• Hallo, wir überlegen, mal wieder nach Korsika zu fahren im Mai - weiß jemand, ob die Insel stark von Dürre betroffen ist? Ich finde im Netz nichts gerade - gibts für jemanden, die nicht gut französisch spricht, da gute Seiten? Danke für alle Tipps!


    Carmen

  • Wir sind z.Zt. da.....es hat soviel geregnet, dass der Mai wohl standhält.......VG

    Ja, wahrscheinlich, aber...

    der letzte richtige Regen war im Januar, alles danach war zumindest hier im Südwesten Pillepalle und hat gerade mal den Boden Nass gemacht. Ein Windhauch und alles wieder trocken. Na klar sieht man der Natur im Moment das noch nicht so an, es spriest und die Macchia ist ja eh grün, aber bei uns fängt alles Wiesenartige bereits an gehörig in die Gelbrichtung zu tendieren. Es kommt ganz sicher darauf an wo man ist und man wird im Mai ganz sicher noch nicht vor einer völlig verbrannten Natur stehen, aber es wird wohl mal wieder ein SEHR trockenes Jahr...

    Bin gespannt ab wann das Feuerverbot kommt...

  • Im Corse Matin (ich glaube Februar, müsste nochmal suchen) stand, dass bis April 2022 bereits nur etwa die Hälfte der durchschnittlichen Regenmenge seit Jahresbeginn gefallen war; das war noch vor der großen Dürre im Sommer letzten Jahres.

    Dieses Jahr hat die Insel natürlich noch weniger Wasser gespeichert.

    Das Grün täuscht demnach gewaltig.


    Viele Grüße

    Sabine

  • Korsika braucht die Wasserknappheit wohl nicht zu befürchten.

    Redest Du von "Meerwasser" ok, aber von mehr "Wasser" kann definitiv nicht die Rede sein! Wasserknappheit ist seit Jahren Thema und wird von Jahr zu Jahr schlimmer! Schau mal in den Wetterbericht. Für die nächsten 14 Tage nicht ein Tropfen Regen in Aussicht 8Ich Rede von der Region Valinco) und wie gesagt, seit Ende Januar kann ich mich an keinen "richtigen Regen" mehr erinnern. N paar Nieselregen haben keine Bedeutung, lassen vielleicht das Gras n bissl grüner aussehen, aber selbst dafür reicht es nicht mehr aus... Hier wird es langsam aber sicher bereits Heu am Halm!

  • cinto

    Hallo Helen,

    das mit den Niederschlägen kann ich bestätigen... trotzdem ist die Wasserknappheit zu spüren... wenn man sich z.B. die Rückhaltebecken von Alesani oder Peri hier in der Nähe ansieht, merkt man doch, dass viel Wasser fehlt... nicht umsonst steuern Gemeinden gegen, indem sie die Preise für Wasser dahingehend anpassen, dass im Sommer höhere Preise verlangt werden und diese dann im Winterhalbjahr nach unten gesenkt werden. So will man den exorbitanten Wasserverbrauch wenigstens etwas reduzieren... und die Menschen mehr dahin zu bringen, die Ressource Wasser besser zu schützen.... im CM gab es Anfang des Monats hierzu einen interessanten Bericht...


    Grüße

    Manfred

  • Hallo Carmen,


    tatsächlich gibt es eine ganz tolle Karte der franz. Regierung, bei der es mit ein, zwei Übersetzungshilfen sehr interessant ist, darauf herum zu klicken (zwischen den Zeiträumen bei Regenmenge und Temperatur) zu wechseln. Ist aber auch ganz schön schockierend: Klimawandel als interaktives Onlinetool…


    Pluviométrie des 30 derniers jours - Département
    Visualisez en temps réel le cumul pluviométrique des 30 derniers jours sur l’ensemble des départements de France métropolitaine. Cet indicateur est mis à jour…
    info-secheresse.fr


    Viele Grüße

    Sonja

  • Tolle Karte; sehr aussagekräftig finde ich......überwiegend doch im normalen Bereich und keiner weiß was noch kommt....Regenarme Zeiten gabs schon früher...

