Corona: Nun hat es auch Korsika "erwischt"...

  • Hier bei uns im Landkreis Verden spitzt sich die Lage gerade zu. In einer meiner Wohngruppen hatte sich ein Jugendlicher in der Schule angesteckt. Die ganze Wohngruppe war 14 Tage bis Mittwoch in Quarantäne. Ein Kind der Wohngruppe war gestern erstmals wieder in der Schule. Heute ein Anruf von der Schule, sie muss wieder in Quarantäne, weil ein Mitschüler positiv getestet wurde. Das Mädchen ist 12 Jahre alt. Quarantäne in der Wohngruppe bedeutet, 14 Tag alleine im eigenen Zimmer zu verbringen. In allen unseren Wohngruppen sind aktuell Kinder in Quarantäne, weil in ihren Klassen Corona-Fälle sind. Ich frage mich, wie das weiter gehen soll und wann die Akzeptanz an ihre Grenzen kommt. h/%

  • Hallo Klaus,

    Das ist schwierig, ein Freund aus Daverden muss seine 12 jährige Tochter( auch in Quarantäne) betreuen. Für die Kinder ist es traumatisch. Sie wird aber nicht getestet, da keine Kapazitäten vorhanden sind.

    Ich wohne ja in Walsrode fahre aber jeden Tag nach Verden zur Arbeit. Mir wird jedesmal mulmig, wenn ich höre, wer wieder in Quarantäne ist. Heute kam die Meldung unserer Personalabteilung: laut RKI wird nur noch getestet, wenn Fieber und schwere Atemnot, Geschmacksverlust vorliegt. Unser Sohn, auch zwölf, geht noch zur Schule. Wer weiß wie lange noch.

    Gruß Chriss

  • Hallo zusammen,


    im Vorfeld des Lockdowns wurde in den offiziellen Medien gepredigt dass vor allem Treffen in privaten Räumen die Vermehrung der Infektionszahlen aufrecht erhalten würde. Was tat die Politik konsequenterweise? Sie schloss Gaststätten etc. ... h/%

    Klar: denn im privaten Bereich kann man nur Vorschriften erlassen aber halt nicht kontrollieren ... also muss was anderes her!

    Das war für mich persönlich der erste Umstand der mich innerlich in gewisse Nähe zu den "Corona-Verweigerern" brachte ...

    Viele hocken dann auf jeglichen Sitzgelegenheiten nebeneinander, dann besser in der Gaststätten /Bistro.

    Wer weiß ... vielleicht wäre es tatsächlich besser wenn Gastronomie und Kneipen geöffnet. Hygienekonzepte passen, Abstand passt und Kontaktzeiten eher kürzer als im heimischen Wohnzimmer

    Jeder ehrenwerte Gastronom hatte sich auf passende Schutzmaßnahmen eingelassen oder/und sogar dazu investiert.

    Und dann: Ausübungsverbot! Ohne jede demokratisch legitimierte Gesetzgebung bis auf Kreisebene runter oder gar noch tiefer.

    Sorry Günter, aber wie man darauf kommen kann, dass ein Aufenthalt in einer Gaststätte unproblematischer sein soll als der Aufenthalt in den eigenen 4 Wänden, erschließt sich mir nicht

    Hallo Stefan,


    der Teufel steckt mal wieder im Detail! Und dieser Zustand wird halt m.E. nach in allen Verordnungen komplett ignoriert ...

    Die Zusammenkunft einer Familie im (alt)bekannten Kreis ist sicher kein großer Infektionsherd, aber eine Familienzusammenkunft in größerem - hier in Mitteleuropa traditionell nicht üblichem - Stil nicht nur zu einigen Tässchen Kaffee oder Tee kann dann schon evtl. gefährlich werden ... und ist nicht von außen kontrollierbar!

    Im Rahmen einer Gaststätte könnte so ein Treffen sich übersichtlicher gestalten.

    Soll heißen m.E. nach:

    - pauschale Regelungen sind (auch ökonomisch) ungerecht (Unterschied z.B. Szenekneipe vs. Speisegaststätte) und helfen nicht weiter

    - individuell angepasste Regelungen sind schwer definierbar und evtl. nicht kontrollierbar (Nachvollziehbarkeit?)


