Leitungswasser zum trinken / kochen

  • Nun sind wir also auf der Insel und seltellen uns die Frage ob man das Wasser aus der Leitung trinken kann oder es zum Kochen genügt. Es scheint reichlich gechlort also vom Geschmack Mal abgesehen. Wir trinken zu Hause ausschließlich Wasser aus der Leitung...

  • Gechlort wird bei uns auch. Das reduziert nicht die Trinkbarkeit. Ok, im Extrem schon, da muss es aber schon gekennzeichnet sein.

    Ob jemand das Leitungswasser dauerhaft trinken möchte, darf er entscheiden. Ich freue mich jedenfall immer auf die korsischen Wassersorten. Insbesondere Orezza hat es mir angetan.

  • Ja, man kann es trinken - keine Probleme, aber der Chlorgeschmack ist eben grauslich! Ich besorge mir zum Trinken und für Kaffee oder Tee Wasser aus dem Supermarkt. z.B. 5 l "Montagne" 0,89 €


    Grüße

    Helen

  • Und wir holen das Quellwasser aus dem Dorfbrunnen. Merke: so lange am Brunnen nicht „Eau non potable“ steht, ist es trinkbar. Der Chlorgeschmack des Leitungswassers verschwindet, wenn man das Wasser, das man trinken möchte, in einer Karaffe im Kühlschrank aufbewahrt. Beim Kochen verzieht sich das Chlor ohnehin.


    Grüße

    Georg

  • Beim Kochen verzieht sich das Chlor ohnehin.

    wieder was dazu gelernt. w00t

    es geistert auch immer wieder die idee durch's netz, gechlortes wasser mit ascorbinsäure zu "neutralisieren"?

    kann das überhaupt funktionieren? bin kompletter chemie-voll-dummie.

  • Locker bleiben, Leute!

    Eigentlich sollten wir froh sein, dass Chlor drin ist, denn so ist die Trinkbarkeit gewährleistet. Es wird ja der Verkeimung entgegengewirkt. Chlor ist flüchtig, deshalb riecht es ja auch im Schwimmbad so. Es muss dort auch ständig nachgefüllt werden.

    Nun sollte man sich aber trotzdem die Frage stellen ob es sich lohnt, den Aufwand "Abkochen, Stehenlassen, Kühlen, ..." zu betreiben oder es nicht günstiger ist, sich die 5L-Gallonen zu kaufen.

    Bevor ich da so einen Zirkus veranstalte, investiere ich lieber den Euro. Über wieviel Wasser pro Tag sprechen wir denn?

  • die durchschnittliche, siebenköpfige familie, dreieinhalb liter wasser pro kopf, dazu zwei kaffee morgens, acht espressi übern tag, ne kanne früchtetee für die kinder und wasser für fünf pfund spaghetti ... da kommt schon was zusammen. 8)party:


  • Moin!


    Nichts für ungut wolfgang, aber ich glaube, es geht hier nicht um das Wasser an sich oder um Knausrigkeit, sich selbiges (nicht) "zu leisten", sondern vor allem um die Verpackung desselben und nicht zuletzt auch um den notwendigen "Transportfußabdruck" der abgefüllten Behältnisse!


    Uns selbst schmeckt das käufliche, in (Plastik-)Flaschen/Gallonen abgefüllte korsische Wasser an sich hervorragend, jedoch nervte uns schon immer der zurückbleibende Plastikmüll, so dass wir bereits vor Jahren dazu übergegangen sind, die "Erstausstattung" an Behältnissen vorzugsweise an Quellen und Dorfbrunnen aufzufüllen sowie bei Mangel an Wasser (Frühherbst!) oder Gelegenheit eben Leitungswasser zu verwenden.

    Die Befüllung mit Verkostung an Quellen und Brunnen war dabei häufig ein kleines Extra-Erlebnis und schon mehrmals die Gelegenheit, mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen..


    Gruß

    Dirk

  • Lindo:, sei gegrüßt.

    DAS ist ganz klar ein Argument, welches ich nicht widerlegen kann und auch nicht will. Ganz klar.

    Primär ging es hier aber nicht um Brunnenwasser usw. sondern um Chlor im Leitungswasser und ob man dieses trinken könne.


