Gegenfrage: warum haben Ärzte bei OP s wohl Masken auf ?
Corona: Nun hat es auch Korsika "erwischt"...
-
ElliRey -
5. März 2020 um 09:15 -
Geschlossen
-
-
Aha, deshalb sagte Prof. Drosten auf die Maske angesprochen, Zitat: „Damit hält man das nicht auf, die technischen Daten sind nicht gut“.
-
„Damit hält man das nicht auf, die technischen Daten sind nicht gut“
Natürlich bietet die Alltagsmaske keinen 100% Schutz. Sie hat schlichtweg den Zweck den Tröpfchenausstoß (sprich Aerosole) beim z.B sprechen in Ihrer Ausbreitung zu bremsen. Bei sich selbst werden von der Maske Aerosoletröpfchen abgefangen und evtl. Erreger gelangen, wenn überhaupt, in reduzierter Menge in die Atemwege (bei einfachen Masken).
So stellt die Maske auf aller Fälle einen Schutz dar. Lästig zwar ... ich glaube aber das diese auf alle Fälle Sinn macht.
-
Zitat
Natürlich bietet die Alltagsmaske keinen 100% Schutz. Sie hat schlichtweg den Zweck den Tröpfchenausstoß (sprich Aerosole) beim z.B sprechen in Ihrer Ausbreitung zu bremsen. Bei sich selbst werden von der Maske Aerosoletröpfchen abgefangen und evtl. Erreger gelangen, wenn überhaupt, in reduzierter Menge in die Atemwege (bei einfachen Masken).
@Günter, das leuchtet dir und mir als Laien ein, aber der Experte sagt „damit halten wir das nicht auf“. Was jetzt?
-
Ich finde es erstaunlich, dass einige scheinbar die Hypothese aufstellen, dass die Maßnahmen nichts bringen, vielleicht sogar verantwortlich sind für den Schlamassel, rein aus finanziellem Interesse erfolgen...
Fakt ist, dass zwar Frankreich jetzt mit einigen relativ drastisch anmutenden Maßnahmen kommt (und ich glaube langsam aber sicher, dass wir auch auf Korsika davon noch zu spüren bekommen) aber ich habe hier auch von diesem Sommer berichtet. Es wundert mich kein wenig das wir da sind, wo wir sind, es ist schlicht und ergreifend zu spät eingegriffen worden.
Und ich wiederhole gerne, die Maskenpflicht besteht hier erst seit Ende Juli. Selbst während der Ausgangssperre war die Maske KEINE Pflicht!
Eine bekannte von mir aus Madrid schrieb gerade, dass sie sich so deutliche Worte wie die von Frau Merkel wünschen würde! Da sieht es nämlich ziemlich schlecht aus in Spanien!
Das kleine Dörfchen Quenza (einige werden es wohl kennen) hat momentan mit einem Cluster zu kämpfen. 19 Positive und davon 2 auf der Intensiv in Beatmung. Ich habe langsam aber sicher das Gefühl, wenn so einige es nicht gehabt haben, glauben sie es nicht. Ein Wirt hat in einem anderen Dörfchen eine Soirée veranstaltet, war selber der Meinung, das sei alles nur Politik (ist eine weit verbreitete Meinung auf Korsika). Tja, der durfte dann mal spüren, wie es so ist auf der Intensivstation! Er ist wieder raus, hat's überlebt, jetzt weiß er hoffentlich, dass es keine politische Machenschaft ist.
Und zu den positiven, die es vielleicht schon hinter sich haben.... Man wird am Ende des Krankenhausaufenthalt getestet und dies wurde mehrfach publiziert, dass der Test von XY nun endlich Negativ ist. Also erst Positiv und krank und dann negativ gibt es. Sprich es bleibt zu bezweifeln, dass es sich um "alte Positive" handelt und auch die Entwicklung im Krankenhaus zeigt den Trend... Zumindest hier in Frankreich. Das Krankenhaus in "> hat schon Alarm geschlagen, sie befürchten in den nächsten 2 Wochen nicht genügend Beatmungsplätze und nicht genügend Personal zu haben... (Das hier und da auch falsche positive dabei sind ist sicher richtig, waren es dann aber auch schon im März... )
Zum Thema Beatmung aus finanziellen Gründen. Nun, es mag schwarze Schafe geben und auch Fehlentscheidungen dennoch (es ist eine rein persönliche Einstellung, ich habe mit dem Bereich nicht so viel zu tun.) glaube ich nicht, das Ärzte im Allgemeinen ihre Entscheidung daraufhin fällen. Dann dürfte man streng genommen nicht mehr zum Arzt gehen. Wenn der was finden will, findet er schon so nach dem Motto. Und an einer solchen Behandlung hängt auch ein ganz schöner Rattenschwanz, der dann bezahlt werden muss. Und dann müsste man auch kein Ding daraus machen, wenn nicht genug Beatmungsplätze Frei sind, wenn es nur um die Finanzen ginge wäre es wohl ausreichend die vorhandenen zu füllen und gut ist....