  • Ja, keiner weiß, was noch kommt. bzw. können es die Fachleute berechnen.

    Diese extreme Trockenheit im Süden ist leider nicht normal und nicht mit normalen regenarmen Zeiten zu vergleichen. Wir haben ja erst April… Hierzu habe ich kürzlich eine Tabelle gesehen, ebenfalls von einer französischen météo-Seite, der selbst ich als Laie eine gravierende Tendenz entnehmen konnte.

    Wenn ich sie finde, poste ich sie.


    Sabine

  • Ich finde sie nicht mehr, da ich hierzu am Wochenende gestöbert und den Verlauf gelöscht habe.

    Aber diese Zusammenfassung habe ich wieder gefunden, veröffentlicht vom Corse Matin am Ende eines Artikels am 21.2.23:


    „59% ist der durchschnittliche Füllgrad der elf vom Office d'équipement hydraulique de la Corse verwalteten Staudämme am 13. Februar, verglichen mit 72% im letzten Jahr zum selben Zeitpunkt.


    47 % ist der durchschnittliche Füllgrad der vom OEHC verwalteten Staudämme in Haute-Corse am 13. Februar, gegenüber 95 % in Corse-du-Sud.


    30 %, das ist das Niederschlagsdefizit seit September letzten Jahres im Nordosten Korsikas, einem der niederschlagsärmsten Gebiete, im Vergleich zu den Normalwerten.“


    (übersetzt mit Deepl)


    Pour les réserves en eau de la Corse, la vigilance est (déjà) de mise
    Malgré la persistance du manteau neigeux en montagne, les précipitations des derniers mois n'ont pas permis aux nappes phréatiques et aux ouvrages hydrauliques…
    www.corsematin.com

    • Offizieller Beitrag

    auch wenn langfristige Prognosen bezüglich des Wetters einer Lotterie gleichen: hier ein aktueller Kommentar auf CNI von heute


    Sécheresse estivale : « en Corse, la situation est à surveiller »
    Si la situation semble moins inquiétante qu’en 2022, après un hiver avec des températures au-dessus des normales et un printemps avec un déficit de…
    www.corsenetinfos.corsica


    wer mag darf sich den Text in seiner Gesamtheit gerne übersetzen lassen, hier (ausnahmsweise) einige von mir übersetzte Kernaussagen:

    - von September bis März sind nahezu 90% der normalen Niederschlagsmenge gefallen, allerdings sehr ungleich verteilt

    - im Süden war die Niederschlagsmenge nahezu normal, in Haute Corse fehlt der Niederschlag vor allem in der Castagniccia, dem Nebbiu und Bastia

    - allerdings war es ab Oktober deutlich zu warm, daher ist auch mehr Niederschlag verdunstet

    - deutlich problematischer ist allerdings, daß

    seit Ende des Winters kaum noch nennenswerte Niederschläge zu verzeichnen sind, man beziffert das Defizit auf etwa 40%, besonders im Westen fehlt dieser Niederschlag. siehe die Kommentare von ElliRey

    - die Bodenfeuchtigkeit entspricht aktuell bereits dem Stand von Ende Mai. Ungünstig ist die Lage vor allem entlang der Küste, am Cap, in der Balagne und im Südwesten.

  • Der Wassermangel scheint entweder nicht so groß zu sein, oder ist in den Köpfen nicht angekommen. Wir haben rund um unsere Wohnwägen gerade „Klein-Venedig“, da die Wasserleitung zum Campingplatz irgendwo ein Loch hat. Das Wasser rinnt lustig aus dem Berg. Da das Loch aber vor dem Zähler ist, sieht sich scheinbar niemand dazu genötigt, mal bei der Gemeinde Bescheid zu geben.


    Grüße

    Georg

    Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.

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