    Das Thema Plastikmüll ist natürlich relevant und brutal wichtig.

  • Hallo zusammen,


    ich kram' das nochmal hervor. Heute ist eine Artikel im CM, in dem es um Müllvermeidung durch die Nutzung der Brunnen geht. Franzosen stehen wohl auf Platz fünf der Weltrangliste der Wasser-in-Flaschen-Käufer. Und das ist mit einem enormen Aufkommen an Plastikflaschen verbunden, die eingespart werden können, wenn man sich das gute und kostenlose Wasser der Brunnen holt. Der Gemeindeverband Calvi-Balagne unterstützt die Initative und hat in der Balagne 22 Brunnen identifiziert, die bestes Trinkwasser liefern und ermuntert Einwohner wie Urlauber dazu, sich an den Brunnen zu bedienen.


    Grüße

    Georg


    Edit: Hier habe ich noch einen Artikel aus dem November 2020 zum Thema gefunden. Und über den Link kommt man zu einer Karte mit den Brunnen. Wobei mir da schon auffällt, daß z.B. der in Corbara nicht aufgeführt ist.

  • Ich trinke zu Hause und auch im Urlaub in Europa fast überall Leitungswasser (Trinkwasser) es sei denn es schmeckt nicht oder sieht nicht gut aus. Das gibt es oft in Gebäuden die lange leer gestanden haben. Gutes Wasser aus dem Brunnen, Quelle, Bergbach ist natürlich immer besser. Mineralwasser trinke ich nur wenn es nichts anderes gibt.

    @topkor Wenn das Trinkwasser aus der Leitung dir gut schmeckt und es keine offizielle Warnung gibt, kannst du es auch, ohne abzukochen, trinken.

  • Ist es nicht so, dass Leitungswasser IMMER Trinkwasserqualität haben muss? OK, es kommt auch auf die Leitungen an aber i.d.R. sind die ja nimmer mit Blei.

    Das zugeführte Chlor soll ja eben die Trinkbarkeit gewährleisten.

  • Ist es nicht so, dass Leitungswasser IMMER Trinkwasserqualität haben muss? OK, es kommt auch auf die Leitungen an aber i.d.R. sind die ja nimmer mit Blei.

    Das zugeführte Chlor soll ja eben die Trinkbarkeit gewährleisten.

    Hallo Wolfgang,


    in der Tat ist es, zumindest in Deutschland so, dass Leitungswasser Trinkwasserqualität hat. Es wird in den

    Wasserwerken regelmäßig untersucht, zählt als Lebensmittel und ist mithin eines der besten untersuchten

    Lebensmitte in Deutschland. Leitungen aus Blei wird es wohl nicht mehr geben. Soweit ich informiert bin fanden

    diese ganz überwiegend im Abwasserbereich Verwendung.


    Gechlortes Wasser ist mir in Deutschland noch nicht untergekommen.


    Viele Grüße aus dem Kalifornien Deutschlands


    Uwe

  • Noch haben wir in D sehr gutes Trinkwasser - Hahn aufdrehen und lostrinken (ja, ausgenommen alte Bleileitungen, aber wer hat die schon noch). Aber die Überdüngung und lokal einige Aktionen mehr, Vorgartensteinwüsten, eine Flut an Privatpools, die extreme Wasserentnahme bei steigenden Sommerhitzen für die LW - das kann sich durchaus auch bei uns schnell ändern.

    Und immer wieder in Korsika die Seele baumeln lassen!

  • ...Gechlortes Wasser ist mir in Deutschland noch nicht untergekommen.

    ...

    In Deutschland wird sehr wohl gechlort, aber "... Lediglich 0,3 Milligramm Chlor pro Liter sind erlaubt"

    https://www.luqel-water.com/de…sundheit/chlor-im-wasser/

    Es wird auch nur im Einzelfall gechlort, wenn zu viele Bakterien im Leitungswasser sind. Manchmal kommt dies nach sehr starken Regenfällen vor.

    Nitrat im Trinkwasser stellt auch ein Problem dar. Vor allem in landwirtschaftlich sehr intensiv genutzten Gegenden. https://www.ernaehrungsmedizin…krebs-aus-dem-wasserhahn/


    Gruß

    Hans