Achso und zu dem Maskensinn im allgemeinen, ja die Maske schützt nicht direkt vor dem Virus, steht ja auch drauf. Der kann da fröhlich durchmarschieren wenn ihr jemanden vor Euch habt, der ohne Maske Euch anschreit / ansingt... Hat aber der andere ne Maske auf, kommen bei Euch nicht so viele Tröpfchen an, an denen der Virus durch die Gegend saust... Und daher hat Drosten trotzdem recht obwohl die Maske schützt. Und Wissenschaft hat auch was mit Zugewinn von Erkenntnissen zu tun, da kann sich auch mal was ändern. Zum Glück!
Eigentlich wollte ich gar nicht so viel zu dem allgemeinen "Maskenrabarber" schreiben... Naja, ich wünsche mir einfach, dass sich die Lage wieder entspannt. Und wir dieses Jahr noch irgendwie halbwegs vernünftig zu Ende bringen. Aber auch auf Korsika wird die Spannung immer mehr spürbar und das alles im Großen und Ganzen für eine lausige Saison... Ja, ich sehe es so.
Grüße von der Insel
-
Zum Thema Beatmung aus finanziellen Gründen
Die Krankenhäuser sind (leider) Wirtschaftsbetriebe .... da wird man immer dazu tendieren die medizinischen Geräte wo immer möglich auszunutzen.
Wieweit dies dann getrieben wird hängt natürlich von dem verantwortlichen Arzt ab und ganz letztlich davon ab wie er sich gegen die wirtschaftlichen Zwänge stemmen kann.
Experte sagt „damit halten wir das nicht auf“. Was jetzt?
... nun ja, es gibt viele Experten und viele Meinungen
man könnte natürlich auch in den Raum stellen .... die Maske ist ein quasi politisches Druckmittel ... ein sichtbares Druckmittel um die Bevölkerung zu steuern. Von Corona-Kritikern wird die Maske auch als "Sklavenmaske" bezeichnet.
Ich halte mich lieber daran das die (Alltags-)Maske, wenn auch lästig , eines der Mittel ist um der Virusverbreitung zumindest ein Hindernis entgegenzustellen.
-
Zitat
... nun ja, es gibt viele Experten und viele Meinungen
Guenter, der Unterschied ist, dass genau auf diesen Experten unsere Regierung hört.
Viele GrüßeJürgen (der sich an die Regeln hält, aber sich vorbehält die Sache nicht treudoof hinzunehmen, sondern sich eine eigene, kritische Meinung zu bilden)
-
dass genau auf diesen Experten unsere Regierung hört
gehört hat ... gibt es da nicht einen Neuen?
-
Viele Grüße
Jürgen (der sich an die Regeln hält, aber sich vorbehält die Sache nicht treudoof hinzunehmen, sondern sich eine eigene, kritische Meinung zu bilden)
Geht mir genauso. und ich merke grad, der korsische Mohrenkopf mit der nach oben geschobenen Augenbinde ist dafür ein wunderbares Sinnbild und passt wie die Faust aufs Auge.
Maske = Augenbinde, nicht ganz abgelegt, aber kritisch hinterfragt...
-
Die Krankenhäuser sind (leider) Wirtschaftsbetriebe .... da wird man immer dazu tendieren die medizinischen Geräte wo immer möglich auszunutzen.
Wieweit dies dann getrieben wird hängt natürlich von dem verantwortlichen Arzt ab und ganz letztlich davon ab wie er sich gegen die wirtschaftlichen Zwänge stemmen kann.
Soweit mir bekannt ist, bekommen die Krankenhäuser für jedes Intensiv-Bett ,dass sie für Corona-Patienten freihalten, knapp 600€ am Tag, egal ob es belegt ist oder nicht. Auf der normalen Station bekommen sie weniger. Warum sollten sie also ein Intensiv-Bett unnötig belegen, wenn sie das Geld auch so bekommen und dann nicht noch zusätzlich das normale Bett mitnehmen können.
Sorry, aber ich glaube nicht, dass Leute unnötig früh und unnötig lange an der Beatmung gehalten werden. Das gehört für mich in die gleiche Ecke wie diverse Theorien, die ich nicht teilen kann.