    Also: wer von euch hat das Schwert für den Corona-Knoten?! :rollparty:


    LG Ernest

  • Hallo Ernest, wir treffen uns doch auch nicht im großen Familienkreis. Hier kommt mal der Opa vorbei und das war es. Da muss sich halt jeder mal eine Zeit lang zusammenreißen.


    Bei aller Sympathie für Gaststätten (wir gehen regelmäßig Essen und bestellen nun öfter, als wir das eigentlich machen würden) muss man doch feststellen, dass Gaststätten eine Übertragung forcieren. Dort saßen auch mit den Corona-Regeln 20 und mehr Leute in einem Raum und haben sich mehr oder weniger angeregt unterhalten. Und genau das ist eben problematisch. Thema Aerosole. Und sicher ist es in einigen Fällen dazu gekommen, dass angeheiterte Gruppen nach dem Gaststättenbesuch noch im privaten Raum weitergefeiert haben.


    Mal zum Vergleich: Ich spiele Tischtennis. Als individualsportart darf man das noch zu zweit betreiben (in Bayern gar nicht mehr). Das bedeutet zwei Personen in einer großen Halle. Duschen/Umkleiden geschlossen, viele kommunale Hallen sowieso und da fällt es mir schwer, über die Schließung von Gaststätten zu diskutieren, die einfach Sinn macht, so unangenehm mir selbst das auch sein mag.


    Viele Grüße

    Stefan

  • Hallo Stefan,

    Bei aller Sympathie für Gaststätten (wir gehen regelmäßig Essen und bestellen nun öfter, als wir das eigentlich machen würden) muss man doch feststellen, dass Gaststätten eine Übertragung forcieren

    Genau das Gegenteil sehe ich in meiner Stammkneipe: dort werden die vorbestellten Tische und die trennenden Plexiglasscheiben genau an die aktuelle Reservierungs-Situation angepasst! Ich fühle mich dort also absolut sicher!

    Und wenn dann doch eine Truppe von z.B. 10 Personen reserviert: die Stuhlung dazu erfolgt möglichst abseits!

    Daher mein Plädoyer für Gastronomie anstelle evtl. dubioser(?!) Privattreffen ...


    LG Ernest

  • GITANES Danke Namensvetterin für Deine Rückmeldung! ;)party:


    Mal kurz zur Lage Korsika-Frankreich. Die Zahlen sinken YES! Leicht, aber Beständig. Nach 2 Wochen Lockdown auch wenn nicht so strikt wie im März.

    Ein wesentlicher Punkt meines Erachtens die Gastronomie. Da ja zwischenzeitlich die Frage kam, warum ist Frankreich wieder so schlimm dran...

    Die Franzosen gehen fröhlich mittags und auch gerne nochmal abends essen. Die Restaurants Hiygenemäßig eher katastrophal. (ich sage nur eine Toilette für alle und damit ist auch das Personal gemeint) Das hier auch gerne mal ein Pastis schon mittags dabei ist dürftet ihr Wissen. Und ich habe durchaus oft die Mittagsbelegschaften beim Essen gesehen... Da wundert einen nichts mehr. Klar zweiter Punkt bestimmt auch Einkaufender. Wie sehr wird sich zeigen so Anfang Dezember diese wieder öffnen dürfen. Denn Castex sagt letzten Donnerstag dass bei weiterer Stabilisierung dies wohl möglich wäre. Restaurants und Bars müssten aber wohl einen längeren Atem haben. Das Ergebnis wird sich dann zeigen.

    Allerdings vermute ich bei Öffnung Anfang Dezember, eventuelle Ende Dezember noch mehr, damit auch alle fein Weihnachten feiern können, dass wir dann im Februar spätestens wieder dicht machen... Naja, dann ist das Frühjahr ja nicht mehr weit...


    Korsika hatte übrigens leider noch so einige Todesfälle. Es ist schon traurig, wenn von einem Rückgang der stationären Behandlung geschrieben wird und gleichzeitig 5 Todesfälle beklagt werden. Da weiß man dann auch woher der Rückgang kommt... ;(party:


    Tja, leider leider ist es eigentlich ein Appel an den gesunden Menschenverstand. Würde diesen jeder einschalten hätten wir weit weniger Probleme damit... Aber das ist wohl Utopie. ... Traurig ....

