschuhen von unserem Haus hinunter ins Dorf....und ich bin mir ganz sicher, daß du in jedem Haus sogar mehrere Kamine finden würdest. Leider stehen wie in so vielen Dörfern auch in unserem die meisten Häuser die meiste Zeit leer. In diesem Schneetagen haben sich die meisten Bewohner morgens in der kleinen Dorfbar getroffen, Kaffee getrunken und über alles mögliche geredet.

  • .....in dem ein paar Figatelli leise im eigenen Saft vor sich hin brutzeln, einige geröstete Kastanien einen würzigen Duft verströmen und auf einem kleinen Tischchen ein Glas schweren Rotweins wartet....

    ich kann mich tatsächlich voll und ganz in dieses Szene hinein versetzen. Ich kenne am Atlantik einige alte Bauernhäuser wo in der Küche im Winter noch ein offenes Feuer brennt. Man sitzt dann stundenlang mit einem schönen vin chaud und den gerösteten Kastanien auf einem uralten "chaise basse de cheminée", verbrennt sich vorne fast die Zehenspitzen, während es am Rücken zapfig kalt wird.... Das ganze allerdings ohne die schöne Schneekulisse.

  • Giacchetto


    Hallo Thomas, aus welchem Jahr sind die tollen Schneebilder? Habt ihr auch in den vergangenen Jahren soviel Schnee gehabt. Es sieht traumhaft schön aus....... für Urlaub ein Traum, wie ist es dann fürs "normale Leben" für euch?


    Einen Schönen Tag und viele Grüße


    Birgitta

  • island66

    und natürlich alle anderen, die es interessiert....


    diese Bilder (ich meine damit die letzten ) sind Ende Februar/Anfang März 2018 entstanden, also relativ neu. Ein solcher Wintereinbruch ist -gerade um diese Jahreszeit, wenn man sich eigentlich schon auf den Beginn des Frühlings freut- nichts ungewöhnliches. Unser Haus liegt auf ziemlich genau 800m Höhe und so alle 2-3 Jahre erleben wir einen ähnlich heftigen Wintereinbruch. Der Schnee bleibt meistens nicht allzu lange in dieser üppigen Menge liegen, meist ist nach einer Woche spätestens die weisse Pracht verschwunden. Manchmal dauert es auch ein bißchen länger, wie z.B. 2005: der erste Schnee kam Mitte Januar, danach hat es immer wieder neu geschneit, so daß wir bis Anfang März eine geschlossene Schneedecke ums Haus herum hatten. Danach kam es dann knüppeldick, in der ersten Märzwoche noch mal über 1m Neuschnee, Temperaturen unter -10grad, eingefrorene Wasserleitung etc.etc. Erst Ende März war dann der letzte Schnee verschwunden.


    Und wie Birgitta zu recht fragt: "wie ist dann fürs "normale Leben" für euch?" .... die einfache Antwort lautet: Anders!! Da der Schnee ja selten ohne Voransage fällt, lassen wir immer schon vorsichtshalber ein Auto unten im Dorf. Die Piste, die zu uns führt, wird -wenn überhaupt- erst sehr spät geräumt. Und wenn dann solche Schneemengen aus dem Himmel fallen ist ein nachträgliches Räumen nicht möglich.. das heisst dann für uns mit den Schneeschuhen die etwas mehr als 1km runter ins Dorf und mit Einkäufen beladen wieder hoch. Oft genug fällt gleichzeitig der Strom aus,

    Telefon und Internet sowieso und wenn dann, wie öfters mal, die Wasserleitung noch einfriert...... dann wirds richtig lustig ! Zum Glück haben wir noch einen Holzofen, einen Gasherd, diverse Gaslaternen und Schnee zum Schmelzen liegt vor der Haustür. Zum Glück sind solche Episoden dann trotz allem selten, bei aller damit einher gehenden Entschleunigung bin ich immer froh, wenn nach ein paar Tagen wieder der Normalzustand einkehrt. Allerdings sind solche Tage auch immer recht "sportlich": auf unseren grossen Gelände Spuren treten mit den Schneeschuhen zum Holzschuppen, zur Satellitenschüssel (vom Schnee befreien um wenigsten noch etwas Kontakt zur Aussenwelt zu haben) und und und... morgens wie oben erwähnt hinunter zur Dorfbar und mit Trinkwasser aus der Quelle wieder zurück.


    Gruss Thomas


    Ach so, klingt jetzt alles sehr abenteurlich, aber unter normalen Umständen haben wir hier oben echt ein entspanntes Leben !!!