Selbst wenn ein KH-Betreiber so denken würde, gibt es immer noch die Ärzte, die das veranlassen müssten und die noch lange nicht alles mitmachen, was ihr Träger will, sondern um das Wohl ihrer Patienten bemüht sind. Es mag schwarze Schafe geben, die nur das GEld sehen, aber die sehe ich eher außerhalb von Krankenhäusern angesiedelt, weil sie dort direkt am Plus beteiligt sind oder für sich wirtschaften. Die Ärzte, die ich persönlich kenne, sehen ihre Berufung jedenfalls darin, zur schnellen Genesung ihrer Patienten beizutragen, selbst wenn sie wegen Personalmangel einen Wochenenddienst nach dem anderen schieben müssen.
Gruß
Bernd
-
Bernd .... die Aussage zur Beatmungsdauer bei künstlicher Beatmung kommt ja nicht von mir sondern basiert auf der Aussage einer durchaus ernst zu nehmenden Person mit entsprechenden Hintergrundwissen. Und in dessen Position kann man nicht mal so eine Fakenachricht verbreiten.
Ok ... man weiss ja nie.
Diskussionsbedarf gibt es wohl auch in Sachen Prämie für freigehaltene Coronabetten. Aktuell ist diese Anzahl auf 10% reduziert worden. Einzig RLP liegt noch bei 20%.
Es wurden Riesensummen für zusätzliche Intensivbetten an die Krankenhäuser ausgeschüttet ... man spricht von 7 -8Tsd. Betten
Nur ... man weiss nicht wo diese in der Menge abgeblieben sind. Die Gelder sind jedenfalls geflossen.
-
Hallo zusammen,
dann kommt noch hinzu, dass die neu geschaffenen Betten nicht "bepflegt" werden können, da kein Personal vorhanden ist.
Gruß Chriss
-
In Frankreich, Spanien, ... gab und gibt es wieder Ausgangssperren ... der Nutzen wäre zu hinterfragen.
Interessant ist auch das Thema Beatmung. Die gegebenenfalls notwendige Beatmung, und deren Sinnhaftigkeit, von Corona -Patienten wird nach wie vor sehr kontrahär betrachtet.
Ein Grund warum sehr gerne schnell zur künstlichen Beatmung übergegangen wird ist der, so heißt es ?, das künstliche Beatmungsfälle sehr hoch vergütet werden. Die Vergütung steigt nochmals sprunghaft ab dem 95. Beatmunstag an. Viele Patienten liegen länger als 94 Tage in künstlicher Beatmung
Ich kann und will das nicht interpretieren. Dazu gibt es z.B. eineine Interview mit einem anerkannten Gesundheitsökonomie ...siehe hier.
@ Günter: wenn du schon Interviews mit " anerkannten" Experten zitierst ( in diesem Fall ein Ökonom),dann solltest du das ganze Interview lesen, verstehen und in zeitlichen Zusammenhang bringen. Der Experte spricht von Fehlern im System vor Corona,spricht aber auch davon, dass sehr vieles richtig gemacht wird im Bezug auf Gesundheit. Die Patienten werden auch nicht 95 Tage sondern 95 Stunden beatmet. Ich weiß von Patienten einer Klinik in unserer Nähe, die 5 Wochen auf dem Bauch liegend beatmet wurden und dann dauerhaft intubiert wurden, das möchtest du nicht sehen oder mitmachen.Und wenn wir von Zahlen und Beschränkungen sprechen, dann sollte man auch ,und nicht nur , ins unsre Nachbarländer schauen, wo bereits mit Lockdowns begonnen wird. Ich finde auch nicht alle Maßnahmen angenehm, aber wie schon bei der ersten Welle sind auch diesmal bei uns die Zahlen am niedrigsten. Das hat seinen Grund und andere beneiden uns darum!
-
dann solltest du das ganze Interview lesen, verstehen und in zeitlichen Zusammenhan
...das hab ich sehr wohl gemacht. Und ich weiß auch das das Interview schon eine Weile zurück liegt. Ja, das mit 95 Tagen ... war ein Fehler von mir beim Schreiben. Gedanklich war ich bei dem Punkt das nicht wenige über viele Wochen künstlich beatmetIintubiert werden und die Streberate extrem hoch ist bei diesen Patienten. Es gibt unter den Medizinern durchaus differenzierte Meinungen zur künstlichen Beatmung bei Coronapatienten. Ich bin kein Mediziner um das genau zu erklären. Fakt ist jedoch das die invasive Beatmung hohe Risiken birgt und Langzeitschäden bewirkt. Ist ja bekannt. Gerade aber bei Coronapatienten ist die Todesrate bei Intubation sehr hoch. Das ist eine Feststellung die weltweit in den Kliniken gemacht wurde. Ich möchte nicht invasiv beatmet werden und hoffe das , wennes zu einer Situation kommt das dies gegebenfalls nötig werden sollte die Ärzte richtig entscheiden.