  • Bei EINHALTUNG des aktuellen Sicherheitskonzeptes finde ich Gaststätten (keine Kneipen) als rel. unproblematisch.

    Da machen mir die Einkaufstempel mehr Sorgen.

    Hier ist z. B. ein Gastronom, welcher für tausende Euro Abtrennungen zwischen den Tischen aus Glas gekauft hat, Personal nur mit Maske, viele Desinfektionsmittelspender,. Man musste sich registrieren... alles für die Katz, rausgeschmissenes Geld.

    Für mich gibt es viel schlimmere Ansteckungswege, aber nur meine Meinung.

  • Gaststätten offen ja/nein ... klar gibt es Argumente dafür und dagegen.

    Anfang November hatte ich einen Besprechnungstermin. Das Büro war in einem 11 stöckigen Wohngebäude mitten in Frankfurt. Winziger Aufzug...da passen gerade mal 6 Leute rein. Vor mir zwei Frauen mit mehrern Kindern die sich vor mir in den Aufzug zwängten >>>Benutzung max 2 Personen war auf einem Schild am Aufzug zu lesen. Ich hab dann lieber etwas für meine körperliche Ertüchtigung getan statt den Aufzug zu nutzen und bin per Treppe zum 8 Stock. Könnte man Coronamäßig jetzt positiv sehen r9Z6&:)party:

    Das war aber auch ein Punkt wo ich mir Gedanken gemacht habe (hatte ja 8 Stockwerke Zeit) wie die Familien in diesem Wohngebäude leben und wie dankbar man doch sein kann unabhängig in einem Haus mit großen Garten wohnen zu dürfen.

  • Der Macron hat wohl in seiner jüngsten Ansprache die Öffnung der Geschäfte ab dem Wochenende erlaubt, desgleichen Spaziergänge bis 3 Stunden im Umkreis von 20 Kilometern. Ein Lockdown-Ende steht für Mitte Dezember in Aussicht. Wie man so liest gibt es ähnlich wie hierzulande wachsenden Unmut darüber, dass solche Entscheidungen "im stillen Kämmerlein" getroffen werden, und die nachgeschalteten Stellen davon erst kurz vor knapp Bescheid kriegen, so jedenfalls mein Eindruck.

  • So ganz nachvollziehen kann ich so diversen Vorschläge nicht mehr wie z.B. aktuell von Drosten (den gleichen Vorschlag bereits vor ein paar Tagen von Mutti Merkel). Das bedeutet doch letztlich das man einem Arzt das Urteilsvermögen bezweifelt. Als "kranker" Bürger nimmt man jetzt eine Selbstdiagnose vor. Aha ... die Nase läuft irgendwie leicht (ist ja absolut ungewöhnlich in dieser Jahreszeitw§§§l/ng) ... da bleib ich doch zuhause.

    Vielleicht darf man demnächst auch die Krankmeldung selbst schreiben.

    Was sind den das für Empfehlungen?

    Die Industrie wird sich freuen wenn morgen die Häfte der Belgschaft fehlt weil die Nase ( leicht) läuft oder der Supermarkt um die Ecke nicht öffnet weil die Kasse nicht besetzt werden kann. Wie gesagt ...so wirklich folgen kann ich manchen Empfehlungen nicht ... nur n///==co

  • Es ist schon leicht abstrus, über was sich unser Staat noch Gedanken macht. Hoffentlich finden alle Reichen noch ein nettes Fleckchen, das nicht mal Risikogebiet ist, während unsereins nach 21.00 nur noch mit Hund vor die Tür darf. Aber die Flieger fliegen. Is klar...

  • Pablo

    Ich verstehe auch vieles nicht. Es gibt aber auch Väter, Mütter, Kinder die aus unterschiedlichsten Gründen im Ausland sind und über die Feiertage nach Hause möchten. Und das aus Gebieten die durch einen harten Lockdown weit unter unseren Zahlen liegen. Deshalb sollte man dann auch mal andere Seiten betrachten. Und was hat das mit " die Reichen" zu tun. Fliegen ist nun wirklich nicht mehr so teuer.......