-
Fakt ist jedoch das die invasive Beatmung hohe Risiken birgt und Langzeitschäden bewirkt. Ist ja bekannt. Gerade aber bei Coronapatienten ist die Todesrate bei Intubation sehr hoch. Das ist eine Feststellung die weltweit in den Kliniken gemacht wurde.
Und wenn man auf die Intubation verzichten würde, wäre die Todesrate niedriger???
So wie du es formulierst, wäre es besser, man würde auf die invasive Beatmung verzichten. Dann gäbe es ja keine hohen Risiken und keine Langzeitschäden.
Manchmal kapiert ich die Argumentation überhaupt nicht mehr!

Gruß
Hans
-
Nein, das sag ich nicht.
Ich bin kein Mediziner um solches zu sagen. Ich versuche mir eine Meinung zu bilden ... mehr nicht.
Wer vielleicht im Frühjahr die Situation in Italien verfolgte ... da wurde ja sehr viel über die dortige Krankenhaussituation berichtet und die Ratlosigkeit der Intensivmediziner angesichts der hohen Todesrate explizit bei invasiver Beatmung. Ratlosigkeit insofern das trotz Inkubation die Sauerstoffversorgung der Lunge unzureichend war.
Warum das bei dem Corona-Infekt so ist ... darüber konnte man zum damaligen Zeitpunkt nur rätseln.
Da wird man aktuell sicher mehr wissen.
Heute sagt man das eine Inkubation ... vor allem der Zeitpunkt ... sehr genau abgewägt werden muss und es dazu erfahrene Mediziner bedarf.
Wenn dann solche Aussagen, wie in dem Interview geäußert wurden, von einer Person kommen, das möchte ich jetzt nicht anzweifeln, die entsprechendes Hintergundwissen hat, gibt es einem schon zu denken.
Das ist auch nicht auf meinem Mist gewachsen ... das lässt sich jederzeit recherchieren.
Ob die Todesrate niedriger oder höher wäre mit oder ohne Inkubation?
Das kann, gerade bei älteren Menschen niemand sagen. Die Inkubation ist mit oder ohne Corona ein massiver Eingriff.
Es gibt einen Punkt da muss, wenn vom Patienten nicht anders gewünscht, inkubiert werden. Das steht außer Frage.
-
Nach meinem Kenntnisstand aus der Presse treten bei einer Vielzahl von schweren Corona-Erkrankungen Thrombosen (=Blutgefässverstopfungen) auf.
Im Frühjahr ist man noch davon ausgegangen, des es sich "nur" um eine Atemwegserkrankung handelt, welches "nur" die Lunge angreift. Sind aber auch die Blutgefässe nicht durchlässig genug kommts zur Embolie. Das war früher noch nicht in dem Umfang bekannt bzw. berücksichtigt und die Patienten sind leider trotz Beatmung und ausreichender Sauerstoffversorgung an Kreislaufversagen verstorben.
-
Ich poste hier mal einen Link, der den Kern der hier diskutierten Thematik nach meinem Verständnis auf einem für Nicht-Mediziner verständlichem Niveau sehr pragmatisch aufgreift.
Ich glaube, das ist für den Durchschnitts Korsika-Fan informativer und zielführender als langwierige Diskussionen über Intubation.
-
Ja, den Link kannte ich. wollte den auch schon posten ... hab es dann aber gelassen.
Es wird sicher bildlich der Nutzen der Maske dargestellt.
Nur die Maske ist es nicht alleine.
Es ist schon irritierent das, obwohl man sich in D doch überwiegend an Maskenpflicht wo verordnet, Abstand und vieles andere hält ... das der Virus derart massiv (ist es massiv ?) zurückschlägt. Siehe Berchtesgaden. Wir sind oft in der Pfalz entlang der Weinstraße unterwegs. Da ist Tourimäßig richtig was los. Die Gastronomie ist gut frequentiert. Es gibt Veranstaltungen in kleineren Rahmen. Der Indizienwert war lange auf sehr niedrigen Niveau. Allerdings hat er jetzt auch zugelegt. ... leider. Wo schlummert dieser Virus? Liegt es alleine daran das man vermehrt in geschlossenen Räumen ist? Das es kühler geworden ist? Das man nachlässiger wird/ist? ???
-
...eigentliche wäre Berchtesgaden ein ideales Forschungsobjekt ... ländlich, keine Partyszene wie in den Großstädten ( ... vielleicht doch Dorffeste?), Gastronomie hat sich Coronaconform verhalten, usw. ... warum diese enorm hohe Infizierung?
Korsika liegt übrigens auch bei über 200 ... 7/100Tsd
-
Zur Forenübersicht
Bitte diesem Link zur Forenübersicht folgen. Hier können auch neue Themen gestartet werden.