    Das Problem ist doch der Egoismus, alles was mir wichtig ist muss bleiben der Rest ist mir egal. Und da sollte jeder erst mal bei sich schauen.

    Im übrigen bin ich nicht reich und habe auch niemanden im Ausland der nach Hause kommt. VG Birgitta

  • zumindest wird Korsika ab Sonntag aus deutscher Sicht kein Risikogebiet mehr sein

    ...aber alle Deutschen dürften wohl gerade als Risiko-Touristen für Korsika gelten !!


    Leute, was soll das? Schon in normalen Jahren verirrt sich so gut wie kein deutscher Tourist im Winter auf die Insel (obwohl ich das hier ja schon gerne und oft propagiert habe), Dann lasst uns doch gerade jetzt bitte in Ruhe! Alle hier sind gerade froh, daß sich die Lage endlich wieder entspannt hat und wir ab Montag ein bißchen mehr Freiheit geniessen dürfen. Und viele blicken schon mit grosser Sorge auf die kommenden Weihnachtsferien und die meisten wünschen sich immer noch, daß dieses mal tatsächlich der sogenannte "greenpass" eingeführt wird.


    Auch wenn wir ab Montag wieder uneingeschränkt tagsüber aus dem Haus dürfen, gibt es dann doch ab 20h abends wieder ein couvre-feu, eine totale Ausgangssperre. Ausnahme ist nur der 24. Dez, selbst an Silvester gilt die Ausgangssperre unverändert !!


    Leute, so arrogant das jetzt auch klingen mag: Deutschland hat gerade andere Sorgen als über Reisemöglichkeiten und Risikogebiete zu diskutieren. So hart es im Einzelfall vielleicht sein mag, Weihnachten oder den Jahreswechsel nicht mit Familie oder Freunden verbringen zu können, daran stirbt keiner. Und für extreme Ausnahmesituationen gibt es auch immer eine Notfallregelung.

    Also , immer schön den Ball flach halten !

  • Ich kann Giacchetto da nur zustimmen. Auch wenn es bitter ist, Reisen ist im Augenblick nicht wichtig und auch wenn Familienbesuche dieses Jahr vielleicht nicht wie gewohnt möglich sind, wird die Welt davon nicht untergehen. Sicher freue ich mich auch, wenn es im nächsten Jahr wieder möglich sein wird.

    Ich bin froh für Korsika, wenn dort jetzt der zweite harte Lockdown zumindest teilweise überstanden ist. Das letzte, was man dort jetzt gebrauchen kann, sind Touristen aus Risikogebieten.

    Die Situation in Deutschland sehe ich aus dem Blickwinkel eines Menschen, der im Krankenhaus arbeitet. Und da wird sich die Situation noch weiter zuspitzen. Statt über Reisemöglichkeiten denke ich eher darüber nach , wo ich im Zweifelsfall noch zusätzliche Dienste übernehmen kann. Ich glaube, die Leute checken es einfach nicht.


    Nun wünsche ich allen trotzdem noch eine schöne Weihnachtszeit, wenn es auch nur im kleinen Kreis sein wird.

    Bleibt alle gesund und passt auf euch auf.


    Liebe Grüße Kirsten

  • Ja,bei uns wird’s auch heftig.

    Nachts Ausgangssperre,Tags bei triftigen Grund ..Linda muss ihre Brille richten lassen

    Na,immerhin noch kleiner !! Familienkreis möglich.

    In BW über 8000 Regelverstöße in 1Woche.

    Mal sehn was am Sonntag beschlossen wird.

  • Liebe Inselbewohner,


    ich hoffe, auch ihr seid alle gut ins neue jahr gekommen.

    Mit großem Erstaunen habe ich dieser Tage gelesen, dass in ganz Frankreich erst wenige hundert Menschen geimpft wurden/ sich haben impfen lassen. Da fragte ich mich, wie es denn auf Korsika läuft? Wie steht es da mit der Impfbereitschaft?

    Ich drücke euch die Daumen, dass die Zahlen möglichst schnell wieder nach unten gehen und dass 2021 ein besseres Jahr wird.


    Liebe Grüße Kirsten